E-Book, Deutsch, Band 4, 248 Seiten
Reihe: Einstein Superstar Code
Hohbach Einstein Superstar Code 4
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7693-4741-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Krieg oder Liebe
E-Book, Deutsch, Band 4, 248 Seiten
Reihe: Einstein Superstar Code
ISBN: 978-3-7693-4741-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
George Hohbach ist der Autor der Einstein Superstar Code Saga. Er ist außerdem Co-Autor mehrerer illustrierter Action-Comedy-Romane für die jüngere Bevölkerungsgruppe, die vom ökointelligenten Cradle-to-Cradle-Designprinzip und der Kreislaufwirtschaft inspiriert sind. Darüber hinaus hat George Hohbach mehrere Popsongs zu den Romanen komponiert.
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KAPITEL 2
Mit tosendem Applaus wurden Ati und Abe in dem XXL-Hörsaal willkommen geheißen. Laute HAHAHA-Klänge der Männer und ohrbetäubende Runden von HOHOHO der Frauen im Publikum erzeugten eine überwältigende Atmosphäre.
„Willkommen, Mrs. und Mr. Crystal!”, rief eine extragroße Frau auf der Bühne applaudierend, während Abe und Ati zu ihr kamen. Xoro blieb im Backstage-Bereich – wo Abe und Ati gerade zwei Mikrophone an ihre Kleidung geheftet bekommen hatten – und zeigte den beiden die Winner-Daumen.
Die schiere Größe des schwach beleuchteten Hörsaals war mächtig beeindruckend und es schien als würden viele zehntausende Menschen darin Platz haben. Augenblicklich verspürten Ati und Abe wie Lampenfieber ihren Rücken hochkroch. Helle Scheinwerfer an der Decke wurden direkt auf sie gerichtet und laute Musik erfüllte den Raum, während sie zu der riesigen Frau auf der Bühne gingen.
„Hallöchen-Hallo, ihr beiden!“, begrüßte sie ihre Gastgeberin, als die Musik zusammen mit dem donnernden Applaus und den HAHAHAs und HOHOHOs der Zuschauer wieder verstummte.
„Was für eine Ehre euch beide hier bei uns zu haben!“
„Die Freude ist ganz auf unserer Seite“, sagte Abe, „was für eine fantastische Begrüßung, ehrlich, Leute! Ganz stark!“
„Ihr würdet locker jeden Cheerleader-Wettbewerb in unserer Galaxie gewinnen!“, fügte Ati hinzu, was die Zuschauer prompt wieder zu HAHAHAs und HOHOHOs inspirierte.
„Wir sind alle soooowas von voller Erwartung!“, sagte die Gastgeberin, „bitte schießt lost mit eurer Präsentation!“
Mit diesen Worten huschte die Riesendame davon und ließ Abe und Ati allein auf der super großen Bühne in dem extrem großen Hörsaal. Alle Lichter gingen aus, bis auf jene, die Abe und Ati anstrahlten. Obwohl die beiden schon viele Präsentationen auf zahllosen Planeten gegeben hatten, fühlten sie diesmal eine merkwürdige Nervosität durch ihre Körper vibrieren. Vielleicht war es nur eine Nebenwirkung der Wurmlochenergie.
Routinemäßig drückte Abe den Knopf der Fernbedienung, um die Präsentation zu starten. Hinter ihnen auf der mächtigen Leinwand erschien ein Bild von den beiden, zusammen mit ihren Namen.
„OK, Leute, das sind wir. Ich, Abe, und meine wunderbare Frau Ati.“
„Wie ihr wisst”, fuhr Ati fort, „kommen wir aus dem LOSY-System, wobei LOSY die Abkürzung für LOkale SYmmetrie ist: das Thema unseres heutigen Vortrages.“
„Wenn wir auf Trips zu anderen Planeten sind, um von der Lokalen Symmetrie zu berichten“, erklärte Abe, „werden wir oft wie VIPs behandelt, so wie hier bei euch mit eurer super Gastfreundlichkeit. Aber, wir sind keine VIPs. Wir sind extrem supernormal – so, wie alle anderen. Wir lachen, essen, trinken, wie alle, wir popeln in der Nase und furzen ausversehen bei Großmutters Geburtstag.“
Ein lautes Lachen schallte durch den Saal.
„Du machst das mit dem Furzen, Schätzchen. Nicht wir“, korrigierte Ati.
„Dabei hast du mir doch immer erklärt, dass wir als vorbildliches Ehepaar immer alles gemeinsam machen sollten!“
Wieder kicherten die Zuhörer in mehreren aufeinanderfolgenden Wellen. Mit Stand-up-Comedy hatten sie in einem Vortrag zur Lokalen Symmetrie, dem Grundprinzip der Natur, nicht gerechnet.
„Okay. So viel Spaß es auch machen mag, sich über die Blähungen anderer Leute zu unterhalten, lasst uns jetzt alle einmal zur Entspannung tief einatmen…“
Eine Explosion von lautem Lachen schoss aus dem Publikum hervor, gefolgt von mehr HAHAHAS und HOHOHOs.
„Abe, Liebling. Du kannst doch nicht einfach Witze über Blähungen machen und dann sagen, wir sollen alle mal tief einatmen…“
Die Zuschauer krümmten sich vor Lachen. Sie begannen mit ihren riesigen Füßen zu trommeln – so viel Spaß hatten sie.
Ati flüsterte zu Abe hinüber: „Ich glaube du hast es diesmal mit deinen Eröffnungswitzen übertrieben.“
„Nun ja, das sind mächtig große Wessen hier“, antwortete Abe, „da wollte ich schon einen gigantischen ersten Eindruck machen.“
Plötzlich ging das Licht aus. Alles war stockdunkel. Aber nur für den Bruchteil einer Sekunde. Es war dennoch Schock genug, um alle zum Schweigen zu bringen. Abe und Ati waren für einen Moment auch still, denn auch sie hatte der Stromausfall sehr überrascht.
„Nun, meine Lieben, ich nehme an, das war unsere erste kurze Pause. So, dann können wir ja mit unserer fünf Stunden langen Präsentation weiter machen.“
***
Zur gleichen Zeit, im Hauptquartier der Raumfahrtbehörde von Xaratat, starrten mehrere Offiziere auf den großen Monitor der Kommandozentrale. Wo war die plötzliche Fluktuation aus dem Hyperraum hergekommen?
***
Unterdessen gingen Abe und Ati im Hörsaal direkt dazu über, ihren Vortrag zur Lokalen Symmetrie zu beginnen:
„Ernsthaft”, sagte Abe, „keine Panik, der Vortag dauert keine fünf Stunden, nur ca. 30 Minuten. Drum lasst uns jetzt damit beginnen, über das wahnsinns-coole Kernprinzip der Natur, die Lokale Symmetrie, welche Albert Einstein durch seine wissenschaftliche Arbeit entdeckte, zu sprechen. Lokale Symmetrie war der sprichwörtlich leitende Nordstern auf unserem ehemaligen Heimatplaneten Erde, seit die moderne Wissenschaft durch den Universalgelehrten Galileo Galilei dort eingeleitet worden war.“
„Lokale Symmetrie, Leute“, fuhr Ati fort, „ist alles, überall: Wenn ihr Pizza mögt, dann ist Pizza Lokale Symmetrie, Freunde. Auch das Herstellen der Pizza ist Lokale Symmetrie.”
Hologramme von fliegenden Pizzas wurden auf die Bühne projiziert, um Atis Worte zu ergänzen. Dann übernahm Abe wieder:
„Ihr mögt Fußball: Das ist Lokale Symmetrie. Du magst deinen Freund, deine Freundin, deine Familie. Lokale Symmetrie.“
„Ihr mögt Raumschiffe. Wieder Lokale Symmetrie. Ihr liebt es, Raumschiffe zu fliegen, genießt es Sterne, Planeten und Galaxien zu beobachten. Wieder habt ihr zu 100 Prozent: Lokale Symmetrie.“
Während fliegende Pizzas, Fußbälle und Raumschiffs den Hörsaal füllten, beendete Abe den Gedankengang:
„Anders gesagt, Freunde: Lokale Symmetrie ist überall alles!“
Die Multimedia-Präsentation hatte die Zuschauer ganz in ihren Bann gezogen und das Publikum belohnte dies mit einer Runde Applaus zusammen mit typischen HAHAHAs und HOHOHOs. Die Neugierde der Zuhörer war deutlich wahrnehmbar.
„Ihr Leute seid eine absolut knallermäßige Stimmungskanone. Ihr hebt hier so richtig fett die Energie an, Freunde. Das ist megacool.“ Abe und Ati klatschten sich die Hände ab.
So super prima die Stimmung im Saal auch war, ein Riese, der auf dem Balkon saß, zeigte keine Miene und starrte nur zu Abe und Ati hinunter auf die Bühne. Seine Augen glühten in einem dunklen Rot und er schien der einzige zu sein, den die hammermäßige Präsentation nicht vom Hocker riss.
Unten auf der Bühne konnte Ati eine leicht kühle Energie spüren, welche sie umgab. Aber sie schob diese Empfindung beiseite und setzte den Vortrag fort, als ein großes Hologramm von Albert Einstein auf die Bühne projiziert wurde:
„Das ist er! Der große Albert Einstein. Er konnte es in seinem Oberstübchen so richtig in Sachen Physik krachen lassen. Was hat er also so Revolutionäres gemacht, mit Blick auf die Enthüllung des Kernprinzips der Natur, der Lokalen Symmetrie?! Nun, ganz einfach, super einfach, wie immer bei Einstein: Er wies wissenschaftlich nach, dass die dynamischen, lokalen Naturgesetze – die Beziehungsregeln des Kosmos, wie Gravitation oder die Regeln des Elektromagnetismus – gleich sind und zwar:
1) überall im Raum
2) und zu jeder Zeit“
„Gaaanz einfach und genial“ meinte Abe, „was Einstein da über viele Jahre herausknobelte. Das sagt uns auch etwas weiteres ganz Wichtiges, nämlich“, fuhr Abe fort, „dass erstens eine kleine Region im Raum gleich ist wie die nächste, zweite kleine Region im Raum…“
Auf dem Bildschirm hinter den beiden erschien eine Aufnahme des Universums. Eine kleine Stelle, eine LOKALITÄT, im Weltall war rot eingekreist und wurde von einer zweiten, blau markierten, kleinen Region gefolgt. Über dem roten Kreis erschien die ZAHL 1 und über der blauen Markierung zeigte sich die ZAHL 2. Zwischen den beiden Zahlen, 1 und 2, wurde das GLEICHHEITSZEICHEN eingeblendet, um zu verdeutlichen, dass die beiden kleinen Raumregionen gleich, identisch, SYMMETRISCH waren. Das war die einfache Idee der LOKALEN SYMMETRIE.
Ati erläuterte weiter: „Und deshalb ist zudem ein kurzer Augenblick in der Zeit gleich einem nächsten, zweiten Zeit-Moment. All dies ist so, weil die dynamischen, lokalen...




