Jordan | Broughton House - Haus der Sehnsucht | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

Jordan Broughton House - Haus der Sehnsucht


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86278-600-8
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 320 Seiten

Reihe: MIRA Taschenbuch

ISBN: 978-3-86278-600-8
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Drei Frauen, die sich nie begegnen werden, die aber alle die gleiche Sehnsucht nach Liebe in sich tragen - und hoffen, dass das wunderschöne alte Landhaus sie der Erfüllung ihrer Wünsche näherbringt.
Fern - sanft, gefühlvoll und gefangen in einer kalten, lieblosen Ehe. Und nie wird sie aufhören, sich nach dem Stiefbruder ihres Mannes zu verzehren. Kann 'Broughton House' ihr die Kraft geben, ein neues Leben zu beginnen?
Eleanor - glücklich verheiratet mit dem Anwalt Marcus, Karrierefrau und liebevolle Mutter. Und doch verspürt sie eine gefährliche Leere in sich. Wird sie in 'Broughton House' das finden, was ihr bisher fehlte?
Zoe - impulsiv, begeisterungsfähig und voller Tatendrang. Mit ihrem Freund Ben will sie eine gemeinsame Existenz aufbauen. Macht ihre ungewollte Schwangerschaft all ihre Pläne mit 'Broughton House' zunichte?



Am 31. Dezember 2011 starb unsere Erfolgsautorin Penny Jordan nach langer Krankheit im Alter von 65 Jahren. Penny Jordan galt als eine der größten Romance Autorinnen weltweit. Insgesamt verkaufte sie über 100 Millionen Bücher in über 25 Sprachen, die auf den Bestsellerlisten der Länder regelmäßig vertreten waren. 2011 wurde sie vom britischen Autorenverband Romantic Novelists' Association für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Penny Jordan wurde 1946 im englischen Preston geboren. Als Teenager zog sie nach Cheshire, wo sie bis zu ihrem Tode blieb. Sie besuchte die Todmorden Grammar School und arbeitete anschließend als Schreibkraft in Manchester. Während ihrer Zeit als Bankangestellte, schenkte ihr Steve Halsall, Buchhalter und ihr zukünftiger Ehemann, ihre erste Schreibmaschine - eine Autorin war geboren.

Penny behauptete später oft, sie habe Geschichten erfunden, seit sie denken könne. Im Alter von zehn Jahren hörte sie zum ersten Mal vom Mills & Boon-Verlag, als eine Nachbarin ihrer Mutter die Zeitschrift "Woman's Weekly" gab. Mit Anfang zwanzig begann sie zu schreiben und veröffentlichte in den ersten Jahren unter verschiedenen Pseudonymen 25 Regency-Romane, zwei Liebesromane und einen Romantic Thriller.

Dann erfuhr sie, dass der Romance Verlag Mills & Boon nach neuen Autoren suchte. "Ich war immer ein Fan von Mills & Boon-Romanen - am Tag der Veröffentlichung meiner Lieblingsautorenhabe ich immer so früh wie möglich Feierabend gemacht, um rechtzeitig in die Buchhandlungen zu kommen und ein Exemplar zu ergattern, bevor alle vergriffen waren. Irgendwann nahm ich all meinen Mut zusammen und bot Mills & Boon mein erstes eigenes Buch. Ich entschied mich für die Art Liebesroman, die ich selber am liebsten lese, mit einem Wüstenprinzen als Helden. Dieser erschien unter dem Titel 'Falcon's Prey' [bei CORA unter dem Titel "Betörende Nächte in Kuwait" bei Julia erschienen, die Red.]. Über Wüstenprinzen zu schreiben hat mir immer großen Spaß gemacht, und sie sind so etwas wie mein Markenzeichen geworden. "

Die Lektorin, die Penny Jordans Roman 1980 in einem Stapel unveröffentlichter Manuskripte entdeckte, sagte über sie: "Ein Naturtalent - eine geborene Geschichtenerzählerin mit einem einzigartigen, kraftvollen und leidenschaftlichen Ton. "Die Manuskripte, die Penny Jordan auf ihrer alten Schreibmaschine schrieb, waren berüchtigt, weil oft Heldennamen und einzelne Buchstaben fehlten, da Pennys Arbeitsweise impulsiv war ...

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PROLOG


Ferns Magen krampfte sich zusammen, als Nick die Küche betrat.

Sie hatte ihn vom Schlafzimmer aus kommen hören. Mit einem heftigen Tritt auf das Bremspedal hatte er den Wagen zum Stand gebracht und war ausgestiegen. Ungeduldig hatte er die Tür zugeschlagen und zum Haus hinaufgesehen.

Fern war vom Fenster zurückgetreten und hatte einen Blick in den Spiegel ihres Toilettentischs geworfen. Sie sah angespannt und müde aus. Ihr Blick war leer und leblos. So leer und leblos wie ihre Ehe mit Nick?

Abrupt hatte sie sich abgewandt und war nach unten geeilt.

Natürlich war es ihre Schuld, dass Nick schlechter Laune war. Sie hätte sich nicht beschweren dürfen, weil er gestern Abend wieder so lange gearbeitet hatte. Er konnte diese „Einmischung in seine Angelegenheiten“, wie er es nannte, nicht leiden. Gleich zu Beginn ihrer Ehe hatte sie festgestellt, dass er jede Form von Zwang verabscheute und nicht die geringste Kritik vertrug.

Was mit ihr los wäre, hatte er gestern Abend gefragt. Ob sie nicht wüsste, welches Glück sie hätte und wie viele Frauen gern den Platz mit ihr tauschen würden. „Du bist meine Frau. Nichts wird daran etwas ändern.“

War das ein Versprechen oder eine Drohung gewesen?

Fern riss sich zusammen und versuchte, ihre rebellischen Gedanken zu verdrängen. Nick hatte recht. Sie konnte froh sein, dass sie mit ihm verheiratet war. Vor allem nach …

Ihre Nervosität wurde immer größer, während er näher kam. Automatisch wandte sie den Blick ab, und ein Kloß bildete sich in ihrem Hals. Nick war ein sehr gut aussehender Mann. Trotzdem konnte sie seinen Anblick neuerdings kaum noch ertragen.

„Ich liebe dich … Ich brauche dich, und ich werde dich nie wieder gehen lassen“, hatte er bei seinem Heiratsantrag gesagt. Und sie war so hingerissen, so überwältigt von seinem Drängen gewesen, so verwirrt und betäubt von der Schnelligkeit, mit der Nick ihr Leben in die Hand nahm, dass sie seinem Druck nicht hatte widerstehen können.

Außerdem war sie geschmeichelt gewesen, voller Dankbarkeit und Freude über seine Worte.

Obwohl die ganze Breite der Küche zwischen ihnen lag, roch sie den sexuellen Duft einer anderen Frau. Angewidert vergrößerte sie den Abstand zu ihrem Mann.

Hatte Nick doch eine neue Affäre? Gestern Abend hatte er es heftig bestritten. Und sie, Fern, hatte genau diese Antwort hören wollen.

Sie hatte so viel in ihre Ehe investiert, so viel dafür gegeben. Zu viel?

Wie konnte sie bei Nick bleiben, wenn er erneut ein Verhältnis mit einer anderen Frau hatte? Andererseits: Durfte sie ihn deswegen verlassen? Die Ehe war eine lebenslange Bindung. Wenn Probleme auftauchten, musste man sie ausdiskutieren – oder einfach ignorieren.

Ferns Herz setzte einen Schlag aus. War sie tatsächlich solch ein Feigling?

„Was ist mit dir los?“, fragte Nick verdrießlich. „Bist du immer noch schlecht gelaunt?“

Vorsichtshalber drehte Fern sich zur Seite, nahm den Wasserkessel und ließ ihr glattes Haar über das Gesicht fallen, damit Nick ihre Miene nicht sah.

„Ich habe eine interessante Nachricht für dich“, verkündete er.

Seine Stimme klang jetzt unbekümmerter, triumphierender, beinahe hämisch. Ferns Nervosität wuchs, doch sie ließ sich nichts anmerken. Die Vorstellung, was aus ihrer Beziehung geworden war, schmerzte entsetzlich.

„Es scheint, dass mein lieber Stiefbruder die Absicht hat, Broughton House zu kaufen.“

Fern klammerte die Finger um den Kesselgriff. Sie war froh, dass sie Nick den Rücken zukehrte.

„Ich möchte wissen, was er mit einem Haus von dieser Größe will. Allein die Schlafzimmer … Es wäre für eine riesige Familie geeignet“, fuhr Nick fort, und Fern bemerkte den hässlichen Unterton. „Ein Jammer, dass er keine Familie dafür hat, nicht wahr? Aber vielleicht will er ja eine gründen.“ Er wartete einen Moment. „Was ist los, Fern? Ich habe dich doch nicht verärgert? Oh, ich vergaß. Du warst ja selber scharf auf Broughton House, nicht wahr? Einige Zeit warst du ziemlich oft dort … Zumindest hast du es behauptet.“

„Ich habe die alte Mrs Broughton gelegentlich besucht, das ist alles“, antwortete Fern ruhig.

Weshalb tat Nick ihr das an? Er wusste ebenso gut wie sie, dass er keine Veranlassung dazu hatte. Sie bereute ihren Fehltritt bitter.

„Hast du mit Adam geschlafen, Fern?“, hatte er sie gefragt. „Hast du es?“ Und sie hatte stumme Tränen geweint und sich damit verraten.

„Er begehrt dich nicht“, hatte er leise, beinahe freundlich hinzugefügt. In dem Moment, wo er am wenigsten Grund dazu hatte, war Nick plötzlich nett geworden.

Wie viele Männer hätten nach jenem Vorfall mit ihr verheiratet bleiben wollen? Sicher nur wenige. Die Untreue des Ehemannes war eine Sache, die der Ehefrau eine andere.

„Du bist meine Frau“, hatte Nick gesagt, nachdem sie zusammengebrochen war und ihn gefragt hatte, weshalb er sich nicht von ihr trennen wollte. „Die Ehe gilt für das ganze Leben, Fern. Haben dir deine Eltern das nicht beigebracht?“

Sie war seine Frau, und er wollte diese Ehe, wollte sie, brauchte sie. Woher kamen dann die Leere, diese fehlende Harmonie, all das Hässliche, das ihren Stolz und ihre Selbstachtung zerstörte?

„Ich gehe duschen“, sagte Nick jetzt.

Um den Geruch der anderen Frau abzuspülen? Wusste er nicht, dass es dafür längst zu spät war?

Das Wasser kochte, und der Kessel schaltete sich automatisch aus. Adam hatte also vor, Broughton House zu kaufen – und zu heiraten. Obwohl Fern darauf vorbereitet war, raubte ihr der Schmerz beinahe den Atem.

Adam ist mein Schwager, sonst nichts, ermahnte sie sich stumm. Mein Stiefschwager, mehr nicht. Weder jetzt noch früher oder irgendwann in der Zukunft

Eleanor entdeckte die Anzeige in der Zeitschrift „Country Life“ im Wartezimmer ihres Zahnarztes. Das Foto fiel ihr zuerst ins Auge. Die Vorderseite des Hauses ging nach Süden und war an einem sonnigen Tag aufgenommen worden. Die Mauern waren in warmes goldenes Licht getaucht, und die Sonne spiegelte sich in den bleiverglasten Giebelfenstern.

Das Haus wirkte solide und tröstlich, als böte es eine Zuflucht vor den Turbulenzen des Lebens.

Zu Hause stellte Eleanor fest, dass sie die Zeitschrift instinktiv in ihre Handtasche gesteckt hatte.

Später, als sie während einer besonders schwierigen spanischen Übersetzung eine Pause einlegte und eine Tasse Tee trank, blätterte sie erneut darin und hielt bei der halbseitigen Anzeige inne. Sie überflog den Text. Doch ihre eigentliche Aufmerksamkeit galt dem Foto, der Wärme, die das Haus ausstrahlte, der Sicherheit, der Zuflucht …

Zuflucht … Dieses Wort drang wie ein Stachel in ihr Bewusstsein. Wozu brauchte sie eine Zuflucht? Sie führte eine glückliche zweite Ehe, war beruflich erfolgreich und hatte zwei wohlgeratene Söhne. Sie war einer der glücklichsten Menschen der Welt. Das sagten alle.

„Es hat geklappt! Es hat geklappt!“, jubelte Zoe und machte sich aus Bens Armen los. Triumphierend drehte sie eine Pirouette und strahlte ihn an.

Ben hielt sie fest und schüttelte den Kopf. „Freu dich nicht zu früh“, warnte er sie. „Dies ist nur der erste Schritt. Jetzt müssen wir beide Daumen drücken, dass wir das richtige Objekt für uns finden.“

Er runzelte die Stirn mit jener Ernsthaftigkeit, die Zoe anfangs so attraktiv gefunden hatte und die sie jetzt manchmal nicht verstand. Weshalb fürchtete Ben ständig, dass das Leben einen neuen Schlag gegen sie vorbereitete? Weshalb konnte er ihre Freude nicht unbeschwert teilen?

„Benedict Fräser, Restaurantbesitzer des Jahres“, verkündete sie und war nicht gewillt, sich ihre gute Laune von Ben verderben zu lassen. „Ich sehe das Bild schon vor mir: „Benedict Fräser, erfolgreich unterstützt von seiner entzückenden, äußerst tüchtigen Geschäftspartnerin Miss Zoe Clinton in ihrem Landgasthof … Ganz entschieden die Erfolgsstory des Jahres …“

„Hör auf. Schließlich müssen wir unseren Landgasthof erst einmal finden“, gab Ben zu bedenken. „Zumindest unser Geldgeber muss es.“

„Unser Geldgeber … Ich kann es immer noch nicht glauben. Und alles nur, weil du in letzter Minute eingesprungen bist und die Bewirtung bei der Hochzeit der Hargreaves übernommen hast.“

„Was ich nie getan hätte, wenn du mich nicht gedrängt hättest“, antwortete Ben. „Den Erfolg habe ich ausschließlich dir zu verdanken.“

„Unsinn“, widersprach Zoe entschlossen. „Wir haben es gemeinsam geschafft. Wir sind ein gutes Team, Ben. Auch im Bett“, fügte sie leise hinzu und warf ihm einen vielsagenden Blick zu.

Wie erwartet, wurde Ben bei ihrer Anspielung auf die sexuelle Seite ihrer Beziehung verlegen. Für einen so geschickten, einfühlsamen Liebhaber war er seltsam schüchtern und verkrampft, wenn sie auf Sex zu sprechen kam. Ob es an seiner Erziehung lag?

Entschlossen schob Zoe den Gedanken beiseite, um sich die Freude an dem heutigen Tag nicht zu verderben. „Wie lange wird es deiner Ansicht nach dauern, bis Clive Hargreaves ein geeignetes Haus gefunden hat?“, fragte sie.

„Keine Ahnung. Offensichtlich sucht er schon. Ich sah einen Stapel Prospekte auf seinem Schreibtisch, als wir den Vertrag unterschrieben.“

Zoe jubelte überschwänglich auf. „Endlich sind wir auf dem Weg. Nichts kann uns mehr aufhalten – absolut nichts. Alles, was wir uns gewünscht haben, wird in Erfüllung gehen. Ein eigenes Restaurant und die...



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