E-Book, Deutsch, 260 Seiten
Hirsch Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-658-09931-2
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Eine politische Philosophie der Arbeit
E-Book, Deutsch, 260 Seiten
ISBN: 978-3-658-09931-2
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Wer den krisenhaften Stillstand unserer Gegenwart verstehen will, findet in diesem Buch nicht nur eine bestechende Kritik der Arbeitsgesellschaft, ihrer ideologischen Grundlagen und politischen Funktionslogik, sondern auch den Grundriss einer aufregenden emanzipatorischen Alternative. Das Festhalten an der Hegemonie der Erwerbsarbeit hat eine Ideologie der Beschäftigung und einen Staat der Arbeitsbeschaffung hervorgebracht. Der Autor analysiert diese Festlegung als zentralen Entwicklungsengpass der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund deutet er den Begriff der Arbeit neu und plädiert für eine Sozialordnung, die auf allgemeiner Arbeitszeitverkürzung und einem bedingungslosen Grundeinkommen beruht. Mit dieser Alternative vor Augen kann der Leser sehen, wie sich zahlreiche Dilemmata der Arbeits- und Sozialpolitik, der Familien- und Geschlechterpolitik, der Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturpolitik, ja sogar der intellektuellen Arbeit selbst auflösen lassen und einer befreienden Praxis weichen können.
Dr. Michael Hirsch ist Privatdozent für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Siegen, Dozent an der Münchner Volkshochschule und freier Autor.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;5
2;I Arbeit, Staat und symbolische Gewalt;7
2.1;1 Einleitung: Die Frage nach der Arbeit als Freiheits- und Demokratiefrage;7
2.2;2 Begriff und Krise der Arbeitsgesellschaft: Der Beitrag von Politischer Theorie, Gesellschaftstheorie und Arbeitsforschung;16
2.3;3 Staatsform, Hegemonie, symbolische Gewalt und die politische Definition der Realität;26
2.4;4 Arbeit als transdisziplinärer Forschungsgegenstand: Ein selbstreflexives und praxisphilosophisches Axiom politischer Theorie;33
3;II Begriff und Kritik der Arbeitsgesellschaft;39
3.1;1 Der ‚Bann‘ und die konkreten Utopien einer anderen Aufteilung sozialer Arbeit: sozialistisch und feministisch;39
3.2;2 Hegemonie der Erwerbsarbeit, Lebensformen und die Macht über die Rechtfertigung der Existenz;45
3.3;3 Die politische Befreiung von der Diktatur der Lohnarbeit: ‚Ökonomie der Zeit‘ und die soziale ‚Teilung der Arbeit‘;50
3.4;4 Der Platonismus der Arbeitsgesellschaft: Die Verteilung der Subjekte auf ihre Plätze, Stellen und Identitäten;59
4;III Entpolitisierung der sozialen Frage, Staat der Arbeitsbeschaffung und Regierung sozialer Unsicherheit;70
4.1;1 Ideologie der Beschäftigung: Arbeit als ‚Dienst‘ und als Herrschaft;70
4.2;2 Der aktivierende Staat der Arbeitsbeschaffung: Von ‚Welfare‘ zu ‚Workfare‘;76
4.3;3 Regierung sozialer Unsicherheit, Kampf ums Dasein und Produktion eines neuen Menschen;87
5;IV Fortschrittliche Alternativen: Grundeinkommen und allgemeine Arbeitszeitverkürzung;96
5.1;1 Ein anderer Sozialstaat: die Idee des Grundeinkommens;96
5.2;2 Bedingtes Grundeinkommen?;104
5.3;3 Grundeinkommen als kulturelle und politische Idee;110
5.4;4 Verkürzung der Arbeitszeit und autonome Tätigkeiten ohne Erwerbszweck: Zur Ausdifferenzierung des Arbeitsbegriffs;117
5.5;5 Bürgerarbeit oder bedingungsloses Grundeinkommen?;126
6;V Arbeit und Geschlecht - Arbeitswelt, Lebenswelt und Umwelt;132
6.1;1 Geschlechterbeziehungen und Geschlechtervertrag, soziale Arbeitsteilung und symbolische Gewalt;132
6.2;2 Neoliberale Geschlechterordnung und neoliberaler Regierungsfeminismus. Emanzipation als Steigerung weiblicher Erwerbstätigkeit;138
6.3;3 ‚Nach dem Familienlohn‘. Konturen eines fortschrittlichen Gegenentwurfs;148
6.4;4 Drei Modelle: Allgemeine Erwerbsarbeit, Gleichstellung der Betreuungsarbeit und allgemeine Betreuungsarbeit;157
6.5;5 Aufhebung von Gender als Strukturprinzip der sozialen Organisation: Gleicher Zugang aller Männer und Frauen zu Erwerbs- und Familienarbeit;165
6.6;6 Umverteilung und Anerkennung: Die zwei Seiten der Autonomie;169
6.7;7 Wiederaneignung der Zeit und Anerkennung der Eigenarbeit: ein neuer Gesellschaftsvertrag;176
6.8;8 Die Umwelt der Arbeit: Sozialökologische Reform und Postwachstumsgesellschaft;181
7;VI Die Arbeit der Kultur;193
7.1;1 Das Subjekt der (Mehr-)Arbeit. Bildung und Sozialisation;193
7.2;2 Bildungs- und Hochschulpolitik im aktivierenden Staat;202
7.3;3 Wissenschaft, Forschung und kulturelle Produktion;212
7.4;4 Intellektuelle Arbeit als Modell: Freie Produktion und prekäre Existenz;220
7.5;5 Kunst als Modell der Arbeit und des Lebens;229
8;VII Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft;237
8.1;1 Freie Arbeit, freier Austausch und Nicht-Identität: Ein neues Modell sozialer Arbeitsteilung;237
8.2;2 Schluss;245
9;Literaturverzeichnis;251




