E-Book, Deutsch, 628 Seiten
Johler / Marchetti / Tschofen Kultur_Kultur.
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-8309-7847-3
Verlag: Waxmann Verlag GmbH
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Denken. Forschen. Darstellen.. 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde in Tübingen vom 21. bis 24. September 2011
E-Book, Deutsch, 628 Seiten
ISBN: 978-3-8309-7847-3
Verlag: Waxmann Verlag GmbH
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Kultur ist nicht nur seit nunmehr vier Jahrzehnten die zentrale Kategorie der Volkskunde und ihrer disziplinären Fortentwicklungen in Deutschland und darüber hinaus, Kultur ist - ungeachtet aller Problematik - auch eine der wirkmächtigsten Ordnungsvorstellungen der Moderne. Als Konzept der Selbstauslegung hat Kultur zu keiner Zeit eine ähnliche Reichweite und Anziehungskraft besessen wie heute, zugleich beschreibt sie ein Feld wachsender Ökonomien, ist weltweit Gegenstand politischen Handelns und nicht zuletzt Schlüsselbegriff und Fluchtpunkt einer Reihe von sich zusehends als Kulturwissenschaften verstehenden Fächern. Seit dem von Tübingen ausgehenden 'Abschied vom Volksleben' nimmt der um die alltägliche und lebensweltliche Dimension erweiterte Kulturbegriff eine zentrale Stellung im disziplinären Selbstverständnis des Faches ein. Die Wendung hin zu einer mehr prozessualen und relationalen Vorstellung von Kultur, wie sie in den letzten Jahren verstärkt vollzogen wurde, betrifft daher den Kern volkskundlicher Kulturwissenschaft. Vor diesem Hintergrund bildet die momentan zu beobachtende Konjunktur - bei gleichzeitiger Krise des Kulturkonzepts - eine besondere Herausforderung für das Fach. Der 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die kulturale Wende im Fach einer umsichtigen Evaluierung zu unterziehen und dabei zu fragen, wie sich eine Kulturwissenschaft zu rüsten hat, die für sich sowohl eine selbstkritische Zuständigkeit reklamiert, die aber gleichzeitig auch auf die veränderten Bedingungen für ein Verstehen der kulturalen Dimension der sozialen Welt zu reagieren hat.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Buchtitel ;1
2;Inhalt;6
3;Vorwort;14
4;„Zwei oder drei Dinge, die ich über Kultur weiß …“ Eine Reprise;17
5;Plenarvorträge;29
5.1;Die Materialisierung der Kultur;29
5.2;Selbstbeschreibungen beschreiben? Zur Kulturanalyse des Kulturgebrauchs;39
5.3;Grenzverschiebungen: Kultur als Wissensressource und Argumentationsstrategie in der feministischen Kulturanthropologie;50
5.4;From Discordant Participant-Observation. Toward an Anthropology of the Discordant;64
5.5;Entgrenzungen. Kultur – empirisch;72
6;Panel I: Kulturelles Eigentum: Perspektiven auf ein interdisziplinäres Forschungsfeld;87
6.1;Zur Konstituierung eines Forschungsfeldes: Cultural Property beleuchtet aus interdisziplinärer Perspektive;87
6.2;Allmendgemeinschaften und Cultural Commons in der Diskussion um kulturelles Eigentum;93
6.3;Spielräume im Völkerrecht: Regional differierende Interpretationen der ,Berechtigten‘ in den draft articles des WIPO IGC;100
6.4;Technik, die kulturelle Aneignung der Klangwelt und die Grenzen von Cultural Property;108
6.5;Das Erzgebirge als montane Kulturlandschaft Konstituierungs- und In-Wertsetzungsprozesse eines potenziellen UNESCO-Weltkulturerbes;115
7;Panel II: Zur Praxis-Kultur: Wissen und Erleben der Volkskunde in wissensanthropologischer Perspektive;7
7.1;Einleitung;122
7.2;Sammeln, Horten, Verhandeln. Der Wissensschatz als Ressource;123
7.3;Behagen in der Kultur. Museologische Praktiken des Museums für Volkskunde im Wien der 1930er-Jahre;132
7.4;„Erlebnis-Sphäre“ Volkskunde. Das Museum für Volkskunde in Wien als Ort ideologischer Praxis;143
8;Panel III: Aneignung – Zur Aktualität eines kulturwissenschaftlichen Begriffs;153
8.1;Aneignung | Appropriation 1960–1990 – Materialien, Programme, Verfahren;153
8.2;Invasion ins Perryversum? Praktiken der Aneignung einer populären Serie;161
8.3;Die Schwäbische Alb als gegenweltlicher Entwurf? Naturerfahrung als kulturelle Aneignungstechnik;167
8.4;Alltägliche Aneignung von Stadträumen. Raumerleben als Zugang in der kulturwissenschaftlichen Stadtforschung;172
9;Panel IV: Nach der Dekonstruktion: Neuere Kulturtheoretische Überlegungen in der Migrationsforschung;176
9.1;Zum Kulturbegriff in der ethnologischen Migrationsforschung;176
9.2;Jenseits ethnischer Grenzen. Zur Kosmopolitisierung des Kulturbegriffs und der Migrationsforschung;187
9.3;Wider den methodologischen Kulturalismus in der Migrationsforschung: für eine Perspektive der Migration;195
10;Panel V: „Historische Ethnografie“ – Ein Modus des Denkens,Forschens und Darstellens;205
10.1;„Historische Ethnografie“ – Ein Modus des Denkens, Forschens und Darstellens;205
10.2;Historische Forschung in der Europäischen Ethnologie. Ein Diskussionsbeitrag;207
10.3;Historische Ethnografie als reflexiver Forschungsmodus;214
10.4;Historischer Horizont oder Gegenwartsempirie – Die Grenzen der Feldforschung;226
11;Panel VI: Museum_Kultur: Transformationen des Kulturbegriffs im Museumsbetrieb;8
11.1;Kultur als Konstruktion – Kulturkonzepte im Museum und ihre Veränderung im 19. und 20. Jahrhundert;235
11.2;Der transkulturelle Blick – Migration im Stadtmuseum des 21. Jahrhunderts;248
11.3;„Ostdeutsche Kultur“ in der Grammatik der frühen Vertriebenenpolitik;253
11.4;Kultur und die Entwicklung des ländlichen Raums in Europa. Hintergründe und Folgen einer Museumsförderung durch das Leader-Programm der EU;263
12;Panel VII: Kunst und Ethnographie;273
12.1;Ich sehe was, was Du nicht siehst? Ethnographische und künstlerische Forschung im Prozess der Entgrenzung von Wissensformaten;273
12.2;Kultur-Konzepte zwischen künstlerischer und ethnographischer Forschung;279
12.3;(Kunst-)Forschung. Eine neuartige Begegnung von Ethnologie und Kunst;285
12.4;Handyfilme – künstlerische und ethnographische Zugänge zu Repräsentationen jugendlicher Alltagswelten. Ein transdisziplinäres Experiment;293
12.5;All Flesh is Grass. Deep mapping as an ‘essaying’ of place;303
12.6;Opening up the Field: Joseph Beuys’ Anthropological Art;312
13;Panel VIII: Forschen und Darstellen - Zur Visualisierung von Kultur;319
13.1;„Bewegen Sie die Maus, um zu zoomen. “Ebay – visuelle Ethnographie in der digitalen Kultur;319
13.2;Innen-Sicht. Dialogisch-partizipative Ansätze in der visuellen Ethnographie;328
13.3;Der kinematografische Imperativ medizinischen Wissens. Psychopathologie und früher Gebrauchsfilm;335
13.4;Visualisierung des Unbekannten. Fotos für Touristen als ethnografische Quellen;342
13.5;Moving images: Zum kulturanthropologischen Umgang mit digitalen Visualisierungen;349
14;Panel IX: Unterscheidungen machen den Unterschied: Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Differenz;355
14.1;Einleitung;355
14.2;Wissenschaftliches Selbstverständnis und ambivalente Innensichten – Volkskundler zwischen delegitimiertem und legitimiertem Wissen um 1900;356
14.3;Alltäglicher Rassismus in Deutschland –Delegitimiertes Wissen im legitimen Wissen der Gesellschaft;363
14.4;(Kulturelle) Differenz von Bedeutung. Integrationspolitik als Forschungsfeld gesellschaftlicher Einschluss- und Ausschlussprozesse;370
14.5;Diskurs_Diskurse. Solidarische Grenzgänge und unüberbrückbare Differenzen;378
15;Panel X: Sammeln, zeigen, deuten;384
15.1;Museen als Orte und Medien des Kulturtransfers;384
15.2;Das relationale Objekt. Überlegungen anhand transnationaler Sammlungsstrategien der Gegenwart;385
15.3;Das Depot zeigen;395
15.4;Messy Museums. Über Ordnung und Perspektiven des Museums;402
15.5;Sektion I: Argumentieren mit Kultur: Wissenschaft, Ökonomie, Politik;411
15.6;Die Kultur ist tot. Es lebe die Kreativität! Von der Kultur(haupt)stadt zur Creative City;411
15.7;Audit-Kultur: Verwaltungssysteme, unternehmerische Subjekte, Regierungsweisen an einer deutschen Hochschule;418
15.8;Sektion II: Wissensbestände der Volkskunde: Umgangsweisen und Perspektiven;10
15.9;Volkskundliche Gangarten – Bewegungsstile kulturwissenschaftlicher Forschung;425
15.10;Sind „beschreibende Ethnographien“ in Europa passe? Zur Erfahrung von Feldforschungen Petersburger Ethnologen in Deutschland;436
15.11;Sektion III: Kultur_forschen: Historische Akteure und Arbeitsweisen;445
15.12;Helfer und Helden. Rollenverteilung und Rollenkonflikt in der volkskundlichen Wissensproduktion;445
15.13;Sprache sammeln – Bilder machen Lehrer als Wissensgeneratoren der württembergischen Volkskunde;455
15.14;Der forschende Reporter: Journalist Wilhelm Kutter und die Volkskunde;468
15.15;Der Mythos von der Deutschen Mythologie. Prolegomena zur Neubewertung eines umstrittenen Werkes;477
15.16;Sektion IV: Kultur_forschen: Methodische Herausforderungen der Kulturanalyse;486
15.17;Systematik oder Intuition? Zur kulturanalytischen Praxis der Auswertung qualitativer Interviews;486
15.18;‚(Un-)Heimliche Akteure‘: Überlegungen zur (archivalischen) Quellen-Arbeit;493
15.19;AusTausch – In Relation denken und arbeiten.;501
15.20;Kultur und Kulturen: Von der Musealisierung der Kultur(-Politik) in einer europäischen Gesellschaft;508
15.21;„Reflexive Europeaness“? Oder: Wie Blickverschiebungen auf Migration und Europa kulturell sichtbar werden;517
15.22;„Kultur ist immer schon ein Stück weit Erinnerungskultur“. Ethnografien erinnerungskultureller Inszenierungspraktiken im postsozialistischen Europa;524
15.23;„Den technischen Wandel bewältigen“Kulturtheoretische Überlegungen zu biografischen Umbrüchen, Gewöhnung und Resilienz am Beispiel der Landwirtschaft;531
15.24;Kultur als Kompromiss. Vom Umgang mit einem brüchigen Berg;541
15.25;Kultur als soziale Ressource: Sprachkultur und Dialektreichweite in Unternehmen;550
15.26;Sektion VII: Kultur_denken: Theoretische Perspektiven auf Arbeitswelten;558
15.27;Subjektivierung ethnographieren? Aktuelle Positionen zu gouvernementalen Sozialtechnologien in der Arbeitswelt;558
15.28;Kollegialität – zur Analyse geringerer Prügelei;565
15.29;Magistersektion;575
15.30;Zwischen Denkmal und Vergessmal. Kaliningrads Friedhof im Schaffen der Lebenden;575
15.31;„We owe it all to the Hippies“. Digitale Traditionen und analoge Gegenwart;584
15.32;„Die Überwindung der Distanz“. Briefe als Medium der Raumkonstitution in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts;595
15.33;Studentische Sektion;604
15.34;Klangerinnerungen. Versuch einer Ethnographie des Hörens;613
15.35;Die Ausstellung Bilder vom Menschen, Bilder von Menschen. Phantastische Blicke ins Innere des Körpers –eine Projektvorstellung;620




