Jordan | Die Gefangene des Wüstenprinzen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 549 Seiten

Jordan Die Gefangene des Wüstenprinzen

Roman
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-96148-999-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman

E-Book, Deutsch, 549 Seiten

ISBN: 978-3-96148-999-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Sie war seine Geisel - nun legt sie sein Herz in Ketten: Das Romance-Highlight »Die Gefangene des Wüstenprinzen« von Bestseller-Autorin Nicole Jordan jetzt als eBook bei dotbooks. 1847, Algerien. Schon lange ist Lady Alysson einem Offizier der britischen Armee versprochen, doch die Schöne denkt gar nicht daran, sich gleich nach ihrer Ankunft in den Hafen der Ehe zu fügen. Erst will sie die Geheimnisse dieses berauschenden Landes ergründen ... doch der Zauber verfliegt schnell, als Alysson von einem Berberprinzen verschleppt wird. Sie soll seine Rache an Alyssons Verlobtem sein, mit dem Jafar eine bittere Fehde verbindet. Doch bald schon spricht Jafars glühender Blick nicht nur von Zorn, sondern auch von dem Begehren nach seiner unschuldigen Gefangenen. Wird Alysson seiner ungezügelten Leidenschaft widerstehen und seinen Fängen entkommen können? Oder wartet ihr Schicksal womöglich genau dort, in den Armen des Wüstenprinzen? »Nicole Jordan versteht es meisterhaft, ihren Fans ein sinnliches Lesevergnügen zu bieten.« Romantic Times Books Reviews Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der historische Liebesroman »Die Gefangene des Wüstenprinzen« von Bestseller-Autorin Nicole Jordan. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Nicole Jordan wurde 1954 in Oklahoma geboren und verlor ihr Herz restlos an Liebesromane, als ihre Mutter ihr zum ersten Mal aus »Stolz und Vorurteil« vorlas. Nicole Jordan eroberte mit ihren historischen Liebesromanen wiederholt die »New York Times«-Bestsellerliste und wurde mehrmals für den begehrten RITA Award nominiert. Heute lebt Nicole Jordan in Utah. Nicole Jordan veröffentlichte bei dotbooks ihre historischen Liebesromane »Die Leidenschaft des Ritters«, »In den Fesseln des Piraten« und »Die Gefangene des Wüstenprinzen«. Außerdem erscheinen in der »Regency Love«-Reihe: »Die Küsse des Lords« »Die Sehnsucht der Lady« »Die Versuchung des Marquis« Und in der »Rocky Mountains«-Reihe: »Wild Rebels - Gefangen« »Wild Rebels - Entführt« »Wild Rebels - Ausgeliefert«
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Prolog


Kent, England
1840

Der knochige Berberhengst paßte nicht so recht in das Bild, das der stattliche Familiensitz des Herzogs von Moreland bot. Der prächtige, sonnengelbe Bau mit den klassisch ausgewogenen Proportionen stellte den Inbegriff von Eleganz und Würde dar, während die großzügig angelegten Rasenflächen mit den kunstvoll beschnittenen Taxushecken von gärtnerischer Architektur in höchster Vollendung zeugten.

Im Gegensatz dazu machte der feurige Berberhengst mit den hohen Beinen, dem sehnigen Körper und der langen dichten Mähne einen eher wilden Eindruck. Beim genaueren Hinsehen hatte er eine entfernte Ähnlichkeit mit den schlanken Vollblütern in den berühmten herzoglichen Ställen. Dieses Pferd war auf Ausdauer und Schnelligkeit und für den Überlebenskampf in der erbarmungslosen Wüste der Sahara gezüchtet worden. Ein livrierter Stallbursche bemühte sich, das ungeduldig schnaubende Tier am Zaumzeug festzuhalten, das jetzt zu allem Übel auch noch heftig mit den Hufen im Kies scharrte. Anscheinend konnte der kastanienbraune Hengst kaum mehr die Rückkehr seines Herrn erwarten.

Der Reitersmann, der jetzt die breiten Steinstufen vor dem herzoglichen Anwesen hinuntereilte, paßte ebenfalls nicht recht in diese vornehme Umgebung, trotz des maßgeschneiderten Reitrocks, des sorgsam gebundenen schwarzseidenen Halstuches und seines Anspruchs auf eine aristokratische Abstammung. Der junge Herr war der Enkel des Herzogs. Die gebräunte Haut, die kantigen Gesichtszüge und der scharfe Adlerblick verliehen ihm jedoch eine rücksichtslose Härte, die ein traditionell erzogener englischer Gentleman seiner Klasse niemals besitzen würde. Es war auch keineswegs stilgerecht, wie er sich auf den Rücken des Braunen schwang und ihn herumriß, als ob er im Sattel geboren wäre.

Die Muskeln des Pferdes spannten sich erwartungsvoll, als der Reiter aufsaß. Ungeduldig fieberte es der wiedergewonnenen Freiheit entgegen.

Aber Nicolas Sterling hielt die Zügel des Hengstes straff, als er zwischen den ehrwürdigen hohen Eichen auf dem Kiesweg davonritt. Wie immer drängte es ihn, das herzogliche Haus so schnell wie möglich zu verlassen, aber dieses Mal beherrschte er seine Ungeduld und zeigte seinem Großvater ein letztes Zeichen von Gehorsam und Respekt. Die Unterredung mit ihm war erfolgreich abgeschlossen. Er war frei und unabhängig und würde jetzt sein eigenes Leben führen. Zehn Jahre. Zehn lange Jahre in diesem fremden Land. Wie eine Gefangenschaft hatte er diese Zeit empfunden. Endlich konnte er die ihm aufgezwungene englische Erziehung und den englischen Namen, den er hatte annehmen müssen, abschütteln.

Der Geschmack der Freiheit brannte ihm auf der Zunge; sie schmeckte wie die würzige Herbstluft und war so lebendig wie die riesigen Eichen, deren Blätterdach sich allmählich zu färben begann. Seine Stimmung schien sich auf den Hengst zu übertragen. Mit weit geöffneten Nüstern und nach vorn gestellten Ohren tänzelte er leichtfüßig die bekieste Allee entlang.

Das Pferd scheute nicht, als eine Eichel auf seinen Kopf prallte und zu Boden sprang; das war das Ergebnis seiner Dressur. Geistesabwesend lobte Nicolas das Tier mit ein paar gemurmelten Worten; in Gedanken beschäftigte er sich bereits mit der bevorstehenden Abreise aus England.

Im nächsten Augenblick hörte er ein sonderbares Geraschel, dann ein dumpfes Geräusch, als ihm der seidene Zylinder vom Kopf schwebte und auf dem Weg landete. Der Kies spritzte hoch auf, als er den Hengst herumriß. Nicolas Sterling griff instinktiv nach dem Dolch an der Seite – eine Gewohnheit aus seiner Jugendzeit – bevor er sich bewußt wurde, daß er in diesem friedlichen Land keinen Grund hatte, eine Waffe zu tragen. Aber er hatte nicht erwartet, daß ihm von einem britischen Baum Gefahr drohen könnte.

Oder von einem weiblichen Wesen.

Aber genau das war der Fall, als er überrascht nach oben blickte. Er konnte sie kaum erkennen. Nur die Eicheln verrieten sie. Das schwarze Kleid verschwand beinahe zur Gänze im dichten Schatten des Eichenlaubs. Selbst als er durch die Zweige nach ihr spähte, warf sie eine weitere Eichel auf seinen am Boden liegenden Hut und verfehlte ihn nur knapp.

Der braune Hengst bäumte sich auf, warf den edlen Kopf zurück und schnaubte bedrohlich. Beruhigend legte Nicolas eine Hand auf den Nacken des Pferdes, aber er verzog ärgerlich das Gesicht.

»Die erste Eichel«, sagte er ruhig, »hielt ich irrtümlicherweise für naturgegeben, und die zweite, mit der du nach meinem Hut zieltest, entschuldigte ich als Zufall. Die dritte aber nicht. Vielleicht möchtest du wissen, welche Folgen eine vierte nach sich ziehen würde?«

Als sie nicht antwortete, verengten sich Nicolas Augen.

Jetzt hatte sich sein Blick an die Schatten gewöhnt, und er sah deutlich, daß der Störenfried auf dem überhängenden Ast ein junges, braunhaariges Mädchen von ungefähr dreizehn Jahren war. Der Rocksaum der kleinen Göre schwebte ungefähr vier Fuß über ihm, so daß ihre langen spitzenverzierten Unterröcke zu sehen waren.

Er schickte einen wütenden Blick nach oben und bekräftigte ihn mit einer drohenden Handbewegung. Die kleine Göre aber warf nur verächtlich den Kopf zurück. »Ich pfeif auf die Folgen. Mir jagen Sie keine Angst ein.«

Diese ungewöhnliche Antwort verschlug ihm die Sprache. Er war es nicht gewohnt, von einem weiblichen Wesen, noch dazu einem Kind, herausgefordert zu werden. Während Nicolas sie anstarrte, wußte er nicht, ob er die Kleine übers Knie legen oder das Ganze mit einem Schmunzeln abtun sollte. Er entschied sich fürs erstere und setzte eine angemessen strenge Miene auf.

»Wenn du eine weitere Eichel wirfst«, warnte er sie, »sehe ich mich gezwungen, dir für deine Ungezogenheit eine Tracht Prügel zu verabreichen.«

Daraufhin schob sich das Kinn des Mädchens noch ein paar Inch nach oben. »Da müssen Sie mich erst einmal fangen.«

»Oh, verlaß dich drauf! Und glaube mir, es wird dir noch leid tun, wenn du mich zwingst, dir nachzuklettern.« Seine Stimme war angenehm weich und dunkel, doch schwang eine nicht zu überhörende Drohung mit. »Nun, muß ich dich entwaffnen, oder bist du bereit, dich kampflos zu ergeben?«

Den drohenden Unterton mußte sie herausgehört haben. Nach kurzem Zögern ließ sie eine Handvoll Eicheln zu Boden fallen.

Nicolas war zufrieden. Sie würde es nicht erneut wagen, ihn oder den Hengst mit ihren Geschossen zu bombardieren. Aber er konnte nicht zulassen, daß sie weitere arglose Reiter aufs Korn nahm. »Du hättest dir Gedanken darüber machen sollen, was dabei passieren kann«, sagte er jetzt im Plauderton. »Wenn mein Pferd weniger gut geschult wäre, hätte es scheuen können, sich womöglich verletzt oder mir Schaden zugefügt.«

»Ich habe nicht auf Ihr Pferd gezielt, nur auf Ihren Hut. Nie würde ich einem Tier etwas antun. Außerdem hat es nicht gescheut, und Sie hatten keine Mühe, es zu halten, obwohl es so wild aussieht.«

»Du nimmst wohl an, du könntest dir ein Urteil über Pferde erlauben? Ich kann dir nur eins versichern. Dieses Tier bedeutet mir mehr als die verwöhnten Gäule im Stall des Herzogs.«

»Verkaufen Sie mir Ihr Pferd?«

Diese plötzliche Frage, die voller Erwartung vorgetragen wurde, überraschte ihn.

»Ich kann es mir leisten, einen guten Preis zu bezahlen«, entgegnete sie rasch, als er zögerte. »Mein Vater war über alle Maßen reich.«

Mehrere Antworten schossen ihm gleichzeitig durch den Kopf. Sein Pferd sei nicht zu verkaufen. Ein Hengst sei wohl nicht das geeignete Reittier für eine junge Dame. Seine Neugier war geweckt. »Was würdest du mit ihm machen?« fragte Nicolas statt dessen.

»Ich werde ein gutes Pferd brauchen, wenn ich von hier ausrücke.«

Er zog eine Augenbraue in die Höhe, als er sie anblickte. In ihrer Stimme schwangen wieder Trotz und Auflehnung mit, die ein gewisses Mitgefühl mit dieser aufmüpfigen Göre weckten. »Und wohin willst du ausrücken?«

»Nach Indien, natürlich.«

Ein Lächeln tauchte an seinen Mundwinkeln auf. »Ich fürchte, zu Pferd kannst du nicht bis nach Indien reiten.«

»Das weiß ich auch. Aber bis ich ein Schiff gefunden habe, das mich mitnimmt, muß ich doch wohl erst den Hafen erreichen, oder nicht?«

»Dieses Pferd hier ist nicht zu verkaufen«, erklärte Nicolas und versuchte das Lachen in der Stimme zu unterdrücken. »Jedenfalls dürften deine Eltern ziemlich besorgt sein, wenn du ausreißt.«

Eigentlich hatte er erwartet, sie wäre enttäuscht, aber zu seinem Erstaunen schwang sich das Mädchen mit fliegenden Röcken aus dem Geäst und landete auf der Steinmauer, die den Weg säumte. Dort verharrte sie einen Augenblick und blickte ihn prüfend an.

Ein bemerkenswertes Kind, dachte er. Diese weiten, sturmgrauen Augen, die in dem gleichmäßigen Oval des Gesichts sehr groß wirkten. Augen, die trotzig und zornig schauten ... und angstvoll. Langsam stiegen zwei dicke Tränen in ihnen auf und Trotz und Auflehnung schmolzen dahin. »Ich habe keine Eltern«, hauchte sie mit belegter Stimme.

Im nächsten Augenblick sprang sie von der Mauer herab und floh quer über den kurzgeschnittenen Rasen zum anderen Ende des Parks und verschwand unter den herabhängenden Zweigen einer Weidengruppe.

Der Schmerz dieses ungezügelten jungen Wesens beeindruckte Nicolas derart, daß er ihr folgte. Er fand sie auf dem Gras liegend mit dem Gesicht nach unten. Sie schluchzte, als ob ihre Welt in Stücke gegangen wäre. Unerklärlicherweise fühlte er sich schuldig. War er für diese Tränen verantwortlich?

Nicolas stieg ab und setzte sich abwartend neben sie. Er bewegte sich nicht und faßte sie nicht an. Sie...



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