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J. | Dobro | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 370 Seiten

Reihe: Legends

J. Dobro

Eine dystopische Liebesgeschichte voller Hoffnung und Gefahr
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6957-7647-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Eine dystopische Liebesgeschichte voller Hoffnung und Gefahr

E-Book, Deutsch, Band 1, 370 Seiten

Reihe: Legends

ISBN: 978-3-6957-7647-4
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sci-Fi Romance über Vertrauen, Verrat und Überleben! Der Sturm bestimmt alles. Er zerstört, treibt Menschen in die Flucht - und macht Dobro zur letzten Bastion des Überlebens. Hoch oben in einem gewaltigen Baum leben jene, die dem Tod entkommen sind. Unsterblich. Sicher. Unantastbar. Ben "Fusha" Wei kennt kein anderes Leben. Doch der Sturm wird stärker, die Zweifel wachsen, und mit den Neuankömmlingen erreicht etwas Fremdes seine Welt. Doch mit den Neuankömmlingen kommt auch Livara in Ben Weis Leben. Geheimnisvoll. Anders. Und unwiderstehlich. Zwischen ihnen entsteht eine Liebe, die alles infrage stellt. Denn Livara verbirgt mehr, als sie preisgibt - und ihre Wahrheit könnte Dobro ins Verderben stürzen. Während Misstrauen und Gefühle kollidieren, steht Ben vor einer Entscheidung, die über Leben, Tod und die Zukunft aller bestimmt. Wie viel Wahrheit kann eine Welt ertragen, bevor sie zerbricht?

Rolandius J. lebt als Single in Graz, Österreich. Der zertifizierte Kinder- und Jugendbuchautor wird von seinem Umfeld als Naturtalent beschrieben. Noch bevor er schreiben konnte, hat er schon eigene Geschichten erzählt und seit er schreiben kann, ist es seine Leidenschaft, Geschichten zu Papier zu bringen. Er ist aber auch Filmliebhaber und bloggt als freier Journalist und zertifizierter Drehbuchautor unter dem Pseudonym Chevy McShane im Chevys Film Cafe (CFC) auf Facebook, Instagram, X und Blogger, Neuigkeiten aus Film und Fernsehen, beliebt sind auch seine Filmkritiken. Außerdem hat er bei Creative Austria (BSX) für Dokumentarfilmer und Produzent Hansjürgen Schmölzer gearbeitet. Sein Repertoire umfasst Science-Fiction, Science-Fiction-Fantasy und Fantasy.
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Ben, genannt Fusha Wei, schreckte auf. Hatte der Älteste gerufen? Sie wollten doch beide ein Mittagsschläfchen halten. Aber als er angestrengt mit angehaltenem Atem lauschte, konnte er nichts weiter hören als die Vögel, die ununterbrochen von den frühesten Morgenstunden bis spät in die Nacht ihre Lieder trällerten. Er legte sich noch einmal auf sein Schlaflager, doch dann stand er auf. Das Bett mit dem starren Holzrahmen und Lattenrost, mit der dünnen Matratze, war nichts für Langschläfer. Er gähnte lange und ausgiebig und streckte dabei seine muskelbepackten Arme von sich. Das Tattoo mit dem Säbel an seinem linken Oberarm wies ihn als aus. Nicht nur das, der Kranz, der jüngst rundherum dazu gestochen worden war, sogar als Hauptmann der . Er zog sich seine kurze Hose an. Ein , das war eine ehrenvolle Aufgabe, sie beschützten ihr Volk, zumindest war es früher so gewesen, hatten sein Großvater und sein Vater ihm erzählt. Heute taten sie das auch noch, jedoch gab es niemanden, vor dem sie behütet hätten werden müssen. So war seine Rolle mehr oder weniger, das Kindermädchen des Ältesten zu spielen. Der Älteste, Ken genannt » Shin, war es auch, dem er diesen Posten verdankte. Als dessen Vorgänger beschlossen hatte, auf die zu gehen, hatte er den bis dahin Hauptmann der mitgenommen. Nicht zuletzt, weil es ihm empfohlen hatte. Er hatte sofort gesehen, dass die beiden zu lange miteinander gelebt hatten, sodass sie ohneeinander nicht mehr konnten. Dem entgeht nichts, so sagten die Leute. Es war eine Tatsache, dass in der Vergangenheit Herr Shin schon der wichtigste Berater des damaligen Ältesten gewesen war. Nun war es also seine Aufgabe, sich um ihr Volk zu kümmern und es bestmöglich zu leiten. Fusha räusperte sich und nahm einen Schluck Wasser aus der Glasflasche, die neben dem Bett auf dem Nachttisch stand. Dann richtete er sich wieder zu seiner vollen Größe von fast einem Meter neunzig auf und ging nach unten in den Flur. Was hatte er noch gleich geträumt? Ach ja, von diesem großen roten Vogel, was das wohl zu bedeuten hatte? Der Vogel war gekommen und hatte sich still auf das Fensterbrett seines offenen Fensters gesetzt und ihn beim Schlafen beobachtet.

»Verrückt«, sagte er zu sich selbst. Als er in den Spiegel blickte, der über der Kommode neben der Haustür hing. Er strich sich seine lockige dunkelblonde Kurzhaarfrisur zurecht und sah sich gelangweilt in die braunen Augen. Dann schnürte er seine Sandalen und ging. Schnell schritt er durch die Tür und schloss sein Heim gewissenhaft ab. Sein einstöckiges Haus stand am Rand der Hauptstadt Dobras. Deren Fundamentplatte auf drei der fünf größten Äste ihres Baumes mit dem Namen Dobrechatosk, aber alle nannten ihn ehrfurchtsvoll Dobro, lag. Dobras befand sich in etwas weniger als drei Kilometern Höhe. Die Vorfahren hatten in der Baumkrone von Dobro auch noch höher gebaut. Jedoch wurden bis zu seiner Spitze in sieben Kilometern Höhe die Äste immer dünner. Deshalb hatten die nächsten Etagen Dobre und Dobris wesentlich mehr Äste zum Fundament. Jede Wohnebene trug, auf ausreichend Platz, über hundert Häuser. Dobras, Dobre und Dobris waren in Viertelkreisen gegen den Uhrzeigersinn angeordnet. Dadurch war nie eine Plattform direkt über der anderen und alle hatten beinahe gleich viel Sonnenlicht. Dobrechatosk hatte außen großflächige schützende grünblaue Blätter und an der Innenseite leuchteten kleine Lichter in Kristallen, wenn die Sonne untergegangen war. Die einzelnen Etagen waren aus großen gräulichen Monolithen lückenlos zusammengesetzt, ähnlich wie ihre Gebäude. Alles war sehr funktionell, Unterschiede gab es nur wenige. So hatte zum Beispiel Fushas Haus nicht nur graue, sondern auch fast schwarze Steine in einem schachbrettartigen Muster verbaut. Der Hauptmann der überquerte die Gasse vor seinem Heim und lehnte sich an einen der dicken Äste, die vor Haus aus der Plattform ragten und nach oben gewachsen waren. Seine steinerne weißgraue Rinde war angenehm kühl an seiner Schulter. Er liebte Dobro so wie alle aus seinem Volk. Neben ihm war in einem Bottich von ungefähr einem Meter Länge und einem halben Meter Breite ein Blumenbeet angelegt. Von weißen über rosa und gelben bis hin zu roten Blumen war jede Gattung vertreten. Da öffnete sich die Haustür und kam heraus. Der alte Mann mit seinem krummen Rücken und dem hohen Gehstock trug eine dunkelblaue Jacke und die für sein Volk so charakteristische kurze schwarze Hose. Er hatte über den Ohren keine Haare mehr, aber von den Seiten wuchs eine lange weiße Mähne. Er erblickte ihn.

»Ah, Ben. Bereit?«, lachte er.

»Immer«, nickte dieser und fragte: »Wozu denn?« Der Alte hatte die Haustür versperrt und begab sich auf den Weg zu ihrem Fahrzeug mit den beiden Sitzbänken. Natürlich würde er sich ans Steuer setzen. Nie hatte er ihn auch nur einmal fahren lassen und weil er im Großen und Ganzen ununterbrochen mit ihm Zeit verbrachte, konnte der Hauptmann der kaum alleine eine Runde drehen. Ab und an besah er sich die Rückbank, deren braunes Leder praktisch ungenutzt wie neu glänzte. Doch an diesem Tag blieb vor der abgerundeten Bordwand stehen und drehte sich um.

»Was hältst du davon, wenn du uns heute fährst?«, fragte er.

»Ja«, sagte Fusha überschwänglich: »Ja, kann ich machen!« Der Alte lachte und setzte sich breitbeinig auf die Rücksitzbank: »Sieht auch gleich viel erhabener aus, findest du nicht?« Ben Wei wog den Kopf hin und her, schwieg aber mit einem zarten Lächeln und stieg ein. Als er seine Hände auf den Lenker legte, erglühte ein Kristall, etwas mehr als faustgroß, im Heck des Fahrzeugs. Es hob von seinem Parkplatz ab und glitt durch die Lüfte in sanftem Sinkflug Richtung Erdboden. Fusha Wei sah im Rückspiegel, wie seine Arme hochstreckte und den Fahrtwind genoss. Sie mussten beide lachen. Das genannte Fortbewegungsmittel war fünf Meter lang und zwei Meter breit. Seine zylindrische Form wurde gebrochen durch die geschwungene Front. Es hatte im vorderen Drittel eine Windschutzscheibe, dann kam der Innenraum mit den beiden Sitzbänken, knapp dahinter saß der Kristall, zuletzt kam das Heck. Dieses war ungefähr so lang wie die Frontpartie vor der Scheibe und endete ebenso abgerundet. Der Boden des war flach und glatt. Lichter oder Öffnungen wie einen Kofferraum beziehungsweise eine Motorhaube gab es genauso wenig wie Reifen. Mit fünfzehn Jahren hatte Fusha es zu fahren gelernt, aber wie die Technologie dahinter funktionierte, wusste er nicht. Auch sein Fahrlehrer hatte es ihm nicht erklären können.

»Es hat etwas mit Dobro zu tun, glaube ich. Wenn du nachts fährst, ist das Licht des Kristalls genau wie das der Kristalle an Dobros Ästen«, hatte seine spärliche Ausführung gelautet.

Ben Fusha hatte damals viele Fragen gehabt: Wer hat es gebaut? Woher kommt es? Wie arbeitet es? Aber niemand kannte die Antworten darauf. hatte ihm erzählt, dass diese Technik von einem Volk entwickelt worden war, das ihrem ganz ähnlich jedoch weiter weg gelebt hatte und aus unbekanntem Grund verschwunden sei. Eines Tages war der große Sturm aufgezogen und seitdem hatten sie ohnehin nichts mehr von anderen Baumvölkern gehört. Sie durchbrachen in ihrem Sinkflug langsam das Blätterdach und beide richteten kurz ihren Blick auf das Meer im Süden. Die Sonne spiegelte sich darin und glitzerte wie unzählige Diamanten. Seit dem Sturm waren mehr Fische als jemals zuvor in den Netzen der Fischer, offenbar war der Sturm auch unter Wasser unangenehm. Die Fischer achteten sehr darauf, nicht zu viel Fisch aus dem Meer zu holen, dort blieb er schließlich frisch. Obwohl sie beinahe zwei Kilometer hinausfahren konnten, ehe sie an der Grenze zum Sturm ankamen, reichten nun meist schon wenige hundert Meter. Auch das zweite Schiff hatten sie nicht mehr nötig. Eines war ausreichend, so voll wurden jedes Mal ihre Fischernetze. Direkt unter ihnen befand sich die Burg, die sie um den dreihundertfünfzig Meter dicken Stamm Dobros gebaut hatten und die diesen nun mit einem Durchmesser von einem Kilometer umschloss. Sie blickten sich um und ihre Gesichter verfinsterten sich. Ringsum waren sie vom Sturm umgeben, und nur Dobro schien ihm Widerstand zu leisten. Wie ein gigantischer Regenschirm schützte sie der Baum und bereitete ihnen eine Lebenszone von knapp achttausend Quadratkilometern. In dieser Zone konnten sie leben, wie ihre Ahnen es getan hatten. Die ehrenwerten Vorfahren, die vor Ewigkeiten auf die gegangen waren. Hier im Zentrum konnte man sich fast darüber hinwegtäuschen und behaupten, es gäbe gar keinen Sturm. In diesem Glauben waren sie aufgewachsen, Fusha und die anderen Kinder hatten erst mit siebzehn Jahren von dem Sturm erfahren, davor dachten sie, da draußen wäre eine ganze Welt, die nur auf sie warten würde. Eine schöne Illusion. Doch jetzt, wenn...



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