E-Book, Deutsch, 246 Seiten, Web PDF
Ittel / Merkens / Stecher Jahrbuch Jugendforschung
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-531-92320-8
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
8. Ausgabe 2008/2009
E-Book, Deutsch, 246 Seiten, Web PDF
Reihe: Humanities, Social Science (German Language)
ISBN: 978-3-531-92320-8
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Zielgruppe
Professional/practitioner
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Genderspecific Political Socialization in an International Perspective.- International Perspectives on Political Socialization and Gender: An Introduction.- Gender, Youth and Contemporary Political Engagements.- Gender Differences in Civic Involvement and Political Attitudes in Chilean Adolescents.- The Young Women’s Leadership Alliance: Political Sozialization in Three U.S. High Schools.- Gender Differences in the Political Interests of U.S. High School Students.- Gender Differences in the Socialization of Israeli Adolescents to Political Activism.- Schule als Entwicklungsaufgabe.- Schulkarriere – erfolgreich oder schwierig? / School Carriers – Successful or Difficult?.- Soziale Beziehungen in der Schule – Luxus oder Notwendigkeit? / Social Relationships in School – A Luxury or Necessity?.- Trends.- Das Problem der Wertbildung in der Jugendphase – eine philosophische Perspektive / The Problem of the Development of Values in the Youth – a Philosophical Perspective.- Jugend und Werte – ein scheinbar vertrautes Verhältnis / Adolescence and Values – A Familiar Relationship?.
Das Problem der Wertbildung in der Jugendphase – eine philosophische Perspektive (S. 207-208)
The Problem of the Development of Values in the Youth – a Philosophical Perspective
Richard Breun
Zusammenfassung: Werte werden in realen Austauschbeziehungen erfahren. Die Werteordnung eines Individuums resultiert aus seinen Akten des Vorziehens und Nachsetzens. Der Tauschwert wird am Maß des Individualwerts gemessen, daran, was das Tauschobjekt jemandem wert ist, um etwas dafür zu geben. Als Wert, der nicht getauscht werden kann und so als unverrechenbare Einheit allen Wertsetzungen und Wertbindungen zugrunde liegt, stellt sich der Selbstwert heraus.
An ihm richtet sich der Identitätsprozess phylogenetisch und ontogenetisch aus. Es lassen sich mindestens zehn Erfahrungsweisen von Werten nennen, die für die Identitätssuche im Jugendalter relevant sein können. Darin manifestieren sich in jeweils unterschiedlicher Ausprägung die Funktion des Selbstwerts und die im Medienzeitalter wachsende Bedeutung der Selbstdarstellung des Individuums oder der Gruppe. Diese neuere Entwicklung verweist einerseits auf die Tendenz, in der eigenen Biographie den universalen Begriff des Menschen von partikularen Rollen kritisch abzugrenzen, andererseits auf die Risiken, die in der Verwandlung der Darstellungsmittel zum Zweck liegen.
Schlüsselwörter: Werterfahrung, Selbstwert, Identitätsprozess
Abstract: An individual’s values develop from acts of preference and refusal. Most things have an exchange value. Self-esteem is a value that cannot be exchanged, it is incommensurable. It determines the process of identity formation. At least ten experiences of values can be described which are relevant for the search for identity in youth. They show that for different reasons selfpresentation of the individual or the group becomes more important in the medial age.
Keywords: Experience of values, self-esteem, process of identity formation
1. Einleitung: Tauschwert und Individualwert, Austauschbarkeit und Inkommensurabilität
Etwas hat einen Wert im Vergleich mit etwas anderem. Aufgrund der Vergleichbarkeit kann es getauscht werden, entweder im Austausch der Dinge selbst oder vermittelt über ein symbolisches Tauschmedium, etwa Geld. Dieser Tauschwert einer Sache bemisst sich an dem Interesse, das jemand für einen Tausch aufbringt.




