Jackson | Dein Blick weckt mein Begehren | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Jackson Dein Blick weckt mein Begehren


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-3443-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-3443-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Hollywood-Playboy Ethan Chambers fühlt sich sofort zu Rachel hingezogen, als er der zierlichen Maskenbildnerin am Filmset begegnet. Doch um seine Karriere nicht zu riskieren, muss er sich jetzt ganz auf seine Rolle konzentrieren! Nur wie, bei Rachels Sex-Appeal?



Brenda ist eine eingefleischte Romantikerin, die vor 30 Jahren ihre Sandkastenliebe geheiratet hat und immer noch stolz den Ring trägt, den ihr Freund ihr ansteckte, als sie 15 Jahre alt war. Weil sie sehr früh begann, an die Kraft von Liebe und Romantik zu glauben, verwendet sie ihre ganze Energie darauf, Geschichten mit Happy End zu schreiben. Als Bestsellerautorin von mehr als 10 Liebesromanen wurde sie mit Preisen nur so überschüttet. Zusammen mit ihrem Ehemann lebt sie in Jacksonville, Florida, wo sie auch geboren wurden. Ihre beiden Söhne besuchen bereits das College. Sie hat einen Universitätsabschluss in Betriebswirtschaft und arbeitet derzeit im Management für ein bedeutendes Versicherungsunternehmen. Von der Arbeit nach Hause zu kommen und sich an den Computer zu setzen, um sich Liebesgeschichten auszudenken, ist ihr persönlicher Höhepunkt des Tages. Gemeinsam mit ihrem Ehemann geht sie gern auf Reisen, immer auf der Suche nach romantischen Orten, die sie als Schauplätze in ihren Büchern verwenden kann.

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1. KAPITEL

„Ruhe bitte!“

„Klappe eins, die Erste!“

„Action!“

Die Stimme des Regisseurs kam über das Megafon. Seine Worte lösten in Rachel Wellesley einen angenehmen Schauer aus. Dies war ihre Welt. Sie hatte schon als Kind gewusst, dass sie einen Hang zur Kunst hatte.

Das einzige Problem war die Vielfalt an Möglichkeiten gewesen. Zuerst hatte sie malen wollen. Dann schreiben. Später hatte sie erwogen, sich mit Mode zu befassen. Am College hatte sie schließlich ihre Berufung gefunden und sich für die Sparten Make-up-Artist und Costume Design entschieden, eine Fortentwicklung der Berufe der Masken- und Kostümbildner vom Theater. Dafür lebte sie, das machte ihr Spaß – sie liebte es, am Filmset zu sein. In diesem Fall war es das TV-Set, an dem die beliebte Arztserie Paging the Doctor entstand.

Es war der erste Drehtag für die zweite Staffel. Alle Schauspieler der vergangenen Saison waren zurückgekehrt. Alle außer Eric Woods, der Dr. Myles Bridgestone gespielt hatte. Es hatte niemanden überrascht, dass sein Vertrag nicht verlängert worden war, nach all den Problemen, die es mit ihm gegeben hatte. Der bekannte Hollywoodstar hatte es offensichtlich für unter seiner Würde gehalten, für das Fernsehen zu spielen. Alle hatten unter seinen ständigen Klagen gelitten. Eric war der größte Albtraum eines jeden Regisseurs.

Rachel war gut mit ihm ausgekommen, aber ihre ältere Schwester Sofia behauptete, der Mensch, mit dem sie nicht auskommen könne, sei noch nicht geboren. Rachel musste ihr Recht geben. Sie war von Natur aus umgänglich und fand, dass viele Dinge es einfach nicht wert waren, sich darüber aufzuregen.

Aus den Augenwinkeln registrierte sie eine Bewegung. Sie sah, dass der Schauspieler eingetroffen war, der die Rolle des Dr. Tyrell Perry spielen sollte. Ethan Chambers. Schon mit achtundzwanzig hatte er Hollywood im Sturm erobert. Während der vergangenen Monate waren er und seine zahlreichen Affären das Lieblingsthema der Regenbogenpresse gewesen.

Rachel musterte ihn. Sie fand sein Lächeln unglaublich charmant. Wahrscheinlich wäre er der ideale Kandidat für eine Zahnpasta-Werbung. Er war groß, sicher gut einen Meter achtzig, und kräftig gebaut mit breiten Schultern, starken Armen und einer muskulösen Brust. Und dann waren da noch die unglaublichen graublauen Augen und das sexy Grübchen in seinem Kinn. An ihm stimmte einfach alles. Er war der attraktivste Mann, den sie je gesehen hatte.

Falls John Gleason, der Produzent, Ethan ins Team geholt hatte, um die Quoten in die Höhe zu treiben, hatte er sicher die richtige Wahl getroffen. Rachel hatte keinerlei Zweifel, dass er vor allem bei den Zuschauerinnen gut ankommen würde, gleich ob jung oder alt, ledig oder liiert.

Ihr fiel auf, dass er auch am Set bereits das Interesse einiger Frauen geweckt hatte. Er schien die Blicke nicht zu bemerken, da er sich leise mit einem Mann unterhielt. Sie vermutete, dass es sein Agent war. Auch wenn sie Ethan extrem attraktiv fand, war sie zu sehr Profi, um Berufliches und Privates zu vermischen. Sie hasste es, im Scheinwerferlicht zu stehen – während er es offensichtlich genoss, wenn man von der vielen Publicity ausging, die er in der letzten Zeit bekommen hatte.

Das würde sicher eine interessante Drehzeit werden. Der Regisseur, Frasier Glenn, würde begeistert sein.

„Cut! Gut gemacht! Wir gehen weiter zur nächsten Szene.“

Rachel eilte zu Livia Blake. Das Model hatte eine Rolle als Stargast übernommen. Für einige Folgen spielte sie die Ärztin Dr. Sonja Duncan. Die Szene, die sie soeben abgedreht hatten, war sehr emotional gewesen. Dr. Duncan hatte einem liebenden Ehemann mitteilen müssen, dass seine Frau während der OP an Herzversagen gestorben war.

Livia war auch in der folgenden Sequenz dabei. Es war Rachels Job, ihr Haar und das Make-up aufzufrischen. Und da sie auch für die Kostüme zuständig war, musste sie sicherstellen, dass Livias Outfit den Anforderungen der nächsten Einstellung entsprach.

Unwillkürlich wanderte Rachels Blick noch einmal zu Ethan Chambers hinüber. Der Mann an seiner Seite redete unablässig auf ihn ein. Ethans Körperhaltung verriet Anspannung. Sie hatte schon genügend Schauspieler an ihrem ersten Tag am Set erlebt, um zu erkennen, dass er nervös war. Das überraschte sie. Bei einem Mann mit seinem Aussehen hätte sie sehr viel Selbstvertrauen, wenn nicht gar Arroganz erwartet. Er schien in mehr als einer Hinsicht ganz anders als Eric Woods.

Ethan Chambers konnte immer noch nicht glauben, dass er tatsächlich hier am Set von Paging the Doctor war. Er sollte die Rolle des Neurochirurgen spielen – eine der Hauptrollen in einer der momentan beliebtesten Arztserien!

Vor allem Curtis Fairgate, sein Agent, genoss die Situation sichtlich – und schrieb sich erkennbar den Erfolg auf seine Fahnen, als ob Ethan nicht hart daran gearbeitet hätte, endlich da zu sein, wo er jetzt war.

Er musste an die drei Jahre denken, die er im Ausland studiert hatte. Jetzt konnte er endlich sagen, dass er Karriere beim Film machte. Sogar die Zustimmung seines älteren Bruders hatte er inzwischen, was einiges bedeutete. Immerhin hatte Hunter lange versucht, ihn dazu zu bewegen, im Familienunternehmen zu bleiben.

„Du hast doch deinen Text gelernt, oder?“

Ethan hob eine Braue. Er konnte nicht glauben, dass Curtis das wirklich gefragt hatte. „Natürlich“, beschied er ihn knapp. „Ich bin vielleicht nervös, aber nicht blöd. Diese Chance auf einen Durchbruch werde ich mir nicht vermasseln.“

„Gut.“

Ethan atmete einmal tief durch. Er fragte sich, wie es ihm und Curtis gelungen war, die letzten zwei Jahre zu überstehen, ohne sich gegenseitig umzubringen. Agenten waren dafür bekannt, aggressiv, zynisch und in manchen Fällen geradezu menschenverachtend zu sein. Curtis war alles davon – und das im Übermaß. Aber letztlich war es ihm ja tatsächlich gelungen, Ethan eine Rolle in dieser Serie zu verschaffen. Ausschlaggebend war aber wahrscheinlich gewesen, dass die Schwester einer seiner früheren Geliebten mit einem der Drehbuchautoren zusammen war.

Curtis redete von irgendetwas, das Ethan nicht interessierte. Verstohlen sah er sich um und beobachtete fasziniert die konzentrierte Arbeit am Set. Er war schon mehrfach bei einem Fernsehdreh gewesen, aber dies war der erste, bei dem Frasier Glenn Regie führte. Der Mann war bekannt dafür, alles sehr genau zu nehmen.

Ethan wollte die Aufmerksamkeit wieder seinem Agenten zuwenden, als sein Blick auf eine zierliche Frau fiel, die ein süßes Babydoll-Top und eine weit geschnittene Jeans trug. Sie war sicher nicht einmal einen Meter sechzig groß, aber er fand sie sexy mit ihrem kurzen dunklen Haar und den perfekten Gesichtszügen. Und im Gegensatz zu allen anderen, die so schrecklich ernst wirkten, lächelte sie.

„Ethan!“

Curtis schnippte mit den Fingern vor dem Gesicht seines Schützlings, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. „Denk nicht mal daran!“, warnte er.

Ethan sah ihn verärgert an. „Woran soll ich nicht denken?“

„Dich mit irgendeiner der Frauen hier einzulassen. Schon gar nicht mit der sexy Kleinen dort drüben. Ich kenne doch deinen Blick!“

Ethan runzelte die Stirn. Er mochte Frauen. Und er mochte Sex. Er liebte kurze Affären. Die Frauen, mit denen er zusammen war, waren ebenso wenig wie er an langfristigen Beziehungen interessiert. „Wieso?“, fragte er.

„Weil Frasier das an seinem Set nicht will. Das gibt nur überflüssige Komplikationen, die bei der Arbeit stören.“

Ethan schwieg, während sein Blick wieder zu der zierlichen Schönheit wanderte. Sie erinnerte ihn an eine Elfe. Und aus irgendeinem Grund hatte er das Gefühl, dass sie jede Komplikation wert wäre. Aber er rief sich zur Ordnung. Er musste seine Spielermentalität für eine Weile zügeln. Zumindest bis zum Ende der Drehzeit. Sein Ziel war, einen festen Platz in der Serie zu bekommen. Wenn er diesen Traum erreichen wollte, musste er sich ganz auf die Arbeit konzentrieren.

Auch wenn er diese sexy Frau gern näher kennengelernt hätte …

„Ich glaube, Sie werden in dieser Staffel ein großer Hit werden, Ethan.“

„Danke.“ Er musste sich zwingen, die Frau anzusehen, die sich als Paige Stiles vorgestellt hatte. Sie war eine der Produktionsassistentinnen.

„Und wie schon gesagt – falls Sie Hilfe brauchen beim Textlernen, lassen Sie es mich wissen. Ich stehe Ihnen gern zur Verfügung.“

„Vielen Dank, Paige.“ Das Angebot schien freundlich, aber er erkannte die Absicht dahinter. Die Frau hatte ihm schon Avancen gemacht, als sie einander am Vormittag vorgestellt worden waren. Sie sah nicht schlecht aus. Er fand sie sogar ganz attraktiv. Aber sie weckte sein Interesse nicht in dem Maße wie die sexy Elfe.

Die zierliche Brünette war verschwunden, seit eine Szene nach der anderen abgedreht wurde. Falls sie Schauspielerin war, kam ihr Auftritt offensichtlich erst später. Er war versucht, die Assistentin nach ihr zu fragen, entschied sich dann aber dagegen. Ein Mann fragte eine Frau, die Interesse an ihm hatte, nicht nach einer Frau, an der er interessiert war.

„Wohin gehen wir?“, fragte er, als sie Richtung Tür gingen.

„Zum Make-up-Trailer. Dort ist auch die Garderobe untergebracht, weil sich eine Mitarbeiterin um beide Bereiche kümmert.“

„Gibt es dafür einen Grund?“ Die Regelung war ungewöhnlich, zumal bei einer Produktion dieser Größenordnung. Es war viel Verantwortung...



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