Hoffmann / Rock / Jones | Tiffany Sexy Band 83 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 83, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Sexy

Hoffmann / Rock / Jones Tiffany Sexy Band 83

Ein Traum von einem Ex / Eine irische Affäre / Küss mich endlich! /
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-655-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Ein Traum von einem Ex / Eine irische Affäre / Küss mich endlich! /

E-Book, Deutsch, Band 83, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Sexy

ISBN: 978-3-86494-655-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Traum von einem Ex von Rock, Joanne
Starke Arme halten sie, Männerhände verwöhnen sie ... Erregt träumt Alicia, dass ihr Exfreund Jack zu ihr ins Bett steigt und da weitermacht, wo er einst aufgehört hat. Gerade schmiegt sie sich hingebungsvoll an ihn, da merkt sie schockiert: Es ist gar kein Traum!
Eine irische Affäre von Hoffmann, Kate
Die attraktive New Yorkerin Jordan hat wenig Lust auf ihren neuen Job in Irland. Bis der sexy Kunstschmied Danny Quinn ihr die Nächte mit heißen Liebesspielen versüßt. Doch schon bald ahnt Jordan, dass sie mit dieser Affäre alles riskiert: ihre Karriere und ihr Herz ...
Küss mich endlich! von Jones, Lisa Renee
Ein heimlicher Kuss entfacht die Leidenschaft zwischen Shay und Caleb, bevor er für viele Jahre das gemeinsame Zuhause verlässt. Als sie ihn nun nach seiner Rückkehr erneut küssen will, sagt er nicht Nein. Allerdings nicht aus dem Grund, den sich Shay erhofft ...



Seit Kate Hoffmann im Jahr 1979 ihre erste historische Romance von Kathleen Woodiwiss las - und zwar in einer langen Nacht von der ersten bis zur letzten Seite - ist sie diesem Genre verfallen. Am nächsten Morgen ging sie zu ihrer Buchhandlung, kaufte ein Dutzend Liebesromane von verschiedenen Autorinnen und schmökerte sie begeistert durch. Zehn Jahre später entschloss sie sich, selbst eine Romance zu schreiben. Kate hatte als Lehrerin, Verkäuferin, Werbekauffrau und in ehrenamtlichen Jobs gearbeitet - aber so richtig glücklich war sie in diesen Jobs nicht. Drei Jahre versuchte sie sich an einem historischen Liebesroman, bis sie zu dem Schluss kam, dass sie dafür nicht die Richtige sei. In dem folgenden halben Jahr verfasste sie eine zeitgenössische Romance, und das gelang ihr auf Anhieb so gut, dass das Manuskript von dem Verlag Harlequin gekauft wurde. Im Jahr 1993 erfüllte sich dann ihr großer Traum: Sie wurde hauptberuflich Romance-Autorin. Kein Wecker, der sie morgens aus dem Schlaf reißt, keine seriösen Kostüme mehr - stattdessen allerdings lange und harte Stunden am Computer. Zurzeit arbeitet sie an ihrem 25. Liebesroman. Sie schreibt für verschiedene Reihen, ist jedoch dem zeitgenössischen Genre treu geblieben. Kate teilt ihr gemütliches kleines Haus mit ihren beiden Katzen Tansing und Tibriz. Sie leben in einem malerischen Dorf im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin.
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1. KAPITEL

„Kommt er?“

„Wer soll kommen?“

Shay ließ das Messer sinken, mit dem sie die Glasur auf die Torte zum vierzigsten Hochzeitstag ihrer Eltern strich, und blickte ihren älteren Bruder Kent an. „Du weißt, wer.“

„Caleb“, sagte er und fischte in der Schüssel neben der Torte nach einer Erdbeere.

Shay schlug ihm auf die Finger. „Nichts essen, bevor die Gäste angekommen sind! Und von wem sonst sollte ich wohl reden? Natürlich frage ich nach Caleb.“ Allein der Klang seines Namens verursachte ein Kribbeln in ihrem Bauch. „Also kommt er nun?“

Kent schnappte sich noch eine Erdbeere und biss davon ab. „Ja, das hat er vor. Warum sollte er nicht kommen? Schließlich ist heute Moms und Dads Hochzeitstag. Sie sind auch seine Eltern.“

„Er ist schon ein paar Monate nicht mehr bei der Army, und ich habe ihn noch immer nicht zu Gesicht bekommen. Deshalb frage ich.“ Und weil sie ihn an ihrem achtzehnten Geburtstag vor zehn Jahren geküsst hatte. Seitdem waren sie einander kaum begegnet. „Innerhalb von zehn Jahren ist er überhaupt nur ein paar Mal nach Hause gekommen.“

Kent schnaubte. „Was erwartest du denn? Er war bei den Special Forces. Eine Eliteeinheit, über die er nicht einmal reden darf. Außerdem hast du ihn vielleicht nicht gesehen, seit er zu Hause ist, aber ich schon.“

„Weil du zu einem Fallschirmspringkurs unter seiner Leitung gegangen bist und dich aus einem Flugzeug gestürzt hast.“ Kent arbeitete als Handelsvertreter für eine führende Sportartikelfirma, und der Körper ihres Bruders war nicht zufällig athletisch und sonnengebräunt. Bei ihm drehte sich alles um Sport, je extremer desto besser. „Du bist zu ihm gegangen, Kent, er ist nicht zu dir gekommen.“

„Er versucht eben, sein Unternehmen in Gang zu bringen“, erklärte er. „Sei nicht so streng mit ihm. Das bedeutet nichts weiter. Seit du deine schicke Psychologie-Praxis aufgemacht hast, liest du immer viel zu viel in alles rein.“

„Ich will bloß nicht, dass Mom und Dad enttäuscht sind“, erwiderte sie. „Heute ist ein besonderer Tag.“

„Er wird da sein“, versicherte ihr Bruder. Die Türglocke läutete. „Das muss der Caterer sein.“ Er sah auf die Uhr. „Nicht eine Minute zu früh. Dreißig hungrige Leute, die auf unserem Garten herumstreunen, könnten unangenehm werden.“ Er wollte schon an die Tür gehen, überlegte es sich dann aber doch noch einmal anders und sagte: „Hör auf, dir Sorgen zu machen. Er wird kommen, und Mom und Dad werden einen wunderschönen Tag erleben.“

Sie nickte halbherzig. Kent musterte sie durchdringend, bis die Türglocke erneut läutete. Daraufhin kratzte er sich am Kinn und ging endlich. Er hatte den Verdacht, dass hinter ihrem Verhalten mehr steckte als schlichte Sorge um ihre Eltern, das hatte sie an seinem Blick erkannt. Wahrscheinlich würde er deswegen später Fragen stellen, die sie ihm ganz bestimmt nicht beantworten würde.

Shay schob sich das Haar hinter die Ohren und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie trug ein schlichtes Strandkleid über ihrem Badezeug. Da sie auf dem College Rettungsschwimmerin gewesen war, hatte ihre Mutter sie eingeteilt, ein Auge auf die vielen Kinder auf der Feier zu haben.

Caleb war früher auch bei den Rettungsschwimmern, dachte Shay. Immer wieder holte die Erinnerung an ihn sie ein. Gerade jetzt sah sie ihn in ihrer Vorstellung in der roten Badehose vor sich, seinen nackten Oberkörper mit den perfekt geformten Brustmuskeln. Sein hellbraunes Haar war mit hellen, von der Sonne gebleichten Strähnen durchzogen gewesen. In seinen grünen Augen schimmerten kleine bernsteingelbe Punkte, und er trug eine Trillerpfeife um den Hals. Sogar diese Pfeife sah sexy an ihm aus. Wie oft hatte sie sich geschworen, eines Tages in diese Trillerpfeife zu blasen? Das war wirklich albern.

Sie schüttelte den Kopf, entsetzt darüber, wie lächerlich deutlich sie sich zudem seine „Trillerpfeife“ ins Gedächtnis rufen konnte. Immerhin war es über zehn Jahre her, seit Caleb besagte rote Badehose getragen hatte. Oder wie leicht es ihr fiel, sich an den Moment zu erinnern, als sie die Lippen auf seinen Mund gepresst hatte, und wie wundervoll straff und geschmeidig er sich angefühlt hatte. Caleb hatte leise gestöhnt, und ihr war klar geworden, dass er diesen Kuss genauso wollte wie sie, auch wenn er niemals den ersten Schritt unternommen hätte. Als er eine Hand auf ihren Rücken gelegt hatte und sie an sich zog, hatte sie geseufzt.

Natürlich war ausgerechnet in diesem Augenblick Kent aufgetaucht und wie vom Blitz getroffen war Caleb zurückgewichen und hatte gesagt, der Kuss sei ein Fehler gewesen.

Nach einem peinlich berührten Familienabschied am nächsten Tag, zumindest peinlich für sie beide, reiste er ab. Während der wenigen Male, in denen er in den letzten zehn Jahren nach Hause kam, war die Spannung, die Anziehung, zwischen ihnen unangenehm deutlich gewesen. Und jetzt, wo er nicht mehr zur Army zurückmuss, geht er mir aus dem Weg, dachte Shay. Das bedeutete, er mied die Familie, ihre gemeinsame Familie.

Sie straffte ihre Schultern, als ihr klar wurde, was sie zu tun hatte. So konnte es nicht weitergehen. Liebe Güte, sie war Therapeutin. Sie half Menschen, mit Problemen umzugehen, und sie wusste, dass sie darin gut war. Jetzt musste sie sich eben auch einmal um die eigenen Angelegenheiten kümmern. Caleb und sie würden miteinander reden und klären, was auch immer zwischen ihnen vorging, statt davor wegzulaufen. Der Schaden war sowieso schon angerichtet.

Sie wollte nach dem Messer greifen, um die Torte fertig zu bestreichen, hielt jedoch inne und stützte sich auf der Arbeitsplatte aus Marmor ab. Wem versuchte sie etwas vorzumachen? Mit einem Gespräch löste sich gar nichts. Ein Gespräch würde niemals die hochexplosive sexuelle Spannung zwischen ihnen abbauen. Bei genauerem Nachdenken kam sie nur auf eine mögliche Lösung. Es war eine drastische Lösung. Sie musste Caleb erneut küssen. Er und sie mussten ein für alle Mal klären, was da zwischen ihnen ablief. Wenn sie es noch einmal taten, wäre es ziemlich wahrscheinlich, dass ihr dieser Kuss gar nichts bedeutete. Dann wäre die ganze Situation endlich entspannt. Wäre das nicht eine echte Erleichterung?

Die heißeste Frau, die Caleb je im Leben gesehen hatte, balancierte in einem rot-weiß gepunkteten Bikini auf dem Sprungbrett. Außerdem war sie die achtundzwanzigjährige „kleine“ Schwester seines besten Freundes. Und da besagter Freund direkt neben ihm stand, versuchte Caleb sich nicht anmerken zu lassen, wie scharf sie ihn machte. Das war nicht leicht, denn seit er sich erinnern konnte, fühlte er sich in Shay Whites Gegenwart immer wie ein Teenager, der seine sexuelle Begierde nicht im Griff hatte.

Wenn Shay ihn damals nicht in Versuchung geführt und stetig provoziert hätte, wäre er möglicherweise gar nicht in die Fußstapfen seines Vaters getreten und zur Army gegangen. Sie hatte praktisch den ausschlaggebenden Anstoß für seine Entscheidung gegeben.

Caleb beobachtete sehr genau, wie sie auf dem Brett auf und ab sprang, als wollte sie ihn absichtlich in ihren Bann ziehen. Für ihn gab es nur noch den Augenblick und Shay auf dem Sprungbrett. Shay in einem Bikini, der einerseits absolut angemessen für die Hochzeitstagfeier im Garten ihrer Eltern war, andererseits aber genug nackte Haut zeigte, um seine Fantasie auf Hochtouren zu bringen.

Ein weiterer Sprung und ihr schlanker, geschmeidiger Körper schwebte anmutig gebogen und dann perfekt gestreckt in Richtung Wasseroberfläche. Caleb ließ den Blick von den Fingerspitzen über ihr schulterlanges blondes Haar und weiter bis zu den umwerfenden langen Beinen gleiten, bis sie schließlich in die blaue Tiefe des Pools eintauchte. Sein Herz hämmerte. Eigentlich müsste Shay das Poolwasser zum Kochen bringen, mit seinem Blut hatte sie das jedenfalls geschafft. Diese Frau war heißer als die späte Julisonne in Austin, Texas, die im Augenblick durch Schleierwolken vom Himmel herunterbrannte.

„Sie stand schon immer gern im Mittelpunkt.“

Caleb blinzelte und erinnerte sich daran, dass Kent neben ihm stand.

„Ja“, stimmte er zu und trank einen Schluck eisgekühltes Bier aus der Flasche in seiner Hand. Das war jetzt nötig. „Shay war immer der Mittelpunkt.“ Kent hatte ja keine Ahnung, wie hundertprozentig das für ihn galt.

„Caleb!“

Sharons warme, freundliche Stimme erklang hinter ihnen. Caleb drehte sich um und landete direkt in ihren Armen.

„Alles Gute zum Hochzeitstag. Vierzig Jahre sind etwas, worauf man wirklich stolz sein kann, Sharon“, sagte er.

„Danke, mein Sohn“, erwiderte sie, während sie ihn noch immer festhielt. Schließlich lehnte sie sich zurück und musterte ihn gründlich. „Nachdem Bob und ich das Lehrerdasein an den Nagel gehängt haben, planen wir, uns ein bisschen zu amüsieren.“

„Das verdient ihr auch.“ Caleb dachte daran, wie sehr sie beide in ihrem Beruf als Highschool-Lehrer aufgegangen waren. Mit fünfzehn war er Kents bester Freund und einer von Sharons Schülern gewesen, als seine leibliche Mutter, die sich abgemüht hatte, um ihn alleine aufzuziehen, an einem Herzanfall starb. Sein Vater war ein paar Jahre zuvor bei einem Militäreinsatz in Übersee ums Leben gekommen.

Ein vertrauter Duft rief Erinnerungen an die Zeit zurück, als Sharon seine zweite Mom geworden war. „Riechst du nach Zuckerplätzchen“, fragte er, „oder bilde ich mir das nur ein?“

„Du hast...



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