E-Book, Deutsch, 904 Seiten
Reihe: eBundle
Hoffmann / Rawlins / Hollis Million Dollar Secrets - Sieben Richtige! (7-teilige Serie)
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-3938-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 904 Seiten
Reihe: eBundle
ISBN: 978-3-7337-3938-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
HEIßER FLIRT MIT DEM BESTEN FREUND
Es ist nicht gerade Renee Stevensons bester Tag: Erst wird sie bei der Beförderung übergangen, dann verfehlt sie knapp den Lotterie-Jackpot. Aber dann trifft sie in einer Bar zufällig einen Bekannten aus Collegezeiten wieder. Der attraktive Jim Lydel war nicht nur ihr bester Freund - sondern auch ihr heimlicher Schwarm. Vielleicht ist es ja doch Renees Glückstag ...
ALLES - UND NOCH VIEL MEHR!
Ein romantisches Dinner, heiße Tänze in einer Bar und dann in einen Stripclub! Jane genießt das Wochenende in Las Vegas - und Lust und Leidenschaft mit dem sexy Anwalt Perry Brewer. Doch als sie sich in ihn verliebt, reist Jane Hals über Kopf ab ...
WILDE KÜSSE IM CADILLAC
Die oder keine! Als der Unternehmer Devon Bradshaw die schöne Nicole nach einem prickelnden Date in seinem Cadillac nach Hause fährt und zum Abschied heiß küsst, weiß er: Er hat seine Traumfrau gefunden! Leider vergisst er, das Nicole auch zu sagen ...
MANCHE MÖGEN'S HEIßER
Als Ex-Moderatorin Eve den attraktiven Mitch trifft, rast ihr Herz! Auf einen heftigen Flirt folgt prickelnder Sex. Überglücklich beginnt Eve von einer gemeinsamen Zukunft zu träumen - doch böse Zungen behaupten, Mitch hätte sie nur wegen seiner Karriere verführt!
VERRÜCKT NACH KELLY
Ist das seine große Chance? Bei einer heißen Kussszene darf der Kameramann John für den Hauptdarsteller einspringen - und will noch viel mehr von der schönen Schauspielerin Kelly. Doch er ist jünger als sie, und Kelly will weg aus Atlanta, um in Hollywood Karriere zu machen ...
ABER BITTE MIT LIEBE
Bloß keine Gefühle in Männer investieren, rät Jessie allen Frauen in einer Talkshow. Entsprechend locker ist ihre Affäre mit Cole - bis sie spürt, dass sie sich langsam in ihn verliebt. Voller Panik hat die sonst so coole Privatdetektivin nur noch einen Gedanken: Flucht!
LIEBE MICH - WILD UND HEMMUNGSLOS
Küss mich, liebe mich, bleib für immer ...' Verführerische Worte flüstert Evan ihr zu, während er sie in seinen Armen hält. Und nichts würde Liza lieber tun, als ihm alle sinnlichen Wünsche zu erfüllen. Aber ein gefährliches Geheimnis bindet sie an einen anderen ...'
Seit Kate Hoffmann im Jahr 1979 ihre erste historische Romance von Kathleen Woodiwiss las - und zwar in einer langen Nacht von der ersten bis zur letzten Seite - ist sie diesem Genre verfallen. Am nächsten Morgen ging sie zu ihrer Buchhandlung, kaufte ein Dutzend Liebesromane von verschiedenen Autorinnen und schmökerte sie begeistert durch. Zehn Jahre später entschloss sie sich, selbst eine Romance zu schreiben. Kate hatte als Lehrerin, Verkäuferin, Werbekauffrau und in ehrenamtlichen Jobs gearbeitet - aber so richtig glücklich war sie in diesen Jobs nicht. Drei Jahre versuchte sie sich an einem historischen Liebesroman, bis sie zu dem Schluss kam, dass sie dafür nicht die Richtige sei. In dem folgenden halben Jahr verfasste sie eine zeitgenössische Romance, und das gelang ihr auf Anhieb so gut, dass das Manuskript von dem Verlag Harlequin gekauft wurde. Im Jahr 1993 erfüllte sich dann ihr großer Traum: Sie wurde hauptberuflich Romance-Autorin. Kein Wecker, der sie morgens aus dem Schlaf reißt, keine seriösen Kostüme mehr - stattdessen allerdings lange und harte Stunden am Computer. Zurzeit arbeitet sie an ihrem 25. Liebesroman. Sie schreibt für verschiedene Reihen, ist jedoch dem zeitgenössischen Genre treu geblieben. Kate teilt ihr gemütliches kleines Haus mit ihren beiden Katzen Tansing und Tibriz. Sie leben in einem malerischen Dorf im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin.
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3. KAPITEL
Renee schaute Jim nach, bis er zwischen den anderen Gästen verschwunden war. Seine Frage hallte immer noch in ihr nach. Jim, ihre erste, ihre größte und einzige Liebe, Jim, den sie acht Jahre nicht gesehen hatte, für den sie immer, immer nur eine gute Freundin gewesen war, hatte wissen wollen, ob sie verheiratet war.
Und das war nur halb so bizarr wie seine Reaktion, als sie mit Nein geantwortet hatte. Er hatte „gut“ gesagt und gelächelt. Gelächelt, als wäre das die großartigste Neuigkeit des Tages.
Was, zum Teufel, sollte das? So sehr hatte sie sich nun auch nicht verändert. Sie war ein bisschen schlanker geworden … und femininer. Frisur, Make-up, ja verdammt, was immer dabei half, war alles okay, aber nicht übermäßig wichtig. Doch so, wie sie Jim immer noch als den Jim sah, der im Wohnheim das Zimmer über ihr gehabt hatte, so musste er in ihr immer noch die pummelige, ein bisschen verrückte Renee sehen. Die, die ihm geholfen hatte, damit er nicht wie ein Volltrottel aussah, als er Lena Charles um ein Date gebeten hatte. Die Renee, die gelächelt hatte, als diese Lena sich in ihren Kreis gedrängt hatte. Die tausend Tode gestorben war, wenn sie mit ansehen musste, wie er Lena berührte, von Küssen ganz zu schweigen.
Jemand stieß gegen sie und brachte sie dazu, weiterzugehen, hinaus aus der Bar. Vom Parkplatz aus fuhr sie zu dem kleinen Laden neben ihrem Häuserblock. Was sie jetzt brauchte, war eine große Packung Eiscreme. Mit der stürzte sie zurück in ihr Auto, wollte einfach nur nach Hause.
Dass sie heute Abend noch ein Meeting hatte, war natürlich eine Lüge gewesen. Nicht, dass sie gewohnheitsmäßig log, doch sie brauchte einfach Zeit, musste sich erst mit dem Gedanken vertraut machen, dass Jim hier war. Und die erste Ausrede, die ihr in den Sinn gekommen war, war eben, ein Meeting vorzuschützen. Obwohl in Wirklichkeit nichts auf sie wartete als ihr Bett und ihre Katze. Und jetzt stand auf ihrer Tagesordnung eine Menge, worüber es nachzudenken galt. Sie musste eine Entscheidung treffen.
Sollte sie tatsächlich morgen Abend mit ihm essen gehen? Schon allein ihn zu sehen erzeugte so viele widersprüchliche Gefühle in ihr.
Drei Jahre lang war er ihr bester Freund gewesen, bis er ein Jahr vor ihr seinen Abschluss gemacht hatte. Er war für sie da gewesen nach ihren wenigen, stets katastrophalen Verabredungen mit anderen Jungs, aber er hatte sie nie ausgeführt. Hatte sie nie geküsst oder ihr auch nur den Eindruck vermittelt, dass sie für ihn mehr als nur eine Freundin wäre.
Zu Hause angekommen, fütterte sie ihre Katze Cooper, von der sie bedingungslos geliebt wurde, solange sie ihr brav die Dosen öffnete, und schlüpfte in ihren kuscheligsten Pyjama. Dann saß sie auf dem Bett, den Fernseher ausgeschaltet und das Licht gedimmt, und futterte einen Löffel Eiscreme nach dem anderen, bis die Packung leer war. Inzwischen war sie zu der Entscheidung gelangt, dass sie sich mit Jim treffen würde. Obwohl sie wusste, dass er ihr das Herz brechen würde. Wieder mal.
Jim beeilte sich, zu dem Restaurant zu kommen. Den ganzen Tag hatte er nur an das Treffen mit Renee gedacht.
Dank ihr gehörte die Zeit im College zu den besten Erfahrungen seines Lebens. Renee war sein größter Fan gewesen, hatte ihn angefeuert und ihm den Mut gegeben zu glauben, dass Computerspiele zu entwickeln sich auszahlen würde. Sie hatte ihn gelehrt, an sich zu glauben. Erst dieses Vertrauen in sich selbst hatte ihn dazu gebracht, seine Firma zu gründen, und hatte ihn ohne Umwege zum Erfolg geführt.
Er wünschte nur, er könnte verstehen, was mit ihr los war. Warum sie bei ihrem Wiedersehen gestern so … merkwürdig gewesen war. Gab es Probleme mit einem Mann? Oder bei der Arbeit? Je länger er darüber nachdachte, desto logischer schien es ihm, dass sie in die Werbung gegangen war. Aber vielleicht war sie von sich enttäuscht, weil sie diesen Roman nicht geschrieben hatte.
Wie versprochen, hatte sie das Restaurant ausgesucht - einen Italiener in einer Einkaufspassage, der leicht zu finden war, der aber auch, wie sie ihn am Telefon gewarnt hatte, von außen nicht sonderlich viel hermachte.
Obwohl er zehn Minuten zu früh eintraf, war Renee schon da. Während er ihren Tisch ansteuerte, sah er ihr Lächeln und fühle sich seltsam berührt.
„Oh, zu viel Sonne?“, fragte sie, als er sich setzte.
Er nickte. „Hab die Sonnencreme vergessen. Meine Nase wird leuchten wie eine rote Ampel, wenn ich am Montag meine Präsentation mache.“
„Los, erzähl mir alles! Ich bin so neugierig. Aber lass uns zuerst Wein bestellen.“
Wieder nickte er, er konnte immer noch nicht ganz fassen, dass er wahrhaftig mit ihr hier saß. Mit Renee. Ihr direkt gegenüber.
Sie bestellten und plauderten über seinen Sightseeing-Nachmittag, bis der Kellner den Wein und die Vorspeisen brachte. Dann waren sie endlich allein, und er wartete darauf, alles über Renees Leben zu erfahren.
„Also, was ist mit dieser Präsentation?“, kam sie ihm zuvor.
„Nein, du zuerst, ich bin todlangweilig.“
Als sie den Kopf schüttelte, konnte er kaum glauben, dass das dieselbe Renee war wie früher.
„So langweilig wie ich kannst du unmöglich sein“, meinte sie. „Obwohl ich Sonderpunkte dafür kriegen müsste, wie sehr mein Job mich runterzieht.“
„Na, jetzt komm aber!“
„Doch, ehrlich. Ich war gestern nur in der Bar, weil mir eine Beförderung vor der Nase weggeschnappt wurde. Und ich hatte sie mir wirklich verdient. Nun muss ich mich neu orientieren und einen anderen Weg einschlagen, und beim Gedanken an Vorstellungsgespräche bekomme ich Gänsehaut. Und daher - was mieses Karma angeht, stehe ich in der ersten Reihe.“
Er beugte sich zu ihr und nahm ihre Hand. „Ich ahne, wie es in deiner Firma zugeht. Weißt du, wer auch immer dein Chef ist, er ist ein Idiot. Die können dich mal! Such dir was, wo man dich zu schätzen weiß.“
Renee lachte. „Verdammt, wie mir das gefehlt hat!“
„Es ist die Wahrheit. Du bist intelligent und witzig. Du bist originell und hast deine ganz eigene Sicht auf die Welt. Welche Werbeagentur würde dich nicht mit Kusshand nehmen?“
Renee befreite ihre Hand unauffällig und griff nach ihrem Glas. Seine Worte waren elektrisierend, und doch … er kannte sie nicht. Er sah sie durch die nostalgische Brille, die okay war, aber die Dinge verschwommen wiedergab. Dass sie nicht befördert worden war, bewies zur Genüge, wie wenig seine Beschreibung von ihr zutraf.
„Du kannst dich nicht so sehr verändert haben“, fuhr Jim fort. „So sehr ändert sich niemand. Ich meine, sicher, deine Träume und deine Ziele mögen sich ändern, aber im College waren wir schon so ziemlich dieselben Menschen wie heute. Alles, was wichtig ist, wie Werte und Moralvorstellungen und so was, das hatten wir doch damals schon, und außer es wäre etwas wirklich Einschneidendes passiert, kann ich mir nicht vorstellen, dass …“ Er brach ab, presste die Lippen zusammen und runzelte die Stirn. „Ist dir so etwas passiert? Bin ich gerade mitten ins Fettnäpfchen getreten?“
Du bist mir passiert, dachte sie, du hast mich für alle anderen Männer verdorben. Alle, wie sie da waren, habe ich mit dir verglichen, weißt du das? Doch sie sagte nur: „Nein, nichts dergleichen. Nur der tägliche Frust und zu viele Enttäuschungen. Und deshalb will ich jetzt hören, wie es dir ergangen ist. Was ist mit dieser Präsentation?“
Er sah sie lange an. So lange, dass inzwischen ihr Essen serviert wurde. Während sie aßen, erzählte er ihr, wie sein Leben in der Zwischenzeit verlaufen war, und während sie zuhörte, fielen ihr nach und nach all die Gründe wieder ein, weshalb sie sich in ihn verliebt hatte. Für sie war Jim der eine, der Einzige. War es immer gewesen. Würde es immer sein. Wenn das nicht Pech war!
Ihr Auto stand eine Straße weiter, und Jim, nett, wie er nun einmal war, bestand darauf, sie hinzubegleiten. Sie wehrte ab, sagte, dass die Straßen hier sicher waren, doch er wollte nichts davon hören. Ob sie etwas aus seiner Hartnäckigkeit herauslesen sollte, wusste sie nicht genau. Vielleicht wollte er wirklich nur ein Gentleman sein und sie zum Wagen bringen.
„Das mit deinem Job tut mir echt leid“, bemerkte er. „Aber vielleicht ist das ja deine große Chance. Hast du mal überlegt, ob du Atlanta hinter dir lassen solltest? Versuch doch dein Glück in Los Angeles oder - noch besser - in New York.“
Da sie mittlerweile wusste, dass er in New York lebte, kam das eigentlich für sie nicht infrage. Doch nach seinem „noch besser“ war sie sich nicht mehr so sicher. „Los Angeles vielleicht, da gibt es ein paar gute Agenturen.“
„Siehst du! Das meine ich! Die wären froh, dich zu kriegen.“
„Ich glaube, du hast recht“, stimmte sie zu und glaubte es in diesem Moment wirklich. Sie hatten stundenlang geredet, und beim zweiten Glas Wein hatte sie aufgehört, an die Vergangenheit zu denken, und sich auf die Gegenwart konzentriert. Egal was gewesen war, sie mochte Jim. Er war nur kurze Zeit hier, und sie wäre dumm, wenn sie sich das durch ihre albernen romantischen Gefühle verderben ließe.
„Da, das ist meiner“, sagte sie ablenkend.
Der Wagen erntete nur einen flüchtigen Blick, was sie jedoch nicht von dem Blick behaupten konnte, den Jim ihr anschließend schenkte. „Ich bin noch ein paar Tage hier“, erklärte er. „Ich möchte dich morgen wieder treffen; kannst du nicht deine Termine für morgen...




