E-Book, Deutsch, 260 Seiten
Jansen Bestrafe mich!
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-86495-255-5
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 260 Seiten
ISBN: 978-3-86495-255-5
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Das schüchterne Körpermodel Eileen verspürt nach einem Fotoshooting für ein SM-Magazin devote sexuelle Fantasien, ausleben kann sie ihre geheimen Wünsche allerdings nicht. Was sie nicht ahnt: Sie hat einen heimlichen Verehrer - den mysteriösen dominanten "Lord", der ihre Fotos gesehen und sich in den Kopf gesetzt hat, Eileen zu seiner Lustsklavin zu machen und ihre Grenzen auszuloten.
Einer Einladung des Lords folgend, reist Eileen - teils ängstlich, teils neugierig - mit der Tätowiererin Jenna zu seinem luxuriösen Landsitz. Dort wird sie bereits vom Lord und seinem attraktiven Diener Raven erwartet, und ihre Erziehung zur Sklavin beginnt ...
Neuauflage des BDSM-Klassikers von Erfolgsautorin Nina Jansen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1
Jennas Kunde saß rittlings auf dem Behandlungsstuhl, die Brust an die Rückenlehne gepresst. Sie hatte das Motiv auf seinem Schulterblatt vorgezeichnet und dabei genussvoll seinen muskulösen Rücken betrachtet. Er bekam heute sein erstes Tatoo und wirkte völlig entspannt. Trotzdem warnte sie ihn vor. „Bitte nicht zucken, es wird jetzt gleich ziemlich heftig pieksen und brennen. An den Stellen, an denen die Haut direkt über dem Knochen liegt, ist es immer etwas schmerzhafter, so als würde man Strom unter die Haut jagen.“ „Das geht schon. Ich kann mich ausgezeichnet beherrschen“, sagte er. Seine Stimme hatte einen angenehm warmen Klang. Jenna desinfizierte die Stelle, bestrich sie mit Vaseline und zog Latexhandschuhe über. Konzentriert begann sie die Umrisse zu stechen. Der Kunde blieb weiterhin entspannt. Dafür bemerkte Jenna bei sich selbst eine leichte Erregung. Dieser stille, in sich gekehrte Mann, der die schnellen Nadelstiche nicht zu spüren schien, ließ ihre Scheide feucht werden. Sie hatte das nur zehn Zentimeter große Motiv erst halb fertig, da war es um ihre Selbstbeherrschung geschehen. Sie schaltete das Tätowiergerät ab, dessen Surren sie plötzlich an einen Vibrator erinnerte. Was war nur mit ihr los? Sie griff wahllos eine Zeitschrift vom Beistelltisch und hielt sie ihm hin. „Ich schlage vor, dass wir eine kurze Pause machen. Sie können so lange hier drin blättern, ich bin gleich zurück.“ Ohne auf seine Reaktion zu warten, verschwand sie in dem kleinen Nebenraum mit der Miniküche. Tim, der in Jennas Studio als Piercer angestellt war, hockte rittlings auf dem Bistrostuhl und sah der Kaffeemaschine zu, die leise vor sich hin blubberte. Ausgerechnet jetzt, wo sie für ein paar Minuten allein sein wollte! Dann kam ihr ein Gedanke: Tim war ein Zungenakrobat, das sah sie an der Art, wie er immer mit seinem Zungenpiercing herumspielte, meist ganz gedankenverloren, so wie andere Menschen auf Bleistiftenden kauen, wenn sie angestrengt nachdenken. „Tim?“, fragte sie. „Wie schnell kannst du eine Frau mit deiner Zunge zum Kommen bringen?“ Tim grinste. „Mein Rekord liegt bei fünf Minuten, aber mit dem neuen Teil schaffe ich es locker in zwei.“ Das „neue Teil“ hatte sie ihm vor ein paar Tagen höchstpersönlich eingesetzt: eine Titankugel, in der sich ein Vibrationsball befand, der bei der kleinsten Berührung in Bewegung versetzt wurde. Jenna streifte die Latexhandschuhe ab und zog ihre Jeans und den Stringtanga aus. Sie hatte Tim gegenüber keine Hemmungen, schließlich hatte er ihr vor drei Monaten ein Intimpiercing gestochen. „Lass es mich spüren“, sagte sie und stellte sich vor ihn. Sein Mund war genau in der richtigen Höhe, und zwar dort, wo sich ihre Schamlippen teilten. „Das nenne ich ein verlockendes Angebot“, meinte er. „Danach schmeckt mir der Kaffee bestimmt noch besser.“ Er näherte seinen Mund ihrem glattrasierten Venushügel. Sie spürte seinen warmen, feuchten Atem und stöhnte leise auf. Seine Lippen wanderten tiefer bis zu der Stelle, wo ihre Klitoris zwischen den Schamlippen erwartungsvoll pochte. Seine Zunge drängte ihre Schamlippen auseinander und berührte die Spitze ihrer Klitoris. Dafür, dass er sie schnell zum Höhepunkt bringen wollte, ließ er sich viel Zeit, fand Jenna, aber bald merkte sie, dass genau das sein Geheimnis war. Die langsamen Bewegungen seiner Zunge waren ihr fast schmerzlich bewusst und ließen ihre Klitoris anschwellen, als wollte sie ihn auffordern: „Mehr, schneller, wilder!“ Endlich befand sich seine Zunge ganz auf dem Spalt, und die Kugel seines Zungenpiercings lag direkt unter ihrer Klitoris. Eine winzige Bewegung, und das Metall berührte sie mit leichter Vibration genau da, wo sie am empfindlichsten war. „Oh mein Gott“, seufzte sie und krampfte ihre Hände um seine Oberarme. Wieder ließ er die Zunge tiefer wandern und zurück, nur eine Idee schneller. Jenna biss sich auf die Unterlippe. Tim fuhr mit der Zungenspitze von unten nach oben über die zarte Haut am Rand ihrer Schenkel, abwechselnd rechts und links. Dann kehrte er zurück nach innen und leckte sachte um ihr Intimpiercing herum, einen Stecker in Form einer Rosenblüte. Endlich widmete er sich wieder ihrer Spalte. Die Schamlippen hatten sich geöffnet und empfingen gierig seine Zunge, seine saugenden Lippen und die Metallkugel, die, wie von einem Magnet angezogen, wieder ihre sensibelste Stelle fand und sie in zarte Schwingungen versetzte. Jennas Schenkel verkrampften sich, und ihre Pobacken wurden hart wie Stahl, als sie kam. Es war kein sensationeller Orgasmus, aber es reichte, um sie wieder auf die Erde zurückzubringen, so dass sie ihr Tatoo mit ruhiger Hand fertigstechen konnte. „Danke Tim“, seufzte sie zufrieden, „du hast etwas bei mir gut.“ Jenna zog sich an, wartete, bis ihr Herzschlag sich normalisiert hatte, und ging zu ihrem Kunden zurück, der noch so dasaß, wie sie ihn zurückgelassen hatte. „Verzeihung, ich musste nur – äh – ein dringendes Bedürfnis befriedigen.“ „Kein Problem.“ Er sah von dem Magazin auf, in dem er blätterte, und hielt es hoch, so dass sie die Seite sehen konnte, die er aufgeschlagen hatte. „Sieht diese Frau nicht einmalig schön aus?“ Jenna erschrak, als sie sah, dass sie ihm versehentlich das Bondage-Magazin gereicht hatte, das ihr ein Fotograf zugeschickt hatte, für den sie in zwei Wochen ein Bodypainting machen sollte. Es ging darum, sich einen Eindruck von dem Model zu verschaffen, das sie bemalen würde. Genau dieses Model hatte zuvor das Bondage-Shooting gemacht. Der Kunde sah über die Schulter. Das Leuchten in seinen Augen verriet ihr, dass er an den Fotos keinen Anstoß nahm. „Das Model heißt Eileen Collins“, sagte sie. „Gefällt sie Ihnen?“ „Sie ist ein absoluter Traum.“ Das fand Jenna auch. Laut ihrer Setcard war Eileen Collins mit ihren 1,70 m zu klein für den Catwalk, und mit Größe 36 zu üppig für Modefotos. Dafür war sie ideal für Shootings, die nackte Haut und das gewisse Etwas verlangten, denn sie hatte einen absolut ebenmäßigen Teint, und das bis hinunter zum kleinen Zeh. Ihre Haut, hieß es, sei samtweich und eignet sich fantastisch für Bodypaintings, weil sie Farben regelrecht zum Strahlen brachte. Außerdem war bekannt, dass sie stundenlang stillhalten konnte. Jenna sah, dass ihr Kunde mit dem Unterleib ein Stück von der Rückenlehne weggerutscht war. Sie vermutete, dass sein Penis sich gerade als Abstandhalter betätigte. Es wunderte sie nicht. Man musste nicht einmal Bondage-Fan sein, um die sinnliche Ästhetik dieser Fotos zu erkennen. Sie waren im Atelier der Bildhauers Leo Croft gemacht worden. Crofts Holzskulpturen zeigten nackte Frauen in Lebensgröße in devoten Posen. Eileen war für die Aufnahmen jeweils an eine Skulptur gefesselt worden. Die erste Fotoserie mit dem Titel „Bitte nicht!“ zeigte die Skulptur einer knienden Frau, die den Blick gesenkt und die Handflächen aufeinandergepresst über Kopfhöhe hielt. Eileen kniete vor dieser Skulptur. Ihre Unterarme waren mit Seilen an die Arme der Skulptur gebunden. Sie wirkte wie deren lebendes Spiegelbild. Die zweite Serie hieß „Nimm mich!“. Die Skulptur war eine Frau auf allen vieren, mit hochgerecktem Po und weit gespreizten Beinen. Eileen lag im rechten Winkel mit dem Rücken auf dem Rücken der Skulptur. Das Seil, mit dem sie in kunstvollen Verschlingungen verschnürt war, schnitt in ihre Brüste. Ihre Beine waren weit auseinandergezogen, das linke Fußgelenk an einen Oberarm, das rechte Fußgelenk an einen Schenkel der Skulptur gefesselt. Eine sechsriemige, geflochtene Lederpeitsche lag quer über ihren Schenkeln. Ihr Kopf, der über die Seite der Skulptur hinausragte, war nach hinten gebeugt, ihr langes blondes Haar auf dem Boden ausgefächert. Ihr linkes Handgelenk war an ein Handgelenk der Skulptur gebunden, das rechte Handgelenk an eine Wade. Eine sehr unbequeme Haltung, die sie extrem verletzlich und dadurch noch schöner aussehen ließ. „Schlag mich!“, lautete der Titel der dritten und letzten Bilderserie. Die Skulptur stellte eine Frau dar, die mit angewinkelten, gespreizten Beinen auf dem Rücken lag. Eileen stand breitbeinig über dem Bauch der Frau, den Kopf abgewandt. Ihre Unterschenkel waren an die Oberschenkel der Skulptur gebunden. Ihr Oberkörper war vorgebeugt, ihre Hände an die Unterschenkel der Skulptur gefesselt. Auf dem ersten Foto dieser Serie war die aufreizende Rundung ihres Pos noch makellos, auf dem zweiten Foto waren sechs dünne rote Striemen darauf zu sehen, und ihr Kopf war leicht in den Nacken gehoben, das Haar zur anderen Seite gekämmt, ihr Mund wie zum Schrei geöffnet. Das Bild nahm eine Doppelseite ein. „Ja, sie ist wundervoll“, sagte Jenna. „Ich freue mich schon auf sie.“ Der Kopf des Kunden fuhr herum. „Sie werden sie kennenlernen?“ „In zwei Wochen hat sie ein Foto-Shooting, für das ich ihr ein Bodypainting aufmalen werde.“ Darauf hin sagte er zunächst nichts mehr. Sie nahm ihm das Magazin ab, damit er die Arme wieder entspannt hängen lassen konnte, und arbeitete weiter, nachdem sie sich frische Latexhandschuhe übergestreift hatte. Als sie fertig war, die Tätowierung desinfiziert und einen schützenden Folienverband angebracht hatte, klärte sie den Kunden darüber auf, was er in den nächsten Tagen bei der Hautpflege beachten musste. „Beim nächsten Termin steche ich...




