Hoffmann / Betts / Graham | Julia Saison Band 46 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 46, 384 Seiten

Reihe: Julia Saison

Hoffmann / Betts / Graham Julia Saison Band 46


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-1158-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 46, 384 Seiten

Reihe: Julia Saison

ISBN: 978-3-7337-1158-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WUNDER DER WEIHNACHTSZEIT von HOFFMANN, KATE
Der Weihnachtsmann im Kaufhaus der kleinen Stadt ist tief gerührt. Der süße Eric wünscht sich kein Spielzeug, sondern nur eins: Festliche Weihnachtstage. wie sie gefeiert wurden, als seine Mutter noch bei ihm lebte. Mit dieser Aufgabe wird die junge Holly Bennet - als Weihnachtsengel verkleidet - auf die Ranch der Marrins geschickt! Nicht nur Eric ist von Holly begeistert - auch sein Vater, der attraktive Alex, weicht kaum von ihrer Seite...
IM HIMMELBETT DES PRINZEN von BETTS, HEIDI
Vergeblich versucht die schöne Alandra dem faszinierenden Charme von Prinz Nicolas zu widerstehen: Nach einem romantischen Ball wird sie seine Geliebte. Bis sie am Fest der Liebe durch Zufall erfährt, dass ihr Traummann bereits einer anderen Frau versprochen ist ...
DREI WORTE NUR ZUM FEST DER LIEBE von GRAHAM, LYNNE
Will Rocco Volpe sie nur heiraten, weil er der Vater ihres Kindes ist?, fragt Amber sich verzweifelt, als ihr der charismatische Bankier kurz vor Weihnachten einen spontanen Antrag macht. Denn noch immer wartet sie vergeblich auf Worte der Liebe ...



Seit Kate Hoffmann im Jahr 1979 ihre erste historische Romance von Kathleen Woodiwiss las - und zwar in einer langen Nacht von der ersten bis zur letzten Seite - ist sie diesem Genre verfallen. Am nächsten Morgen ging sie zu ihrer Buchhandlung, kaufte ein Dutzend Liebesromane von verschiedenen Autorinnen und schmökerte sie begeistert durch. Zehn Jahre später entschloss sie sich, selbst eine Romance zu schreiben. Kate hatte als Lehrerin, Verkäuferin, Werbekauffrau und in ehrenamtlichen Jobs gearbeitet - aber so richtig glücklich war sie in diesen Jobs nicht. Drei Jahre versuchte sie sich an einem historischen Liebesroman, bis sie zu dem Schluss kam, dass sie dafür nicht die Richtige sei. In dem folgenden halben Jahr verfasste sie eine zeitgenössische Romance, und das gelang ihr auf Anhieb so gut, dass das Manuskript von dem Verlag Harlequin gekauft wurde. Im Jahr 1993 erfüllte sich dann ihr großer Traum: Sie wurde hauptberuflich Romance-Autorin. Kein Wecker, der sie morgens aus dem Schlaf reißt, keine seriösen Kostüme mehr - stattdessen allerdings lange und harte Stunden am Computer. Zurzeit arbeitet sie an ihrem 25. Liebesroman. Sie schreibt für verschiedene Reihen, ist jedoch dem zeitgenössischen Genre treu geblieben. Kate teilt ihr gemütliches kleines Haus mit ihren beiden Katzen Tansing und Tibriz. Sie leben in einem malerischen Dorf im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin.
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1. KAPITEL

Der kleine Eric stand mit glänzenden Augen da. Staunend bewunderte er den Zaun aus bunten Zuckerstangen, das Pfefferkuchenhäuschen, die Elfen mit den roten Schuhen und den großen Weihnachtsbaum mit dem Lametta.

Ein pummeliger Junge vor ihm in der Schlange versperrte ihm die Sicht. Eric lugte an ihm vorbei zu dem Mann, dessentwegen er heimlich hergekommen war.

„Santa Claus“, flüsterte er ehrfürchtig und fragte sich, ob sein Name wohl auf der Liste mit den „braven“ Kindern stand. Eigentlich hatte er sich in diesem Jahr wirklich gut benommen. Na ja, er hätte die Ringelnatter nicht mit ins Haus bringen und dann entwischen lassen sollen. Und er hätte seine matschverkrusteten Turnschuhe nicht in die Waschmaschine zu Dads weißen Hemden packen dürfen. Aber ansonsten hatte er in den siebeneinhalb Jahren, die er jetzt schon auf der Welt war, noch nie etwas richtig Schlimmes angestellt – außer heute. Heute nämlich war er nach der Schule nicht direkt nach Hause gegangen, sondern mit Raymond in den Stadtbus gestiegen und bis zu Dalton’s Kaufhaus gefahren.

Dalton’s Kaufhaus war für die Zweitklässler der Patrick-Henry-Grundschule in der Vorweihnachtszeit so etwas wie ein Heiligtum. Vom Tag nach Thanksgiving bis zum Heiligabend strömten die Kinder in Scharen durch die Messingdrehtüren und die alte Rolltreppe hinauf in den zweiten Stock, wo der Weihnachtsmann residierte.

Der Weihnachtsmann bei Dalton’s war etwas Besonderes. Er konnte Wünsche in Erfüllung gehen lassen. Kenny kannte sogar ein Kind, das eine Reise nach Florida geschenkt bekam, als sein Vater kurz vor Weihnachten den Job verloren hatte.

Eric zog seinen Fausthandschuh aus und holte den Brief aus seiner Jackentasche. Er hatte sich unglaubliche Mühe mit dem Schreiben gegeben und einen schönen grünen Umschlag gewählt. Draußen hatte er sogar ein paar von seinen Lieblingsduftstickern aufgeklebt, damit sein Brief in der Masse der Wunschzettel auffiel. Nun musste er noch dafür sorgen, dass Santa ihn auch bekam.

Er schloss die Augen und rieb seinen Glückspenny, den er immer in der Tasche hatte. „Mach ja alles richtig“, murmelte er.

Die Schlange bewegte sich, und Eric schob seinen Umschlag zurück in seine Jackentasche. Er runzelte die Stirn. War es nicht besser, wenn er jeden Tag nach der Schule herkam und einen Brief mitbrachte? Schließlich sollte Santa sehen, wie wichtig ihm die Sache war. Und vielleicht konnten sie Freunde werden, und dann würde Santa mit ihm in die Schule gehen, wenn sie Sachkundeunterricht hatten und jeder etwas Weihnachtliches mitbringen sollte. Da wäre Eleanor Winchell, die blöde Ziege, bestimmt grün vor Neid.

Natürlich hatte Eleanor ihren Wunschzettel vor Miss Green und der ganzen Klasse vorgelesen. Es war eine endlose Liste von Spielzeugen und schönen Kleidern gewesen. Und am Ende hatte sie der Klasse verkündet, sie wollte als Allererste bei Dalton’s sein und Santa ihren Wunschzettel bringen.

Auf Erics Wunschzettel stand kein einziges Spielzeug, und sein Weihnachtswunsch war auch nicht selbstsüchtig, jedenfalls nicht nur. Was er sich wünschte, war für seinen Dad und für ihn.

Zwei Jahre war es her, seit seine Mom gegangen war. Da war er fünf gewesen, fast sechs, und Weihnachten hatte vor der Tür gestanden. Die Nikolausstrümpfe hatten schon am Kamin gehangen, der Weihnachtsbaum war geschmückt gewesen, und dann hatte sie sie einfach verlassen. Seitdem war alles nur noch traurig.

Das erste Weihnachten ohne sie war schrecklich gewesen, weil er die ganze Zeit gedacht hatte, sie würde doch noch zurückkommen. Am schlimmsten aber war es letztes Jahr gewesen. Sein Paps hatte keinen Baum aufgestellt und keinen Kranz aufgehängt. Stattdessen hatte er Thurston, ihren schwarzen Labrador, in eine Tierpension gegeben und war mit Eric nach Colorado zum Skifahren geflogen. Die Geschenke für Eric waren nicht mal verpackt gewesen, und in ihrem Bungalow hatte es bloß ein künstliches Kaminfeuer gegeben.

„Hey, Kleiner, du bist gleich dran.“

Eric hob erschrocken den Kopf und blinzelte. Eine hübsche Elfe in einer roten Tupfenjacke und einer weiten grünen Hose winkte ihn zu sich. Erics Herz pochte. Unsicher ging er auf sie zu.

„Keine Angst“, sagte sie freundlich und schob ihn durch die Pforte. Plötzlich stand Eric vor dem Weihnachtsmann. Er kletterte auf seinen Schoß und holte einmal tief Luft.

Der dicke rote Mantel roch nach Pfefferminz und Pfeifentabak. Eric hob den Kopf und sah dem Weihnachtsmann ins Gesicht. Er hatte freundliche Augen und zwinkerte ihm vergnügt zu.

„Bist du’s wirklich?“ fragte Eric schüchtern. Einige Kinder in der Schule hatten nämlich behauptet, es gäbe gar keinen Weihnachtsmann, aber der hier sah täuschend echt aus.

Santa lachte, dass sein Bart auf und ab wippte. „Und ob, junger Mann. Verrat mir doch bitte, wer du bist und was ich für dich tun kann. Welches Spielzeug wünschst du dir denn zu Weihnachten?“

„Ich heiße Eric Marrin, und ich will gar kein Spielzeug“, antwortete er ernst.

„Kein Spielzeug?“ fragte Santa erstaunt. „Aber jedes Kind wünscht sich Spielzeug zu Weihnachten.“

„Ich nicht. Ich möchte viel, viel Wichtigeres.“

„Und was wäre das?“

„Ich … ich möchte einen großen Tannenbaum mit blinkenden Lichtern. Und ich möchte, dass unser Haus geschmückt ist und ein Kranz an der Tür hängt. Ich möchte Weihnachtsplätzchen und heißen Apfelpunsch und Weihnachtslieder. Und am Heiligabend möchte ich vor dem Kamin einschlafen, und mein Dad soll mich ins Bett tragen. Und am Weihnachtstag möchte ich einen Truthahn und Kirschkuchen zum Nachtisch.“ Die Worte waren nur so aus ihm herausgesprudelt, und Eric schluckte. Verlangte er vielleicht zu viel? „Ich möchte, dass es Weihnachten wieder so ist wie früher, als meine Mom noch bei uns wohnte.“

Der Weihnachtsmann sah ihn eine Weile schweigend an, und Eric fürchtete, er würde jeden Moment aus dem Pfefferkuchenhäuschen geworfen, weil er mit so unmöglichen Wünschen ankam. Spielzeuge waren wahrscheinlich kein Problem für den Weihnachtsmann, denn immerhin gehörte ihm eine Spielzeugfabrik am Nordpol. Aber Eric hatte etwas viel Komplizierteres verlangt. Trotzdem, wenn Raymond recht hatte, konnte dieser Weihnachtsmann sogar seinen Wunsch erfüllen.

„Meine Mom hat uns vor zwei Jahren verlassen, und mein Dad weiß nicht, wie man Weihnachten richtig feiert. Letztes Jahr hatten wir nicht mal einen Tannenbaum. Und dieses Jahr will er schon wieder Skifahren, aber wie können wir denn richtig Weihnachten feiern, wenn wir gar nicht zu Hause sind? Du kannst mir doch helfen, oder?“

„Du willst, dass deine Mutter Weihnachten nach Hause kommt?“

„Nein“, sagte Eric. „Das kann sie nicht, weil sie Schauspielerin ist und ganz viel unterwegs. Jetzt ist sie gerade in London. Ich sehe sie im Sommer für zwei Wochen, und sie schickt mir Postkarten. Nein, sie kann nicht kommen, und ich will auch nicht, dass du mir eine andere Mom schickst, weil du ja keine Menschen in deiner Spielzeugfabrik machen kannst. Ich meine, ich hätte schon gern eine, die immer bei uns sein will, doch wie willst du die denn in deinem Sack transportieren, und was ist, wenn Dad sie nicht mag …“

„Und was genau soll ich dann für dich tun?“ unterbrach der Weihnachtsmann freundlich Erics Wortschwall.

„Schenk mir bitte ein richtiges Weihnachten“, sagte Eric mit feierlicher Miene.

„Hui, das ist ein ziemlich großer Wunsch.“

Eric sah auf seine dicken Gummistiefel. „Ich weiß, aber du bist doch der Weihnachtsmann, und wenn du es nicht kannst, wer denn sonst?“

Als er wieder aufblickte, lächelte ihn der Weihnachtsmann an. „Hast du einen Brief für mich, junger Mann?“

Eric nickte. „Ja, den wollte ich in den Briefkasten stecken.“

„Was hältst du davon, wenn du ihn mir gibst, und ich werde ihn lesen, sobald ich zu Hause bin?“

Mit zitternder Hand holte Eric den Umschlag aus seiner Tasche. Hieß das, Santa würde ihm seinen Wunsch erfüllen? „Eric Marrin“, flüsterte er, um sicherzugehen, dass der Weihnachtsmann sich an seinen Namen erinnerte. „731 Hawthorne Road, Schuyler Falls, New York. Es ist die letzte Auffahrt vor der Brücke. Auf dem Schild steht Stony Creek Farm, Alex Marrin. Das ist mein Dad.“

„Ich bin sicher, dass es auf meiner Landkarte steht“, sagte Santa Claus. Er klopfte ihm auf die Schulter. „Du bist ein braver Junge, mein Kleiner.“

Eric strahlte. „Ich versuchs, ehrlich.“ Fasziniert sah er zu, wie der Weihnachtsmann seinen Brief in die Manteltasche steckte. „Weißt du, in der Schule sagen ein paar Kinder, du bist gar nicht echt, aber ich hab das nie geglaubt.“

Mit diesen Worten rutschte er vom Schoß des Weihnachtsmanns und lief glücklich zur Rolltreppe. Draußen schneite es, und der Gehweg war ein bisschen rutschig. Eric lief trotzdem so schnell er konnte über den Marktplatz zur Bushaltestelle.

Dort stand eine lange Schlange, doch Eric war viel zu aufgeregt, um sich Sorgen zu machen. Selbst wenn er ein bisschen zu spät nach Hause kam, was machte das schon? Und wenn sein Vater herausfand, wo er gewesen war? Nein, nicht einmal das würde jetzt noch etwas ausmachen.

Wichtig war nur, dass sie ein perfektes Weihnachtsfest bekommen sollten – dank Santa Claus.

„Wenn du mich fragst, an der Sache ist irgendwas faul. Dieser Auftrag stinkt doch zum Himmel.“

Holly Bennett blickte ihre Assistentin Meg O’Malley seufzend an. „Du dachtest auch, der Pförtner...



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