Jensen | Heart of the Witch | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 600 Seiten

Reihe: Malediction

Jensen Heart of the Witch

Roman. Malediction 2 | Ein gefährlicher Auftrag. Eine Liebe, die nicht sein darf¿ - die fesselnde Fortsetzung des TikTok-Erfolgs
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98952-142-1
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman. Malediction 2 | Ein gefährlicher Auftrag. Eine Liebe, die nicht sein darf¿ - die fesselnde Fortsetzung des TikTok-Erfolgs

E-Book, Deutsch, Band 2, 600 Seiten

Reihe: Malediction

ISBN: 978-3-98952-142-1
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Der große Fantasyroman mit BookTok-Hype: »Heart of the Witch« von Danielle L. Jensen jetzt als eBook bei dotbooks. Ein gefährlicher Auftrag. Eine Liebe, die nicht sein darf. Eine Jägerin, die zur Gejagten wird.? Ihre Stimme begeistert die Massen. Seit Cécile dem düsteren Troll-Königreich entkommen ist, ist sie zum gefeierten Bühnenstar geworden. Doch für ihre Freiheit musste sie einen hohen Preis zahlen: Sie hat Tristan zurückgelassen, der Prinz der Dunkelheit, der ihr Herz eroberte. Und sie musste dem grausamen Trollkönig versprechen, Anuschka zu finden - jene Hexe, die die Trolle einst in den Untergrund verbannte. Nur wenn ihr das gelingt, wird Cécile Tristan wiedersehen. Doch bei der Suche nach Anuschka entdeckt Cécile auch ihr eigenes Hexenerbe. Und plötzlich muss sie sich entscheiden: Auf welcher Seite wird sie stehen, wenn es zum Kampf zwischen Licht und Dunkelheit kommt? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das Romantic-Fantasy-Highlight »Heart of the Witch« von Danielle L. Jensen ist der zweite Roman in ihrer »Malediction«-Trilogie und wird Fans von Sarah J. Maas und Rebecca Yarros begeistern. Die Printausgabe und das Hörbuch sind bei SAGA Egmont erschienen. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Danielle L. Jensen ist Autorin mehrerer Romantasy-Reihen. Bekannt wurde sie mit ihrer »Malediction«-Trilogie, die prompt die Bestsellerlisten stürmte. Nun erscheint die Erfolgsserie des BookTok-Stars erstmals auch auf Deutsch. Die Website der Autorin: https://danielleljensen.com/homepage/ Die Autorin auf TikTok: @daniellelynnjensen Die Autorin auf Instagram: danielleljensen/ Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin ihre »Malediction«-Reihe mit den Romanen »Song of the Witch«, »Heart of the Witch« und »Blood of the Witch«; als Print- und Hörbuchausgaben auch bei SAGA Egmont erhältlich.
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Kapitel 1


Cécile

Meine Stimme verhallte, doch die Erinnerung daran schien noch durch das Theater zu wabern, während ich anmutig zusammensackte und darauf vertraute, dass mich Julian auffing, auch wenn er das eigentlich gar nicht tun wollte. Der Bühnenboden fühlte sich glatt und kalt unter meiner Wange an, was aufgrund der Wärme Hunderter Leiber an einem Ort sehr wohltuend war. Ich versuchte, flach zu atmen, und ignorierte den Gestank von zu viel Parfum und zu wenig Körperpflege, als ich mich tot stellte. Julians Stimme ersetzte die meine. Sein Klagelied drang mir in die Ohren und wehte durch das Theater. Doch ich hörte nur mit halbem Ohr zu und dachte an das allzu reale Leid eines anderen, der in weiter Ferne weilte.

Das Publikum jubelte. »Bravo!«, schrie jemand, und ich hätte beinahe gelächelt, als eine herabfallende Blume meine Wange streifte. Der Vorhang fiel zu. Kurz darauf schlug ich widerstrebend die Lider auf und wurde durch den roten Samt in die unangenehme Realität zurückgeholt.

»Du hast heute Abend irgendwie abgelenkt gewirkt«, bemerkte Julian und zog mich kurzerhand auf die Beine. »Und in etwa so gefühlvoll wie mein linker Stiefel. Sie wird nicht erfreut sein.«

»Ich weiß«, murmelte ich und strich mein Kostüm glatt. »Es war eine lange Nacht.«

»Schockierend.« Julian verdrehte die Augen. »Es ist schon anstrengend, sich mit jedem reichen Mann und jeder reichen Frau der Stadt anzufreunden.« Er nahm erneut meine Hand, nickte den Bühnenarbeitern zu, und wir setzten beide ein Lächeln auf, als der Vorhang hochgezogen wurde. »Cécile! Cécile!«, brüllte das Publikum. Ich winkte blind und warf dem Meer aus Gesichtern eine Kusshand entgegen, bevor ich in einen tiefen Knicks sank. Julian ging auf ein Knie und küsste unter tosendem Applaus der Menge meine behandschuhten Finger. Dann fiel der Vorhang ein letztes Mal.

Kaum hatte der Stoff den Bühnenboden berührt, zog Julian seine Hand weg und stand auf. »Schon lustig, dass sie selbst dann deinen Namen rufen, wenn du einen schlechten Tag hast«, murmelte er, wobei sein attraktives Gesicht vor Zorn dunkel anlief. »Mich behandeln sie hingegen wie eine Requisite.«

»Du weißt ganz genau, dass das nicht stimmt«, widersprach ich. »Du hast sehr viele Verehrerinnen und Bewunderer. Alle Männer sind eifersüchtig auf dich, und jede Frau wünscht sich, sie würde an meiner statt in deinen Armen liegen.«

»Erspar mir die Plattitüden.«

Ich zuckte nur mit den Achseln, wandte ihm den Rücken zu und ging von der Bühne. Es war genau zwei Monate her, seit ich in Trianon eingetroffen war, und fast drei waren seit meiner dramatischen Flucht aus Trollus vergangen. Obwohl ich von Anfang an einen Plan gehabt hatte, den ich für umsetzbar und geeignet befand, war ich meinem Ziel, Anushka zu finden, noch keinen Schritt näher gekommen. Demzufolge stellte Julians Eifersucht die kleinste meiner Sorgen dar.

Hinter der Bühne herrschte das übliche organisierte Chaos – nur dass jetzt, da das Stück vorbei war, der Wein in Strömen floss. Halb bekleidete Chormädchen drängten sich um Julian und plapperten gleichzeitig auf ihn ein, sodass ihr Lob über seinen Auftritt kaum zu verstehen war. Ich freute mich darüber – denn er bekam nicht die Anerkennung, die er verdiente. Mich ignorierten sie, was völlig in Ordnung war, denn ich wollte nur noch hier weg. Den Blick fest auf meine Garderobe gerichtet, bahnte ich mir einen Weg durch die Menge, bis mich der Klang meines Namens erstarren ließ.

»Cécile!«

Ganz langsam drehte ich mich auf dem Absatz um und beobachtete, wie alle auseinanderstoben, als meine Mutter den Raum durchquerte. Sie drückte mir feste Küsse auf beide Wangen und zog mich in eine enge Umarmung. Dabei presste sie die kräftigen Finger schmerzhaft auf die lange fahle Narbe, die von Grans Heilung meiner Verletzungen übrig geblieben war. »Das war absolut grauenhaft«, zischte sie mir mit heißem Atem ins Ohr. »Sei froh, dass heute niemand mit Geschmack im Publikum war.«

»Selbstverständlich war niemand Wichtiges da«, flüsterte ich zurück. »Andernfalls hättest du ja auch auf der Bühne gestanden.«

»Sei dankbar, dass du auftreten durftest.« Sie löste sich von mir. »War sie heute nicht großartig?«, fragte sie in den Raum hinein. »Ein Naturtalent. Eine solche Stimme gab es noch nie.«

Alle murmelten zustimmend, und einige gingen sogar so weit zu klatschen. Meine Mutter strahlte sie an. Auch wenn sie mich kritisierte, wo sie nur konnte, tolerierte sie es nicht, wenn ein anderer auch nur ein schlechtes Wort über mich verlor.

»Ja, in der Tat. Gut gemacht, Cécile!« Eine Männerstimme erregte meine Aufmerksamkeit, und als ich um meine Mutter herumspähte, sah ich den Marquis durch den Raum spazieren. Er war ein unscheinbarer Mann, so bemerkenswert und einprägsam wie graue Farbe, abgesehen von der Tatsache, dass meine Mutter normalerweise an seinem Arm hing.

Ich machte einen Knicks. »Vielen Dank, Mylord.«

Er gebot mir mit einer Handbewegung, mich zu erheben, und beäugte die Chormädchen. »Eine großartige Vorstellung, meine Liebe. Hätte Genevieve nicht direkt neben mir gesessen, hätte ich schwören können, sie würde auf der Bühne stehen.«

Die Gesichtszüge meiner Mutter verkrampften, und ich spürte, wie ich blass wurde. »Zu freundlich.«

Alle starrten einander so lange schweigend an, dass es schon peinlich wurde.

»Wir sollten gehen«, ließ meine Mutter schließlich mit schriller, übertrieben fröhlicher Stimme verlauten. »Wir sind bereits spät dran. Cécile, Liebling, ich werde heute Abend nicht zu Hause sein, du musst also nicht aufbleiben.«

Ich nickte und sah dem Marquis hinterher, der meine Mutter durch den Hinterausgang eskortierte. Kurz fragte ich mich, ob er wohl wusste, dass sie mit meinem Vater verheiratet war, und ob es ihn interessierte, falls er es tat. Er war seit Jahren der Gönner meiner Mutter, doch ich hatte erst bei meiner Ankunft in Trianon von seiner Existenz erfahren. Ob diese Information meiner Familie vorenthalten wurde oder ob sie mich im Dunkeln tappen ließ, vermochte ich nicht zu sagen. Seufzend begab ich mich auf den Weg zu meiner Garderobe und schloss die Tür hinter mir.

Nachdem ich mich auf den Stuhl vor dem Spiegel gesetzt hatte, zog ich mir langsam die Bühnenhandschuhe aus und griff nach einem kurzen Paar aus Spitze, welches ich normalerweise trug, um mein Bindungsmal zu verbergen. Das silberne Tattoo glänzte im Kerzenlicht, und ich ließ die Schultern hängen.

Wie viele Qualen konnte eine Person ertragen, bevor sie zerbrach? In meinem Hinterkopf saß ein Knoten andauernder Pein – Schmerz, der mit wilder Angst und Wut durchzogen war und niemals verschwand, nie auch nur nachzulassen schien. Es war eine ständige Erinnerung daran, dass Tristan in Trollus litt, damit ich in Trianon in Sicherheit sein konnte. Es verbildlichte unentwegt, dass es mir nicht gelang, ihm zu helfen.

»Cécile?«

Ich drehte mich um und bedeckte mein Tattoo instinktiv mit der anderen Hand, bis ich bemerkte, dass es sich um Sabine handelte, und die Arme wieder an den Seiten herabhängen ließ. Sie runzelte die Stirn, als sie mein Gesicht erblickte, betrat den Raum und schloss die Tür hinter sich.

Trotz der Proteste ihrer Eltern hatte meine älteste und liebste Freundin darauf bestanden, mich nach Trianon zu begleiten. Sie war schon immer eine talentierte Näherin gewesen und hatte bewiesen, dass sie auch einen Hang für Frisuren und Schminke besaß, daher hatte ich das Ensemble davon überzeugen können, sie als meine Garderobiere einzustellen.

Während ich mich erholte, hatte meine Familie allen im Hollow erzählt, ich hätte wegen des Umzugs nach Trianon kalte Füße bekommen und wäre nach Courville an der Südspitze der Insel geflohen. Allerdings war es nie eine Option gewesen, Sabine mein Geheimnis nicht zu verraten. Nach allem, was sie in der Zeit, die ich verschwunden gewesen war, durchgemacht hatte, konnte ich sie nicht in dem Glauben lassen, sie hätte das alles nur aufgrund meines Lampenfiebers ertragen müssen.

»So schlecht warst du gar nicht«, meinte sie, tunkte einen Lappen in einen Cremetiegel und machte sich daran, mich abzuschminken, bevor sie mir meine Goldkette um den Hals legte. »Eigentlich warst du überhaupt nicht schlecht. Nur nicht so gut wie sonst. Wer könnte das unter diesen Umständen auch sein?«

Ich nickte, und uns war beiden bewusst, dass es nicht die Worte meiner Mutter waren, die mir auf der Seele lasteten.

»Und Genevieve ist eine dumme alte Hexe, wenn sie etwas anderes behauptet.«

Offensichtlich war die geflüsterte Kritik meiner Mutter auch an andere Ohren gelangt. »Sie will nur das Beste für mich«, erwiderte ich und konnte mir den Drang, sie zu verteidigen, selbst nicht erklären. Es handelte sich dabei um eine alte Angewohnheit aus der Kindheit, die ich einfach nicht loswurde.

»Das denkst du vielleicht, weil du ihre Tochter bist, aber …« Sabine zögerte und sah mich über den Spiegel hinweg mit ihren braunen Augen an. »Jeder weiß, dass sie eifersüchtig auf dich ist – ihr Stern geht unter, während deiner aufsteigt.« Sie lächelte mich an. »Es sieht auf der Bühne auch besser aus, wenn du Julians Geliebte spielst. Genevieve ist alt genug, um seine Mutter sein zu können, und das Publikum – nun ja, es ist nicht blind.«

»Sie ist trotzdem besser als ich.«

Ihr Lächeln verblasste. »Nur, weil du wegen dem, was mit ihm passiert, deine Leidenschaft verloren hast.«

Sie sprach Tristans Namen nie aus.

»Wenn du so gesungen hättest wie früher …« Sabine schnaubte frustriert. »Du hast so hart für all das hier gearbeitet,...



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