Ireland | Star Wars: Der Funke des Widerstands | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 368 Seiten

Reihe: Star Wars

Ireland Star Wars: Der Funke des Widerstands

Journey to Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers
Neuauflage 2019
ISBN: 978-3-7367-9913-4
Verlag: Panini
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Journey to Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

E-Book, Deutsch, 368 Seiten

Reihe: Star Wars

ISBN: 978-3-7367-9913-4
Verlag: Panini
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dieser Jugendroman ist zwischen 'Star Wars: Die letzten Jedi' und Episode IX angesiedelt, führt uns also direkt hin zum nächsten Kinoblockbuster. Rey, Finn, Poe, Rose und die restlichen Helden des Widerstands haben es nach den Ereignissen aus Episode VIII nicht einfach, denn eine riesige Schlacht zwischen ihnen und der Ersten Ordnung steht bevor. Perfekt für alle, die es nicht mehr erwarten können und wohl präpariert das Kinohighlight des Jahres erleben wollen.

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1. KAPITEL

„Hey, wie viele von den Dingern kommen da noch?“, rief Rey aus dem Innern des Millennium Falken.

Im Laderaum des Falken waren dicht an dicht etliche große Frachtkisten gestapelt. Während die Arbeitsdroiden die Container verluden, rollte der orange-weiße Astromech BB-8 zwischen ihnen herum, um Ermutigungen und hilfreiche Anweisungen zu piepsen.

Nachdem die Droiden die Kisten abgestellt hatten, schnallte Rey sie fest – eine Sicherheitsmaßnahme, um zu verhindern, dass die Ladung verrutschte, falls sie auf dem Flug in Turbulenzen geraten sollten. Schließlich wusste man nie, wann sie gezwungen sein würden, um ihr Leben zu kämpfen. Es war besser, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Die vergangenen paar Tage hatten Rey, Rose Tico und Poe Dameron damit verbracht, Vorräte für den Widerstand zu organisieren. Sie waren durch den gesamten Äußeren Rand gereist, sorgsam darauf bedacht, der Ersten Ordnung aus dem Weg zu gehen, und obwohl sie das eine oder andere Mal fast erwischt worden wären, hatten sie es sicher nach Fermic geschafft, einem Fabrikplaneten, auf dem die Luft nach den Treibstoffraffinerien in der Nähe stank. Glücklicherweise war dies ihr letzter Stopp. Chewie und Finn waren mit demselben Auftrag andernorts unterwegs, und Rey freute sich darauf, die Vorräte zum Widerstand zu bringen und ihre Freunde wiederzusehen. Es gab so viel Arbeit zu tun, besonders wenn sie die Erste Ordnung wirklich aufhalten wollten. Und Rey war entschlossen, alles zu tun, was dafür nötig war.

„Das ist die letzte“, rief Rose vom unteren Ende der Laderampe. BB-8 rollte erst auf sie zu und dann vor ihr her die Rampe hoch, dabei piepte er fröhlich, um die Mechanikerin des Widerstands an Bord willkommen zu heißen.

Erleichterung drohte Rey zu überwältigen, doch sie verdrängte das Gefühl. Ihr Versorgungstrip war ohne Zwischenfälle verlaufen, und darüber konnte man stets froh sein. Doch sie hatten noch einen weiten Weg vor sich. Rey kam es vor, als wäre jede Sekunde, die verstrich, eine weitere Chance für Kylo Ren und die Erste Ordnung, um ihren Einflussbereich noch weiter auszudehnen, sodass schon bald nur noch wenig von der Galaxis übrig sein würde, was diese unbarmherzigen Verbrecher noch nicht erobert hatten. Sie konnte sich jetzt nicht ausruhen. Noch nicht. Es gab noch so viel zu tun.

„Also, soll ich fliegen?“, fragte Poe, der gerade aus dem Cockpit kam.

Der Pilot schenkte Rey ein gewinnendes Lächeln, was sie mit einem Grinsen quittierte. Sie konnte nicht umhin, ihn für seine Beharrlichkeit zu bewundern. Seit sie aufgebrochen waren, versuchte er, sie dazu zu bringen, ihm den Pilotensessel zu überlassen. Doch der Millennium Falke gehörte ihr – jedenfalls fürs Erste –, und sie würde ihn fliegen, ganz gleich, wie erpicht Poe darauf war, die Steuerung des legendären Schiffs auszuprobieren.

Vielleicht würde sie ihm die Steuerkontrollen überlassen, wenn sie am Treffpunkt waren.

Vielleicht.

„Nein, aber du kannst auf dem Kopilotensitz Platz nehmen, wenn du willst“, entgegnete Rey zuckersüß. „Ich freue mich immer, wenn jemand dabei ist, der navigieren kann.“ Poe schmollte geradezu, was ihr ein Lächeln entlockte. „Ich fliege gern selbst, aber wenn ich Hilfe brauchen sollte, bist du mit Sicherheit der Erste, an den ich mich wende.“ Sie hatte nicht die Absicht, Poes Gefühle zu verletzen. Sie wollte einfach nur selbst fliegen.

„Ich fliege auch gern“, murmelte Poe, unterließ ansonsten aber alle Widerworte.

BB-8 gab eine Reihe von Piepsern von sich und Poe sah ihn mit grimmiger Miene an. „Was denn? Es ist ja wohl nicht meine Schuld, dass die Erste Ordnung mein Schiff in die Luft gejagt hat!“, rief Poe. „Das kann jedem passieren. Ganz im Ernst, ich war nicht mal an Bord meines letzten Schiffs, um etwas dagegen zu tun, als es hochgejagt wurde. Das war einfach bloß Pech.“

Das war ein altbekanntes Argument. Rey vermutete, dass BB-8 Poes zerstörte Schiffe ständig wieder zur Sprache brachte, um sich ein bisschen auf Kosten des Piloten zu amüsieren. Sie selbst jedenfalls fand das Ganze ziemlich lustig. Poe hingegen offensichtlich nicht.

BB-8 piepste eine Erwiderung und rollte an Poe vorbei an Bord des Falken.

„Ich habe überhaupt nicht gesagt, dass sie keine gute Pilotin ist, Beebee. Ich habe nur angeboten, die Steuerkontrollen zu übernehmen, für den Fall, dass sie müde ist“, sagte Poe und ging dem Droiden nach.

Rose schloss die Einstiegsluke – jedoch erst, nachdem sie einige der Porgs hineingescheucht hatte, die den Falken zu ihrem neuen Zuhause ernannt hatten, damit sie nicht auf Fermic zurückblieben. Dann wandte sie sich an Rey. „Denkst du, auf dem Rückweg erwarten uns irgendwelche Schwierigkeiten?“, fragte Rose. Wie üblich schwankte die Miene der Mechanikerin irgendwo zwischen besorgt und nachdenklich.

Rey kannte Rose noch nicht sonderlich lange. Als sie ihr das erste Mal begegnet war, war Rose ohnmächtig gewesen, nachdem sie während der Schlacht auf Crait das Bewusstsein verloren hatte. Seitdem hatte Rey allerdings des Öfteren mit ihr zusammengearbeitet und festgestellt, dass sie ziemlich nett war. Rey wusste, dass Rose sich viele Gedanken um andere Leute machte. Sie bot immer an, ihre mageren Essensrationen zu teilen oder jemanden in ihrer Koje ein Nickerchen machen zu lassen. Sie war wirklich ein sehr rücksichtsvoller, fürsorglicher Mensch.

Rey schüttelte als Antwort auf Rose’ Frage den Kopf. „Es scheint, als wäre die Erste Ordnung bislang noch nicht in diesen Teil der Galaxis vorgedrungen. Wir werden so schnell wie möglich die Atmosphäre verlassen und in den Hyperraum springen. Das sollte uns dabei helfen, jedem Ärger aus dem Weg zu gehen.“

Rose nickte. „Gut. Ärger ist definitiv etwas, das wir nicht brauchen können. Ich wünschte, Finn und Chewie wären hier. Das wäre großartig. Nicht, dass es das mit dir nicht ist – großartig, meine ich. Aber mit Finn und Chewie wär’s auch toll, und … Na ja, du weißt schon, was ich meine, oder?“

Rey nickte grinsend. „Mir fehlen Finn und Chewie auch“, sagte sie, denn sie wusste wirklich ganz genau, was Rose meinte.

Rose errötete ein wenig. Einer der Porgs zwitscherte laut, ein Geräusch irgendwo zwischen einem Trillern und einem Kreischen, und landete geradewegs auf Rose’ Kopf. Sie fegte das Tier beiseite. „Nicht jetzt, Dita! Du kriegst später was zu knabbern.“

„Dita?“, wiederholte Rey und musterte den Porg, der an Rose’ Hosenbein nagte.

„Ja! Ich habe allen einen Namen gegeben. Dita, Tessalie, Jord…“ Als sie Reys ungläubigen Blick bemerkte, brach Rose ab und lief vor Verlegenheit noch röter an. „Also, was Finn und Chewie betrifft … Denkst du, dass sie dieses Bacta, das Poe und Finn auf Tevel beschafft haben, bereits ausgeliefert haben und schon wieder zurück sind?“

Rey zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Ich hoffe es. Wenn wir die Erste Ordnung stoppen wollen, haben wir einiges zu erledigen, und je eher alle wieder da sind, desto eher können wir die Sache in Angriff nehmen. Vorräte sind zwar wichtig – aber genauso wichtig ist es, die Erste Ordnung daran zu hindern, allen anderen Schaden zuzufügen.“

Rose nickte. „Ganz deiner Meinung. Aber es ist schwer zu kämpfen, wenn man hungrig ist und bloß einen alten corellianischen Raumfrachter zur Verfügung hat.“

„Hey, das ist mein Schiff, von dem du da redest!“

Rose lachte und tätschelte die Wand des Falken. Das Geräusch brachte einige weitere Porgs dazu, erschrocken davonzuhuschen, tiefer in die Frachträume. „Das ist ein gutes Schiff, aber um es mit der Ersten Ordnung aufzunehmen, brauchen wir eine ganze Flotte. Ich bin mir allerdings sicher, dass General Organa alles unter Kontrolle hat. Wenn du ins Cockpit willst, schnalle ich die übrigen Kisten fest – ich meine nur, bevor Poe deinen Platz übernimmt.“ Rose grinste.

„Das würde er nicht wagen“, meinte Rey lachend, überließ es Rose aber dennoch, die Arbeit allein zu Ende zu bringen. Die Wahrheit war, dass Rey es kaum erwarten konnte, wieder mit ihren Freunden vereint zu sein. Jeder Augenblick, den sie damit verbrachten, sich auf den Kampf vorzubereiten, war ein Augenblick mehr, in dem die Erste Ordnung noch weiter wachsen und ihre Macht festigen konnte. Wenn der Widerstand zu lange damit wartete zurückzuschlagen, würde es dafür zu spät sein. Bereits jetzt waren ihre Chancen nicht die besten, und auch wenn Rey hoffte, dass am Ende alles gut ausgehen würde, machte sie sich Sorgen – Sorgen um ihre Freunde und um alle, die die Schlacht auf Crait überlebt hatten.

Man konnte unmöglich sagen, was für grässliche Dinge sich Kylo Ren und die Erste Ordnung als Nächstes einfallen lassen würden.

Als Rey das Cockpit betrat, saß Poe mit gerunzelter Stirn auf dem Kopilotensitz. Er legte Schalter um und murmelte vor sich hin. Er schaute so vollkommen verdutzt drein, dass Rey sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. „Hast du vielleicht Probleme damit rauszufinden, welcher Schalter die Triebwerke startet?“, neckte sie ihn, während sie einen flüggen Porg von ihrem Sitz aufhob und auf den Boden setzte.

Poe zuckte leicht zusammen und die Falten auf seiner Stirn wurden noch tiefer. „Was? Nein, natürlich nicht.“ Er sah Reys Grinsen und lächelte zurück. „O ja, klar, sehr komisch. Du und Beebee, ihr solltet zusammen mit einem Comedyprogramm auftreten.“

BB-8 verkündete mit einem Piepsen seine...



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