Jakubowski | Die zweite Sonne; der Andrea-Stern | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 324 Seiten

Jakubowski Die zweite Sonne; der Andrea-Stern


2. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6951-4134-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 324 Seiten

ISBN: 978-3-6951-4134-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Roman "Die zweite Sonne" erzählt die wahre Geschichte der Menschheit, von den Anfängen der Neandertaler über zahllose Generationen bis hin zur Gegenwart, eingebettet in die großen kosmischen Zyklen, die das Leben auf der Erde lenken. Der Roman verbindet archäologisch fundierte Alltagsszenen, emotionale Familiensagas und philosophische Reflexionen zu einem packenden Panorama über 170 000 Jahre Menschheitsentwicklung. Im Zentrum stehen die bislang verborgenen kosmischen Strukturen, die unsere Evolution, unsere Kulturen geprägt haben, und letztlich auch unsere aktuelle Zivilisation weiterhin prägen werden. Mit Eduard und Andrea werden in der Gegenwart zwei Figuren gezeichnet, die den Faden zur Vergangenheit wieder aufnehmen, nicht durch Technik, sondern durch die Verbindung von Denken und Fühlen. Das Buch richtet sich an alle, die über den Sinn unseres Daseins nachdenken und sich für die tiefen Strukturen des Lebens interessieren.

Peter Jakubowski ist ein Physiker und Universalphilosoph, der seine Einheitliche Physik auf eine erstmalig einheitliche Beschreibung des gesamten Universums ausgebreitet hat, einschließlich die des Lebens und des menschlichen Bewusstseins.
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Autoren/Hrsg.


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Kapitel 1


Der große Wandel



Kosmische Kulisse:

Die Familie hat ihre erste Gattung ins Leben gerufen: den . Diese Menschen werden für etwa 165 000 Jahre die Erde bevölkern. Zwölf Spezies werden sich in dieser Zeit entfalten, jeweils geformt durch einen weiteren Quantensprung der Stufe 4, alle 13 500 Jahre.

Unsere heutige Wissenschaft kennt diese Vielfalt kaum. Die wenigen Fossilien dieser Epoche werden meist vorschnell den Neandertalern zugeschrieben. Doch diese existierten damals noch nicht. Die Tür zur Gattung wird erst in der nächsten Epoche geöffnet.

Irdische Kulisse:

Zeit: Vor 336 500 Jahren

Ort: Südliches Europa, ein Berghang über dem aufgewühlten Meer

Klima: Unberechenbar, apokalyptisch

Personen:

Hame – ein zierlicher Jugendlicher (Homo sapiens Heidelbergensis)

Naka – die älteste Frau, stämmig und wettergegerbt (noch Homo erectus)

Nuro – der alte Anführer, immer noch der kräftigste der Gruppe (Homo erectus)

Sira – eine junge, schwangere Frau, Mutter von Hame

Tone – ihr Gefährte, robust und aufmerksam (Homo sapiens Heidelbergensis)

Alim – der Anführer der Flüchtlinge

Der Boden bebt noch immer. Drei Tage nach dem Ausbruch des nahen Vulkans ist die Luft schwer, der Himmel bleibt gelblich grau. Ein sickernder Nebel, durchsetzt von feinem Aschestaub, drückt gegen die Brust. Der Geruch von Schwefel beißt in den Nasen. Niemand wagt sich in die Höhle: kleine Steinchen lösen sich immer wieder aus der Decke und fallen klackernd auf den Felsboden. Die Angst sitzt in ihren Körpern wie eine zweite Haut, ein inneres Beben, das die Glieder lähmt.

Gestern Abend sind zwei Sippen zur Nuro-Gruppe gestoßen – Flüchtlinge vom Meeresufer, angeführt von Alim. Ihre eigenen Höhlen waren zu Staub zerfallen. Unterwegs hatten sie zwei junge Hirsche aufgespürt, verletzt und blutend, wahrscheinlich von der Panik nach dem Ausbruch aus dem Wald getrieben. Die Tiere wurden geschlachtet – ein Mahl in der Not, aber auch ein Ritual des Überlebens.

Heute früh schickte Nuro die Jüngeren los, um Feuerholz zu sammeln. Einige kehrten mit zerkratzten Armen und leeren Händen zurück – die Tiere, das Wasser, die Wälder, alles schien verstummt. Ein Mahl wurde gekocht, die letzte Wärme vor dem ungewissen Schlaf. Und dann saßen sie – stumm, erschöpft – um das Feuer. Die Worte kamen langsam.

Naka war die Erste, die sprach. Ihre Stimme war brüchig wie Rinde.

„Was denkst du, Alim? Wird sich die Erde endlich beruhigen, nach all den Jahren der Unruhe?“

Alim, der Anführer der Neuankömmlinge, breit gebaut und mit wettergegerbtem Gesicht, schwieg lange. Seine Augen ruhten auf der Glut.

„Ich hoffe es“, sagte er. „Aber ich fürchte, es ist noch nicht vorbei. Das Meer schleicht sich an. Wir sahen, wie es unsere Feuer verschluckte. Bald werden auch die Felsen, auf denen ihr lebt, nicht mehr sicher sein.“

Naka nickte, als würde sie eine uralte Wahrheit hören.

„So viele sind gestorben. Auch vor meiner Zeit. Meine Eltern erzählten mir von Tagen, an denen der Himmel schwarz wurde und das Wasser brannte. Nur wenige von uns haben das überlebt.“

Sira hob den Kopf. Ihr Blick war leer, ihre Stimme flach:

„Ich träumte von einem Stern, der mich suchte. Ich rannte, aber er war schneller. Er war heiß … lebendig … Ich spürte seine Wucht – und wachte auf.“

Ein Murmeln ging durch die Gruppe. Auch andere sprachen von Träumen: von fallenden Lichtern, von berstenden Bäumen, von brennenden Vögeln, die stumm vom Himmel fielen. Die Nacht kroch über sie. Der Nebel wurde dichter. Niemand schlief ruhig.

Plötzlich, ein Schrei zerriss die Stille. Sira. Sie saß aufrecht, die Hände krampfhaft auf den Boden gestemmt. Ihre Augen spiegelten das Feuer – und etwas anderes: einen Glanz, der von jenseits des Meeres kam.

Alle drehten sich um. Nur die alte Naka sprang auf zu der Sira und bedeckte sie mit dem Fell, das auf dem Boden vor ihr lag. Und Naka schrie:

„Du darfst nicht hinsehen, sonst wirst du ein böses Kind gebären“.

Ein Lichtbogen spannte sich über den Himmel. Eine Kugel aus Feuer, rasend schnell, zerfetzte die Dunkelheit. Sie schlug in das Meer ein – und das Wasser explodierte. Nebel, Gischt, Glut – alles wurde in den Himmel geschleudert. Ein zweiter Tag brach an, mitten in der Nacht.

Der Donner kam verzögert. Aber als er kam, zerbrach er alles. Er zerriss die Luft, schleuderte die Menschen zu Boden. Die Feuerstelle zerplatzte. Fetzen von Glut stoben durch die Nacht. Kinder schrien – aber der Lärm verschluckte ihre Stimmen.

Nuro richtete sich auf, mit blutender Stirn.

„Zur Bergspitze! Jetzt! Holt die Kinder! Wer eine Fackel hat – los!“

Tone und Alim griffen nach brennenden Ästen. Einige folgten sofort. Andere zögerten, starrten auf das Meer, wo sich eine Wand aus Wasser aufbaute – dunkel, leuchtend, unheimlich schön. Eine Welle, größer als alles, was sie je gesehen hatten.

„Ich kann nicht!“, keuchte Sira. „Nicht mit meinem Bauch!“

Nuro presste die Zähne zusammen:

„Du musst. Nimm Hame. Gib ihm das Licht. Er bringt euch beide hoch.“

Und Hame tat es. Mit zitternden Knien, aber entschlossen. Sie rannten los – Mutter, Sohn, Fackel zwischen ihnen.

Hinter ihnen löste sich die Gruppe auf. Einige rannten. Andere erstarrten. Eine Mutter kniete bei ihrem Kind und bewegte sich nicht. Zwei junge Männer beobachteten fasziniert das Lichtspiel auf dem Wasser – bis die Welle sie verschlang.

Der Pfad war rutschig. Dunkel. Zweige peitschten Gesichter. Steine rollten unter nackten Füßen. Tone stolperte, fiel, stand wieder auf. Hame zog seine Mutter. Ein Kind weinte, ohne dass jemand reagierte.

Nach einer Stunde erreichten sie ein kleines Plateau – nahe am Gipfel, aber nicht ganz oben. Dort versammelten sich fünfzehn Überlebende. Von über fünfzig. Die anderen – fortgerissen, gefallen, erschlagen. Einige wurden Tage später gefunden. Die meisten aber nie.

Die Nacht verging ohne Worte. Als das erste Licht die Hänge erreichte, war der Himmel klar. Das Meer unter ihnen – ein kochender Spiegel. Der Himmel und die Erde haben gesprochen. Und eine Epoche beendet.

Anmerkung des Erzählers:


Die Kosmische Hierarchie des Sonnensystems steht seit etwa 4 Millionen Jahren in der Phase der niedrigsten Energie der aktuell laufenden Periode der Stufe 7; der Lebensdauer der Ordnung . Nur dank dieser Situation erlebt die Erde noch relativ kalte Phasen der Evolution des Lebens, die jedoch bei jeder vollen Stunde der niedrigeren Stufen 6, 5, 4, und 3 durch eine entsprechend intensive Erwärmung unterbrochen werden. Die letzte volle Stunde der Stufe 6 im Leben der Primaten war die Stunde 8, wenn die Familie den Stab des Lebens an die Familie übergab. Der energetische Höhepunkt dieses kosmischen Quantensprungs der Stufe 6 (die entsprechend der Stufe gewaltigen Einschläge der kosmischen Objekte auf die Erde) entfesselte auf der Erde eine Kaskade von Naturkatastrophen: gewaltige Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche erschüttern den Planeten und zwingen die Organismen, die das überleben, zur weiteren Evolution. Dieser Höhepunkt wurde erreicht vor 336 500 Jahren. Inmitten dieser Katastrophe stirbt fast die gesamte alte Menschheit – aber eine neue wird geboren. Die letzten Vertreter der Urmenschen, der Familie , setzen ihr Leben ein, um die ersten ihrer Nachfolger zu schützen: die noch schwachen, aber zukunftstragenden Mitglieder der neuen Familie . Die Familie gebärt ihre erste Gattung, die Gattung .

Eduard Morgenstern - Briefe an Andrea

Diese Briefe wurden nicht geschrieben, um zu überzeugen. Sie sind Zeugnisse eines inneren Dialogs, geführt über Jahre hinweg zwischen zwei Menschen, die einander weder retten noch bekehren wollen – sondern verstehen.

Eduard Morgenstern, ein zurückgezogen lebender Denker, schreibt an seine alte Weggefährtin Andrea. Ihre Antworten sind selten, aber sie genügen, um seinen Gedanken Richtung und Tiefe zu geben.

Was als privater Austausch begann, wurde zu einer universellen Erzählung über unsere Herkunft, unsere Verletzungen – und unsere mögliche Heilung.

Diese Briefe handeln von Gefühlen, von Familie, von der Geschichte der Menschheit – und von einer Idee, deren Zeit gekommen ist.

Brief 1 – Das Geheimnis des Universums


Liebe...



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