E-Book, Deutsch, Band 1, 384 Seiten
Reihe: Deep-Secrets-Reihe
Jones Deep Secrets - Berührung
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8518-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1, 384 Seiten
Reihe: Deep-Secrets-Reihe
ISBN: 978-3-7517-8518-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Er ist tödlich, eine Droge ... meine Droge
Als Sara McMillan die erotischen Tagebücher einer Frau namens Rebecca findet, ist sie von deren Inhalt gleichermaßen erschüttert wie fasziniert. Sie will herausfinden, was mit Rebecca geschehen ist, und begibt sich auf die Suche nach ihr. Doch dabei gerät sie wie diese selbst in den Bann zweier geheimnisvoller Männer, die eine gefährliche Sehnsucht in ihr wecken - eine Sehnsucht, die Sara schon bald zu überwältigen droht ...
Der Auftakt zu einer erotisch-düsteren Liebesgeschichte voller Geheimnisse, Leidenschaft und gefährlicher Obsessionen. Folgt Sara auf den Spuren geheimnisvoller Tagebücher, die sie zu packenden Abenteuern mit zwei Männern führen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
»Bei so viel erotischer Spannung drohen die Seiten in Flammen aufzugehen.« ROMANTIC TIMES
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
Die Deep-Secrets Reihe
1.Berührung (Roman - Sara und Chris)
2.Enthüllung (Roman - Sara und Chris)
3.Hingabe (Roman - Sara und Chris)
4.Sein Geheimnis (Novella, Chris' Sicht)
5.Geheime Sehnsucht (Novella, Marks Sicht)
6.Verbotene Träume (Novella, Marks Sicht)
7.Geheimes Begehren (Sara und Chris)
8.Tiefe Leidenschaft (Novella, Marks und Crystals Sicht)
9.Dunkle Liebe (Roman, Marks und Crystals Sicht)
10.Alles von mir für dich (Novella Chris & Sara)
11.Rebeccas Tagebücher (Gesamtausgabe)
Mit ihren Liebesromanen hat Lisa Renee Jones eine große Leserschaft gewonnen und wurde mehrfach mit Genrepreisen ausgezeichnet. Die New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin hat bereits diverse Serien veröffentlicht, die ebenfalls bei beHEARTBEAT erschienen sind, darunter »Tall, Dark and Deadly« sowie »Amy's Secret« und »Dirty Money«. Jones lebt mit ihrer Familie in Colorado Springs, USA.
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Mittwoch, 7. März 2012
Gefährlich.
Seit Monaten habe ich gute und schlechte Träume davon, wie vollkommen er dieses Wort verkörpert. Schlaftrunkene Parallelwelten, in denen ich lebhaft seinen moschusartigen, männlichen Duft riechen kann und seinen straffen Körper an meinem spüren. In denen ich seinen süßen und sinnlichen Geschmack kosten kann – wie Milchschokolade mit ihrer seidigen Versuchung, mir noch einen weiteren Bissen zu gönnen. Und noch einen. So gut, dass ich vergaß, dass es einen Preis für die Begierde gibt. Und es gibt einen. Es gibt immer einen Preis. Am Samstagabend fühlte ich mich an diese Lebensweisheit erinnert. Und ich weiß jetzt, ganz gleich, was er sagt, ganz gleich, was er tut, ich kann und werde ihn nicht wiedersehen.
Es begann wie jedes andere erotische Abenteuer mit ihm. Unberechenbar. Aufregend. Ich erinnere mich kaum daran, ab welchem Punkt alles schiefging. Wie alles eine so dunkle Wendung nehmen konnte.
Er hatte mir befohlen, mich auszuziehen und mich auf die Matratze zu setzen, an das Betthaupt gelehnt, die Beine gespreizt, damit er alles an mir betrachten konnte. Nackt vor ihm, geöffnet für ihn, war ich verletzlich und zitterte vor Verlangen. Noch nie in meinem Leben hatte ich Befehle von einem Mann entgegengenommen, und schon gar nicht gedacht, dass ich jemals wegen irgendetwas zittern würde. Aber für ihn tat ich es.
Wenn dieser Abend eines bewiesen hat, dann das: Sobald ich mit ihm zusammen bin, bin ich in seinem Bann, kann er alles von mir verlangen – und ich gebe es ihm. Er konnte mich dazu bringen, über meine Grenzen hinauszugehen, an unglaubliche Orte, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie je betreten würde. Und genau deshalb kann ich ihn nicht wiedersehen. Er gibt mir das Gefühl, besessen zu sein, und beunruhigenderweise gefällt mir das. Es will mir nicht in den Kopf, wie ich so etwas mit mir machen lassen kann, und doch erfüllt mich brennendes Verlangen. Aber als ich ihn am Samstagabend am Ende des Bettes stehen sah, stattlich und muskulös, während sein Schwanz steil hervorragte, war da nichts als Verlangen.
Er war prachtvoll. Wirklich und wahrhaftig der umwerfendste Mann, der mir je begegnet war. Sofort überkam mich Lust. Ich wollte ihn bei mir haben, wollte seine Berührung spüren. Wollte ihn berühren. Aber ich weiß jetzt, dass ich ihn nicht ohne seine Erlaubnis berühren darf. Und ich weiß, dass ich ihn nicht anflehen darf, es mir zu erlauben.
Ich habe meine Lektion aus vergangenen Begegnungen gelernt. Er genießt die Verletzlichkeit, die sich im Flehen offenbart, viel zu sehr. Genießt es, sein Begehren zurückzuhalten, bis ich beinahe unter dem Brennen meines Körpers erbebe. Bis ich flüssige Hitze und Tränen bin. Er mag diese Macht über mich. Er mag es, die volle Kontrolle zu haben. Ich sollte ihn hassen. Manchmal denke ich, ich liebe ihn.
Es war die Augenbinde, die mich hätte warnen sollen. Ich sollte an einen Ort geführt werden, von dem es kein Zurück mehr gab. Im Nachhinein glaube ich, dass er es war. Er warf die Augenbinde aufs Bett, eine Mutprobe, und sofort jagte ein Schauer über meinen Rücken. Die Vorstellung, nicht sehen zu können, was mit mir geschah, sollte mich erregen – und sie erregte mich tatsächlich. Aber aus Gründen, die ich damals nicht verstand, machte sie mir auch Angst. Ich fürchtete mich, und ich zögerte.
Das gefiel ihm nicht. Er sagte es mir, sagte es mit dieser tiefen, vollen Baritonstimme, die mich unkontrolliert zittern lässt. Das Verlangen, ihm zu gefallen, war unbezwingbar. Ich legte die Augenbinde an.
Ich wurde durch die Bewegung der Matratze belohnt. Er kam zu mir. Bald wusste ich, dass ich ebenfalls kommen würde. Seine Hände glitten besitzergreifend meine Waden hinauf, über meine Schenkel. Und, Gott verdamme ihn, sie machten Halt, kurz bevor sie das Zentrum meines Verlangens erreichten.
Was als Nächstes kam, war ein schemenhafter Wirbel aus Gefühlen. Er zog mich auf den Rücken, flach auf die Matratze. Ich wusste, dass die Befriedigung nur Sekunden entfernt war. Gleich würde er in mich eindringen. Gleich würde ich bekommen, was ich brauchte. Aber zu meiner Bestürzung entfernte er sich von mir.
Und in diesem Moment, dessen war ich mir sicher, hörte ich das Klicken eines Schlosses. Es ließ mich auffahren, und ich rief seinen Namen, voller Angst, dass er gehen würde. Bestimmt hatte ich etwas falsch gemacht. Doch dann legte sich seine Hand flach auf meinen Bauch, und Erleichterung durchflutete mich. Ich hatte mir das Klicken nur eingebildet. So musste es gewesen sein. Aber es lag eine subtile Veränderung in der Luft, rohe Lust und Bedrohung erfüllten den Raum, die sich nicht nach ihm anfühlten. Doch dieser Gedanke war nur zu schnell vergessen, als er sich wuchtig zwischen meinen Schenkeln niederließ, als seine starken Hände meine Arme über meinen Kopf hoben, sein Atem warm auf meinem Hals lag – sein Körper kräftig, perfekt.
Irgendwie wurde eine seidene Krawatte um meine Handgelenke gebunden, und meine Arme wurden an den Bettrahmen gefesselt. Es kam mir gar nicht in den Sinn, dass er dies nicht allein hätte tun können. Dass er sich über mir abstützte, außerstande, meine Arme festzubinden. Aber er manipulierte meinen Körper, meinen Geist, und ich war sein williges Opfer.
Er hob seinen Körper von meinem, und ich wimmerte, außerstande, nach ihm zu greifen. Wieder Schweigen und das Rascheln von Stoff. Weitere seltsame Geräusche. Lange Sekunden verrannen, und ich erinnere mich an die Kühle, die über meine Haut kroch. An das Grauen, das sich in meinem Magen zusammenballte.
Und dann der Augenblick, von dem ich weiß, dass ich mich noch im Sterben an ihn erinnern werde. Der Augenblick, als der Stahl einer Klinge meine Lippen berührte. Der Augenblick, in dem er versprach, dass in Schmerzen Vergnügen läge. Der Augenblick, in dem die Klinge über meine Haut glitt als Beweis, dass er Wort halten würde. Und ich wusste jetzt, dass ich mich geirrt hatte. Er war nicht bloß gefährlich. Und schon gar nicht wie Schokolade. Er war tödlich, eine Droge, und ich befürchtete …
Ein Klopfen an meiner Wohnungstür reißt mich aus den verführerischen Worten des Tagebuchs – so abrupt, dass ich das Buch um ein Haar in die Luft schleudere. Schuldbewusst schlage ich es zu und lege es zurück auf den schlichten Eichencouchtisch, auf dem meine Nachbarin und enge Freundin Ella Ferguson es am Abend zuvor hatte liegen lassen. Ich hatte nicht vorgehabt, es zu lesen. Es war einfach … da. Auf meinem Tisch. Geistesabwesend hatte ich es geöffnet und war so entsetzt über das, was ich las, dass ich nicht geglaubt habe, es könne wirklich von meiner süßen Freundin Ella stammen. Also habe ich weitergelesen. Ich konnte nicht aufhören und weiß nicht, warum. Es ergibt keinen Sinn. Ich heiße Sara McMillan, bin Highschool-Lehrerin und dringe weder in anderer Leute Privatsphäre ein, noch genieße ich diese Art von Lektüre. Ich sage mir das immer noch, als ich die Tür erreiche, aber das brennende Ziehen in meinem Bauch kann ich nicht ignorieren.
Bevor ich meinen Besucher begrüße, halte ich inne und lege die Hände an die Wangen. Sie müssen flammend rot sein, und ich hoffe, dass – wer auch immer vor meiner Tür steht – einfach wieder gehen wird. Dafür gelobe ich im Stillen, nicht weiter in dem Tagebuch zu lesen, auch wenn ich weiß, dass die Versuchung stark sein wird. Gütiger Gott, ich fühle mich so, wie Ella sich anscheinend gefühlt hat, als sie die Szene in dem Tagebuch durchlebte – als sei ich diejenige, die sich an einen erregenden Moment und dann einen nächsten klammert. Offensichtlich sollten achtundzwanzig Jahre alte Frauen nicht fünf Jahre lang auf Sex verzichten. Das Schlimmste an der Sache ist jedoch, dass ich in die Privatsphäre einer Person eingedrungen bin, die mir etwas bedeutet.
Es klopft abermals, und ich muss mir eingestehen, dass mein Besucher wohl nicht einfach weggehen wird. Ich rufe mich zur Ordnung und ziehe am Saum des schlichten hellblauen Kleids, das ich heute für den letzten Englischkurs der zehnten Klasse der Sommerschule angezogen habe. Ich hole Luft und öffne die Tür, und ein kühler Schwall der ganzjährig kühlen Nachtluft von San Francisco fährt durch die losen Strähnen meines langen brünetten Haars, die mir aus dem Knoten im Nacken gerutscht sind. Glücklicherweise kühlt die Brise auch meine fiebrig heiße Haut. Was ist los mit mir? Wie kann ein Tagebuch eine so heftige Wirkung auf mich haben?
Ohne auf eine Einladung zu warten, rauscht Ella an mir vorbei, in einem Schwall nach Vanille duftenden Parfums und mit roten, federnden Locken.
»Da ist es ja«, sagt Ella und schnappt sich ihr Tagebuch vom Couchtisch. »Ich dachte mir doch, dass ich es hiergelassen habe, als ich gestern Abend vorbeigekommen bin.«
Ich schließe die Tür, überzeugt, dass meine Wangen erneut brennen, denn ich weiß jetzt mehr über Ellas Sexleben, als ich sollte. Ich kann mir nicht erklären, was mich dazu verleitet hat, dieses Tagebuch zu öffnen, was mich geritten hat, weiterzulesen. Was mich selbst jetzt noch dazu bringt, mehr lesen zu wollen.
»Das ist mir gar nicht aufgefallen«, sage ich und wünsche mir sofort, ich könnte es zurücknehmen. Ich mag Lügen nicht. Ich...




