E-Book, Deutsch, Band 157, 232 Seiten
Reihe: Loverboys
Janus Loverboys 157: Kleinstadtlümmel packen aus
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-95985-386-6
Verlag: Bruno Books, Salzgeber Buchverlage GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 157, 232 Seiten
Reihe: Loverboys
ISBN: 978-3-95985-386-6
Verlag: Bruno Books, Salzgeber Buchverlage GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der 18-jährige Julian bereitet sich mit nur mäßigem Erfolg aufs Abitur vor. Lieber träumt der süße Bengel von wilden Sex-Abenteuern mit attraktiven Männern. In seiner überschaubaren Heimatstadt traut sich aber kaum ein Junge, sich zu outen. Erst ein Online-Netzwerk ermöglicht Julian, heiße Erfahrungen mit Gleichaltrigen zu sammeln. Als es gilt, den schönen, geheimnisvollen "Zigeunerbaron" mit Geld zu unterstützen, verkaufen sich die Lümmel an die geilen, ungeouteten Kleinstädter.
Autoren/Hrsg.
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1. Geile Bockwurst
Im Spiegel sah ich einen nackten jungen Mann. Er hatte dichte, braune Haare und goldbraune Augen, die wie Bernstein leuchteten. Das Gesicht war für meinen Geschmack zu hübsch, nicht maskulin genug. Mit dem Bartwuchs war auch noch nicht viel los. Dafür wirkte der schlanke, haarfreie Body perfekt, bis auf die Größe – nur 1,70 Meter. Aber der Schwanz erschien mir ganz schön groß, der Sack fest und prall. Das Schwanzhaar war kurz getrimmt. Den Hintern konnte ich im Spiegel nicht genau sehen, der sah sicher knackig aus. Oh Mann! Es schien so, dass ich mich gerade in mich selber verknallte. Blöd! Aber es war niemand da, in den ich mich sonst verlieben konnte.
Das Leben in Fichtenburg war wie Schwimmen ohne Wasser. Ich mochte die Natur, den Thüringer Wald, das Wachwerden der Bäume jetzt im Frühling und den Duft der feuchten Erde. Doch das war mir zu wenig. Noch viel wacher und strammer als die Baumstämme im Wald stand mein heißer Hammer und wollte abgewichst werden. Schon seit Jahren wusste ich, dass dafür nur ein anderer Junge oder ein geiler Kerl in Frage kämen. Und was passierte? Nichts!
»Julian! Abendessen!« Meine Mutter!
Stinkaltmodische Eltern, ein zum Abkotzen konservatives Gymnasium und eine Kleinstadt mit 5.000 Einwohnern, von denen außer mir anscheinend kein einziger schwul war – das war mein Leben. Gruselig!
»Julian! Komm endlich! Vater wird sonst böse!«
Na und? Mein Vater hatte sowieso nie gute Laune. Dass er mich gezeugt hatte, musste ein Ausrutscher gewesen sein, denn von Lust und Liebe hatte er keine Ahnung. Richtig vertrocknet, der Alte! Deshalb hatte ich auch keine Geschwister. Manchmal träumte ich von einem Bruder, der so wäre wie ich, mit dem ich … na ja, war nur ein Traum!
An der beknackten Schule gab es ein paar Jungs, die mir gefielen, aber keiner guckte mir mal so richtig tief in die Augen. Ja, wenn ich als Interner da gewohnt hätte …
Weil Fichtenburg der »größte« Ort weit und breit war, hatte das Gymnasium eine Internatsabteilung für die Schüler aus den weiter entfernten Dörfern. In den Schlafsälen wurde vielleicht geblasen und gefickt, bis der Arzt kam! Doch wir wohnten ja im Ort, da sparten meine Eltern das Geld. Oder passierte an diesem Internat nichts? Im Internet hatte ich gelesen, dass viele Jungs tierisch gemobbt werden, nachdem sie sich geoutet haben.
»Julian! Wenn du nicht endlich erscheinst, gehst du hungrig zu Bett!«
Mittelalterliche Erziehungsmethoden! Ich streifte Jeans – ohne Unterhose – und Shirt über. Langsam schlenderte ich hinunter zum Esszimmer. Mein halb steifes Teil rieb sich angenehm am Jeansstoff.
Da saßen sie beim Sonntagabendessen. Vater, Jurist und ehrenwerter Bürgermeister von Fichtenburg, 53 Jahre alt, glatt rasiert und mit Schmiss im Gesicht, den er früher in seiner Burschenschaft beim Fechten abbekommen hatte. Daneben Mutter, 48, blond gefärbt und immer devot unter Vaters Knute.
»Das soll eine Frisur sein, Julian?«, blaffte Vater. »Zeit für dich, zum Friseur zu gehen!«
Dabei wuchsen meine Haare gerade mal einen Zentimeter über die Ohren.
»Ich bin 18 und gehe zum Friseur, wann ich will«, murmelte ich.
»Solange du zu Hause wohnst, machst du eben nicht, was du willst!«, giftete er. Thüringischer Dialekt war übrigens verboten zu Hause, am Gymnasium auch.
»Ich kann mir ja einen Job und eine Wohnung suchen«, warf ich ein und biss in ein Stück Schweinebraten. Mutter kochte ganz gut.
»Nur Flausen im Kopf! Konzentriere dich gefälligst auf dein Abitur! Wie sieht das aus, wenn der Sohn des Bürgermeisters durch die Prüfung fällt?«
Das war seine einzige Sorge – die Ehre! Wie es mir dabei ging, war ihm egal. Ich sagte nichts mehr, hatte sowieso keinen Zweck.
Mutter war früher Sekretärin gewesen und arbeitete jetzt im Rathaus für meinen Vater, ohne Lohn. Vater verdiente ausreichend Geld. Ich hatte alles, was ich brauchte: ein neues Fahrrad, ein gutes Smartphone, eine Musikanlage und einen eigenen, schnellen Desktop-Computer. Nur ein Smartphone wäre mir zu wenig gewesen. Den großen Computer hatte ich offiziell zum Lernen. Vor allem guckte ich schwule Pornos damit, logisch. Vorher schloss ich aber immer die Zimmertür ab. Meine werten Eltern hatten keine Ahnung von dem, was mir den Schwanz hart machte. Sie waren sogar froh, dass ich nicht mit Mädchen rumhing und damit Zeit verplemperte. Sie wussten nur nicht, warum das so war.
Nach dem Abendessen verkrümelte ich mich in mein Zimmer unter dem Dach. Ich hatte keinen Bock drauf, neben dem Schlafzimmer meiner Eltern zu wohnen, deshalb hatte ich mir mein Reich schon lange in der Dachkammer eingerichtet. Da hörten sie mich wenigstens nicht stöhnen beim Wichsen. Ich schloss meine Tür ab und warf den Computer an. Eigentlich wollte ich wieder meine Pornokanäle ansteuern, aber dann gab ich einfach mal ein paar geile Wörter in die Suche ein.
Es fand sich so einiges am schwulen Markt. Ich sah auch eine Web-Adresse, über die ich lachen musste: »Rosa-Fichten-schwules-Netzwerk-Thüringen-Finger-weg«. Finger weg? Klar, dass ich draufklickte!
Es kam die Meldung: »Bist du Mitglied? Dann logg dich ein! Kein Mitglied? Dann verpiss dich!«
Nun gerade! Außerdem fand ich es lustig, dass »Fichten« im Namen vorkamen, wegen Fichtenburg, und »Thüringen« war auch gut. Ich fand unten einen Link »Kontakt«.
»Du willst Mitglied werden?«, fragte die Seite. »Warnung: Leicht ist das nicht! Lass es lieber!«
Die Typen hatten Humor. Es folgte eine Art Fragebogen: »Warum willst du Mitglied werden?« – »Wie alt bist du?« – »Seit wann weißt du, dass du schwul bist?« Das war noch einfach zu beantworten. Schwieriger waren solche Fragen: »Hast du schon mal einen Mann gefickt?« – »Bist du schon mal gefickt worden?«
Bestimmt würden sie mich nicht nehmen, wenn ich die Wahrheit schreiben würde – dass ich überhaupt keine Erfahrung hatte. Aber nun hatte ich mich festgebissen. Diese komische Webseite faszinierte mich irgendwie. Ich antwortete also ehrlich.
Dann kam die Frage: »In welchem Ort wohnst du?«
Ich nagte ein paar Sekunden lang an meinen weichen, vollen Lippen und schrieb dann wahrheitsgemäß: »Fichtenburg, Thüringen.«
Plötzlich sprang ein neues Fenster auf.
»Hallo! Ich bin ›GeileBockwurst‹, der Admin. Wenn du es mit uns versuchen willst, gib dir einen , der zu meinem passt, und denk dir ein Passwort aus.«
Aufregend! Eine geile Bockwurst wollte bestimmt in ein enges Loch. Außerdem dachte ich kurz an meine Ausflüge zu den Tropfsteinhöhlen rund um Fichtenburg.
»EngeHöhle«, schrieb ich in das erste Feld und in das zweite ein Passwort.
»Willkommen im Chat, ›EngeHöhle‹!«, begrüßte mich der Administrator. Er war hoffentlich kein »Bot«, sondern ein echter Mensch.
»Wir haben einen Neuen?«, schrieb jemand, der sich »DildoFreak« nannte.
»Wie siehst du aus, ›EngeHöhle‹?«, fragte »SexSchlange«.
»Hey, fällt unter Datenschutz!«, mahnte der Admin. »Er sagt, er ist 18.«
War also nicht so weit her mit dem Datenschutz!
»Wie viele seid ihr?«, fragte ich an.
»Geheim!«, erklärte »SteiferStaffelstab«.
»Fickst du lieber oder wirst du lieber gefickt?«, meldete sich »RosaElefant«.
»Weiß nicht«, schrieb ich. »Wohl lieber gefickt.« Mir wurde immer heißer. Sicher, es war nur ein Chat, aber das erste Mal, dass ich wirklich mit anderen Schwulen in Kontakt kam.
»Wie viele Schwänze hast du schon im Arsch gehabt?«, erkundigte sich »SexSchlange«.
»Keinen«, schrieb ich wahrheitsgemäß.
»Wow!«, kommentierte »DildoFreak«.
»Würdest du mir einen blasen?«, fragte »SteiferStaffelstab«.
»Ja!«, antwortete ich. Ein bisschen fühlte ich mich wie im Rausch. Ich wollte sie kennenlernen, alle! »Wo wohnt ihr?«
»Auch geheim!« Das war »GeileBockwurst«.
»Ich musste es aber auch sagen!«, beschwerte ich mich.
Eine Pause entstand. Aufgeregt starrte ich auf das Chat-Fenster.
Endlich kam ein neuer Beitrag, von »GeileBockwurst«: »Du bist erst Probemitglied!«
Ich atmete tief durch.
»Trefft ihr euch auch richtig?«, schrieb ich.
Wieder Pause.
»Du bist zu neugierig, ›EngeHöhle‹!«, meckerte der Admin.
»Lasst doch den Quatsch! Schade um die Zeit!«, kritisierte »SexSchlange«. »Los, fangen wir mit der Wichsrunde an!«
»Jaaa!«, meinte »RosaElefant«. »Meine Hose ist schon offen!«
»Kleine Sau!«, schrieb »GeileBockwurst« und setzte ein grinsendes Smiley dazu.
»Meine auch!«, schrieben die andern.
»Mein Pisser ist geil und fett!«
»Und meiner erst!«
»Wow! Ist das geil!«
»Wer hat schon Vorsaft?«
»Ich nicht!«, bemerkte »GeileBockwurst«.
»Du hast doch nie welchen!«, kommentierte »SexSchlange«.
»Hey, kein Streit!«
»Wichsen, sag ich! WICHSEN!«
»Mein Sack tanzt schon!«
»Mir kommt’s bald!«
»Meine Eier laufen über!«
»Die Soße spritzt gleich los!«
Sie schrieben alle durcheinander. Ich sog jedes Wort mit den Augen ein und wichste dabei selber wie verrückt. So geil war ich noch nie gewesen.
»Hey, ›EngeHöhle‹, bist du noch da?«
»Ja!«, tippte ich. »Brauche die Hände zum Abwichsen!«
»Wow! Scheiße! Ich hab schon gespritzt!«, schrieb »SteiferStaffelstab«. »Wieder die ganze Ficksoße auf dem Display!«
»RosaElefant« schrieb, wahrscheinlich grinste er dabei: »Weil du immer so viel ablädst!«
»Ich bin auch so weit!«
»Ich auch!«
»Mein Pisser...




