Jenkins / LaHaye | Das Zeichen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 8, 320 Seiten

Reihe: Finale

Jenkins / LaHaye Das Zeichen

Die letzten Tage der Erde
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-96122-098-4
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die letzten Tage der Erde

E-Book, Deutsch, Band 8, 320 Seiten

Reihe: Finale

ISBN: 978-3-96122-098-4
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Mit fester Hand regiert der Antichrist in Gestalt des auferstandenen Nicolai Carpathia die Welt. Eine erbarmungslose Verfolgung der Christen beginnt. Erstes Ziel des Terrors ist Griechenland, wo sich die Gläubigen von einer heimtückischen Todesmaschine bedroht sehen. Sie sind gezwungen, das Loyalitätszeichen der Weltgemeinschaft anzunehmen - oder zu sterben. Auch die Christen in Nicolais Palast planen ihre Flucht, um der Verfolgung zu entgehen. Die alles entscheidende Schlacht zwischen den Mächten von Gut und Böse um die Seelen der Menschen kann beginnen.

Jerry B. Jenkins hat bereits fast 200 Bücher geschrieben, einschließlich 21 'New York Times'-Bestseller. Mehr als 71 Millionen Exemplare seiner Werke wurden inzwischen weltweit verkauft. Er ist bekannt für seine Bibel-Romane, seine Endzeit-Romane ('Finale'-Reihe), und viele weitere Genres. Außerdem unterstützte er Billy Graham bei dessen Autobiografie, und hat zahlreiche Sport-Biografien geschrieben. Gemeinsam mit seiner Frau Dianna lebt er in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado. Sie haben drei erwachsene Söhne. Einer von ihnen, Dallas, ist der Erfinder, Co-Autor und Regisseur der TV-Serie 'The Chosen'.
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7

Nach Einbruch der Dunkelheit fuhr Buck den Ford mit ausgeschalteten Scheinwerfern aus der Garage. Den Nachmittag hatte er damit zugebracht, eine spezielle Verbindung zwischen den Brems- und Rücklichtern zu schaffen. Wenn er sich erst in den regulären Verkehr außerhalb von Chicago eingefädelt hatte, wollte er nicht riskieren, angehalten zu werden, weil seine Rücklichter nicht funktionierten, aber keinesfalls durften seine Bremslichter zu sehen sein, wenn er hinter der Tankstelle anhielt.

Zeke selbst war ein Experte darin und hatte Buck über das Telefon erklärt, was er zu tun hatte. Es wäre wirklich großartig, Zeke im Versteck zu haben. Er würde sich um solche Dinge kümmern können. Die Bremslichter waren nun unterbrochen, und egal, ob er die Scheinwerfer ein- oder ausgeschaltet hatte, beim Bremsen würde er sie von Hand bedienen müssen. Ein dünner Draht führte vom Kofferraum durch den Rücksitz bis zum Fahrersitz. Auf keinen Fall durfte er vergessen, ihn auch zu benutzen.

Niemand wusste, wie oft die Soldaten der Weltgemeinschaft die abgesperrten Gebiete überflogen und ob die Organisation überhaupt Zeit, Ausrüstung und Arbeitskräfte opferte, sich um ein Gebiet zu kümmern, das ihren eigenen Angaben zufolge stark radioaktiv verseucht war. Niemand würde sich in ein solches Gebiet wagen. Falls die Angaben zutreffend waren, würde niemand dort lange überleben können. Aber David und die anderen Mitglieder der Tribulation Force wussten, dass das nicht der Fall war.

Trotzdem, Rayford hatte beschlossen, nur im Schutz der Dunkelheit zu fliegen. Und Buck, oder jeder andere, der kam oder ging, würde sich ebenfalls daran halten. Dies war schwierig, da die Stadt außerhalb des Strong-Gebäudes überhaupt nicht beleuchtet war. Wenn der Mond nicht schien, war es fast unmöglich, in der Dunkelheit irgendetwas zu erkennen.

Buck steuerte den großen Ford langsam durch das zerstörte Stadtgebiet. Er wollte sich an das Fahrzeug gewöhnen. Einen so großen Wagen hatte er noch nie gefahren. Er war erstaunlich komfortabel, natürlich sehr leistungsstark und fuhr sehr zu seiner Freude besonders leise. Er hatte befürchtet, das Motorengeräusch wäre so laut wie das eines Panzers.

In vollkommener Dunkelheit in Chicago herumzufahren war jedoch nicht der beste Weg, um sich an den Wagen zu gewöhnen. Er brauchte eine offene Straße und die Gewissheit, dass niemand ihn beobachtete. Eine halbe Stunde später erreichte er die Stadtgrenze. Über eine verlassene Straße würde er unentdeckt zu den Vororten gelangen. Buck schaltete die Scheinwerfer ein und betätigte manuell die Bremslichter.

In der Nähe von Park Ridge war die Straße tatsächlich ein paar Meilen weit neu asphaltiert worden; es gab auch einige funktionierende Verkehrsampeln. Der Rest des Nordens von Illinois schien wieder in die ersten Tage des Automobils zurückgeglitten zu sein. Die Autos bahnten sich einen Weg durch die Trümmer und manchmal machte der Regen diese Wege auch unpassierbar.

Buck begegnete ein paar Streifenwagen der Weltgemeinschaft, aber es herrschte im Großen und Ganzen nur wenig Verkehr. Als er sich sicher fühlte, testete er die Leistung des Fords und übte mehrere Kehrtwendungen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Je schneller er fuhr und je schärfer er wendete, desto heftiger wurde sein Körper in den Sicherheitsgurt gepresst. Aber es hatte den Anschein, dass nichts den Ford zum Kippen bringen konnte. Buck kam an einer verlassenen Gegend vorbei, wo ihn bestimmt niemand beobachten konnte. Er unternahm ein paar schnelle Kehrtwendungen, sogar an Steigungen. Der Ford schien um mehr zu betteln. Mit seinem besonders breiten Radabstand, seinem Gewicht und seinem leistungsstarken Motor war er extrem manövrierfähig. Buck hatte den Eindruck, bei einem Werbespot mitzumachen.

Er trat das Gaspedal voll durch und beschleunigte auf 80 Meilen, dann stieg er in die Bremsen und riss das Lenkrad herum. Das Antiblockiersystem verhinderte, dass er ins Schleudern geriet oder umstürzte. Er konnte es kaum erwarten, sich mit dem Wagen, den die Beobachtungsposten der Weltgemeinschaft in Des Plaines fuhren, zu messen.

Buck versuchte, ruhiger zu werden. Es ging darum, Zeke abzuholen, ohne entdeckt zu werden. Er zog in Betracht, wie ein ganz normaler Kunde an der Tankstelle anzuhalten und dann davonzufahren, wenn die Beamten kamen, um den Wagen zu überprüfen. Aber sie verfügten über Telefone und Funkgeräte und ein Kommunikationsnetzwerk, gegen das er nichts ausrichten konnte. Wenn er einen Weg fände, von hinten mit ausgeschalteten Scheinwerfern an die Tankstelle heranzufahren, dann würden sie ihn nie entdecken können, auch nicht, wenn er mit seiner Ladung davonfuhr.

Sein Telefon klingelte. Es war Zeke. „Sind Sie in der Nähe?“, fragte der junge Mann.

„Nicht weit entfernt. Was ist los?“

„Wir werden diese Tankstelle in Brand setzen müssen.“

„Warum?“

„Wenn sie zu der Überzeugung kommen, sie hätten jeden Rebellen überprüft, der hier gewöhnlich tankt, werden sie sie doch sowieso abfackeln, oder?“

„Vielleicht“, erwiderte Buck. „Warum überlassen wir das nicht denen?“

„Vielleicht durchsuchen sie sie zuerst.“

„Und finden was?“

„Das unterirdische Versteck natürlich. Es ist unmöglich, alles wegzuschaffen, was meinen Vater verraten könnte.“

„Was können sie ihm denn anhaben?“

„Im Augenblick nur, dass er ohne Genehmigung der Weltgemeinschaft Benzin verkauft hat. Er bekommt eine Geldstrafe aufgebrummt oder muss vielleicht einen Monat oder zwei sitzen. Aber wenn sie herausbekommen, dass wir eine Fälscherei betrieben haben, dann haben sie ihn.“

„Da ist was dran.“ Buck war immer wieder erstaunt über die cleveren Gedankengänge des seltsam aussehenden Zeke. Wer hätte gedacht, dass sich der ehemalige drogenabhängige Tätowierer zum besten Fälscher in ihren Kreisen entwickeln würde?

„Und Sie wissen ja, Mr Williams, dass wir auch Leute von außerhalb versorgen. Lebensmittelläden, was auch immer. Na ja, das ist Ihnen ja bekannt. Also, ich denke Folgendes: Ich werde einen Zünder an eine Zeitschaltuhr anschließen. Sie wissen doch sicher, dass es nicht das Benzin ist, das brennt.“

„Wie bitte?“ Buck verstand gar nichts. Er hatte als Journalist die ganze Welt bereist, und ein dummer Junge wollte ihm erzählen, dass ein Benzinfeuer nicht das war, nach dem es aussah?

„Ja, das Benzin brennt nicht. Als ich noch oben gearbeitet und meinem Vater an der Tankstelle geholfen habe, habe ich meine Zigaretten in einen Eimer mit Benzin geworfen, den wir da stehen hatten.“

„Das ist nicht wahr.“

„Ich schwöre es.“

„Brennende Zigaretten?“

„Ganz bestimmt. So haben wir sie ausgemacht. Sie zischten, als würde man sie in einen Eimer Wasser werfen.“

„Das verstehe ich nicht.“

„Wir haben das Benzin benutzt, um uns die Hände zu reinigen. Sie wissen schon, fettlösend und so. Man hat vielleicht gerade an einer Achse gearbeitet, dann muss man einen Tank füllen oder eine Rechnung ausstellen.“

„Jetzt bin ich verwirrt. Ich verstehe nicht, wie man eine brennende Zigarette in einen Behälter mit Benzin werfen kann?!“

„Viele Leute wissen das nicht oder glauben es nicht.“

„Und wie kommt es, dass ihr nicht in die Luft geflogen seid?“

„Also, wenn das Benzin im Eimer frisch eingefüllt war, musste man eine Weile warten. Solange diese schimmernden Gase noch darüberhängen, die da sind, wenn man den Eimer oder einen Tank füllt, dann sollte man möglichst eine offene Flamme vermeiden.“

„Aber wenn es etwas länger steht, dann sind die Gase weg?“

„Mmh, und dann haben wir unsere Zigarettenkippen hineingeworfen.“

„Also sind es die Gase.“

„Ja, es sind die Gase, die brennen.“

„Ich verstehe. Und wie sieht deine Idee aus?“

„Sehen Sie, Mr Williams, bei einem Motor ist es genauso. Der Motor spritzt Benzin in die Zylinder und der Zündfunke entzündet es, verbrennt es aber nicht.“

„Und es ist das Gas im Benzin, das sich im Zylinder entzündet“, ergänzte Buck.

„Jetzt haben Sie es verstanden.“

„Gut. Ich bin unterwegs, halte dich bereit.“

„In Ordnung. Ich habe zwei große Kisten draußen bei dem Dreckhaufen abgestellt und ich bringe eine große Baumwolltasche mit. Alle meine Unterlagen, meine Ausrüstung, alles ist da drin. Ich hatte sogar noch Platz für was zu essen.“

„Wir haben genug zu essen, Zeke.“

„Man kann nie genug zu essen haben. Wie auch immer, das Zeug wartet draußen. Ich denke, wenn man Sie nicht entdeckt, kann ich auf Sie warten und meine Sachen schnell einladen, bevor ich hineinspringe.“

„Das klingt gut. Zurück zu dem Brand.“

„Ja. Hier unten sind einige Autoteile. Ich habe eine Zuleitung von dem Rohr zum Versorgungstank draußen abgeschnitten und einen Einspritzer drangehängt. Wenn ich gehe, drehe ich den Hahn auf, das Benzin läuft durch den Einspritzer und sprüht Benzin in den Raum.“

„Und schon bald ist der unterirdische Raum mit Benzin gefüllt.“

„Mit Gas.“

„Richtig. Und, wirfst du dann ein Streichholz die Treppe hinunter, wenn du auf dem Weg zum Wagen bist?“

Zeke lachte.

„Schscht!“

„Die können mich nicht hören. Aber nein, wenn ich ein Streichholz hineinwerfen würde, dann würde ich bis nach Chicago fliegen. Das würde Ihnen die...


Jenkins, Jerry B.
Jerry B. Jenkins hat bereits fast 200 Bücher geschrieben, einschließlich 21 "New York Times"-Bestseller. Mehr als 71 Millionen Exemplare seiner Werke wurden inzwischen weltweit verkauft. Er ist bekannt für seine Bibel-Romane, seine Endzeit-Romane ("Finale"-Reihe), und viele weitere Genres. Außerdem unterstützte er Billy Graham bei dessen Autobiografie, und hat zahlreiche Sport-Biografien geschrieben. Gemeinsam mit seiner Frau Dianna lebt er in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado. Sie haben drei erwachsene Söhne. Einer von ihnen, Dallas, ist der Erfinder, Co-Autor und Regisseur der TV-Serie "The Chosen".

Jerry B. Jenkins hat bereits fast 200 Bücher geschrieben, einschließlich 21 "New York Times"-Bestseller. Mehr als 71 Millionen Exemplare seiner Werke wurden inzwischen weltweit verkauft. Er ist bekannt für seine Bibel-Romane, seine Endzeit-Romane ("Finale"-Reihe), und viele weitere Genres. Außerdem unterstützte er Billy Graham bei dessen Autobiografie, und hat zahlreiche Sport-Biografien geschrieben. Gemeinsam mit seiner Frau Dianna lebt er in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado. Sie haben drei erwachsene Söhne. Einer von ihnen, Dallas, ist der Erfinder, Co-Autor und Regisseur der TV-Serie "The Chosen".



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