Jones | Deep Secrets - Alles von mir für dich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 10, 192 Seiten

Reihe: Deep-Secrets-Reihe

Jones Deep Secrets - Alles von mir für dich


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8528-0
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 10, 192 Seiten

Reihe: Deep-Secrets-Reihe

ISBN: 978-3-7517-8528-0
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Verlangen, das alle Grenzen sprengt - Liebe, die alles heilt.

Seit dem Augenblick, als Chris und Sara sich zum ersten Mal gegenüberstanden, ist die Leidenschaft zwischen ihnen überwältigender als alles, was sie je zuvor erlebt haben. Doch seit ihrer ersten Begegnung ist viel geschehen, und jetzt gilt es, die Dämonen der Vergangenheit ein für alle Mal zu besiegen. Denn nur wenn nichts mehr zwischen ihnen steht und sie sich dem anderen mit jeder Faser ihres Seins hingeben können, wird ihre Liebe überdauern können.

In dieser Begleitnovella kämpfen Sara und Chris nicht nur gegen die Schatten ihrer Vergangenheit, sondern auch um eine Zukunft voller Vertrauen, Hingabe und Vergebung. Das packende Finale der Deep-Secrets-Reihe!

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Die Deep-Secrets Reihe

1.Berührung (Roman - Sara und Chris)

2.Enthüllung (Roman - Sara und Chris)

3.Hingabe (Roman - Sara und Chris)

4.Sein Geheimnis (Novella, Chris' Sicht)

5.Geheime Sehnsucht (Novella, Marks Sicht)

6.Verbotene Träume (Novella, Marks Sicht)

7.Geheimes Begehren (Sara und Chris)

8.Tiefe Leidenschaft (Novella, Marks und Crystals Sicht)

9.Dunkle Liebe (Roman, Marks und Crystals Sicht)

10.Alles von mir für dich (Novella Chris & Sara)

11.Rebeccas Tagebücher (Gesamtausgabe)



Mit ihren Liebesromanen hat Lisa Renee Jones eine große Leserschaft gewonnen und wurde mehrfach mit Genrepreisen ausgezeichnet. Die New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin hat bereits diverse Serien veröffentlicht, die ebenfalls bei beHEARTBEAT erschienen sind, darunter »Tall, Dark and Deadly« sowie »Amy's Secret« und »Dirty Money«. Jones lebt mit ihrer Familie in Colorado Springs, USA.

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Weitere Infos & Material


Paris vor sechs Wochen

Es sind erst vierundzwanzig Stunden vergangen, seit Chris und ich in Paris angekommen sind, und wir stehen vor den Dämonen seiner Vergangenheit. Er hält mit seinem silbernen Porsche 911 vor The Script, dem Tattoo-Studio, das er Amber und ihrem Freund Tristan finanziert hat.

Als er das gedämpfte Licht und das Geschlossen-Schild sieht, flucht er. »Es ist zehn vor acht. Eigentlich sollte der Laden erst um acht schließen.«

»Tristan könnte frühzeitig Schluss gemacht haben«, meine ich und versuche, die düstere Stimmung, in die er seit unserer Ankunft gestern verfallen ist, ein wenig aufzuhellen. Er kämpft gegen die Peitsche, gegen das tiefe böse Verlangen, sich selbst zu bestrafen und das Aufplatzen seiner Haut unter den Schlägen zu spüren.

»Oder«, antwortet Chris, »er geht mir aus dem Weg, so wie er meinen Anrufen aus dem Weg gegangen ist. Ich kann den Widerschein eines Lichts im hinteren Raum sehen. Wir fahren zum Hintereingang.« Er braust los.

Ich schlinge die Arme um den Leib. »Wird die Hintertür nicht verschlossen sein? Was ist, wenn er dich nicht hereinlässt?«

Er fährt die Gasse hinter dem Haus entlang. »Ich muss es versuchen, Sara. Du weißt, dass ich es versuchen muss.«

»Ja«, flüstere ich. Ich weiß, dass er glaubt, er müsse Tristan sehen. Er ist geradezu getrieben von dem Bedürfnis, mit dem Mann ins Reine zu kommen, weil er das Gefühl hat, er habe ihm irgendwie unrecht getan. Aber tief im Innern, so fürchte ich, sehnt er sich nach jemandem, der ihm die Schuld an Ambers Tod gibt, da ich mich geweigert habe, das zu tun.

Wir fahren in eine Parklücke. »Vielleicht hat er einfach vergessen, das Licht auszuschalten?«, sage ich.

Chris würgt den Motor ab. »Wenn das Licht an ist, ist er hier.«

Selbst in der Dunkelheit kann ich sehen, wie verkrampft er ist: das Handgelenk angespannt auf dem Lenkrad, den Blick starr auf den Ort gerichtet, der mehr mit Amber als mit Tristan verbunden ist. Hierherzukommen öffnet aufs Neue Wunden, die nach Jahren der Schuldgefühle und Selbstvorwürfe immer noch schwären.

Es juckt mich in den Fingern, mich vorzubeugen und über das blonde Haar zu streichen, das seinen Nacken umspielt, aber ich widerstehe der Versuchung. Er ist zu nervös. Er summt wie eine Hochspannungsleitung, und er mag nicht berührt werden, wenn er in dieser Stimmung ist. Nicht einmal von mir.

»Lass unseren Anwalt den Papierkram mit der Eigentumsurkunde erledigen«, schlage ich vor.

Er dreht sich zu mir um, und es ist zu dunkel, um in seinen grünen Augen lesen zu können. »Es geht um mehr als um den Papierkram.« Seine Stimme ist leise, rau, auf eine Weise, die nur von Verzweiflung herrühren kann. »Ich muss wissen, dass man sich am Ende um sie gekümmert hat. Ihr Testament hat mir die Möglichkeit dazu verwehrt.«

»Und du meinst, Tristan wird es dir erzählen?«

»Ich muss ihn fragen.« Er öffnet seine Tür und steigt aus.

Mein Magen krampft sich zusammen, als ich die Tür auf meiner Seite aufdrücke. Ich lasse meinen Mantel zurück und trete hinaus in die kühle Novembernacht. Der Wind zerzaust mir mein braunes Haar. Ein von Chris Merit entworfenes Louvre-T-Shirt trägt kaum dazu bei, mich zu wärmen, aber zumindest waren meine kniehohen schwarzen Stiefel eine kluge Wahl.

Chris tritt vor den Wagen, und ich eile an seine Seite. Die sternenlose Nacht ist düster, die Stimmung noch düsterer. Er legt mir den Arm um die Schulter und zieht mich an sich, beschützt mich mit seinem großen Körper und sagt mir so, dass ich, was immer auch in ihm vorgeht, nach wie vor zu ihm gehöre. Er schließt mich nicht aus. Er muss dies tun, also werden wir es tun – genauso, wie wir den Sturm abwettern werden, der unweigerlich folgen wird.

Ich spüre, wie es ihn vorwärtsdrängt, und einmütig setzen wir uns in Bewegung. So eingestimmt bin ich auf diesen Mann. Wir können einer die Gedanken des anderen lesen, und es ist so, wie ich es niemals mit einem anderen menschlichen Wesen für möglich gehalten hätte. Deswegen weiß ich auch, dass schon das Eintreten in das Tattoo-Studio ihn hart ankommen wird, aber er hat seine Entscheidung getroffen. Ich werde ihn nicht daran hindern.

Wir bleiben am Hintereingang von The Script stehen, und Chris greift nach dem Türknauf. Ich bin mir sicher, dass die Tür verschlossen ist, aber ich irre mich. Die Tür lässt sich aufschieben, und Chris bedeutet mir voranzugehen. Alles in mir will die Arme um ihn schlingen und ihn wegzerren, aber ich verstehe, warum er dies tun muss. Vernunft kämpft hier gegen inneren Drang, und es ist unmöglich, gegen diesen Drang anzukommen. Es ist so ähnlich, wie wenn Menschen nicht umhinkönnen, bei einem Unfall zu gaffen, obwohl sie wissen, dass der Anblick ihnen ein Trauma verpassen wird. Das Verlangen, zu wissen, verzehrt uns, und gerade jetzt verzehrt es ihn. Und was Chris verzehrt, vernichtet ihn. Ich glaube, er weiß das. Ich glaube, er versucht zu verhindern, dass es dazu kommt, und ich muss ihm dabei helfen.

Ich trete in das warme Gebäude. Es ist stickig, als sei die Heizung einige Grad zu hoch eingestellt worden.

Chris folgt mir in den schmalen Flur und schließt leise die Tür. Er ergreift meine Hand und beugt sich vor, bis sein Mund neben meinem Ohr ist. »Bleib hinter mir. Ich will nicht, dass du seinen Zorn abbekommst.«

Ich nicke, und er geht schnell vor mir her und um die Ecke in das Studio, wo ich ihn einhole. Ich blinzele in dem dämmrigen Licht des Hauptraums, der mit Kunstwerken dekoriert ist, die größtenteils Amber entworfen hat. Erinnerungen stürmen auf mich ein, und ich denke daran, wie ich Amber gegenüber an einem der Beratungstische gesessen und ihr Handgelenk ergriffen habe, um sie nach den Peitschenstriemen auf ihrem Arm zu fragen. Gott, es tut weh, zu wissen, dass sie tot ist, und dabei habe ich nicht annähernd die gemeinsame Geschichte mit ihr wie Chris.

Er geht zu der Tür hinter den Tischen. Sie steht einen Spaltbreit offen, aus dem sich Licht in den Ladenraum ergießt.

Als er durch die Tür tritt, folge ich ihm und schnappe nach Luft. Denn wir blicken auf Tristans nackten Hintern sowie ein Paar tätowierter Frauenbeine, die um seine Hüften geschlungen sind. Die Füße der Frau stecken in schwarzen, zehn Zentimeter hohen High Heels.

Tristan schaut über seine Schulter und grunzt, bevor er einige Worte auf Französisch sagt, die ganz sicher nicht nett sind. Trotz ihrer Proteste lässt er von der Frau ab und zieht seine Hose hoch, während ihr Blick auf meinen trifft und sie aus dem Nebel ihrer Lust auftaucht. Sofort kommt Bewegung in sie, und sie beeilt sich, ihr Jeanskleid herunterzuziehen.

Ich kann nicht anders, ich starre sie an; ich bin verblüfft darüber, wie ihre tätowierte weiße Haut, der schlanke kurvige Körper und das lange blonde Haar mich an Amber erinnern. Plötzlich ist mir übel bei dem Gedanken, dass das genau der Grund ist, warum Tristan mit ihr zusammen ist. Er kann Amber nicht loslassen, und mein einziger Trost ist, dass der Anblick von Chris Tristan vielleicht dazu zwingen wird, mit einem Verlust fertigzuwerden, dem er sich noch nicht gestellt hat.

»Ich nehme an, wir wissen jetzt, wie du mit deinem Schmerz umgehst«, sagt Chris trocken. »Nämlich gar nicht. Weiß sie, dass sie wie deine tote Freundin aussieht?«

Ich winde mich innerlich, aber ich bin froh, dass er weder Tristan erlauben wird, sich zu verstellen, noch zulässt, dass die Frau verletzt wird, weil sie sich vielleicht einbildet, sie bedeute Tristan etwas.

»Halt dein verdammtes Maul, Chris«, knurrt Tristan und fährt sich mit einer Hand durch sein langes Haar, das er sich schwarz mit einigen blonden Strähnchen gefärbt hat. Er stellt sich vor die Frau, und seine tätowierten muskulösen Bizepse wölben sich unter seinem weißen T-Shirt, als er die Hände in seine schlanken Hüften stemmt. »Sie ist Amerikanerin. Sie spricht Englisch.«

»Gut«, erwidert Chris kühl. »Sie muss wissen, dass du sie benutzt.«

Tristan taumelt vorwärts, als habe er vor, auf Chris loszugehen, und sein verkrampftes Kinn sagt mir, dass er gegen den Drang ankämpft. »Verdammt noch mal, wer bist du, dass du glaubst, mich verurteilen zu können?« Seine Stimme ist leise, angespannt. »Du, der du einen Lederriemen benutzt.«

»Besser eine Peitsche als eine Person.«

»Ich sehe aus wie seine tote Freundin?«, fragt die Frau scharf und trifft direkt ins Schwarze, genau wie es Chris beabsichtigt hat.

»Welche tote Freundin, verdammt noch mal?«

Chris antwortet: »Die, der dieser Salon gehört hat und die genauso ausgesehen hat wie Sie.«

Tristan zischt Chris etwas auf Französisch zu. Als die Frau nach seinem Arm greift, wirbelt er zu ihr herum, ergreift ihr Handgelenk und befiehlt mit einem leisen, vernichtenden Ton: »Geh nach Hause. Auf der Stelle.«

»Was?«, stößt sie hervor. »Ich …«

»Geh. Sofort.«

Ihr Gesicht wird rot, und sie dreht sich auf dem Absatz um und stürmt auf uns zu. Chris und ich treten schnell zur Seite, um sie zwischen uns hindurchzulassen, bevor wir automatisch wieder zueinanderfinden. Wir sind zusammen, selbst in schlimmen Zeiten wie diesen. Chris wendet sich nicht der Peitsche zu, sondern mir, und es macht mich wütend, dass Tristan ihn mit seinem Verlangen nach dieser Flucht verhöhnt hat. Es wirft in mir außerdem die Frage auf, ob es Tristans Schmerz ist, der da aus ihm spricht, oder ob er Amber das Gleiche angetan...


Jones, Lisa Renee
Mit ihren Liebesromanen hat Lisa Renee Jones eine große Leserschaft gewonnen und wurde mehrfach mit Genrepreisen ausgezeichnet. Die New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin hat bereits diverse Serien veröffentlicht, die ebenfalls bei beHEARTBEAT erschienen sind, darunter »Tall, Dark and Deadly« sowie »Amy's Secret« und »Dirty Money«. Jones lebt mit ihrer Familie in Colorado Springs, USA.



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