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E-Book

E-Book, Deutsch, 464 Seiten

Reihe: LYX.digital

Holt Not in My Book

Mit wunderschönem Motivfarbschnitt in der Erstauflage
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7363-2520-3
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Mit wunderschönem Motivfarbschnitt in der Erstauflage

E-Book, Deutsch, 464 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-7363-2520-3
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wenn aus Schreib-Dates und Fake-Dates plötzlich mehr wird
Rosie liebt Liebesromane über alles und will unbedingt selbst Autorin werden. Um ihren Traum zu verwirklichen, studiert sie Kreatives Schreiben in New York. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ihr ebenso attraktiver wie arroganter Kommilitone Aiden. Für Aiden zählt nur gehobene Literatur, deshalb geraten die beiden in jedem Seminar in hitzige Diskussionen. Bis ihre Dozentin ihnen ein Ultimatum stellt: Entweder sie arrangieren sich und schreiben gemeinsam ein Buch, oder sie fallen durch. Notgedrungen müssen die Rivalen nun zusammenarbeiten, und während sich die Figuren in ihrem Roman ineinander verlieben, verändern sich auch Rosies und Aidens Gefühle füreinander ...


»Die ultimative sexy Slow-Burn-Romance. Rosie und Aiden sind als Rivalen perfekt und als Paar noch viel perfekter.« HANNAH GRACE



Katie Holt wurde in Tennessee geboren und lebt in New York. Sie studierte Kreatives Schreiben an der NYU, wo sie darum kämpfte, dass Liebesromane als ernsthafte Literatur angesehen werden. Sie ist Fan von Romantischen Komödien und begeisterter Swiftie.

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1. Kapitel


Meine Mom hatte mir immer geraten: Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, dann sag besser gar nichts. Typisch Mom eben. Aber dieser Satz wurde zu meinem Leitspruch. In den Südstaaten gehörte er praktisch zu den Zehn Geboten. Ihr wisst schon – Südstaatenhöflichkeit und so.

Ich war mir fast schon sicher, dass Aiden Huntingtons Mom ihm das genaue Gegenteil gepredigt hatte: Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, schrei es trotzdem von den Dächern! Wiederhole es, bis du der betroffenen Person eingetrichtert hast, wie wertlos sie ist!

Das würde erklären, warum Aiden das Bedürfnis verspürte, mich zu belehren. In. Jedem. Seminar.

»Sensorische Details benötigen eine Menge Arbeit.« Das war das Erste, was aus seinem Mund kam, als er an der Reihe war, mir seine Gedanken zu meinem Kapitel mitzuteilen. Die meisten fingen mit ein oder zwei netten Anmerkungen an und schlossen mit freundlicher, konstruktiver Kritik. Doch Aiden kam direkt zum Punkt und stieß ihn mitten in mein Herz. Er blätterte durch die Seiten, die Mundwinkel runtergezogen, als würde mein Kapitel ihn persönlich beleidigen.

»Und der Dialog. Ich meine, also bitte … Wenn Rosalinda –«

»Rosie«, unterbrach ich ihn.

Er hob den Blick und begegnete meinem durch seine Wimpern hindurch, auch eine Braue ging hoch.

»Das hatten wir doch schon. Ich heiße Rosie.«

Unsere Professorin Ida Abarough räusperte sich auf ihrem Platz vorn im Raum und bedachte mich mit einem finsteren Blick. Die erste Regel des Seminars? Kein Dazwischenreden.

Der Verfasser oder die Verfasserin musste den eigenen Text laut für den Kurs vorlesen, die anderen Teilnehmenden hatten im Vorfeld bereits Anmerkungen dazu vorbereitet. Und während der Kurs das Werk besprach, musste man selbst alles schweigend hinnehmen.

Ich sank zurück in meinen Stuhl und bedeutete Aiden widerwillig nickend weiterzumachen.

Das Semester hatte zwar erst vor ein paar Wochen angefangen, aber eines war schnell zur Routine geworden: Wenn Aidens Beitrag besprochen wurde, brachten wir alle Lob und Kritik an. Keine Beleidigungen – lediglich Vorschläge. Wir waren immer sehr nett und sagten ihm freundlich, was funktionierte und was nicht. Das Schlimmste daran war, dass seine Abschnitte meistens funktionierten.

Im Gegenzug brachte er Kommentare an, die hart waren, das ja, aber leider auch hilfreich. Aiden hatte nervigerweise ein Auge fürs Redigieren, was allen um ihn herum half, bessere Texte zu schreiben. Nur mir nicht. Das war jetzt das zweite Semester, in dem wir diesen Tanz vollführten – in unserem Belletristik-Masterseminar letztes Semester war es genauso gelaufen. Er hatte sich nicht die Mühe gemacht, sich meine Arbeit genauer anzusehen, weil er der Meinung war, das Romance-Genre sei seine Zeit nicht wert. Weshalb er mir nicht helfen wollte, mich zu verbessern.

Er fuhr noch einige Minuten damit fort, die Dinge zu sagen, die er immer zu meinen Beiträgen sagte:

Ich verstehe, dass es eine Romance ist, aber muss sich die Handlung unbedingt um die Liebesgeschichte drehen? Haben die Figuren nicht was Besseres zu tun, als sich zu verlieben? Wie soll das überhaupt aussehen, wenn man seinen Blick verdunkelt?

Über den Tisch hinweg warf ich Jess, der einzigen anderen Romance-Autorin im Kurs, einen verstohlenen Blick zu. Solidarisch verdrehte sie die Augen. Als Vollzeitstudentin nahm sie an zwei Kursen mehr teil als ich, und ich konnte mir nicht einmal vorstellen, wie satt sie es haben musste. Ich studierte nur in Teilzeit, zog meinen Master of Fine Arts um Jahre in die Länge, um mir die New York University überhaupt leisten zu können.

Anfänglich hatte uns die Liebe zur Romance zusammengeführt, und dieses Band war durch Aidens unverhohlene Abneigung für unser Genre in diesem Jahr nur noch stärker geworden. Das ganze letzte Semester über hatte ich mich bei ihr über ihn ausgekotzt, doch nun, da sie seine erbarmungslose Art mir gegenüber bezeugen konnte – seltsamerweise erfuhr sie sie nie selbst –, hatte sie besonderes Mitgefühl mit mir. Immer wenn ich mich jetzt über Aiden beschwerte, sagte sie: »Das liegt an der aufgestauten sexuellen Frustration. Vermutlich kritisiert er auch die Länge des Stöhnens seiner Partnerinnen im Bett.«

»Und insgesamt«, Aiden ließ den Papierstapel auf den Holztisch zwischen uns fallen und zog dabei eine Grimasse, als könnte er ihn keine Minute länger ansehen, »fehlt einfach was. Es stecken kaum Emotionen drin. Man sollte meinen, eine Romance würde dich irgendwas fühlen lassen, zumindest Freude, wenn schon sonst nichts. Es ist tatsächlich beeindruckend, dass es dir gelungen ist, nicht einmal das rüberzubringen.«

Ich bedachte Aiden mit einem vernichtenden Blick, hielt mich aber an die goldene Regel und schwieg.

»Rosie, du darfst jetzt auf die Kommentare antworten, wenn du möchtest«, sagte Ida, nachdem Aiden fertig war.

Ich ging die Anmerkungen durch, die meine Kommilitoninnen und Kommilitonen gemacht hatten. Es war bereits das dritte erste Kapitel, das ich eingereicht hatte, in der Hoffnung, dass irgendwas daran gut war. Dieser Kurs war ein ausgewähltes zweisemestriges Intensivseminar zu Romanen, was bedeutete, dass wir die eine Hälfte unseres Manuskripts am Ende des ersten Semesters abgeben mussten und den vollständigen Text dann am Ende des gesamten Kurses. Es war zwar ein Wahlfach, zählte jedoch zu den Pflichtmodulen. Es sollte denjenigen helfen, die einen Roman als Abschlussarbeit einreichen wollten.

Bis zum Ende der Nachbelegungsphase hatten wir Zeit für Probekapitel, falls wir uns in Bezug auf den Plot nicht sicher waren, und ich hatte da so meine Schwierigkeiten.

Ich war mit dem Entschluss aufgewachsen, Romanautorin zu werden. Ich hatte beschlossen, dass ich Liebesromane veröffentlichen und hoffnungslose Romantiker und Romantikerinnen auf der ganzen Welt ins Schwärmen bringen musste – etwas anderes kam für mich nicht infrage. Dieses Genre hatte mein Weltbild geformt, den Optimismus und die Hoffnung erschaffen, mit der ich mein Leben lebte. Dasselbe wollte ich anderen Menschen schenken. Und das hier war meine Chance, endlich die grauenvolle Schreibblockade zu überwinden und meinen Roman fertigzustellen.

»Ich versuche, Spannung zwischen ihnen aufzubauen. Ich will, dass ihre Liebesgeschichte am Ende so richtig explodiert –«

Ein Schnauben unterbrach mich. Aiden lehnte sich in seinem Stuhl zurück und verdrehte die Augen. Vor Ewigkeiten fand ich ihn süß. Damals, also bevor ich ihn kennengelernt hatte, wäre die Vorstellung, ihm gegenüberzusitzen, aufregend gewesen. Doch seit unserem gemeinsamen Seminar letztes Semester hinterließ allein sein Anblick einen bitteren Nachgeschmack. An diesem Kurs nahmen neun Personen teil, und irgendwie waren die Plätze, die wir am ersten Tag eingenommen hatten, zu unseren Stammplätzen geworden. Andernfalls hätte ich mich ans andere Ende des Tisches gesetzt – weit, weit weg von ihm.

»Tut mir leid, Aiden. Wolltest du etwas sagen?« Ich sah ihn aus schmalen Augen an, forderte ihn zum Sprechen heraus.

Seine grünen Augen blitzten in einer Art auf, wie sie es immer taten, bevor wir einen Streit anfingen. Dieser Sadist liebte Diskussionen fast genauso sehr, wie er es liebte, seine Figuren mit deprimierenden Vorgeschichten und tragischen Enden zu quälen. Er war das genaue Gegenteil eines Romance-Helden und bewies diese Tatsache jedes Mal, wenn er den Mund aufmachte.

Überraschenderweise sagte er: »Ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte.«

»Nein, komm schon. Ich bestehe darauf.«

Ich lehnte mich über den Tisch zu ihm vor. Das Haar fiel mir über die Schulter, ein Lächeln kroch über mein Gesicht. Ich war keine Masochistin, aber einer Konfrontation mit Aiden konnte ich nie widerstehen. Im Gegensatz zu allen anderen hatte ich keine Angst vor ihm.

»Nun gut.« Er richtete sich in seinem Stuhl auf und schob sich die Ärmel hoch. Das Einzige, das mich noch mehr aufregte als sein phänomenaler Schreibstil, war die Tatsache, dass er der attraktivste Mann war, den ich je gesehen hatte. Er war heiß genug, um Covermodel für historische Liebesromane zu sein. Er hatte einen markanten Kiefer und perfekt gestyltes Haar, das unglaublich weich aussah. Sein Sweatshirt spannte sich fest genug um seinen Arm, dass man seinen definierten Bizeps sehen konnte. Ich wandte den Blick ab und versuchte, mir selbst einzureden, dass er so hässlich war wie seine Persönlichkeit.

»Es ist eine moderne Romance, richtig?«

»Richtig.«

»Wie viel Spannung kann es da schon geben? Wir leben im Zeitalter der sofortigen Befriedigung. Die einzige Spannung heutzutage besteht darin, ob du nach links oder rechts swipst.«

»Das sehe ich anders«, meldete sich Tyler.

Er war eine der wenigen anderen Stimmen der Vernunft in diesem Kurs. Obwohl Tyler und ich befreundet waren, weigerte er sich, eine Seite zu wählen. Alle Kursteilnehmenden hatten sich entweder für Team Rosie oder Team Teufel entschieden, aber Tyler blieb genau in der Mitte.

Selbstgefällig grinste ich Aiden an, denn wenn man Tyler auf seiner Seite hatte, bedeutete das in unserem unausgesprochenen Wettstreit, dass man gewonnen hatte. »Ich glaube, dass viele Paare sich noch auf konventionellem Weg begegnen, und in diesen Fällen baut sich definitiv Spannung auf. Meine Schwester hat ihre Frau in einem Café kennengelernt. Kein Tinder...


Holt, Katie
Katie Holt wurde in Tennessee geboren und lebt in New York. Sie studierte Kreatives Schreiben an der NYU, wo sie darum kämpfte, dass Liebesromane als ernsthafte Literatur angesehen werden. Sie ist Fan von Romantischen Komödien und begeisterter Swiftie.

Katie Holt wurde in Tennessee geboren und lebt in New York. Sie studierte Kreatives Schreiben an der NYU, wo sie darum kämpfte, dass Liebesromane als ernsthafte Literatur angesehen werden. Sie ist Fan von Romantischen Komödien und begeisterter Swiftie.



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