E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Jackson Es fühlt sich an wie Liebe
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-6688-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-6688-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wie es sich wohl anfühlt, von diesem Mann geküsst zu werden? Renee kann an nichts anderes mehr denken, seit sie Teagan Elliot begegnet ist. Auch wenn ihre erotischen Fantasien wohl niemals wahr werden, denn sie und den erfolgreichen New Yorker Verleger trennen Welten ...
Brenda ist eine eingefleischte Romantikerin, die vor 30 Jahren ihre Sandkastenliebe geheiratet hat und immer noch stolz den Ring trägt, den ihr Freund ihr ansteckte, als sie 15 Jahre alt war. Weil sie sehr früh begann, an die Kraft von Liebe und Romantik zu glauben, verwendet sie ihre ganze Energie darauf, Geschichten mit Happy End zu schreiben. Als Bestsellerautorin von mehr als 10 Liebesromanen wurde sie mit Preisen nur so überschüttet. Zusammen mit ihrem Ehemann lebt sie in Jacksonville, Florida, wo sie auch geboren wurden. Ihre beiden Söhne besuchen bereits das College. Sie hat einen Universitätsabschluss in Betriebswirtschaft und arbeitet derzeit im Management für ein bedeutendes Versicherungsunternehmen. Von der Arbeit nach Hause zu kommen und sich an den Computer zu setzen, um sich Liebesgeschichten auszudenken, ist ihr persönlicher Höhepunkt des Tages. Gemeinsam mit ihrem Ehemann geht sie gern auf Reisen, immer auf der Suche nach romantischen Orten, die sie als Schauplätze in ihren Büchern verwenden kann.
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1. KAPITEL
„Miss Williams, Mr Teagan Elliott möchte mit Ihnen sprechen.“
Renee Williams holte tief Luft, nahm ihre Lesebrille ab und schob den Arztbericht über Karen Elliott zur Seite, um mit dem Sohn der Frau zu sprechen, der, wie sie gehört hatte, Probleme machte.
Seit er von der Brustkrebserkrankung seiner Mutter erfahren hatte und versuchte, Karen bei dem ganzen Papierkram für die bevorstehende Operation zu helfen, eckte er ständig beim Krankenhauspersonal an, weil er meinte, wegen seines Namens Druck ausüben zu können.
Sie drückte die Taste ihrer Gegensprechanlage und sagte: „Schicken Sie ihn bitte herein, Vicki.“
Renee betete, dass die Auseinandersetzung mit ihm gut ausging. Sie erinnerte sich nur ungern an das letzte Mal, als sie Widerstand gegen einen Mann geleistet hatte, der meinte, sein Nachname würde ihm alle Türen öffnen.
In ihrem Job als Sozialarbeiterin im Manhattan University Hospital musste sie jedem helfen und dafür sorgen, dass er fair behandelt wurde, ungeachtet seines wirtschaftlichen, schulischen oder kulturellen Hintergrundes.
Ein Klopfen lenkte Renees Gedanken zurück auf das bevorstehende Gespräch. „Herein.“
Sie stand auf und setzte ein Lächeln auf, als Teagan Elliott von Elliott Publication Holdings, einem der größten Zeitschriftenimperien der Welt, ihr Büro betrat. Er war gekleidet, als hätte er gerade für ein Fotoshooting des Männermagazins GQ Modell gestanden. Renee musste zugeben, dass er ein sehr attraktiver Mann war. Eine starke, selbstbewusste Persönlichkeit mit ausdrucksvollen Augen, einem symmetrischen Gesicht, einer geraden Nase und einem kantigen Kinn.
Sie ging um ihren Schreibtisch herum ihm entgegen und schüttelte ihm die Hand. „Mr Elliott?“
„Ja, und Sie sind vermutlich Miss Williams.“
Er sprach die gepflegte, kultivierte Sprache des Nordens, die auf alten Geldadel schließen ließ. „Ja, ganz richtig. Nehmen Sie doch bitte Platz, damit wir die Angelegenheit Ihre Mutter betreffend besprechen können.“
Er runzelte die Stirn. „Ich will mich nicht setzen, um über irgendetwas zu diskutieren. Sagen Sie mir einfach, was für sie getan wird.“
Renee zog eine Augenbraue hoch, als sie in die kalten blauen Augen blickte, die sie unverwandt ansahen. Er wollte also Probleme bereiten. Okay, er würde schnell herausfinden, dass sie nicht zu unterschätzen war, wenn es darum ging, mit schwierigen Menschen umzugehen. Sie verschränkte die Arme vor der Brust. „Wenn Sie lieber stehen bleiben wollen, meinetwegen, aber ich hatte einen langen, anstrengenden Tag und setze mich lieber.“
Damit nahm sie ihren Platz wieder ein. Sein Blick war unbezahlbar, und wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre, dann hätte sie die Lippen zu einem Lächeln verzogen. Offensichtlich setzten sich nicht viele Menschen, während er stehen blieb.
„Zu Ihrer Mutter“, sagte Renee, nachdem sie einen Schluck von ihrem Kaffee getrunken hatte, der mittlerweile kalt geworden war. „Die Operation ist vorgesehen für …“
„Ich glaube, ich muss mich entschuldigen.“
Renee blickte auf, stellte ihre Tasse ab und schaute ihn an. Seine Augen waren nicht länger kalt, sondern leuchteten in einem klaren Blau. „Müssen Sie das?“
„Ja.“ Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Lippen, die wunderschön geformt waren, wie Renee fand.
„Normalerweise bin ich ein netter Mensch, aber ich werde nur schwer damit fertig, was meine Mutter im Moment durchmachen muss. Ich wollte nicht wie ein arroganter Idiot herüberkommen. Ich wollte nur dafür sorgen, dass sie die bestmögliche Behandlung bekommt“, sagte er und nahm Renee gegenüber Platz.
Renee fragte sich, ob es jemals eine Zeit gegeben hatte, in der ein Elliott nicht das Beste von allem bekommen hatte. „Dafür bin ich hier, Mr Elliott. Mein Job ist es, dafür zu sorgen, dass nicht nur Ihre Mutter, sondern jeder Patient in dieser schweren Phase der Krankheit die Unterstützung bekommt, die notwendig für die Genesung ist.“
Er nickte, und sein Lächeln wurde breiter. „Haben Sie meine Mutter kennengelernt?“
Renee erwiderte sein Lächeln. Irgendwie wurde sie davon angezogen. „Ja, ich hatte vor ein paar Tagen die Gelegenheit, mit ihr zu sprechen. Sie ist eine wunderschöne und sehr liebenswerte Frau.“
„Ja, das ist sie.“
Renee spürte, wie sehr Teagan seine Mutter liebte. Bei ihrem Gespräch mit Karen Elliott hatte Renee erfahren, dass die Frau drei Söhne und eine Tochter hatte. Teagan war mit seinen neunundzwanzig Jahren der Drittälteste und jüngste von den Söhnen und Nachrichtenredakteur bei einem der Magazine des Familienunternehmens, Pulse. Renee hatte während der Unterhaltung festgestellt, dass Karen von all ihren Kindern zu Teagan die engste Beziehung hatte.
„Also, was können wir tun, Miss Williams?“
Teagans Frage unterbrach ihre Gedanken. „Nachdem Ihre Mutter aufgrund der Diagnose die Entscheidung getroffen hat, sich operieren zu lassen, braucht sie all Ihre Liebe und Unterstützung, bevor sie dann mit der Chemotherapie beginnt. Es gibt keine Anzeichen, dass sich schon Metastasen in den Lymphknoten gebildet haben. Auch wenn wir noch vorsichtig mit der Prognose sein müssen, so bin ich dennoch optimistisch, dass alles gut ausgehen wird, da der Knoten früh entdeckt worden ist.“
„Wissen Sie, wann sie operiert wird?“, fragte er.
„Die Operation ist für nächsten Dienstag vorgesehen.“
Teagan stand seufzend auf. „Ich weiß wirklich zu schätzen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir zu erklären, was wir als Familie tun können. Und ich möchte mich noch einmal für mein unmögliches Verhalten entschuldigen.“
Renee erhob sich lächelnd. „Schon verziehen. Ich verstehe vollkommen, dass eine solche Diagnose selbst einen von Natur aus friedlichen Menschen aus der Bahn werfen kann.“
Er lachte. „Ich habe gesagt, dass ich normalerweise ein netter Mensch bin. Ich habe aber nichts davon gesagt, dass ich von Natur aus friedlich bin.“
Renee grinste. Es hatte ihr auch niemand gesagt, dass er ein ausgesprochen attraktiver Mann war, doch das war er. Mit seinen ein Meter achtzig, der athletischen Figur, den schwarzen Haaren und blauen Augen hatte er eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit Pierce Brosnan in jungen Jahren. Ob ihm das schon einmal jemand gesagt hatte? Er war es wert, dass man zweimal hinsah. Aber mehr als hinsehen würde sie nicht. Männer mit einem Vermögen, wie die Elliotts es besaßen, fingen nichts mit einer Frau an, die nicht aus ihrer Gesellschaftsschicht kam.
„Hier ist meine Karte, Mr Elliott. Als Betreuerin Ihrer Mutter bin ich jederzeit auch für Sie da. Rufen Sie mich einfach an, wann immer Sie mich brauchen.“
Teagan nahm die Karte und steckte sie in seine Jackentasche. „Vielen Dank. Heute Abend kommt die Familie zusammen, und dann werde ich von unserem Gespräch berichten. Im Moment sind die Gesundheit meiner Mutter und ihre psychische Verfassung das Wichtigste. Danke für alles.“
Renee sah ihm nach, als er sich umdrehte und ihr Büro verließ.
Teagan trat in den Fahrstuhl. Froh, allein zu sein, stieß er einen tiefen Seufzer aus. Was zum Teufel war mit ihm in Renee Williams’ Büro passiert? Die Frau war eine absolute Schönheit und besaß eine Ausstrahlung, die ihn buchstäblich umgehauen hatte. So etwas war ihm noch nie passiert. Keine Frau hatte bisher diese Wirkung auf ihn ausgeübt.
Ihre samtweiche Stimme hatte seine männliche Seele gestreichelt und seine Sinne liebkost. Und als ihre Hände sich beim Händedruck berührten, hatte es ihn große Mühe gekostet, sie nicht in seine Arme zu ziehen. Sie musste ohne Pumps etwa einen Meter fünfundsechzig groß sein, und ihr Outfit, ein orangerotes Kostüm, hatte ihre Kurven betont.
Dann ihre Hautfarbe, ein cremiger Ton, der ihn an köstliches Karamell erinnerte. Dazu die langen, schwarzen Haare, die sanft ihre Schultern umflossen, und die dunkelbraunen Augen, die Mitgefühl, Intelligenz und Vitalität ausstrahlten.
Er musste lachen, als er daran dachte, was sie gesagt hatte, als er sich anfänglich weigerte, sich zu setzen. Ja, sie hatte Temperament, und er würde alles dafür geben, sie besser kennenzulernen. Aber er wusste, dass das unmöglich war. Für eine Romanze hatte er im Moment absolut keine Zeit. Seit sein Vater richtigerweise entschieden hatte, dass es wichtiger war, die Tage mit seiner Frau statt im Büro zu verbringen, war Teagan im Verlag arbeitsmäßig ausgelasteter denn je. Und dann war da noch dieser verdammte Konkurrenzkampf, den sein Großvater Patrick Elliott zwischen EPH’s vier Top-Magazinen ausgelöst hatte.
Die Redaktionen der einzelnen Zeitschriften wurden von jeweils einem von Patricks Kindern geleitet. Pulse, ein Nachrichtenmagazin, von Teagans Vater Michael; Snap, eine Zeitschrift mit Promi-News, von Teagans Onkel Daniel; sein Onkel Shane war der Chef von The Buzz, das sich auf Klatsch im Showbusiness konzentrierte, und seine Tante Finola war verantwortlich für Charisma, ein Modemagazin.
Letzte Woche hatte Patrick entschieden, in den Ruhestand zu gehen, und der Leiter oder die Leiterin des Magazins, das am Ende des Jahres den größten Erfolg zu verzeichnen hatte, sollte Chef der gesamten Firma Elliott Publication Holdings werden.
Der Fahrstuhl hielt gerade im Erdgeschoss, da freute Teagan sich schon auf den Tag, an dem sich seine und Renee Williams’ Wege wieder kreuzten.
„Jetzt...




