Hof | Pulverschneeherzen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 312 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Hof Pulverschneeherzen


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7517-4374-7
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 312 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7517-4374-7
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Lilou kann es nicht fassen: Ihre Eltern wollen an Weihnachten nach Thailand verreisen. Sonne und Strand an Heiligabend? Für Lilou kommt das nicht in Frage. Und den traditionellen Kartoffelsalat gibt es dort bestimmt auch nicht. Also bucht sie spontan eine Single-Ski-Reise nach Ischgl. Doch am Abreisetag sitzt Lilou nicht mit einer Gruppe junger, gutaussehender Singles im Bus - sondern mit einer Horde Rentnerpärchen! Irgendwas muss bei der Buchung schiefgelaufen sein. Und statt nach Ischgl fährt der Bus in ein kleines verschlafenes Dorf in den Schweizer Alpen. Doch als Lilou dort auf den zurückhaltenden aber attraktiven Ski-Lehrer Luca trifft, scheint ihr Weihnachtswunder doch noch zum Greifen nah ...

Alle Romane dieser Reihe sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Wir haben die Geschichten sorgsam für dich ausgewählt, damit sie dir an kalten Wintertagen das Herz erwärmen und dich beim Lesen in Weihnachtsstimmung versetzen.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Kira Hof kam im Sommer 1981 zur Welt. Seit ihrer Geburt wohnt sie in einem wunderschönen Dorf in Nordhessen. Da ihr Mann ebenfalls von dort stammt, bestand ihr erster und einziger Umzug darin, von einem Dorfende an das andere zu ziehen. Zu ihrer Familie gehören außerdem die beiden Töchter und aktuell drei Katzen und zwei Kaninchen.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1
  


Weihnachtsliste

So verbringe ich meinen Heiligabend:

9:30

Aufstehen

Anschließend duschen

Dann Frühstück (mehr Zeit als sonst eingeplant, da ich auf einen Weihnachtsbaum und das Schmücken verzichte)

11:00

Pellkartoffeln kochen für Kartoffelsalat (Tradition ist Tradition)

Gewürzgurken in Würfel schneiden

Dressing mixen

11:45?–?12:30

Ich gönne mir eine Folge »Lucifer«. In der Zeit können die Kartoffeln

abkühlen.

12:30

Kartoffeln pellen und alles andere vorbereiten

13:00

Kleinigkeit essen (wahrscheinlich einen Toast)

13:30

Jogginghose gegen Jeans tauschen

14:00

»Aschenbrödel« gucken

17:00

Kirche (noch zu prüfen, da allein, aber Tradition und so)

18:30

Abendessen

Anschließend Tag ausklingen lassen (mindestens zwei Folgen »Lucifer«)

Die Liste hing sichtbar an meiner Pinnwand. Ich hatte sie in den vergangenen Wochen das ein oder andere Mal überarbeitet. Der Punkt »Kirche« war weiterhin mit einem Fragezeichen versehen. Das gefiel mir nicht. Ich musste dringend darüber nachdenken. Bis Heiligabend waren es schließlich nur noch vierzehn Tage. Um es nicht länger aufzuschieben, speicherte ich mir für morgen früh um elf einen Termin ins Handy. Jetzt brauchte ich einen freien Kopf, um den Artikel über die nächste Wunderdiät zu redigieren. Am liebsten würde ich jedes Mal darunterschreiben: Leute, glaubt diesen Mist nicht.

Aber Job war Job, und grundsätzlich gefiel er mir. Ob ich bis ins Rentenalter für die Online-Redaktion eines Frauenmagazins arbeiten würde, bezweifelte ich jedoch stark. Seufzend klappte ich den Laptop auf, stellte den Timer auf sechzig Minuten und begann mit der Arbeit.

Mit dem ersten Durchgang war ich vor Ablauf der Zeit fertig. Trotzdem wartete ich geduldig auf das Alarmzeichen, erst dann stellte ich den Timer aus.

Inzwischen war es dunkel geworden. Nur mein Schreibtisch wurde vom Lichtkegel der kleinen Stehlampe erhellt. Ich ließ die Schultern kreisen und massierte mit den Fingern meine verspannte Nackenmuskulatur. Vielleicht sollte ich mir zu Weihnachten selbst ein Geschenk machen und mir ein paar Massagen gönnen. Ja, die Idee war es wert, ihr einen weiteren Gedanken zu widmen. Ich zog ein Post-it aus der Schublade, schrieb das Wort »Massage« darauf und pinnte es an die Magnettafel an der Wand. Dabei fiel mein Blick auf einen anderen Klebezettel, der dort haftete und mir mit seiner neonpinken Signalfarbe förmlich entgegensprang. Es standen gleich mehrere Wörter drauf. Klein, aber lesbar. Was eigentlich egal war, ich kannte sie auswendig. Ich atmete hörbar aus und löschte gleichzeitig das Licht. Es dauerte einen Moment, bis meine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten und erste Umrisse erkennbar wurden. Ich ging langsam zur Tür und in die Küche. Aus dem Kühlschrank holte ich den fertig angerichteten Salat, vermengte und schmeckte ihn ein letztes Mal ab. Mit der Schüssel im Gepäck klopfte ich kurz bei meinen Eltern.

»Ich bin jetzt weg«, rief ich Richtung Wohnzimmer.

»Okay«, kam es von drinnen, »viel Spaß. Grüß lieb von uns.«

»Mach ich, danke.«

Ich trat auf den Bürgersteig, nur um gleich wieder im nächsten Hauseingang zu verschwinden. Die beste Freundin als Nachbarin zu haben war einfach durch nichts zu toppen.

»Pünktlich auf die Minute«, begrüßte Chrissy mich.

Ich zuckte mit den Schultern; was sollte ich sagen? Wir hatten alle unsere Macken. Chrissy konnte zum Beispiel an keinem Stand mit Sonnenbrillen vorbeigehen, ohne danach mindestens eine davon zu ihrem Besitz zu zählen. Sie hatte gefühlt einhundert Stück, die sogar ihren eigenen Schrank besaßen.

Ich folgte ihr durch Flur und Wohnbereich in den dahinterliegenden Wintergarten. Dieser reichte über die gesamte Hausbreite. Eine große Flügeltür führte in den Garten, wo Robert gerade am Grill stand und das Fleisch wendete. Um ihn zu begrüßen, stellte ich den Salat ab, öffnete eine der Türen und rief ihm ein »Hallo« zu. Lächelnd winkte er mir mit der Grillzange in der Hand.

»Stell einen Mann an den Grill und er erfüllt dir jeden Wunsch.« Chrissy stand hinter mir, den Blick auf ihren Freund gerichtet.

»Und?«

»Und was?« Sie grinste breit. »Ich habe möglicherweise vorhin erwähnt, wie glücklich ich wäre, wenn wir endlich das Badezimmer renovieren könnten.«

»So bescheiden.«

»Hey, du findest es auch furchtbar.«

»Senfgelb ist wieder total in.«

»Mmh.« Chrissy funkelte mich an. »So schade, dass du schon gehen musst. Dabei bist du grad erst gekommen.«

Ich streckte ihr lachend die Zunge raus und plumpste in einen der Sessel. »Hast du was gesagt? Ich konnte dich nicht hören.«

Die Klingel unterbrach unsere Frotzelei. Chrissy ließ mich kurz allein, um zu öffnen. Mein Blick glitt zu Roberts selbst gebauter Theke aus Paletten, hinüber zu Chrissys neuestem Werk, einem Makramee-Traumfänger. Die beiden waren handwerklich begabt und hatten im Haus fast alles in Eigenarbeit renoviert. So, wie es aussah, stand das nächste Projekt schon in den Startlöchern. Meine Freundin machte selbst vor dem Fliesenlegen keinen Halt.

Mut. Vor meinem inneren Auge tauchte der neonpinke Klebezettel auf. Ich schüttelte den Kopf, in der Hoffnung, die Gedanken würden sich neu sortieren wie Würfel in einem Würfelbecher.

Zum Glück wurden in diesem Moment die Stimmen lauter, die sich aus dem Haus näherten. Chrissy tauchte mit Ludmilla und Eugen im Schlepptau auf. Den beiden gehörte der andere Teil der Doppelhaushälfte.

»Lilou, wie schön. Endlich klappt es mal wieder.« Ludmillas glockenklare Stimme, mit der sie am Staatstheater Solos schmetterte, erfüllte den Raum.

Ich lächelte und stand auf. »Ja, ich freu mich auch.«

Wir umarmten uns. Danach drückte mich Eugen an sich, der körperlich so ziemlich das genaue Gegenteil von seiner zierlichen Ehefrau war. Ein Schrank von Mann mit einem Gesicht eines knuffigen Teddybären. Er besaß eine eigene Dachdeckerfirma und packte gern selbst tatkräftig mit an. Im ersten Moment ein skurriles Paar, aber herzensgute Menschen.

»Das Fleisch müsste eigentlich gleich so weit sein«, bemerkte Chrissy mit einem Blick nach draußen.

»Ich werde mich davon kurz überzeugen«, sagte Eugen grinsend und ging durch den beleuchteten Garten zu Robert. Um die Äste der beiden halbhohen Apfelbäume rankten Lichterketten bis in die Kronen hinauf. Über einem ausladenden Holunderbusch war ein Netz gespannt, dessen winzige Glühbirnen eine glitzernde Decke bildeten. Auf der gegenüberliegenden Seite standen zwei Sterne aus gebogenem Draht, deren Schein ebenfalls die tiefschwarze Nacht erhellte. Jetzt fehlt nur noch der Schnee, dachte ich und spürte zum ersten Mal in dieser Adventszeit einen Hauch von Weihnachtsstimmung in mir aufkommen.

Wir Frauen öffneten die erste Flasche Sekt und stießen auf einen gemütlichen Abend an.

Unser Wintergrillen war seit zwei Jahren ein fester Bestandteil in unseren Terminkalendern. Dank Ludmilla mussten unsere Treffen im Voraus oft langfristig geplant werden, was ich sehr zu schätzen wusste.

»Wer hat Hunger?«, fragte Robert, der mit einer Platte voller Leckereien im Wintergarten auftauchte.

Als Antwort klingelte es erneut an der Tür. Diesmal waren es Lisa und Stefan.

»Das nenne ich Timing«, kommentierte Robert ihr Eintreffen und winkte mit der Fleischgabel.

Lachend und plappernd begrüßten wir einander, setzten uns dann an den Tisch und ließen es uns schmecken. Es gab Würstchen und Steaks, gegrilltes Gemüse, drei verschiedene Salate und Kräuterbaguette. Ständig wurde irgendetwas davon über den Tisch hin und her gereicht. Es war faszinierend, welche Lautstärke sieben Personen verursachen konnten. Zum Nachtisch gab es noch Ludmillas unfassbar leckeren russischen Honigkuchen.

Ich legte die Gabel auf dem Teller ab, lehnte mich zurück und rieb mir den vollen Bauch. »Hilfe, Leute, ich platze.«

»Ich auch«, stimmte Chrissy mit ein.

»Und ich erst«, stöhnte Stefan.

Eugen lachte mit seiner tiefen Baritonstimme. »Dann wird es Zeit für den Schnaps.« Er stand auf und verschwand im Haus, das zwar nicht seins war, in dem er sich aber, wenn es um Alkohol ging, nicht weniger gut auskannte.

Die klare Flüssigkeit brannte sich ihren Weg in meinen Magen. Ich hustete zweimal und schüttelte mich. Es blieb mir ein Rätsel, wie man Gefallen daran finden konnte. Noch während ich diesen Gedanken zu...


Hof, Kira
Kira Hof kam im Sommer 1981 zur Welt. Seit ihrer Geburt wohnt sie in einem wunderschönen Dorf in Nordhessen. Da ihr Mann ebenfalls von dort stammt, bestand ihr erster und einziger Umzug darin, von einem Dorfende an das andere zu ziehen. Zu ihrer Familie gehören außerdem die beiden Töchter und aktuell drei Katzen und zwei Kaninchen.

Kira Hof kam im Sommer 1981 zur Welt. Seit ihrer Geburt wohnt sie in einem wunderschönen Dorf in Nordhessen. Da ihr Mann ebenfalls von dort stammt, bestand ihr erster und einziger Umzug darin, von einem Dorfende an das andere zu ziehen. Zu ihrer Familie gehören außerdem die beiden Töchter und aktuell drei Katzen und zwei Kaninchen.



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