Jackson | Wie verführt man seine Feindin | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Jackson Wie verführt man seine Feindin


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-6592-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-6592-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ihr siebter Sinn verrät der jungen Reporterin Jasmine, dass Wesley Brooks ein brisantes Geheimnis hat. Ein Familienskandal vielleicht? Sie muss sich entscheiden: Für den siebten Himmel der Lust in seinen Armen - oder für die beste Story ihrer Karriere ...
Erleben Sie in der zwölfteiligen Danforth Serie die Geschichten des skandalträchtigen und steinreichen Danforth Clans. Folgende Titel gehören zur Serie:
1. Der Duft dieser Frau
2. Dreißig Nächte der Versuchung
3. Heiße Hochzeit in Las Vegas
4. Wie verführt man seine Feindin
5. Wer bist du, meine Schöne?
6. Im Bann des Scheichs
7. Darf eine Nanny sexy sein?
8. Liebe - bei Tag und bei Nacht
9. Riskante Affäre - verräterische Küsse
10. Gefährlich heiße Leidenschaft
11. Heiße Schwüre - wahre Liebe?
12. Küss mich, wenn uns keiner sieht



Brenda ist eine eingefleischte Romantikerin, die vor 30 Jahren ihre Sandkastenliebe geheiratet hat und immer noch stolz den Ring trägt, den ihr Freund ihr ansteckte, als sie 15 Jahre alt war. Weil sie sehr früh begann, an die Kraft von Liebe und Romantik zu glauben, verwendet sie ihre ganze Energie darauf, Geschichten mit Happy End zu schreiben. Als Bestsellerautorin von mehr als 10 Liebesromanen wurde sie mit Preisen nur so überschüttet. Zusammen mit ihrem Ehemann lebt sie in Jacksonville, Florida, wo sie auch geboren wurden. Ihre beiden Söhne besuchen bereits das College. Sie hat einen Universitätsabschluss in Betriebswirtschaft und arbeitet derzeit im Management für ein bedeutendes Versicherungsunternehmen. Von der Arbeit nach Hause zu kommen und sich an den Computer zu setzen, um sich Liebesgeschichten auszudenken, ist ihr persönlicher Höhepunkt des Tages. Gemeinsam mit ihrem Ehemann geht sie gern auf Reisen, immer auf der Suche nach romantischen Orten, die sie als Schauplätze in ihren Büchern verwenden kann.

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1. KAPITEL

Wesley Brooks gähnte herzhaft und schlüpfte in seine Jeans. Er wollte den Geräuschen nachspüren, die ihn aus dem Schlaf gerissen hatten. Ein kurzer Blick auf seinen Wecker zeigte, dass es kurz nach ein Uhr nachts war. Sein Flug von Dallas nach Savannah war wegen eines Unwetters verspätet gewesen, und als er endlich zu Hause angekommen war, hatte er nur noch schnell geduscht und war dann ins Bett gefallen.

Beim ersten Geräusch hatte es ein paar Minuten gedauert, bis er sich zurechtgefunden hatte und wusste, wo er sich eigentlich befand. Er war erst eine Woche vor seiner wichtigen, mehrtägigen Geschäftsreise in dieses Haus eingezogen.

Zuvor hatte er einige Jahre mit seinem besten Freund Jake Danforth in dessen Stadthaus gewohnt. Jake, der lebenslustige Partylöwe, war jetzt glücklich mit Larissa verheiratet und Vater eines entzückenden kleinen Jungen namens Peter. Damit das frisch verheiratete Paar ungestört seine Privatsphäre genießen konnte, war Wesley ausgezogen und hatte sich sein Traumhaus gekauft. Ein wunderschönes, altes repräsentatives Haus am Savannah River.

Wesley hörte wieder etwas, es war ein Rascheln.

Barfuß schlich er die Treppe hinunter. Er war jetzt ziemlich sicher, dass er sich die Geräusche nicht einbildete. Am Fuß der Treppe angekommen, hörte er es erneut. Es kam von draußen.

Er öffnete leise die Terrassentür und trat hinaus. Es war April, und Frühling lag in der Luft. Der Vollmond warf sein Licht auf den prachtvoll gestalteten Garten bis in die Ecke des Hofs, wo die Mülleimer standen.

Er erinnerte sich, dass er das Tor bei seiner Rückkehr nicht verschlossen hatte. Vielleicht war es nur ein streunender Hund oder eine Katze, die nach Futter suchte. Wesley wollte sich gerade umdrehen und ins Haus zurückkehren, als er die Bewegung einer Gestalt wahrnahm, die zu groß war, um ein Tier zu sein.

Er kniff die Augen zusammen und beobachtete, wie sich jemand über die Mülltonne beugte und darin wühlte. Sofort empfand er tiefes Mitleid für diesen armen Menschen. Sein erfolgreiches Internetunternehmen hatte ihn zum Millionär gemacht, doch er hatte nicht vergessen, woher er stammte – auch wenn die Erinnerung nach dreißig Jahren etwas verschwommen war.

Er wusste, dass er im Alter von drei Monaten auf die Treppe eines Waisenhauses gelegt und von dort von einer Pflegefamilie in die nächste abgeschoben worden war. Mit vierzehn Jahren war er schließlich abgehauen und hatte drei Tage auf der Straße gelebt, bevor die Polizei ihn fand. In diesen drei Tagen hatte er sich mit einem obdachlosen alten Mann namens Al Lombard angefreundet. Wesley hatte herausgefunden, dass Al Lehrer gewesen war, bevor er seine Frau bei einem tragischen Hausbrand verloren hatte und plötzlich ohne Familie, enge Freunde oder Versicherung dastand.

Al hatte sein Essen mit ihm geteilt, Al hatte ihm nachts eine Decke gegeben, damit er nicht fror, Al hatte ihn beschützt. Bis heute war er ihm dafür dankbar. Kaum hatte Wesley es zu Wohlstand gebracht, hatte er einen Privatdetektiv mit der Suche nach dem Mann beauftragt, nur um zu erfahren, dass er ein Jahr zuvor an einer Lungenentzündung gestorben war.

Wesley lenkte seine Gedanken wieder in die Gegenwart und entschied, dieser heimatlosen Person genug Geld zu geben, damit sie irgendwo anständig essen und sich einen warmen Platz für die Nacht leisten konnte. Das war das Mindeste, was er tun konnte. Leise ging er zurück ins Haus, rannte die Treppe hinauf, um Geld aus seinem Portemonnaie zu holen, und hoffte, dass der Unbekannte noch da war, wenn er zurückkam.

Manche Journalisten tun einfach alles für eine gute Story, und ich gehöre dazu.

Der Gedanke ging Jasmine Carmody durch den Kopf, während sie Wesley Brooks Müll durchwühlte. Weggeworfenes sagte viel über einen Menschen aus, aber das Einzige, was sie bisher über Wesley Brooks, dot.com-Millionär und Savannahs Topunternehmer, erfahren hatte, war, dass er gern Nudeln aß. Spaghetti-Fertiggerichte für die Mikrowelle. Hatte noch keine seiner zahlreichen Freundinnen festgestellt, dass der Weg zum Herzen eines Mannes durch den Magen führte – und nicht lediglich mit dem Teil der männlichen Anatomie verknüpft war, der unterhalb der Gürtellinie lag?

Wenn man allerdings den Gerüchten Glauben schenken durfte, dann war Wesley Brooks nicht wie die meisten Männer. Sie hatte seine Biografie oft genug gelesen, um sein Leben zu kennen … zumindest das, was darüber geschrieben stand. Er war ein Waisenkind gewesen und in Pflegefamilien aufgewachsen. Auf der Highschool hatte er sich mit Jake Danforth, ein Sprössling der prominenten Danforth-Familie, angefreundet.

Jake und Wesley wurden die besten Freunde, und als Wesley in die nächste Pflegefamilie kommen sollte, griffen Jakes Eltern ein. Harold und Miranda Danforth boten Wesley ein Zuhause und die Chance auf Stabilität in seinem Leben. Die Danforths wurden seine Familie. Die erste in seinem Leben. Als die Studienzeit heranrückte, bekam Wesley wegen seiner herausragenden sportlichen und mathematischen Leistungen ein Stipendium für ein Studium an der Georgia Tech University. Jake Danforth hatte ebenfalls die Georgia Tech besucht, und die beiden waren während der vier Jahre an der Universität Zimmergenossen gewesen.

Jasmine seufzte, während sie weiter den Müll durchwühlte. Es gab nicht viel über Wesley Brooks, das sie nicht wusste. Vor ein paar Jahren hatte er einen Onlineshop für Restaurantbedarf gegründet, der ihn zum Millionär gemacht hatte. Im Alter von dreißig Jahren war er einer der reichsten Männer Savannahs – und einer der begehrtesten Junggesellen. Seine enge Beziehung zu der Danforth-Familie war allerdings der Hauptgrund dafür, dass sie sich zu dieser unchristlichen Zeit durch seinen Müll wühlte.

Jasmine verharrte einen Moment lang regungslos. Panik stand ihr ins Gesicht geschrieben, als sie glaubte, etwas zu hören. Doch die Sekunden vergingen, und alles blieb still. Sie wandte sich wieder den Mülltonnen zu.

Wenn sie ihrer Kollegin und besten Freundin Veronica „Ronnie“ Strongman Glauben schenkte, war es undenkbar, dass Wesley Brooks – seines Zeichens umschwärmter Playboy – den Samstagabend zu Hause verbrachte.

Wieder hörte sie etwas, hielt inne und drehte sich um. Ein leiser Schreckensschrei entwich ihrer Kehle, als sie den millionenschweren Playboy höchstpersönlich vor sich stehen sah. Er trat barfuß und nur mit Jeans bekleidet aus dem Schatten. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, als sie den Blick über seine nackte Brust und sein markantes Gesicht schweifen ließ. Er war größer, als sie vermutet hatte, und sehr gut gebaut. Muskulös, ohne ein Gramm Fett am Leib. Dazu dunkle Haut in einem warmen Kastanienton. Insgesamt ein Traum von einem Mann.

Obwohl sie auf frischer Tat ertappt worden war und eigentlich türmen sollte, rührte sie sich nicht von der Stelle. Wie angewurzelt blieb sie stehen.

Wesley war überrascht. Die Gestalt, die er für einen Mann gehalten hatte, entpuppte sich als junge Frau. Er sah die Panik in ihren Augen und fragte sich, was bloß in ihrem Leben geschehen sein mochte, dass sie so mittellos war.

„Warten Sie! Laufen Sie nicht weg. Ich will Ihnen helfen.“

Er sah, dass sie die Augen aufriss. Ein Tuch bedeckte ihren Kopf, und im Mondlicht konnte er erkennen, dass ihre Gesichtszüge ebenmäßig waren. Sie war schön. Ihre Haut hatte die Farbe von Kakao, und die Unbekannte schien nicht älter als fünfundzwanzig zu sein; genau das Alter, in dem er seine erste Million gemacht hatte.

Sie trug einen alten abgetragenen Jogginganzug, roch aber überraschend gut. Seine geübte Nase erkannte den betörenden Duft eines teuren Parfums. Wahrscheinlich war sie in einer Mülltonne auf einen nicht ganz leeren Flakon gestoßen, dachte er.

„Wie alt sind Sie?“, fragte er ruhig, um sie nicht zu verängstigen. Sie sollte wissen, dass sie nichts zu befürchten hatte, obwohl sie unerlaubt sein Grundstück betreten hatte.

Sie wich einen Schritt zurück, und ihm stockte der Atem, als er sie jetzt besser erkennen konnte. Sie hatte etwas an sich, das ihm fast das Herz zerriss. Eine Frau wie sie sollte kein solches Leben führen müssen.

„Ich bin sechsundzwanzig“, sagte sie schließlich. „Warum?“

„Ich wollte es einfach wissen. Hier ist etwas Geld.“ Er bot ihr das Geld an, das er in der Hand hielt. „Es müssten etwa fünfhundert Dollar sein. Nehmen Sie es, und kaufen Sie sich etwas zu essen und zum Anziehen“, sagte er, obwohl sie ordentlicher aussah als andere obdachlose Frauen.

„Da es zu dieser späten Stunde aber nicht allzu viele Fastfood-Restaurants gibt, die geöffnet haben, kann ich Ihnen auch etwas zu essen machen, sollten Sie hungrig sein.“

Er sah, dass sie lächelte. „Spaghetti aus der Mikrowelle?“

Wesley blinzelte, dann warf er den Kopf zurück und lachte herzhaft. Unter seinen Freunden war allgemein bekannt, dass er Spaghetti liebte. Und wenn er nicht in einem eleganten, teuren Restaurant aß, dann taten es auch Fertiggerichte. Sie schmeckten und machten satt.

Bis er sich wieder beruhigt hatte, war sie schon getürmt, und er sah nur noch ihre Kehrseite, als sie seine Einfahrt entlangsprintete und durch das schmiedeeiserne Tor verschwand. „Hey, warten Sie! Nehmen Sie das Geld mit!“

Zu spät, dachte er und blickte ihr nach. Vorsichtig ging er auf nackten Füßen die Einfahrt entlang, um zu schauen, in welche Richtung sie gelaufen war, doch er konnte sie nirgendwo mehr entdecken. Es war, als hätte sie sich in Luft aufgelöst. Verärgert über sich...



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