Höllhuber | Sächsische Schweiz Wanderführer Michael Müller Verlag | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 204 Seiten

Reihe: MM-Wandern

Höllhuber Sächsische Schweiz Wanderführer Michael Müller Verlag

35 Touren mit GPS-kartierten Routen und praktischen Reisetipps
2. Auflage 2016
ISBN: 978-3-95654-835-2
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

35 Touren mit GPS-kartierten Routen und praktischen Reisetipps

E-Book, Deutsch, 204 Seiten

Reihe: MM-Wandern

ISBN: 978-3-95654-835-2
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



E-Book zur 2. komplett überarbeiteten und aktualisierten Auflage 2016 Wandern einmal ganz anders: Treppen, Stiegen, ausgesetzte, aber gut gesicherte Steige führen auf Sandsteintürme und Felsriffe, auf große Plateaus wie den Pfaffenstein und den Lilienstein. Dann wieder folgt man einem Pfad, der aussichtsreich auf halber Höhe einer Felswand verläuft. Die Elbe und ihre Nebenflüsse haben sich in Jahrmillionen in das Sandsteinmassiv eingefressen und ein weltweit einmaliges Fels- und Waldlabyrinth geschaffen, ein guter Teil ist heute Nationalpark. Unsere 35 Wanderungen folgen zum Teil Routen, die schon von den Malern der deutschen Romantik begangen wurden. Sie erschließen alle Winkel der Sächsischen Schweiz, drei führen nach Tschechien, in die schönsten Teile der Böhmischen Schweiz.

Dietrich Höllhuber (1943 bis 2014) Dietrich Höllhuber wurde in Posen geboren, wuchs in Österreich auf und studierte in Wien Geographie und Geschichte - 'wie es sich für einen angehenden Reiseautor gehört', wie er selbst hinzufügte. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England, einer Uni-Assistenz in Wien, Bristol, Karlsruhe und Erlangen arbeitete er seit 1982 als Studienreiseleiter. Eine besondere Wegmarke war für ihn das Jahr 2001; damals begann er ausschließlich als Sachbuch- und Reiseautor zu arbeiten. Fortan unternahm der erfahrene Globetrotter etwa 150 große Reisen in alle Erdteile und verfasste darüber 30 Bücher in renommierten Verlagen: vom 'Wanderführer für Biertrinker - Fränkische Schweiz' zu Reiseführern über einige Mittelmeerländer (samt Libanon, Marokko, Zypern, Spanischem Jakobsweg, Oberitalien, Kroatien und Montenegro) sowie eine ganze Reihe von Wanderführern. Seit dem Tod unseres Autors wird der Titel von anderen Autoren vor Ort für jede Neuauflage komplett aktualisiert.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Tour 2 ** Von Wehlen über Schwarzbergweg, Bastei und Schwedenlöcher nach Rathen - „kinderfreundlich“
Von Stadt Wehlen nach Rathen, viel begangen, Auf- und Abstieg über Stiegen, hinunter zu den romantischen Felsgruppen der Schwedenlöcher, dazwischen die Bastei mit ihrem Mega-Ausblick. Prädikat: fantastisch!
Wir beginnen die Wanderung etwas oberhalb des Fähranlegers in Stadt Wehlen, wo der Rad- und Fußweg 1, eine Variante des Elberadwegs, den Aufstieg zum Markt kreuzt.
Die Felsenbühne Rathen
Zwischen der Bastei und den Gansfelsen klafft eine tiefe Schlucht, in die man von keinem Aussichtspunkt aus hineinblicken kann. Dabei liegt da unten im Wehlgrund ein interessantes Objekt: die Felsenbühne Rathen. Unter der senkrechten Nordwand des Großen Wehlturms öffnet sich ein Felsentheater, das seinen Reiz aus dem natürlichen Hintergrund zieht, der für Karl-May-Theateradaptionen bis zum Weber’schen Freischütz genutzt wird. Die in Radebeul beheimateten Landesbühnen Sachsen bespielen die seit den 1930er-Jahren existierende Naturbühne. Die Open-Air-Theatersaison dauert von Mitte Mai bis Mitte September.
Infos über Gästeamt Kurort Rathen, Tel. 0350/70422, www.kurort-rathen.de oder über Landesbühnen Sachsen, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/8954214, www.landesbuehnen-sachsen.de. Im Sommer 2016 kamen u. a. zur Aufführung: „Der Freischütz“ (Weber), „Carmina Burana“ (Carl Orff), „Winnetou I“ (nach Karl May), das Kinderstück „Schneeweißchen und Rosenrot“.
Wir halten uns rechts, also elbaufwärts, bis wir am Ortsende hinter dem Haus Nr. 33 auf einen Fußweg 2 nach links oben abbiegen („Scharzberggrund/Steinerner Tisch/Bastei“). Nach dem Zaun des letzten Grundstücks geht’s hinauf: teils schmal, dann breiter, über natürliche und behauene Steine. Nach nicht mal 10 Min. führt eine steinerne Mauer 3 über einen Graben. Es folgt eine Treppe nach oben, und in flacherem Gelände angelangt, wandern wir nun weniger anstrengend durch den Wald zur nahen Schwarzbergaussicht 4, wo wir bereits nach etwa 0:25 Std. Gehzeit einen schönen Elbtalblick genießen können. Der aufgrund seiner Aussicht attraktive Schwarzbergweg führt uns nun zum Steinernen Tisch.
Mäßig ansteigend verläuft der Waldweg und erreicht dann endgültig flacheres Gelände. Nach etwa 0:15 Std. ab dem Aussichtspunkt mündet er in eine Forststraße 5, der wir geradeaus folgen. Sie bringt uns nach etwa 0:55 Std. Gehzeit zum Steinernen Tisch, an dem man trefflich rasten kann, und dem gleichnamigen ehemaligen Gasthaus 6. Das Lokal ist seit Jahren geschlossen, seine Zukunft fraglich.
Rechts am Gasthaus vorbei führt eine Forststraße durch Laubwald in Richtung Bastei, den zugehörigen Großparkplatz hört man bald und sieht man dann links. Wir queren die Zufahrtsstraße zur Bastei am Kiosk 7, halten uns auf dem etwas unterhalb des Asphalts verlaufenden Weg rechts und gleich darauf wieder rechts. Zwischen den Gebäuden auf der Bastei, unter dem Vorbau des Hotels Bastei hindurch gelangen wir zur Basteiaussicht 8. An Wochenenden und in den Ferien herrscht auf der Felskanzel der Bastei, einer der größten Touristenattraktionen der Sächsischen Schweiz, großes Gedränge! Trotzdem eignet sich die Bastei für eine längere Pause, gibt es hier doch diverse Einkehrmöglichkeiten (wenn man nicht am folgenden Aussichtspunkt 10 die ruhigere Pause einlegt - Picknick dabei?).
Länge/Gehzeit: ca. 7,8 km, 2:55 Std.
Charakter: sehr lohnende, abwechslungsreiche Streckenwanderung mit etwas mühsamen Stiegen im Auf- und Abstieg (v. a. hinunter zu den Schwedenlöchern 10). Dazwischen gute Waldwege und Forststraßen, zuletzt Fahrweg und Straße.
Markierung: Wehlen bis Bastei 8 Schilder, u. a. Malerweg-M, ab Steinerner Tisch 6 bis Bastei 8 auch Rotpunkt, Bastei bis Amselgrund 11 Blaustrich, zum Amselfall 12 und von dort nach Rathen Grünstrich und M.
Ausrüstung: Wanderschuhe, Kleidung je nach Jahreszeit.
Verpflegung: Diverse Einkehrmöglichkeiten in Stadt Wehlen 1 und Rathen 14. Unterwegs: Imbisshütte am Parkplatz Bastei 7. Restaurant Bastei (vor 8): bürgerliche Küche mit gehobener Auswahl; tägl. 10-22.30 Uhr; Tel. 035024/7790, www.bastei-berghotel.de. Zudem Kiosk am Amselfall 12 und wirklich nette Forellenräucherei Leuschke am Ortsanfang von Rathen, geöffnet nach Witterung von Ostern bis Herbst tägl., im Winter nur Sa/So nachmittags, Tel. 0172/3591416.
Hin & zurück: nach Stadt Wehlen und Rathen S 1 Dresden - Schöna, die Orte liegen auf der dem Bahnhof gegenüberliegenden Seite der Elbe. Fußweg vom jeweiligen Bahnhof zur Fähre, die Fähre nach Stadt Wehlen ist im Verbundticket des VVO inbegriffen, jene in Rathen kostet 1 €. Mit Pkw in Pirna auf rechte Elbseite und über Dorf Wehlen zum Parkplatz oberhalb Stadt Wehlen, alternativ über B 172 und Zufahrt nach Bahnhof Stadt Wehlen über Struppen. Rückfahrt nach Wehlen mit S-Bahn. Von der Bastei (Parkplatz) kommt man 9-19 Uhr auch mit dem Pendelbus der Fa. Transfer Urban, Tel. 0172/6559143, nach Rathen (Halt am Konsum).
Wir gehen zurück zum schmalen Weg unterhalb der Zufahrtsstraße. Ein Mini-Abstecher führt uns rechts wenige Meter hinunter zum Aussichtspunkt Gansfelsen über dem nicht einsehbaren Wehlgrund (um Verwirrungen vorzubeugen, sei erwähnt, dass man sich hier auf einem Aussichtspunkt befindet, von dem aus man auf den Gansfelsen sowie Große und Kleine Gans blickt, man befindet sich nicht auf diesen selbst!). Jenseits des Grundes ist in den Felsen ein weiterer Aussichtspunkt zu erkennen - er ist unser nächstes Ziel.
Zurück auf dem Fußweg gehen wir nun geradeaus weiter, bleiben dabei rechts von der Straße 7. Endlich erreichen wir einen etwas breiteren Weg mit Wegweiser 9 - „Eingang Schwedenlöcher“ und „Amselfall“ lotsen uns nach rechts. Wenige Minuten später führt ein schmaler Weg noch vor dem Eingang der Schwedenlöcher nach rechts in Richtung Geländekante - zum Aussichtspunkt Pavillonaussicht 10 mit dem vielleicht besten Blick auf die gesamte Bastei:
Dominant ist die Felsengruppe der Bastei mit der Basteibrücke in ganzer Länge, überragt von den Felszähnen der „Steinschleuder“, so benannt, weil dort im Mittelalter tatsächlich eine Steinschleuder stand und unerwünschten Passanten das Leben vergällte.
Noch Energie? Rückweg zu Fuß
Warum nicht auf dem Haldenweg zurück nach Wehlen? Dazu bleibt man am nördlichen Elbufer, wandert etwa 0,5 km auf dem Elberadweg in Richtung Wehlen, biegt dann rechts auf den Haldenweg ein, der schließlich bei 3 in unseren Hinweg mündet. Gehzeit etwa 0:50 bis 1 Std. Im Winter und Frühjahr wegen Steinschlaggefahr unterhalb der ehemaligen Steinbrüche gesperrt!
Nach einer Rast zurück - das geht auch auf dem weiter rechts gelegenen Pfad - zum Entree der Schwedenlöcher. Was immer in Deutschland als Ortsname mit „Schweden“ zu tun hat, bezieht sich auf den Einfall schwedischer Armeen im Dreißigjährigen Krieg, so auch hier: Es heißt, dass sich die Rathener Bevölkerung damals in die unwegsame Schlucht zurückgezogen und dadurch erfolgreich vor dem Feind verborgen hatte.
Nun geht es abrupt und steil abwärts durch eine dunkle und meist feuchte Schlucht. Stein-, Holz- und Betontreppen führen hinunter, senkrechte Felsen flankieren meist eng den Steig. Fast zu schnell sind wir nach rund 0:20 Std. wilder Romantik unten im Amselgrund 11 angelangt, der Höhenunterschied beträgt nur ca. 140 m....



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