Ittel / Merkens / Stecher | Jahrbuch Jugendforschung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 246 Seiten, Web PDF

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

Ittel / Merkens / Stecher Jahrbuch Jugendforschung

8. Ausgabe 2008/2009
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-531-92320-8
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

8. Ausgabe 2008/2009

E-Book, Deutsch, 246 Seiten, Web PDF

Reihe: Humanities, Social Science (German Language)

ISBN: 978-3-531-92320-8
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Angesichts der fortgesetzten Prominenz und Aktualität der öffentlichen Debatte um die Politikverdrossenheit von Jugendlichen kommt den Fragen nach der politischen Sozialisation Heranwachsender, den konzeptionellen Ansätzen und empirischen Befunden in der Jugendforschung eine besondere Bedeutung zu. Dies ist der Hintergrund, im Jahrbuch Jugendforschung 2008/09 dieses Themas erneut aufzugreifen. Als Fortsetzung und Erweiterung der verschiedenen Beiträge zur politischen Sozialisation, die im Jahrbuch Jugendforschung seit der ersten Ausgabe immer wieder ihren Platz fanden, stehen diesmal zwei neue Perspektiven im Mittelpunkt: Genderspezifika und die internationale Perspektive. So setzen sich die Beiträge in diesem Schwerpunkt u.a. mit den Unterschieden in der politischen Sozialisation von jungen Frauen und Männern in Israel, Chile oder den USA auseinander. Weitere Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe liegen auf der Schule (Schule als Entwicklungsaufgabe) sowie auf der Werteentwicklung in der Jugendphase. Dabei werden theoretische Entwürfe und empirische Forschungsergebnisse in den Beiträgen miteinander verknüpft.
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Weitere Infos & Material


Genderspecific Political Socialization in an International Perspective.- International Perspectives on Political Socialization and Gender: An Introduction.- Gender, Youth and Contemporary Political Engagements.- Gender Differences in Civic Involvement and Political Attitudes in Chilean Adolescents.- The Young Women’s Leadership Alliance: Political Sozialization in Three U.S. High Schools.- Gender Differences in the Political Interests of U.S. High School Students.- Gender Differences in the Socialization of Israeli Adolescents to Political Activism.- Schule als Entwicklungsaufgabe.- Schulkarriere – erfolgreich oder schwierig? / School Carriers – Successful or Difficult?.- Soziale Beziehungen in der Schule – Luxus oder Notwendigkeit? / Social Relationships in School – A Luxury or Necessity?.- Trends.- Das Problem der Wertbildung in der Jugendphase – eine philosophische Perspektive / The Problem of the Development of Values in the Youth – a Philosophical Perspective.- Jugend und Werte – ein scheinbar vertrautes Verhältnis / Adolescence and Values – A Familiar Relationship?.


Das Problem der Wertbildung in der Jugendphase – eine philosophische Perspektive (S. 207-208)

The Problem of the Development of Values in the Youth – a Philosophical Perspective

Richard Breun

Zusammenfassung: Werte werden in realen Austauschbeziehungen erfahren. Die Werteordnung eines Individuums resultiert aus seinen Akten des Vorziehens und Nachsetzens. Der Tauschwert wird am Maß des Individualwerts gemessen, daran, was das Tauschobjekt jemandem wert ist, um etwas dafür zu geben. Als Wert, der nicht getauscht werden kann und so als unverrechenbare Einheit allen Wertsetzungen und Wertbindungen zugrunde liegt, stellt sich der Selbstwert heraus.

An ihm richtet sich der Identitätsprozess phylogenetisch und ontogenetisch aus. Es lassen sich mindestens zehn Erfahrungsweisen von Werten nennen, die für die Identitätssuche im Jugendalter relevant sein können. Darin manifestieren sich in jeweils unterschiedlicher Ausprägung die Funktion des Selbstwerts und die im Medienzeitalter wachsende Bedeutung der Selbstdarstellung des Individuums oder der Gruppe. Diese neuere Entwicklung verweist einerseits auf die Tendenz, in der eigenen Biographie den universalen Begriff des Menschen von partikularen Rollen kritisch abzugrenzen, andererseits auf die Risiken, die in der Verwandlung der Darstellungsmittel zum Zweck liegen.

Schlüsselwörter: Werterfahrung, Selbstwert, Identitätsprozess

Abstract: An individual’s values develop from acts of preference and refusal. Most things have an exchange value. Self-esteem is a value that cannot be exchanged, it is incommensurable. It determines the process of identity formation. At least ten experiences of values can be described which are relevant for the search for identity in youth. They show that for different reasons selfpresentation of the individual or the group becomes more important in the medial age.

Keywords: Experience of values, self-esteem, process of identity formation

1. Einleitung: Tauschwert und Individualwert, Austauschbarkeit und Inkommensurabilität

Etwas hat einen Wert im Vergleich mit etwas anderem. Aufgrund der Vergleichbarkeit kann es getauscht werden, entweder im Austausch der Dinge selbst oder vermittelt über ein symbolisches Tauschmedium, etwa Geld. Dieser Tauschwert einer Sache bemisst sich an dem Interesse, das jemand für einen Tausch aufbringt.


Prof. Dr. Angela Ittel lehrt Pädagogische Psychologie an der Technischen Universität Berlin.
Prof. Dr. Hans Merkens lehrt im Arbeitsbereich Empirische Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin.
Prof. Dr. Ludwig Stecher lehrt am Institut für Erziehungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Prof. Dr. Jürgen Zinnecker lehrt Erziehungswissenschaft an der Universität Siegen.



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