E-Book, Deutsch, 871 Seiten
Reihe: SAP Press
Hoppe Bestandsoptimierung mit SAP
4. Auflage 2022
ISBN: 978-3-8362-8990-0
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 871 Seiten
Reihe: SAP Press
ISBN: 978-3-8362-8990-0
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Behalten Sie Ihre Lagerkosten im Griff, ohne die Lieferfähigkeit zu gefähren: Wie Sie Ihr SAP-System richig einsetzen , um Ihre Bestände zu optimieren , zeigt Ihnen Marc Hoppe in diesem umfassenden Handbuch. Von Bestandsanalyse über Absatzplanung und Disposition bis hin zum Bestandscontrolling werden alle Geschäftsbereiche und Funktionen behandelt , in denen Sie Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit Ihrer Bestände nehmen können. Mit vielen praktischen Beispielen und Tipps für sinnvolle Add-ons.
Aus dem Inhalt:
- Stammdaten
- SAP Fiori
- ABC-/XYZ-Analyse
- Bestandsanalyse
- Absatzplanung
- MRP Live
- Losgrößen
- Rückstands- und Fehlteilemanagement
- Lagerfertigungsstrategien
- Verfügbarkeitsprüfung (ATP und aATP)
- Lieferservice
- Sicherheitsbestände
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Einleitung ... 19
1. Warum sind Bestände notwendig? ... 29
1.1 ... Unterschiedliche Bestandsphilosophien ... 29
1.2 ... Bestand als Stellschraube gegen Unsicherheiten ... 36
1.3 ... Was tun gegen Unsicherheiten? ... 39
2. Einfluss der Stammdaten auf die Bestände ... 45
2.1 ... Stammdaten in SAP-ERP-Systemen ... 47
2.2 ... Fehlerhafte Stammdaten in SAP-ERP-Systemen ... 50
2.3 ... Stammdatenqualität analysieren ... 55
2.4 ... Stammdatenqualität verbessern ... 62
3. Materialklassifizierung/Materialsegmentierung ... 69
3.1 ... Analyse- bzw. Klassifizierungsmethoden ... 69
3.2 ... Multidimensionale Kombination der Analysemethoden ... 97
3.3 ... Multidimensionale Analysen mit dem MRP Monitor ... 104
3.4 ... Fazit ... 158
4. Absatzplanung und Prognose ... 159
4.1 ... Einfluss der Absatzplanung auf Bestände ... 159
4.2 ... Einflussparameter auf die Prognose ... 163
4.3 ... Auswahl der Prognoseverfahren ... 191
4.4 ... Prognoseverfahren im Detail ... 206
4.5 ... Prognoseprozess ... 226
4.6 ... Prognosegenauigkeit/Prognosefehler ... 235
4.7 ... Forecasting & Monitoring Tool ... 255
4.8 ... Fazit ... 273
5. Disposition ... 275
5.1 ... Dispositionslogik ... 275
5.2 ... Verbrauchsgesteuerte Disposition ... 355
5.3 ... Demand-Driven Planning mit SAP-Add-ons für SAP S/4HANA und SAP ERP ... 365
5.4 ... Demand-Driven Planning mit der bedarfsorientierten Wiederbeschaffung (BWB) für SAP S/4HANA ... 388
5.5 ... Werksübergreifende Disposition mit dem CPP-Verfahren ... 415
5.6 ... Disposition mit dem Kanban-Verfahren ... 436
5.7 ... Ein- und Auslaufsteuerung von Materialien ... 447
5.8 ... Optimierungspotenziale in der Disposition ... 462
5.9 ... Strategische versus operative Disposition ... 479
5.10 ... Operative Disposition mit dem SAP-Add-on MRP Exception Monitor (ERM) und Advanced MD04 (aMD04) ... 487
5.11 ... Fazit ... 504
6. Lieferservice und Sicherheitsbestände ... 505
6.1 ... Zusammenhang zwischen Bestand und Servicegrad ... 505
6.2 ... Lieferbereitschaft ... 508
6.3 ... SAP-Add-on Service Level Monitor (SLC Monitor) ... 522
6.4 ... Verfügbarkeitsprüfung (ATP) mit SAP ... 527
6.5 ... Wiederbeschaffungszeit ... 534
6.6 ... SAP-Add-on Wiederbeschaffungszeit-Monitor (WBZ-Monitor) ... 539
6.7 ... Sicherheitsbestand ... 550
6.8 ... SAP-Add-on Simulation Sicherheitsbestände ... 581
6.9 ... SAP-Add-on Dynamic Safety Stock Consideration ... 595
6.10 ... Fazit ... 603
7. Losgrößen ... 605
7.1 ... Wie beeinflussen die Losgrößen die Bestände? ... 605
7.2 ... Statische Losgrößenverfahren in SAP ERP und SAP S/4HANA ... 607
7.3 ... Periodische Losgrößenverfahren in SAP ERP und SAP S/4HANA ... 617
7.4 ... Wirtschaftliche Losgrößenverfahren in SAP ERP und SAP S/4HANA ... 627
7.5 ... Restriktionen in der Losgrößenberechnung ... 646
7.6 ... Auswahl von Losgrößenverfahren ... 648
7.7 ... Berechnung der Ausschussmenge im Rahmen der Losgrößenberechnung ... 651
7.8 ... Bestellmengenoptimierung mit dem SAP-Add-on Simulation von Losgrößen ... 652
7.9 ... Fazit ... 659
8. Rückstands- und Fehlteilemanagement in der Produktion ... 661
8.1 ... Wie beeinflussen Rückstände in der Produktion die Bestände? ... 662
8.2 ... Warum entstehen Rückstände in der Produktionsplanung? ... 668
8.3 ... Reduzierung von Rückständen - First-come-first-served-Steuerung (FCFS) ... 676
8.4 ... Rückstandsanalyse mit dem SAP-Add-on Capacity Requirements Planning Cockpit ... 702
8.5 ... Kapazitätsabgleich mit dem SAP-Add-on Lean Manufacturing Planning and Control ... 710
8.6 ... Fehlteilemanagement in der Produktion mit dem SAP-Add-on MRP Exception Monitor (ERM) ... 725
8.7 ... Fazit ... 746
9. Bestandscontrolling ... 747
9.1 ... Warum Bestandsüberwachung? ... 747
9.2 ... Einführung in das Logistikcontrolling ... 748
9.3 ... Kennzahlensystem des Supply Chain Councils ... 750
9.4 ... Wichtige Kennzahlen aus der Sicht des Einkaufs ... 755
9.5 ... Einkaufscontrolling mit der SAP-Beratungslösung Einkaufsmonitor und SAP Analytics Cloud ... 767
9.6 ... Wichtige Kennzahlen aus Sicht der Disposition ... 778
9.7 ... Bestandscontrolling mit dem SAP-Add-on Bestandscontrollingcockpit und SAP Analytics Cloud ... 800
9.8 ... Wichtige Kennzahlen aus Sicht der Produktion ... 821
9.9 ... Kalkulation von Bestandspotenzialen ... 837
9.10 ... Fazit ... 838
Anhang ... 839
A ... Literaturverzeichnis ... 839
B ... Add-ons zu SAP ERP und SAP S/4HANA ... 845
Der Autor ... 859
Index ... 861
Einleitung
Ein wichtiges Ziel im Supply Chain Management eines Unternehmens ist ein effizientes Bestandsmanagement. Betrachten Sie das Bestandsmanagement im Detail, erkennen Sie zwar oft gute Ansätze, aber leider auch, dass das Zusammenspiel aller Faktoren häufig nicht optimal ist:
-
Der Servicelevel, anhand dessen die Unternehmen Ihre Wettbewerbsfähigkeit messen, ist häufig zu niedrig; die Bestände sind hingegen viel zu hoch.
-
Beim Auftreten von Fehlteilen fehlt oftmals die Transparenz hinsichtlich dessen, welche Kundenaufträge von den Fehlteilen betroffen sind.
-
Die Durchlaufzeiten sind häufig viel zu lang, und der Wert der Kennzahl »Ware in Arbeit« ist hingegen oft viel zu hoch.
-
Die Vorplanung stimmt oftmals nicht mit den realen Kundenbedarfen überein.
-
In vielen Fällen ist die Stammdatenqualität viel zu schlecht.
Bei allen Unsicherheiten und den daraus abgeleiteten Maßnahmen bleibt es auf der einen Seite natürlich stets das oberste Ziel, den Kunden eine möglichst hohe Lieferbereitschaft zuzusichern. Auf der anderen Seite sollen die Gesamtkosten für das Unternehmen aber möglichst gering sein.
Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg liegt in der Optimierung der Bestände, denn Bestandsüberschüsse verursachen hohe Kosten und geringe Margen. Bestandsengpässe sorgen hingegen für Probleme in der Produktion und daraus resultierend für schlechte Servicelevel. Auf die Bestände wirken verschiedene Faktoren ein; in diesem Buch werden Sie erfahren, welche Einflussfaktoren dies sind und mit welchen daraus abgeleiteten Hebeln Sie effektiv auf sie einwirken können.
Bestände verursachen Kosten
Noch vor wenigen Jahren galt ein hoher Bestand an Vorräten als Garant für eine sichere Unternehmenszukunft. Heute zwingt der wachsende Kostendruck die Unternehmen zur Reduzierung der Bestände und damit der Vorräte. In der heutigen Zeit ist die Bestandsoptimierung für die Unternehmen daher eine wichtige Maßnahme, um Kosten einzusparen. Wie sehr diese Kosten ins Gewicht fallen, lässt sich anhand der im Folgenden beispielhaft dargestellten Unternehmensbilanzen deutlich erkennen.
In Tabelle 1 sehen Sie die Bilanz der GEA Group AG, eines der größten Anbieter von Prozesstechnik und Komponenten für die Nahrungsmittel- und Energieindustrie. Das Unternehmen ist der Branche Maschinen- und Anlagenbau zuzuordnen. Am 31.12.2021 betrugen die (im Posten »Vorräte« zusammengefassten) Bestände 714.926 TEUR. Dies entspricht einem Anteil von 12,17 % an den gesamten Aktiva des Unternehmens.
| AKTIVA (31.12.2021) | in TEUR |
|---|
| Sachanlagen | 649.110 |
| Goodwill | 1.481.241 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 381.520 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 69.530 |
| Latente Steuern | 379.861 |
| langfristige Vermögenswerte | 2.961.262 |
| Vorräte | 714.926 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 682.460 |
| Ertragssteuerforderungen | 33.772 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 61.038 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 107.223 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 928.296 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 49.844 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.913.109 |
| Summe der Aktiva | 5.874.371 |
Tabelle 1 Hohe Vorratskosten am Beispiel der Bilanz der GEA Group AG aus dem Jahr 2021 (Quelle: Geschäftsbericht der GEA Group AG, 2021)
In der Bilanz der Henkel AG in Düsseldorf, eines Herstellers von Konsumgüterartikeln, betrug der Anteil der Bestände am 31.12.2021 (im Wert von 2.629 Mio. EUR) an den gesamten Aktiva nur 8,3 % (siehe Tabelle 2).
| AKTIVA (31.12.2021) | in Mio. EUR |
|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 16.643 |
| Sachanlagen | 3.909 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 161 |
| Andere langfristige Vermögenswerte | 352 |
| Latente Steuern | 1.194 |
| Langfristiges Vermögen | 22.259 |
| Vorräte | 2.629 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ... |




