Holz / Humer | Extremistinnen und Terroristinnen | Buch | 978-3-11-914764-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 350 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 500 g

Holz / Humer

Extremistinnen und Terroristinnen

Rollen, Funktion und Bedeutung von Frauen in Extremismus und Terrorismus
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-11-914764-4
Verlag: De Gruyter

Rollen, Funktion und Bedeutung von Frauen in Extremismus und Terrorismus

Buch, Deutsch, 350 Seiten, Format (B × H): 170 mm x 240 mm, Gewicht: 500 g

ISBN: 978-3-11-914764-4
Verlag: De Gruyter


Frauen in extremistischen und terroristischen Bewegungen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Unsichtbarkeit und Überhöhung. Oft gelten sie in der öffentlichen Wahrnehmung entweder als verführte Opfer oder als schockierende Ausnahmefiguren. Dieser Sammelband zeigt, wie irreführend dieses Bild ist. Er versammelt aktuelle wissenschaftliche und praxisnahe Perspektiven, die deutlich machen, dass Frauen keineswegs am Rand stehen, sondern als Akteurinnen, Ideologieträgerinnen und organisatorische Knotenpunkte zentrale Rollen sowohl in Extremismus und Terrorismus einnehmen.
Die Beiträge eröffnen einen Zugang zu den vielfältigen Beteiligungsformen: von salafistischen Influencerinnen auf TikTok über jihadistische Unterstützerinnen und Netzwerkerinnen bis hin zu Akteurinnen der extremen Rechten und historischen wie gegenwärtigen Formen linker Militanz. Sie zeigen, wie Geschlecht als Ressource und soziale Strukturkategorie Radikalisierungsprozesse prägt und dass ohne Frauen weder die Idee einer „Volksgemeinschaft“ noch der Anspruch eines „Islamischen Staates“ tragfähig wäre.
Gleichzeitig führt der Band vor Augen, wie sehr Prävention, Deradikalisierung und Forschung von einer gendersensiblen Perspektive profitieren. Er macht sichtbar, dass Radikalisierungsprozesse erst dann nachvollziehbar werden, wenn die Beteiligung von Frauen und die Bedeutung von Geschlecht mitgedacht werden, weil gerade Geschlechterbilder zur Mobilisierung und Stabilisierung extremistischer Gruppen beitragen. Zugleich zeigt er, welche Chancen sich eröffnen, wenn Beratungsarbeit biografische Brüche, emotionale Ambivalenzen und Geschlechterrollen ernst nimmt.

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Weitere Infos & Material


Isabelle Holz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Teilprojektleiterin im Forschungsverbundprojekt MOTRA („Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung“/Spitzenforschungscluster zur Früherkennung, Prävention und Bekämpfung von Extremismus) und seit 2021 Vorsitzende des Netzwerks Terrorismusforschung e.V.

Prof. Dr. Stephan G. Humer ist Gründer und Leiter des Forschungs- und Arbeitsbereichs Internetsoziologie (FABIS) an der Hochschule Fresenius. Er war Gründungsvorsitzender des Netzwerks Terrorismusforschung e.V. von 2013 bis 2021 und ist seitdem Koordinator Spitzenforschung.



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