James | SUB ZERO | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 316 Seiten

James SUB ZERO

Horrorthriller
überarbeitete Ausgabe
ISBN: 978-3-95835-516-3
Verlag: Luzifer-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Horrorthriller

E-Book, Deutsch, 316 Seiten

ISBN: 978-3-95835-516-3
Verlag: Luzifer-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Als man in den eisigen Fluten der Antarktis, ganz in der Nähe der McMurdo-Station, eher zufällig auf eine neue Gattung von Tintenfischen stößt, wird rasch ein Team von Spezialisten auf einem der modernsten Forschungsschiffe ausgesandt. Sie sollen das besondere Gift dieser Tiere für eines ihrer Forschungsprojekte sicherstellen - ein experimentelles Schmerzmittel für Soldaten an der Front. Alles verläuft nach Plan, bis das Schiff in einen gewaltigen Sturm gerät. Das Labor des Tankers wird dabei zerstört, und bei der versuchten Sezierung des Tintenfisches infiziert sich einer der Ärzte mit einem seltsamen Virus. Doch das Virus tötet den Arzt nicht. Es verändert ihn ...

Matt James ist ein internationaler Bestseller-Autor von bislang siebzehn action-geladenen Romanen wie DARK ISLAND oder der DEAD-MOON-Reihe. Darüber hinaus tat er sich mit seinem Bestseller-Autor-Kollegen David Wood zusammen, um die höchst erfolgreich DANE-MADDOCK-Serie aus der Taufe zu heben. Er lebt in Wellington, Florida, zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern, und wenn er nicht gerade selbst schreibt, verschlingt er die Werke seiner Schriftstellerkollegen wie Greig Beck, Jeremy Robinson, James Rollins, Matthew Reilly, Andy McDermott, Ernest Dempsey, und Nicholas Sansbury Smith.
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Prolog


Mit müden Augen starrte Gavin Kirk auf seinen Monitor und hoffte, dass seine Schicht bald vorbei war. Als Radartechniker auf einer Antarktis-Station hatte er ein leichtes Leben, da nie etwas auf seinem Bildschirm auftauchte. Niemals. Falls ein grüner Punkt darauf erschien, stellte er normalerweise etwas dar, was sie erwarteten, so wie ein Versorgungsschiff oder ein herannahendes Flugzeug, das Frachtcontainer abholte oder lieferte.

Kirk seufzte, als er auf seine Uhr schaute.

dachte er und rieb sich über das Gesicht.

Er saß seit mittlerweile elf Stunden an seinem Platz und bereute es bereits zutiefst, für einen seiner Kollegen eingesprungen zu sein. Reflexartig fiel sein Blick schon wieder auf sein Handgelenk und er stöhnte. Seine Schicht schien niemals zu enden.

dachte er.

Derzeit waren nur Kirk und zwei seiner Vorgesetzten im Dienst. Die Nachtschicht war immer das Schlimmste, was McMurdo zu bieten hatte. Da Lieferungen nie für nachts geplant waren, weil dann das Wetter am schlechtesten war, tauchte buchstäblich überhaupt nichts auf dem Radar auf.

Die Sonne war immer noch zu sehen und da Weihnachten vor der Tür stand, würde sie vor März auch nicht untergehen. So war das nun mal in der südlichen Hemisphäre. Es war Sommer im Dezember, denn die Sonne war im September aufgegangen und der nächste Sonnenuntergang würde bis Ende Februar auf sich warten lassen.

Südpolare Sommer waren ein unvergessliches Erlebnis, gleichzeitig aber auch kaum auszuhalten. Die endlose Polarnacht ebenso. Es spielte keine große Rolle, abgesehen davon, dass die meisten hier stationierten Leute Amerikaner waren, die an den Gezeitenwechsel der nördlichen Hemisphäre gewöhnt waren, Kirk eingeschlossen.

Er gähnte und blinzelte, als er sich in seinem betagten, schlecht gepolsterten Bürostuhl zurücklehnte. Einen Moment lang drohten seine Augen, endgültig zuzufallen, aber dann entdeckte er plötzlich etwas, was über seinen Bildschirm huschte.

»Häh?«, rief er laut und zog damit die Aufmerksamkeit seines Vorgesetzten am anderen Ende des Raumes auf sich.

»Was ist los, Kirk?«, fragte Commander Fredricks.

»Ich bin mir nicht ganz sicher, Sir«, antwortete er und konnte dabei ein Gähnen nicht unterdrücken. »Ich glaube, ich habe etwas gesehen.«

»Sie , dass Sie etwas gesehen haben?«

»Na ja …«

»Entweder haben Sie etwas gesehen oder nicht. gibt es hier nicht.«

Kirk verdrehte die Augen.

Fredricks war äußerst streng, größtenteils wohl deshalb, weil er seinen Posten hasste. Nur Wissenschaftsnerds konnten sich für McMurdo begeistern. Männer wie Kirk und Fredricks gehörten einfach nicht hierher. Sie waren ja nicht mal Wissenschaftler. Sie waren nur Teil des Sicherheitskommandos dieser Station.

Er sah zu seinem Vorgesetzten hinüber. »Ich habe ganz bestimmt etwas gesehen.«

»Sicher?«

Kirk knirschte mit den Zähnen. Er hasste dieses Spiel, das Fredricks mit ihm spielte. Er wandte sich wieder dem Monitor zu, hauptsächlich, um sich nicht anmerken zu lassen, wie genervt er war. »Ja, Sir.« Der Mann liebte es, wenn man sein Ego streichelte.

Fredricks trat nun neben ihn. »Was war es denn?«

Kirk überlegte kurz, aber er wusste, dass es eigentlich nur eines sein konnte. Was auch immer das Echozeichen ausgelöst hatte, war nämlich nicht vom Wasser gekommen, sondern laut Flugbahn vom Himmel gefallen.

»Ich glaube, es war ein Meteorit, der vor der Küste runtergekommen ist.«

Fredricks lachte hysterisch auf. »Ein Meteorit? Wirklich? Deswegen machen Sie hier so ein Theater?«

Auch wenn es nicht der Rede wert zu sein schien, musste der relativ belanglose Vorfall laut McMurdo-Protokoll aufgezeichnet werden. Kirk zog daher einen roten Aktenordner aus seiner Schreibtischschublade, aber der Commander winkte ab.

»Sparen Sie sich die Mühe«, sagte Fredricks. »Das war doch nur ein Meteorit. Ich bezweifele stark, dass sich zu Hause irgendjemand um einen weiteren Weltraumkiesel schert.«

»Aber, Sir …«

»Wissen Sie was?«, unterbrach ihn Fredricks und wedelte mit der Hand. »Wenn es Sie beruhigt, können Sie die Landungskoordinaten ja notieren, aber legen Sie um Himmels willen keinen kompletten Bericht an.« Er drehte sich um und ging davon. »Denn ich habe weder die Zeit noch die Geduld, mich um solche Bagatellen zu kümmern.«

»Wonach suche ich hier eigentlich, Doc?«

Dr. Seth Donovan rieb sich seine Stirn und wollte nichts lieber, als durch sein Mikrofon zu greifen und den Mann am anderen Ende der Leitung zu erwürgen, denn Donovan hasste es, so eng mit den verstanden.

Als Leiter des Teams trieb er seine vierzigköpfige Gruppe nur auf ein einziges, gemeinsames Ziel zu: wissenschaftlichen Fortschritt. Sie forschten unablässig und sie hörten niemals auf, an ihre Grenzen zu gehen. Ihm war schon häufiger gesagt worden, dass seine Ziele unerreichbar waren. Das erste Mal während des Studiums für mehrere akademische Abschlüsse, die er schließlich aber erhalten hatte. Die nächste Erinnerung stammte aus der Zeit, als er sich für diese Antarktis-Mission beworben hatte. Nun, am Ende seiner Zeit auf der , war es wieder einmal zur Sprache gekommen.

Er hatte allen daraufhin gesagt, dass sie ihn am Arsch lecken könnten.

Niemand mochte Seth Donovan, aber es war ihm ziemlich egal, was andere von ihm hielten. Er kletterte im Gegenzug bei DARPA extrem schnell die Erfolgsleiter hoch, vor allem im Bereich Genetik. Seine Anliegen waren mit denen seiner Arbeitgeber, die seine lukrativen Gehaltsschecks unterschrieben, identisch: Das Land zu beschützen, mit den Mitteln, die er zur Verfügung stellte.

Doch Donovan hatte ein noch höheres Ziel. Mehr als alles andere, wollte er den Ruhm, der mit dem Erfolg einherging.

Die verdiente Beförderung, die ihm damit garantiert war, würde ihm endlich den Respekt all der Leute, die ihn stets verspottet hatten, einbringen. Selbst, wenn es nur vorgetäuschte Bewunderung war, wäre er damit in einer Position, in der man ihm tatsächlich den Arsch küssen müsste.

Er schob die Visionen, in denen er Preise gewann und Geldprämien einheimste, beiseite und konzentrierte sich stattdessen wieder auf den Matrosen in dem ADS-Anzug.

Der Panzer-Tauchanzug ähnelte einer aufgeblasenen Ritterrüstung. Die Männer an Bord der nannten diese spezielle Ausführung

Donovan tippte auf den Wearable-PC an seinem Handgelenk, aktivierte sein Mikrofon und sprach durch seine zusammengebissenen Zähne: »Wir suchen nach einer extrem seltenen Oktopus-Art, die durch Biolumineszenz Licht erzeugen kann – eine, die bis vor etwa zehn Jahren in dieser Gegend noch nicht existiert hat.«

»Äh …«, stammelte der Mann. »Nur, dass ich das richtig verstehe … ich soll eine leuchtende Krake einfangen?«

, dachte Donovan und schloss seine Augen. Noch bevor er das Schiff betreten hatte, war ihm bewusst gewesen, wie sehr die Seeleute seine Geduld strapazieren würden.

Aber es war sogar noch viel schlimmer, als er erwartet hatte.

»Es heißt nicht

Donovan erlaubte sich ein selbstgefälliges Lächeln, als der Taucher verstummte. Das gab ihm ein Gefühl von Kontrolle. Er ließ sich nicht anmerken, dass seine Aussage technisch gesehen eigentlich falsch war. Ja, das Tier, nach dem sie suchten, war außergewöhnlich gefährlich, aber es war nicht mit dem berüchtigten blaugeringelten Kopffüßer verwandt.

»Aha«, meinte der Taucher und atmete nun etwas entspannter. »Na, dann wollen wir mal loslegen.«

Donovan koordinierte den Abstieg aus sicherer Entfernung, in einem seiner vier Labors an Bord der . Zu seiner Rechten saß der Pilot des Tauchroboters, und der Mann zu seiner Linken steuerte neben anderen internen Systemen auch die Kameras des ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugs.

Der 1,20 Meter lange, hotdog-förmige unbemannte Tauchroboter schwebte direkt an der Seite des Matrosen im Tauchanzug. Kameras an acht verschiedenen Stellen des Geräts zeichneten alles auf, was geschah, und würden das bahnbrechende Ereignis für die Nachwelt dokumentieren.

Leider würden sie auch ihren Misserfolg – Misserfolg – festhalten, falls sie mit leeren Händen zurückkehrten, und alle würden es mitbekommen.

, dachte Donovan und umklammerte den am Tisch...



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