Hoffmann / Summers / Green | Tiffany Sexy Band 70 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 70, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Sexy

Hoffmann / Summers / Green Tiffany Sexy Band 70

Verbotene Spiele nach Sonnenuntergang / Verführung für Fortgeschrittene / Alles nur ein heisser Traum? /
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-942031-64-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Verbotene Spiele nach Sonnenuntergang / Verführung für Fortgeschrittene / Alles nur ein heisser Traum? /

E-Book, Deutsch, Band 70, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Sexy

ISBN: 978-3-942031-64-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



VERBOTENE SPIELE NACH SONNENUNTERGANG von GREEN, CRYSTAL
Wie kann etwas Verbotenes nur so schön sein? In einem verschwiegenen Hotel in Tokio verbringt Juliana atemberaubende Nächte mit Tristan. Vergessen sind ihre verfeindeten Familien, vergessen der geheime Grund, weshalb sie beide ins Land des Lächelns geflogen sind ...
VERFÜHRUNG FÜR FORTGESCHRITTENE von HOFFMANN, KATE
Wie lange soll ich denn noch warten! Allmählich wird Gemma ungeduldig. Callum umwirbt sie altmodisch romantisch, um sie von seinem Leben in Australien zu überzeugen. Dabei will Gemma mehr - und beschließt, den ersten Schritt in Richtung Verführung zu machen ...
ALLES NUR EIN HEISSER TRAUM? von SUMMERS, CARA
Bitte mehr davon, denkt Jordan erregt, als ein sexy Cowboy sie zum Bett trägt und langsam auszieht. Nur ein heißer Traum, weil sie mitten in der Nacht einen Western geschaut hat - oder aufregende Wirklichkeit? Der Morgen über Santa Fe bringt es an den Tag ...



Seit Kate Hoffmann im Jahr 1979 ihre erste historische Romance von Kathleen Woodiwiss las - und zwar in einer langen Nacht von der ersten bis zur letzten Seite - ist sie diesem Genre verfallen. Am nächsten Morgen ging sie zu ihrer Buchhandlung, kaufte ein Dutzend Liebesromane von verschiedenen Autorinnen und schmökerte sie begeistert durch. Zehn Jahre später entschloss sie sich, selbst eine Romance zu schreiben. Kate hatte als Lehrerin, Verkäuferin, Werbekauffrau und in ehrenamtlichen Jobs gearbeitet - aber so richtig glücklich war sie in diesen Jobs nicht. Drei Jahre versuchte sie sich an einem historischen Liebesroman, bis sie zu dem Schluss kam, dass sie dafür nicht die Richtige sei. In dem folgenden halben Jahr verfasste sie eine zeitgenössische Romance, und das gelang ihr auf Anhieb so gut, dass das Manuskript von dem Verlag Harlequin gekauft wurde. Im Jahr 1993 erfüllte sich dann ihr großer Traum: Sie wurde hauptberuflich Romance-Autorin. Kein Wecker, der sie morgens aus dem Schlaf reißt, keine seriösen Kostüme mehr - stattdessen allerdings lange und harte Stunden am Computer. Zurzeit arbeitet sie an ihrem 25. Liebesroman. Sie schreibt für verschiedene Reihen, ist jedoch dem zeitgenössischen Genre treu geblieben. Kate teilt ihr gemütliches kleines Haus mit ihren beiden Katzen Tansing und Tibriz. Sie leben in einem malerischen Dorf im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin.
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1. KAPITEL

„Bye, bye, Mädchen für alles“, murmelte Juliana Thomsen, als sie sich müde auf einer Bank am Hafen von Atami zurücklehnte. Zwei Tage zuvor war sie von Kalifornien nach Japan geflogen, und der Jetlag steckte ihr noch immer in den Knochen. Jetzt hielt sie ihre Füße in eine öffentliche Wanne mit dampfend heißem Wasser, was auch nicht gerade dazu beitrug, sie munterer zu machen.

„Was soll das heißen?“ Ihre Freundin und Reisebegleiterin Sasha tauchte einen Finger in das Wasser und zog ihn schnell wieder zurück. Ihre rotblonden Locken waren zu einem straffen Pferdeschwanz gebunden, der sogar der steifen Brise standhielt, die vom Meer herüberwehte.

„Ganz einfach: dass ich kein Mädchen für alles mehr sein will“, erwiderte Juliana, deren langes blondes Haar schon ganz klamm war von der hohen Luftfeuchtigkeit, die Anfang Juni an Japans Küste herrschte. „Meine Familie begann mich so zu nennen, als ich nach Parisville zurückkam, um die Leitung unserer Buchhandlung zu übernehmen, weil Tante Katrina sich aus dem Geschäft zurückziehen wollte. Und ehrlich gesagt bin ich froh, das alles dank dieser Reise für eine Weile hinter mir lassen zu können.“

Sasha lächelte und richtete ihren Blick auf die Boote auf dem Wasser vor ihnen. „Na, dann viel Glück, denn das war sicher nicht der Grund, warum deine Tante dich nach Übersee geschickt hat.“

Allerdings nicht, stimmte Juliana ihr im Stillen zu und seufzte. Und dennoch war diese Reise die ideale Gelegenheit für sie, etwas Neues, anderes zu entdecken, fern der viel zu aufmerksamen Blicke ihrer Großtante, die in den letzten vierundzwanzig Jahren für sie gesorgt hatte, seit Juliana als Achtjährige ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren hatte.

Aber Tante Katrina war der Grund, warum sie in Japan war, und sie liebte die Frau, die ihr eine zweite Mutter geworden war, zu sehr, um sich hier nur eine schöne Zeit zu gönnen und die alte Dame zu enttäuschen.

Und deshalb wird die Pflicht vor dem Abenteuer kommen müssen, dachte Juliana und besann sich auf die Aufgabe, derentwegen sie hergeschickt worden war: das Gemälde zu beschaffen, das ihre Familie schon seit Generationen zu kaufen versucht hatte – Dream Rising, ein Aquarell, das über ein Jahrhundert lang als verloren gegolten hatte und zu einer regelrechten Besessenheit für die älteren Mitglieder ihrer Familie geworden war.

Ein japanischer Kunsthändler namens Jiro Mori hatte das berühmte Gemälde auf einem Flohmarkt in Phoenix entdeckt und es hierher gebracht, um es in einer Galerie in Tokio zu verkaufen. Als die telefonischen Verhandlungen mit Mori nichts ergeben hatten, da der Galerist angeblich erst in einem Monat nach Amerika zurückkehren konnte, hatte Tante Katrina Juliana kurzerhand einen Flug nach Tokio gebucht. Die raffinierte alte Dame glaubte wohl, ihre blonde Großnichte könne mit ihrem „unwiderstehlich guten Aussehen und dem ausgeprägten Geschäftssinn“ erfolgreichere Verhandlungen führen, wenn sie sich persönlich und vor Ort darum kümmerte – bevor es zu spät war und die Coles, die andere Familie, die ebenfalls versucht hatte, das Gemälde aufzuspüren, in Erfahrung brachte, wo es sich befand.

Als Juliana ihre lackierten Fußnägel in dem heißen Wasser betrachtete, bekam sie ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend. Plötzlich hatte sie ein völlig anderes Bild vor Augen, eine Erinnerung an eine Zeichnung, die sie von Dream Rising gesehen hatte.

Verschwommene Kurven und ineinander verschlungene Glieder, aus denen sich eine Frau mit langem, offenem Haar und einem feingliedrigen, nackten Körper zu erheben schien, die die Hand nach etwas ausstreckte, das sich außerhalb ihrer Reichweite befand.

Juliana hatte die Zeichnung das erste Mal gesehen, als sie neun gewesen war und sich nach dem Tod ihrer Eltern vor Kummer völlig in sich selbst zurückgezogen hatte. Um sie abzulenken und ihr zu helfen, hatte Tante Katrina ihr Einzelheiten über das Aquarell erzählt – wie beispielsweise die, dass Terrence Cole, der Künstler, und sein Modell Emelie, Julianas Ururgroßmutter, sich sehr geliebt hatten und er ihre Gefühle füreinander auf der Leinwand festgehalten hatte.

Erst Jahre später hatte Juliana auch den Rest gehört: dass die Liebe dieses Paars zerstört worden war, als Terrence sich von seiner Familie zu einer Vernunftheirat hatte zwingen lassen und Emelie gebeten hatte, seine Geliebte zu bleiben.

Das hatte sie natürlich abgelehnt, und so hatte die Fehde zwischen den Thomsens und den Coles begonnen. Als Emelie und Terrence Generationen zuvor auseinandergegangen waren, war Emelie überzeugt gewesen, Dream Rising sei sein Abschiedsgeschenk an sie, was er jedoch immer abgestritten hatte. Als Emelie dann das Gemälde als gestohlen meldete, war ein tiefer Groll entstanden, aus dem sich im Laufe der Jahre ernste Zwistigkeiten zwischen den beiden Familien entwickelten, die niemals aufzuhören schienen.

Und einmal hatte Juliana sich fast gegen die Fehde aufgelehnt.

Ein einziges Mal.

Wieder sah sie die verschwommenen Farben des Aquarells vor sich, als sie sich daran erinnerte, dass sie und Tristan Cole sich nach der Highschool beinah ineinander verliebt hätten. Aber beide hatten nicht den Mut gehabt, den letzten Schritt zu tun – weder auf dem Rücksitz seines alten Mustangs, noch indem sie sich öffentlich zu ihren Gefühlen bekannten.

Denn hätten sie es getan, wäre die Hölle los gewesen, was beiden klar gewesen war. Man sprach nicht mit Mitgliedern der anderen Familie, wenn man ihnen auf der Straße begegnete. Und in der Schule tat man so, als blicke man woandershin, selbst wenn ein solch gut aussehender Junge wie Tristan an einem vorbeiging.

Juliana war schon seit der Grundschule heimlich in ihn verknallt gewesen, und erst viel später, in ihrem letzten Jahr auf der Highschool, hatte sie herausgefunden, dass es ihm genauso ging.

Aber beide waren zu jung gewesen, nicht reif genug, um mit den Konsequenzen umgehen zu können, und deshalb war Juliana weggegangen, um ein College zu besuchen, ohne aber jemals zu vergessen, was mit dem Jungen hätte werden können, der immer so still im Hintergrund des Klassenraums gesessen hatte.

Sie hatte Tristan seit vielen Jahren nicht mehr gesehen, nicht einmal in ihrer kleinen Heimatstadt, weil er sich fast ausschließlich in seiner Blockhütte auf der Familienranch aufhielt und an den Oldtimern herumschraubte, die er schon immer so geliebt hatte. Parisville war inzwischen groß genug, um viele Fremde anzulocken, aber trotz allem immer noch so rückständig, dass eine uralte Familienfehde zwei junge Menschen daran hindern konnte, zueinanderzufinden.

Juliana ertappte sich oft bei der Frage, was sie sich mit Tristan hatte entgehen lassen …

Die Stimme ihrer Freundin Sasha riss sie aus ihren Erinnerungen. „Sollten wir es nicht langsam anpacken?“

Juliana atmete tief aus und nickte. „Ja, vielleicht sollten wir das tun.“

Ursprünglich hatten sie mit Jiro Mori ein Treffen in seiner Galerie in Tokio vereinbart, das er jedoch in letzter Minute nach Atami verlegt hatte, weil er dort angeblich etwas mit einem Künstler zu besprechen hatte.

„Es war nett von ihm, uns Zugtickets für die Fahrt hierher zu schenken“, sagte Juliana. „Und Atami ist auch gar nicht mal so weit von unserem Hotel entfernt.“

„Und eine interessante Stadt“, meinte Sasha. „Im Zug habe ich gelesen, dass Atami so viel wie heiße See bedeutet, was daher rührt, dass die Vulkane das Wasser erhitzen. Es heißt, die shogun hätten sich ihr Wasser früher hier in diesem Badeort geholt, in dessen Blütezeit so eine Art Nebenindustrie entstand, um noch mehr Touristen anzulocken. Darum gibt es hier auch Dinge wie Museen für Erwachsene und onsen geishas, die man kommen lassen kann.“

Julianas Neugier war geweckt, sie hatte sich schon immer sehr für andere Kulturen interessiert. „Onsen bedeutet heiße Quellen, nicht? Aber ich habe nichts über den Unterschied zwischen onsen geishas und anderen gelesen.“

„Die onsen setzen sich über die Tradition hinweg und bieten Sex statt geistreicher oder künstlerischer Unterhaltung an, also das genaue Gegenteil von dem, was man in den vornehmeren Distrikten, wie Gion beispielsweise, finden würde.“

Hm, dachte Juliana. Vielleicht war Atami genau der richtige Ort, um einige dieser ‚dunkleren Wege‘ zu erforschen, über die sie seit Beginn ihrer Reise nachgedacht hatte. Und vielleicht konnte sie auch Sasha zu einem kleinen Abenteuer überreden? Immerhin hatte sie ihre Freundin, die im letzten Frühjahr nach Parisville gekommen war, um mit ihrem Freund zusammenzuziehen – der übrigens auch ein Cole war –, schon überreden können, sie nach Japan zu begleiten.

Da Sasha sich jedoch einige Monate zuvor wieder von Chad getrennt und Parisville verlassen hatte, hatten sie sich nur selten gesehen, aber sie telefonierten miteinander, sooft sie konnten. Als Autorin von Reiseberichten las Sasha genauso gern wie Juliana und versorgte ihre abenteuerlustige Freundin mit spannenden Geschichten über ihre Reisen durch Amerika.

Sasha schien immer alles super zu meistern, was Juliana von sich selbst leider nicht behaupten konnte …

Einer der Gründe, warum...



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