Jenkins / LaHaye | Die Ernte | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 320 Seiten

Reihe: Finale

Jenkins / LaHaye Die Ernte

Die letzten Tage der Erde
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-96122-101-1
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die letzten Tage der Erde

E-Book, Deutsch, Band 4, 320 Seiten

Reihe: Finale

ISBN: 978-3-96122-101-1
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Auf der ganzen Welt kommen während eines schrecklichen Erdbebens Millionen von Menschen ums Leben. Während die Mitglieder der Tribulation Force noch auf der Suche nach Überlebenden sind, kommt der schreckliche Verdacht auf, dass einer aus ihren Reihen ein Verräter ist. Wird es ihnen gelingen, die Wahrheit herauszufinden? Und was hat es mit dem Zeichen auf sich, das die Christen plötzlich auf ihrer Stirn entdecken? Dann überstürzen sich die Ereignisse: Es beginnt auf der ganzen Welt zu hageln, dann regnen Feuer und Blut vom Himmel. Wieder fallen Millionen von Menschen diesen Katastrophen zum Opfer. Doch das Schlimmste steht noch bevor ...

Jerry B. Jenkins hat bereits fast 200 Bücher geschrieben, einschließlich 21 'New York Times'-Bestseller. Mehr als 71 Millionen Exemplare seiner Werke wurden inzwischen weltweit verkauft. Er ist bekannt für seine Bibel-Romane, seine Endzeit-Romane ('Finale'-Reihe), und viele weitere Genres. Außerdem unterstützte er Billy Graham bei dessen Autobiografie, und hat zahlreiche Sport-Biografien geschrieben. Gemeinsam mit seiner Frau Dianna lebt er in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado. Sie haben drei erwachsene Söhne. Einer von ihnen, Dallas, ist der Erfinder, Co-Autor und Regisseur der TV-Serie 'The Chosen'.
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8

Während Buck darauf wartete, dass Mrs Cavenaugh aufwachte, überlegte er, ob er schnell zum Range Rover laufen sollte, um die Nummer von Ken Ritz im Computer nachzusehen. Falls Ken ihn und Tsion nach Israel bringen konnte, würde er Chloe mitnehmen. Nie wieder würde er sie allein zurücklassen.

Er war gerade im Begriff aufzustehen, als Mrs Cavenaugh sich endlich regte. Er wollte sie nicht erschrecken, sondern beobachtete sie nur. Als sie die Augen öffnete, lächelte er sie an. Sie wirkte verwirrt, dann setzte sie sich auf und zeigte auf ihn.

„Sie und Ihre Frau. Sie haben bei Loretta gewohnt, nicht?“

„Ja, Madam.“

„Aber gestern Morgen waren Sie nicht da.“

„Nein.“

„Und Ihre Frau. Ich habe sie gesehen! Geht es ihr gut?“

„Darüber wollte ich mit Ihnen sprechen, Mrs Cavenaugh. Sind Sie dazu bereit?“

„Oh, mir geht es gut! Ich habe nur kein Zuhause mehr. Ich habe mich zu Tode gefürchtet und möchte die Trümmer meines Hauses gar nicht sehen, aber ich bin gesund.“

„Wollen wir ein wenig spazieren gehen?“

„Nichts würde ich lieber tun, aber ich gehe mit keinem Mann, wenn ich seinen Namen nicht kenne.“

Buck entschuldigte sich und stellte sich vor.

„Das wusste ich“, sagte sie. „Wir haben uns zwar nie kennengelernt, aber ich habe Sie gesehen und Loretta hat mir von Ihnen erzählt. Ihre Frau habe ich kennengelernt. Corky?“

„Chloe.“

„Natürlich! Ich sollte mich eigentlich daran erinnern, weil mir dieser Name so gut gefiel. Na los, helfen Sie mir auf.“

Mrs Cavenaugh legte ihre Hand auf Bucks Ellbogen. Zusammen gingen sie in eine Ecke der Halle, in der sie in Ruhe miteinander reden konnten.

„Ich habe das alles ja schon einem jungen Mann vom Katastrophenschutz erzählt; auf jeden Fall dachte ich, das Rumpeln stamme von einem Tornado. Wer hat denn schon jemals von einem Erdbeben im Mittleren Westen gehört? Dann und wann gab es kleine Erschütterungen, aber ein richtiges Erdbeben, das Gebäude zum Einsturz bringt und Menschen tötet? Ich dachte, ich wäre klug gewesen, aber ich war ein Narr. Ich rannte in den Keller. Rennen ist natürlich ein relativer Begriff. Es bedeutet, dass ich nicht so langsam gegangen bin wie sonst. Wie ein kleines Mädchen rannte ich die Treppe hinunter. Schmerzen habe ich nur in meinen Knien.

Ich ging also zum Fenster, um zu sehen, ob ich den Tornado entdecken konnte. Draußen war es hell und sonnig, aber der Lärm wurde immer lauter, das Haus erbebte um mich herum, und ich dachte noch immer, ich wüsste, was es war. In diesem Augenblick sah ich Ihre Frau.“

„Wo genau?“

„Das Fenster war zu hoch für mich, ich konnte nicht hinaussehen. Ich konnte nur den Himmel und die Bäume erkennen. Sie haben sich richtig bewegt. Mein verstorbener Mann hatte immer eine Trittleiter unten. Ich stieg darauf, sodass ich den Boden sehen konnte. In diesem Augenblick kam Ihre Frau Chloe herausgerannt. Sie trug etwas bei sich. Was immer es war, es war ihr wichtiger, als Schuhe anzuziehen. Sie war nämlich barfuß.“

„Und wohin ist sie gerannt?“

„Zu ihrem Wagen. Das war dumm und ich habe ihr etwas zugerufen. Sie hatte die Sachen unter den Arm gestopft und versuchte mit der anderen Hand, den Wagen aufzuschließen. Ich rief ihr zu: ,Sie sollten nicht draußen sein, Mädchen!‘ Ich hoffte, sie würde die Sachen abstellen und schnell genug in den Wagen steigen, dass sie dem Tornado davonfahren konnte, aber sie sah nicht einmal auf. Sie bekam den Wagen schließlich auf und startete den Motor und in diesem Augenblick ging es los. Ich schwöre, eine meiner Kellerwände hat sich tatsächlich bewegt. So etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Der Wagen bewegte sich und der größte Baum in Lorettas Garten wurde entwurzelt. Die Wurzel nahm den halben Garten mit, und als er umstürzte, klang es, als sei eine Bombe in der Straße explodiert.

Sie setzte zurück und der Baum auf der anderen Seite von Lorettas Garten begann umzustürzen. Ich schrie dem Mädchen noch immer etwas zu, als ob sie mich in dem Wagen hätte hören können. Ich war sicher, der zweite Baum würde direkt auf sie stürzen. Sie fuhr nach links und die ganze Straße hob sich vor ihr. Wenn sie zur anderen Seite gefahren wäre, wäre sie mit Sicherheit umgekippt. Sie musste zu Tode erschrocken sein. Ein Baum lag vor ihr, ein anderer drohte, auf sie zu stürzen, und die Straße hatte sich vor ihren Augen gehoben. Sie umfuhr den umgestürzten Baum und raste über die Einfahrt genau in die Garage. Ich hoffte, sie würde endlich so vernünftig sein und in den Keller rennen. Ich konnte kaum glauben, dass ein Tornado einen solchen Schaden anrichtete, ohne dass ich ihn sah. Als ich hörte, dass alles zu Boden flog, als wenn das ganze Haus einstürzen würde – na ja, so war es ja auch –, ging mir endlich auf, dass dies kein Tornado war. Als die anderen beiden Bäume in Lorettas Garten umstürzten, zersplitterte das Glas in dem Fenster. Darum stieg ich von der Leiter und rannte zur anderen Seite des Kellers.

Schließlich krachten die Möbel aus dem Wohnzimmer durch die Decke auf die Stelle, an der ich gerade noch gestanden hatte. Ich kletterte über die Pumpe und zog mich zum Fenster hoch. Ich weiß nicht, was ich gedacht habe. Ich hoffte nur, dass Chloe mich irgendwie hören könnte. Ich schrie, so laut ich konnte. Sie kam weiß wie ein Bettlaken aus der Seitentür, noch immer barfuß und diesmal mit leeren Händen, und sie rannte, so schnell sie konnte, durch den Garten. Das war das Letzte, was ich von ihr gesehen habe. Mein Haus stürzte ein, und irgendwie blieb mir dieses kleine Stückchen Raum, in dem ich warten konnte, bis jemand mich fand.“

„Ich bin froh, dass Ihnen nichts geschehen ist.“

„Das war ziemlich aufregend. Ich hoffe, Sie finden Chloe.“

„Erinnern Sie sich noch, was sie getragen hat?“

„Sicher, ein weißes Kleid.“

„Vielen Dank, Mrs Cavenaugh.“

Doch die alte Frau starrte in die Ferne und schüttelte langsam den Kopf.

Chloe ist noch am Leben, dachte Buck.

„Als Erstes fragte Dr. Rosenzweig nach Ihrem Wohlergehen, Captain Steele.“

„Ich kenne den Mann kaum, Supreme Commander Fortunato“, erwiderte Rayford, wobei er jede einzelne Silbe betonte.

„,Commander‘ reicht vollkommen aus, Captain.“

„Sie können mich Ray nennen.“

Nun wurde Fortunato wütend. „Sie können mich nicht reizen, Captain. Wie ich Ihnen schon sagte, ich bin ein neuer Mensch.“

„Brand-neu“, meinte Rayford, „wenn Sie gestern tatsächlich tot waren und heute wieder lebendig sind.“

„Die Wahrheit ist, Dr. Rosenzweig fragte als Nächstes nach Ihrem Schwiegersohn, Ihrer Tochter und Tsion Ben-Judah.“

Rayford erstarrte innerlich. So dumm konnte Rosenzweig doch nicht gewesen sein! Auf der anderen Seite hatte Buck immer wieder erzählt, dass Rosenzweig so begeistert von Carpathia war. Er wusste nicht, dass Carpathia genauso ein Feind von Ben-Judah war wie der Staat Israel. Rayford hielt dem Blick von Fortunato stand. Leon schien zu wissen, dass er ihn am Haken hatte. Rayford betete im Stillen.

„Ich habe ihm erzählt, dass Ihre Tochter noch vermisst wird“, erklärte Leon. Er ließ den Satz im Raum hängen. Rayford reagierte nicht. „Und was sollen wir ihm über Tsion Ben-Judah sagen?“

„Woher soll ich das wissen?“, fragte Rayford. „Ich kenne seinen Aufenthaltsort nicht.“

„Warum hat Dr. Rosenzweig ihn dann im selben Atemzug genannt wie Ihre Tochter und Ihren Schwiegersohn?“

„Warum fragen Sie ihn das nicht?“

„Weil ich Sie frage, Captain! Sie denken, wir wüssten nicht, dass Cameron Williams ihm bei seiner Flucht aus Israel geholfen hat?“

„Glauben Sie alles, was Sie hören?“

„Wir wissen, dass es eine Tatsache ist“, erklärte Fortunato.

„Und wozu brauchen Sie meinen Beitrag dann noch?“

„Wir wollen wissen, wo sich Tsion Ben-Judah aufhält. Dr. Rosenzweig ist es wichtig, dass Seine Exzellenz Dr. Ben-Judah zu Hilfe kommt.“

Rayford hatte unbemerkt mitgehört, als Carpathia diese Bitte vorgetragen worden war. Nicolai hatte darüber nur gelacht und vorgeschlagen, so zu tun, als würden sie Ben-Judah helfen, um seinen Feinden einen Tipp zu geben, wo sie ihn finden konnten.

„Wenn ich den Aufenthaltsort Tsion Ben-Judahs kennen würde“, sagte Rayford, „würde ich ihn Ihnen nicht verraten. Ich würde Dr. Ben-Judah fragen, ob er möchte, dass Sie ihn erfahren.“

Fortunato erhob sich. Offensichtlich war die Unterredung beendet. Er begleitete Rayford zur Tür. „Captain Steele, Ihr Mangel an Loyalität ist zwecklos. Ich sage es noch einmal, Sie werden feststellen, dass ich durchaus versöhnungsbereit bin. Ich würde es als einen Gefallen betrachten, wenn Sie Dr. Rosenzweig verschweigen würden, dass Seine Exzellenz zu gern den Aufenthaltsort von Dr. Ben-Judah erfahren möchte.“

„Warum sollte ich Ihnen einen Gefallen tun?“

Fortunato breitete die Hände aus und schüttelte den Kopf. „Ich gebe auf“, sagte er. „Nicolai, äh, der Poten-, Seine Exzellenz hat mehr Geduld als ich. Mein Pilot wären Sie nicht.“

„Das stimmt, Supreme Commander. Jedoch werde ich in dieser Woche die Ehre haben, Sie zu fliegen, wenn Sie die anderen Jungs der Weltgemeinschaft abholen.“

„Ich nehme an, Sie meinen die anderen Weltführer.“

„Und Peter...


Jenkins, Jerry B.
Jerry B. Jenkins hat bereits fast 200 Bücher geschrieben, einschließlich 21 "New York Times"-Bestseller. Mehr als 71 Millionen Exemplare seiner Werke wurden inzwischen weltweit verkauft. Er ist bekannt für seine Bibel-Romane, seine Endzeit-Romane ("Finale"-Reihe), und viele weitere Genres. Außerdem unterstützte er Billy Graham bei dessen Autobiografie, und hat zahlreiche Sport-Biografien geschrieben. Gemeinsam mit seiner Frau Dianna lebt er in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado. Sie haben drei erwachsene Söhne. Einer von ihnen, Dallas, ist der Erfinder, Co-Autor und Regisseur der TV-Serie "The Chosen".

Jerry B. Jenkins hat bereits fast 200 Bücher geschrieben, einschließlich 21 "New York Times"-Bestseller. Mehr als 71 Millionen Exemplare seiner Werke wurden inzwischen weltweit verkauft. Er ist bekannt für seine Bibel-Romane, seine Endzeit-Romane ("Finale"-Reihe), und viele weitere Genres. Außerdem unterstützte er Billy Graham bei dessen Autobiografie, und hat zahlreiche Sport-Biografien geschrieben. Gemeinsam mit seiner Frau Dianna lebt er in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado. Sie haben drei erwachsene Söhne. Einer von ihnen, Dallas, ist der Erfinder, Co-Autor und Regisseur der TV-Serie "The Chosen".



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