E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Hoffmann / Ausserhofer Mit Papa war's nur Blümchensex
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-944154-27-5
Verlag: U-Line UG
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Das Leben mit Papa als Liebhaber und mein Absturz in die Hölle
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
ISBN: 978-3-944154-27-5
Verlag: U-Line UG
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Nele weiß nicht mehr, wann alles begonnen hat. Es war einfach schon immer so. Für Nele war es normal. Für Nele war es ihre Kindheit. Papa hat Nele geliebt, aber nicht so wie ein Vater seine Tochter lieben sollte. Er liebte sie wie eine Geliebte und Nele liebte ihren Vater, wie sie glaubte, dass man einen Vater lieben sollte. Doch ihr wurde nie beigebracht, was normal ist und was nicht. Erst mit den Jahren beginnt sie zu hinterfragen… mit den Jahren beginnt sie zu begreifen…und irgendwann bricht Nele ihr Schweigen. Sie zeigt ihren Vater an, zerstört ihre Familie, wie sie glaubt, und geht in ein betreutes Wohnheim.
Doch sollte man Glauben, dass Nele nun ein glückliches Leben beginnen konnte, dann liegt man falsch. Denn sie lernte dort ihren ersten "richtigen" Freund kennen… doch was Niels von ihr verlangte, liegt außerhalb jeder Vorstellungskraft…
Mit Papa war's nur Blümchensex ist der Bericht von Nele Hoffmann, der ihren kompletten, höllischen Lebensweg erzählt, von ihren ersten kindlichen Gedanken bishin zum heutigen Tag. Die Wiener Journalistin Manuela Ausserhofer (Orkus! Magazin u.a.) half ihr dabei, die treffenden Worte für etwas zu finden, dass eigentlich unaussprechlich ist. So ist ein Zeugnis unserer Zeit entstanden, welches schier unglaublich scheint, aber leider wirklich so geschehen ist.
Nach Seelenficker – dem Buch, das auch der ausschlaggebende Grund war, dass Nele den Mut gefunden hat und sich beim Verlag meldete – und Seelenvernichter, ein neues Buch, das schmerzt, fesselt und einem die Haare im Nacken aufstellen lässt. Denn die Realität ist immer schockierender als Fiktion.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1
Papa.
Ich finde es mittlerweile irgendwie lustig, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wann es angefangen hat. In meiner Erinnerung verschmilzt da so einiges zu einem unansehnlichen Brei. Dabei reden einem immer alle ein, dass es ein erstes Mal geben musste und dass es sich bestimmt in meinen Kopf und in die Seele eingebrannt haben muss, wie nichts zuvor und auch nichts danach.
Aber das stimmt nicht. Ich weiß auch, dass es irgendwann angefangen haben muss und vielleicht weiß mein Vater noch genau, wann es war, aber ich weiß es nicht mehr. Und ich will es auch gar nicht wissen. Es geht nicht darum, die Grenzen der Hölle zu kennen, sondern die Hölle an sich.
Und wenn man in der Hölle ist, ist sie wie ein Universum. Grenzenlos. Wachsend.
Sie gleicht nicht nur dem Universum, sie ist es. Der einzige Kosmos, in dem man ab da dann lebt. Und hätte man ein Teleskop, man würde nur Sterne sehen, die wie Spiegel die Hölle reflektieren. Also zerschlägt man das Fernrohr und blickt fortan nur noch in sich selbst.
Für mich war es so, als wäre es immer schon so gewesen. Papa las mir abends immer vor, auf meinem Nachttisch stand eine kleine Lampe. So eine kleine mit einem grünen Metallschirm und einer Glühbirne, die wie eine Kerzenflamme geformt ist. Und daneben lag immer ein Buch. Daraus las Papa immer vor. Jeden Abend. Nur am Samstag und am Sonntag nicht.
Ich liebte seine Stimme. Er konnte wunderbar vorlesen. Er las die Geschichten in einer Art und Weise vor, als passierten sie gerade wirklich in diesem Moment. Als wäre das Brüderchen gerade jetzt dort hinten. Kannst du es sehen? Es war so, als nähten die Geißlein genau in dieser Sekunde die Wackersteine ein oder als ob Schneewittchen an meiner Seite in ihrem tiefen Schlaf lag.
Später las er mir Sachen von Michael Ende vor. Ich glaube, er mochte die Geschichten auch. Ich verstand nicht alles. Aber Momo oder Die unendliche Geschichte gehörten zu meinen Lieblingserzählungen.
Einfach weil sie lang waren und Papa manchmal auch etwas länger daraus vorlas.
Und gerade, wenn es so richtig spannend war, sah er mich mit seinen warmen Augen an. Er lächelte dann und beugte sich zu mir herab, sodass ich sein Aftershave riechen konnte. Ich wusste damals natürlich noch nicht, was ein Aftershave ist, noch dass es so hieß, aber ich war mir damals schon sicher, dass Mama ihn so sehr lieben musste, weil er einfach so gut roch.
Er küsste mich. Umarmte mich noch mal und sagte dann: «Wie es weitergeht, das erzähle ich dir dann morgen.»
Vielleicht bilde ich mir das auch ein, doch irgendwie klingt das doch richtig schön. Beinahe kitschig. So wie aus dem Bilderbuch, nicht wahr?
Woran ich mich wirklich erinnern kann, war, dass er sich zu mir ans Bett setzte. Ich musste dann meine Decke aufschlagen und ihn bitten, sich ein bisschen zu mir zu legen. Um zu kuscheln.
Also sagte ich: «Papa, ich will, dass du dich noch etwas zu mir legst und mit mir kuschelst.»
Wenn ich das gesagt hatte, lächelte er tatsächlich. Er lächelte das schönste Lächeln, das ich mir vorstellen konnte. Und es war toll, ihn bei mir im Bett zu haben. Er war mein Papa. Mein großartiger Held. Der, der alles konnte und mich liebte!
Er hatte mir das Drachensteigen beigebracht, und selbst wenn Mama sagte, jetzt sei Schluss mit den Süßigkeiten, bekam ich von Papa immer noch ein oder zwei Bonbons oder einen Riegel Schokolade zugesteckt.
Wenn er dann so bei mir lag, nahm er mich in den Arm und begann mich zu streicheln. Am Arm und durch die Haare.
Er sagte immer, er liebe meine Haare.
Dann musste ich ihm seine Hose ausziehen oder zumindest runterziehen. Meistens hatte er dann schon eine Erektion. Sein Schwanz glänzte meist schon feucht und er sagte dann nur: «Sieh, er freut sich nur auf dich!», was mich noch mehr freute.
Ich durfte ihn dann anfassen und meine Hände glitten zu seinen Hoden und zu seinem Glied und jedes Mal erschauderte er bei der ersten Berührung.
Anfangs konnte ich kaum um sein Glied herumfassen. Da war ich noch sehr klein. Später ging es besser. Da konnte ich ihn endlich auch mit der Hand befriedigen.
Aber am Anfang stellte ich mich wohl ziemlich doof an. Watschelte wie eine Ente mit meinen Pfötchen über sein Ding und bereitete ihm kaum Lust dabei. Und in den Mund nehmen ging natürlich auch noch nicht. Der war ja noch viel zu klein.
So lagen wir anfangs meist beieinander. Sein Schwanz zwischen meinen Beinen und er schubberte dann so rum. Manchmal reichte das. Manchmal half er dann mit der Hand nach.
Gerade als ich noch klein war, war richtiger Sex halt leider nicht möglich. Dazu war ich ja noch gar nicht entwickelt. Also war gegenseitiges Masturbieren der Start, dann kam noch der Mund dazu. Ich mochte das nicht besonders, weil ich finde, dass Sperma eklig schmeckt. Aber ihm zuliebe habe ich es immer wieder getan. Auch, weil er mich ja auch da unten geküsst hat. Und das konnte er echt gut. Ich wusste anfangs natürlich nichts von dem ganzen Zeug, aber es hat sich gut angefühlt. Ganz warm im Bauch und darunter.
Mein Vater war Vertreter für Baustoffe. Meine Mutter hatte eine Stelle bei der Bundeswehr. Allerdings nur vorübergehend. Ansonsten war sie Hausfrau und Mutter. Wenn man das so sagen kann. Erst als wir Kinder älter wurden, hat auch sie begonnen zu arbeiten. Da war ich vielleicht sechs oder sieben. Auf jeden Fall ging ich gerade zur Schule.
Mein Vater hatte aufgrund der Arbeit als Vertreter sehr unterschiedliche Arbeitszeiten. Mal war er mehrere Tage unterwegs oder kam irgendwann nachts nach Hause, andere Male war er aber auch mehrere Tage am Stück zu Hause. Da nutzten wir dann jede Gelegenheit, um allein zu sein.
Wenn ich mich als Kind beschreiben muss, dann tu ich mich sehr schwer. Ich war nicht besonders groß und recht zierlich. Als Baby hatte ich viel Babyspeck, aber mit zirka vier oder fünf Jahren war der wohl weg. Ich hatte langes, glattes, blondes Haar. War also so irgendwie der klassische süße kleine Engel. So nannte mich mein Vater. Ich habe als Kind nie wirklich über mich nachgedacht. Musste ich auch nicht. Ich war Papas Ein und Alles und alles war somit wunderbar. Ich habe bekommen, was ich wollte, konnte abends mit Papa kuscheln und er hat mir Geschichten erzählt.
Blöd war nur das Sperma. Manchmal klebte die Bettwäsche oder das Laken oder es war feucht und irgendwie eklig. Und wenn man den Schwanz in der Hand hatte, riecht die Hand danach nach Schwanz. Das ist schon irgendwie abstoßend, aber auch … na ja … es roch nach Papa. Das war auch irgendwie schön.
Aber eigentlich dürfte ich wohl ein recht hübsches Mädchen gewesen sein. Schon im Kindergarten gab es einen Jungen, der wollte unbedingt mein Freund sein. Ich sagte ihm dann, dass ich niemanden bräuchte, außer meinen Papa. Ich war zwar immer klein und das bin ich auch heute noch, aber ich hatte wohl ein recht hübsches Gesicht. Papa hat es gefallen.
Und Papa war einfach ein toller Mann! Der tollste Mann auf der Welt. Er sah aus, wie Väter nun mal aussehen. Er hatte immer tolle, weiche Hosen an mit dieser harten Falte. Wenn er abends nach Hause kam, machte er immer das Gleiche. Er kam zur Türe rein, streifte seine Schuhe ab und stellte sie auf diese seltsame Plastikwanne, wo auch unsere anderen Schuhe standen.
Dann hing er seine Jacke auf, zog seinen Pullunder aus, öffnete die Krawatte und die ersten beiden Knöpfe seines Hemdes. Anfangs bemerkte ich das nicht, aber er tat es in einem ganz bestimmten Rhythmus.
Tamm, tamm, tamm, tamm, tadamm. Irgendwann konnte ich es fast mitschnippen. Er hatte Haar, das ihm nach dem Duschen immer ins Gesicht fiel, aber er machte es meist mit Haarwachs oder Pomade nach hinten. Für mich sah er aus wie George Clooney. Er hatte auch sehr ähnliche Augen. Freundlich. Warm. Witzig. Wäre da unsere besondere Geschichte nicht, er wäre der beste Papa der Welt!
Auch objektiv betrachtet war ich kein wirklich einsames Mädchen. Ich hatte zwei Freundinnen, die ich sehr gern mochte. Luisa und Samy. Wir haben die Nachmittage miteinander verbracht. Haben halt den ganzen Mädchenkram gemacht. Mit Puppen gespielt, Eis aus dem Gefrierfach stibitzt und über Jungs gequatscht. Allerdings haben wir uns dann irgendwann entfremdet. Da war ich dann zwölf oder so und ich glaube, die beiden haben, als ich mal auf dem Klo war, meine Kiste mit dem Papa-Spielzeug gefunden. Also unsere Sex-Toys. Und natürlich wussten sie sofort, was das war. Aber sie waren ja noch so verdammt unerfahren. Ich glaube, das hat sie verängstigt.
Man möchte meinen, dass ich ihnen doch sicher davon erzählt habe oder erzählen hätte sollen. Aber ich habe Luisa und Samy nichts davon gesagt. Papa hat mich nie bedroht oder dergleichen. Er hat nie gesagt, dass ich schweigen muss, aber ich kann beim besten Willen nicht sagen, warum ich so lange geschwiegen habe.
Man möchte glauben, dass ich mich doch an das erste Mal erinnern muss. Ein solches Erlebnis hätte sich doch tief in den Gehirnwindungen einprägen müssen. Aber wann genau es angefangen hat, weiß ich einfach nicht. Vielleicht war es schon ganz früh. Ich erinnere mich nur daran, dass es eigentlich nie anders gewesen ist. Für mich war es normal. Er war immer sehr lieb zu mir, nahm mich in den Arm, küsste mich auf den Mund und streichelte mich. Und irgendwann … irgendwann wollte er auch, dass ich ihn streichle. Nur halt nicht am Arm oder am Kopf oder so … sondern eben da … also an seinem Ding.
Ich weiß noch, dass es sich...




