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E-Book, Deutsch, Band 20, 160 Seiten
Reihe: Die Westmorelands
Jackson Auf meinen Lippen brennt noch dein Kuss
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-4321-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Digital Edition
E-Book, Deutsch, Band 20, 160 Seiten
Reihe: Die Westmorelands
ISBN: 978-3-7337-4321-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Jason Westmorelands Stimme jagt Bella wohlige Schauer über die Haut. Seit dem heißen Kuss kann Bella nur noch daran denken, wie sie sämtliche Spielarten der Lust mit ihm entdeckt. Da macht er ihr einen Antrag! Doch Jason will eine Vernunftehe ...
Brenda ist eine eingefleischte Romantikerin, die vor 30 Jahren ihre Sandkastenliebe geheiratet hat und immer noch stolz den Ring trägt, den ihr Freund ihr ansteckte, als sie 15 Jahre alt war. Weil sie sehr früh begann, an die Kraft von Liebe und Romantik zu glauben, verwendet sie ihre ganze Energie darauf, Geschichten mit Happy End zu schreiben. Als Bestsellerautorin von mehr als 10 Liebesromanen wurde sie mit Preisen nur so überschüttet. Zusammen mit ihrem Ehemann lebt sie in Jacksonville, Florida, wo sie auch geboren wurden. Ihre beiden Söhne besuchen bereits das College. Sie hat einen Universitätsabschluss in Betriebswirtschaft und arbeitet derzeit im Management für ein bedeutendes Versicherungsunternehmen. Von der Arbeit nach Hause zu kommen und sich an den Computer zu setzen, um sich Liebesgeschichten auszudenken, ist ihr persönlicher Höhepunkt des Tages. Gemeinsam mit ihrem Ehemann geht sie gern auf Reisen, immer auf der Suche nach romantischen Orten, die sie als Schauplätze in ihren Büchern verwenden kann.
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1. KAPITEL
Einen Monat später
„Hast du gehört, dass Herman Bostwicks Enkelin zurück in Denver ist, und es heißt, dass sie hierbleiben will?“
Jason Westmoreland wurde auf die Unterhaltung seiner Schwägerin Pam mit seinen beiden angeheirateten Cousinen Chloe und Lucia aufmerksam. Er lag im Haus seines Bruders Dillon ausgestreckt auf dem Fußboden im Wohnzimmer, um mit seinem sechs Monate alten Neffen Denver zu spielen.
Obwohl die Frauen am Tisch im Esszimmer saßen, war es leicht, ihr Gespräch mit anzuhören, und er fand nichts dabei. Besonders, weil sie über die Frau sprachen, die ihn sofort in ihren Bann gezogen hatte, als er ihr vor einem Monat auf dem Wohltätigkeitsball begegnet war. Seitdem konnte er nicht aufhören, an sie zu denken.
„Sie heißt Elizabeth, nennt sich aber Bella“, erklärte Lucia, die kürzlich Jasons Cousin Derringer geheiratet hatte. „Sie war neulich in Dads Farbenladen, und ihr glaubt nicht, wie bildschön sie ist. Sie wirkt hier in Denver richtig deplatziert, eine echte Südstaatenschönheit inmitten einem Haufen von ungehobelten Kerlen.“
„Und wie ich höre, will sie die Ranch allein betreiben. Ihr Onkel Kenneth hat verlauten lassen, dass er keinen Finger rühren wird, um ihr zu helfen“, sagte Pam empört. „Wie kann man nur so verdammt eigennützig sein. Er hat damit gerechnet, dass sie an Myers Smith verkauft, der ihm eine Menge Geld versprochen hat, falls der Deal zustande kommt. Wie es scheint, ist jeder auf dieses Land aus und besonders auf den Zuchthengst Hercules.“
Einschließlich mir, dachte Jason, während er den Ball zu seinem Neffen hinüberrollte. Er hatte nicht gewusst, dass Bella Bostwick wieder in Denver war, und er fragte sich, ob sie sich überhaupt an sein Kaufinteresse erinnerte. Er hoffte es sehr.
Dann wanderten seine Gedanken zu Kenneth Bostwick. Dessen Haltung überraschte ihn nicht. Er verhielt sich von jeher so, als hätte er auf der Ranch das Sagen, was vermutlich auch der Grund war, warum er und Herman sich nie verstanden hatten.
Und seit Hermans Tod hatte Kenneth in der Stadt verbreitet, dass das Land, das Bella geerbt hatte, eigentlich ihm zustand. Offensichtlich hatte Herman das nicht so gesehen und alles seiner Enkelin hinterlassen, die er nie kennengelernt hatte.
„Na, ich hoffe, sie ist vorsichtig bei der Auswahl ihrer Rancharbeiter. Eine derart hübsche Frau zieht Männer sicher in Scharen an, und vor einigen sollte sie sich besser in Acht nehmen“, meinte Chloe.
Bei der Vorstellung, dass Männer von ihr angezogen wurden, runzelte Jason die Stirn und begriff nicht ganz, warum er so reagierte. Lucia hatte recht, Bella war bildschön. Er war völlig hingerissen gewesen, als er sie zum ersten Mal sah. Und Kenneth Bostwick hatte ihn eindeutig nicht in der Nähe seiner Nichte haben wollen.
Kenneth hatte ihn nie gemocht und ihm seine Beziehung zum alten Herman Bostwick geneidet. Die meisten Leute hier in der Gegend hielten Herman für boshaft, mürrisch und eigensinnig, aber Jason nicht. Er würde nie vergessen, wie er mit elf Jahren einmal von zu Hause weggelaufen war und sich in Bostwicks Scheune versteckt hatte.
Der Alte hatte ihn entdeckt und zu seinen Eltern zurückgebracht. Aber vorher machte er ihm ein leckeres Frühstück und ließ ihn helfen, die Eier einzusammeln und die Kühe zu melken. Damals merkte Jason, dass Herman Bostwick keineswegs boshaft war, sondern eher ein einsamer alter Mann.
Im Laufe der Jahre besuchte Jason Herman oft und war auch vor Ort, als Hercules auf die Welt kam. Er wusste sofort, dass das Fohlen etwas Besonderes war. Herman hatte ihm sogar versprochen, dass das Pferd eines Tages ihm gehören würde.
Vor ein paar Monaten war Herman im Schlaf gestorben, und nun gehörte seine Ranch mit allem Drum und Dran, einschließlich Hercules, seiner Enkelin. Alle gingen davon aus, dass sie die Ranch verkaufen würde, doch wie er hörte, war sie inzwischen von Savannah nach Denver gezogen.
Er hoffte sehr, dass sie sich das gut überlegt hatte. Die Winter in Colorado waren streng, besonders in der Gegend von Denver. Und eine Ranch in dieser Größe zu betreiben, war selbst für einen erfahrenen Rancher nicht leicht. Er mochte gar nicht daran denken, wie es für jemanden sein musste, der absolut nichts davon verstand.
Falls sie Marvin Allen als Vorarbeiter behielt, würde es vermutlich nicht ganz so schlimm werden, aber es waren noch andere Rancharbeiter da, und manche Männer waren nicht begeistert von einer unerfahrenen Frau als Boss.
„Ich finde, als ihre Nachbarn sollten wir ihr einen Besuch abstatten und sie hier willkommen heißen. Zudem sollten wir sie wissen lassen, dass sie auf uns zählen kann, falls sie irgendwie Hilfe braucht“, sagte Pam in Jasons Gedanken hinein.
Lucia und Chloe stimmten sofort zu.
Jason tat das insgeheim ebenfalls. Auch er würde seine neue Nachbarin besuchen. Er mochte keine Chance mehr haben, die Ranch zu bekommen, doch Hercules wollte er immer noch.
Aber vor allem wollte er Bella Bostwick näher kennenlernen.
Bella trat auf die Veranda hinaus und sah zu den Bergen hinüber. Der malerische Anblick raubte ihr den Atem und bestärkte sie einmal mehr in dem Entschluss, sich ihrer Familie zu widersetzen und von Savannah hierherzuziehen.
Ihre übertrieben besorgten Eltern hatten versucht, ihr diese große Dummheit, wie sie es nannten, auszureden. Aber der Hauptgrund war, dass sie ihre Tochter nicht aus den Augen lassen wollten.
Es war schlimm genug, dass sie als Teenager täglich von einem Chauffeur zu einer Privatschule gefahren und bis zu ihrem einundzwanzigsten Lebensjahr auf Schritt und Tritt von einem Bodyguard begleitet worden war. Damit musste ein- für allemal Schluss sein.
Besonders traurig fand sie, dass sie nichts von ihrem Großvater gewusst hatte, bis sie durch die Testamentseröffnung von ihm erfuhr. Sie war nicht einmal rechtzeitig informiert worden, um zu seiner Beerdigung zu kommen. Und so ganz konnte sie ihren Eltern immer noch nicht verzeihen, dass sie ihr den Großvater verschwiegen hatten.
Bella wusste nicht, was Vater und Sohn dauerhaft entzweit hatte. Aber was es auch war, der Zwist hätte nicht auf sie übertragen werden dürfen. Es wäre ihr gutes Recht gewesen, Herman Bostwick kennenzulernen.
Wenn sie an all die Sommerferien dachte, die sie hier mit ihm hätte verbringen können statt in irgendwelchen Feriencamps, dann wurde sie richtig wütend. Sie hatte diese Camps gehasst und erst recht die hochnäsigen Kinder, die dort waren.
Vor dem Wegzug aus Savannah hatte sie ihren Eltern gesagt, sie sei mit fünfundzwanzig alt genug, um selbst zu entscheiden, was sie mit ihrem Leben anfangen wolle. Der Treuhandfonds, den ihre Großeltern mütterlicherseits für sie eingerichtet hatten, und diese Ranch, die sie nun von ihrem Großvater väterlicherseits geerbt hatte, machten es sehr viel leichter, für sich selbst zu sorgen. Zum ersten Mal war sie wirklich ihr eigener Herr.
Es war zu viel verlangt zu erwarten, dass David und Melissa Bostwick das genauso sahen. Im Gegenteil, es würde Bella nicht überraschen, wenn sie in just diesem Moment bei ihrem Anwalt säßen, um eine Möglichkeit zu finden, sie auf juristischem Wege zurück nach Hause zu zwingen. Da würden sie allerdings auf Granit beißen. Die Ranch hier war jetzt Bellas Zuhause, und sie hatte fest vor zu bleiben.
Wenn es nach ihren Eltern ginge, würde sie sich in Savannah demnächst mit Hugh Pierce verloben. Zugegeben, für die meisten Frauen wäre der hochgewachsene und gut aussehende Hugh, der zudem aus vermögender Familie stammte, ein Hauptgewinn. Und wenn sie angestrengt darüber nachdachte, sah sie das genauso. Doch genau da lag das Problem. Sie musste angestrengt nachdenken.
Sie und Hugh hatten sich zwar ein paarmal verabredet, aber es war nie der entscheidende Funke übergesprungen. Sie versuchte, es ihren Eltern so schonend wie möglich beizubringen, doch das hielt die beiden nicht davon ab, Bella weiterhin mit Hugh verkuppeln zu wollen. Was nur einmal mehr bewies, wie herrschsüchtig sie sein konnten.
Apropos herrschsüchtig … Ihr Onkel Kenneth war ein weiteres Problem. Er war der fünfzig Jahre alte Halbbruder ihres Großvaters, den sie bei der Verlesung des Testaments zum ersten Mal gesehen hatte.
Er schien sicher zu sein, dass er die Ranch erben würde, und folglich war er umso enttäuschter, dass dem nicht so war. Als Bella aber nicht verkaufen, sondern die Ranch behalten wollte, war er wütend geworden. Er erklärte, dass er keinen Finger rühren würde, um ihr zu helfen. Sie solle auf die harte Tour herausfinden, welchen Fehler sie gemacht habe.
Bella sank auf den Schaukelstuhl auf der Veranda. Nein, es konnte unmöglich ein Fehler sein, sich für ein Leben hier zu entscheiden. Sie hatte sich sofort in die Ranch verliebt, als sie das Anwesen bei der Testamentseröffnung zum ersten Mal sah.
Und sie war schnell zu dem Entschluss gekommen, mit dem ihr unbekannten Großvater in Verbindung zu treten, indem sie sein Geschenk annahm. Irgendwie schien er gewusst zu haben, wie unglücklich ihre Kindheit war, und hatte ihr nun die Chance auf ein besseres Leben als Erwachsene gegeben.
Die Rancharbeiter, die sie zusätzlich eingestellt hatte, schienen bis jetzt gern hier zu arbeiten und mit dem Lohn, den sie ihnen zahlte, zufrieden zu sein.
Bella war gerade im Begriff, ins Haus zurückzukehren, als sie einen Reiter bemerkte. In der ländlichen Umgebung von Denver waren die Leute oft mit dem Pferd unterwegs, und Bella war froh, dass ihre Eltern stets auf Reitunterricht...




