Joseph | Der Untergang von Atlantis | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 352 Seiten

Joseph Der Untergang von Atlantis

Beweise für das jähe Ende einer legendären Zivilisation
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-95447-063-1
Verlag: AMRA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Beweise für das jähe Ende einer legendären Zivilisation

E-Book, Deutsch, 352 Seiten

ISBN: 978-3-95447-063-1
Verlag: AMRA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Ein Buch, das an allen Schulen und Universitäten zur Pflichtlektüre werden sollte.' - Robert R. Hieronimus, Bestsellerautor Alle Kulturen teilen den Mythos einer Großen Flut, die oft mit einem Feuerregen vom Himmel einhergeht. So beginnt der Untergang von Atlantis, das an einem einzigen Tag und in einer Nacht im Meer versank. In der bisher umfassendsten Darstellung, die auf über dreißig Jahren weltweiter Forschung beruht, zeigt der Autor, dass diese Zivilisation die Wurzel aller nachfolgenden menschlichen Kulturen war. Er liefert zweifelsfreie Beweise aus Archäologie, Geologie, Astronomie und alten Überlieferungen, um die Existenz von Atlantis während der Bronzezeit zu untermauern, und er verbindet diese Beweise mit einer atemberaubenden Nachbildung dessen, wie es gewesen sein muss, in den letzten Tagen durch die Straßen von Atlantis zu gehen. Vor unseren Augen entsteht das Porträt eines mächtigen Reiches, das von einer unbändigen Lust nach Reichtum und Macht zersetzt wird. Wir erleben eine erschreckende Entsprechung zur aktuellen Entwicklung unserer eigenen materialistischen Zivilisation. Robert G. Bauval: 'Ein Muss für alle, die endlich die Wahrheit wissen wollen.' Andrew Collins: 'Eine heiße Detektivgeschichte für alle echten Atlantisforscher.' Robert R. Hieronimus: 'Ein Buch, das an allen Schulen und Universitäten zur Pflichtlektüre werden sollte. Es wird die Prüfung der Zeit bestehen.' Harte wissenschaftliche Fakten aus Archäologie, Geologie und Astronomie sowie Folklore, Mythen und Kulturgut, gesammelt in mehr als dreißig Jahren persönlicher Forschungsreisen, verweisen alle darauf, dass es einst am Ende des 13. Jahrhunderts vor Christus eine Zivilisation im Atlantik gab, die innerhalb eines Tages und einer Nacht unterging. Der Autor zeigt, welches Leben die Menschen dort führten und wie ihr mächtiges Reich aus Gier nach immer mehr Reichtum und Macht zerstört wurde. FRANK JOSEPH ist ein Weltenbummler und Archäologe, der in mehr als dreißig Büchern immer wieder die Mysterien alter Kontinente untersuchte, besonders von Atlantis und Lemurien. 1993 bis 2007 war er Chefredakteur der angesehenen Zeitschrift Ancient American. Er lebt mit seiner Frau Laura und zwei Katzen am Mississippi, im Norden von Cairo, USA. Das neue Buch des Erfolgsautors von LEMURIEN. Das wohl bedeutendste moderne Werk über ATLANTIS. STIMMEN ZUM BUCH: 'Der unerschrockene Weltenbummler, Forscher und Schriftsteller Frank Joseph nimmt den Leser mit auf seiner Suche nach Atlantis. Genießen Sie mit ihm den alchemistischen Nervenkitzel, dramatische Legenden in historische Realität umzuwandeln, und erleben Sie seine Leidenschaft und Hingabe, während er diese uralte Geschichte auflöst. Ein absolutes Muss für alle, die endlich die Wahrheit wissen wollen.' Robert G. Bauval, Bestsellerautor von 'Die Ursprünge der Sphinx' 'Eine wertvolle Ergänzung zur Erforschung verlorener Zivilisationen und uralter maritimer Erkundungen. Eine heiße Detektivgeschichte für alle echten Atlantisforscher. Eine wertvolle Ergänzung zur Erforschung verlorener Zivilisationen und uralter maritimer Erkundungen.' Andrew Collins, Bestsellerautor von 'Der Schwan' '?Wie wird das alles enden??, fragen sich die Leute. Lassen Sie uns nach Atlantis schauen, um die Antwort zu erhalten. Auf einer Skala von eins bis zehn gebe ich diesem Buch eine 9,95. Es sollte an allen Schulen und Universitäten zur Pflichtlektüre werden. Es wird die Prüfung der Zeit bestehen.' Dr. Robert R. Hieronimus, Bestsellerautor von 'Das Auge und die Pyramide' 'Der Untergang von Atlantis ist ein umfangreich recherchiertes Buch, das die Realität von Atlantis in einem konservativen und wohlüberlegten Ansatz aufgreift. Es verdient, Teil jeder Atlantis-Bibliothek zu sein.' David Hatcher Childress, Bestsellerautor von 'Technologie der Götter'

FRANK JOSEPH ist ein Weltenbummler und Archäologe, der in mehr als dreißig Büchern immer wieder die Mysterien alter Kontinente untersuchte, besonders von Atlantis und Lemurien. 1993 bis 2007 war er Chefredakteur der angesehenen Zeitschrift Ancient American. Er lebt mit seiner Frau Laura und zwei Katzen am Mississippi, im Norden von Cairo, USA.
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EINS


»In nur einem Tag und einer Nacht«



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EDGAR ALLAN POE: DIE STADT IM MEER

Ein einsames weißes Segel mit dem Bild einer schwarzen Eule, die ihre Beute ergreift, entrollte sich mit lautem Flattern, um bei Sonnenaufgang den ersten Wind in sich aufzunehmen. Hinter dem hoch aufragenden Bug verschwand die alte Hafenstadt Elasippos im rosigen Morgenlicht. Indigofarbene Frauenaugen, die genau über der Wasserlinie zu beiden Seiten des Bugs aufgemalt waren, blickten gelassen über die ruhige Wasserfläche, durch die sich das Schiff wie die dunkle Brust eines Titanen schob. Das Schiff war ein Frachter, ein Einmaster mit viereckigem Segel, und seine Ladung – Bronzewaren – war zwischen Zweigen verpackt und mit Hanf an den Planken festgebunden. Sie bestand aus Kelchen für sakrale Trankopfer, mit Schlangenmotiven verziert, wie Kronen geformte Kessel, Statuen von Göttern und Ungeheuern.

Die Besatzung, zweiunddreißig Mann, war genauso bronzefarben wie die Ladung. Sie hatte diese Strecke in der Kronos-See schon viele Male befahren und wusste, dass das gute Wetter andauern würde, denn ihr Kapitän hatte Poseidon am Kai einen jungen Stier geopfert. Das meiste Fleisch hatten sich die Opferpriester genommen. Der Mannschaft waren nur ein paar Bröckchen erlaubt worden.

Als die Sonne sich jetzt zum Zenit erhob, rief der Junge im Ausguck: »Schiffe voraus!« Jene, die gerade nicht mit wichtigen Aufgaben beschäftigt waren, suchten mit Blicken den Horizont ab. Kurz darauf machte der Kapitän eine kleine Flotte von Kriegsschiffen aus, die im Zickzack gegen den Wind kreuzte, der seinen Frachter sanft auf Kurs hielt.

Furchteinflößende Zeichen auf ihren Segeln wurden erkennbar – grinsende Totenschädel, angreifende Raben, der hochrote Dreizack des Meeresgottes, ein goldener Blitz – die Insignien der Feinde aus dem fernen Westen. Ihre Kriegsschiffe näherten sich in langen, eindrucksvollen Zügen. Wie der Frachter wiesen auch sie geschnitzte und bemalte Augen auf, dicht über der Wasserfläche, aber unterhalb der breiten Bugwelle ragten gezackte Rammböcke hervor wie die Stoßzähne eines Narwals. Die aufwärts gebogenen Bug- und Heckposten endeten in den stilisierten Köpfen von Schlangen und Raubvögeln.

Noch bevor der Kapitän eine Kursänderung befehlen konnte, um der nahenden Flotte auszuweichen, fächerten die Kriegsschiffe in einem von Flaggen- und Trompetensignalen gesteuerten Manöver nach Norden und Süden aus, wobei die Trompetenklänge über dem wogenden Resonanzfeld des Meeres eher musikalisch-künstlerisch als militärisch wirkten. Wenig später waren die schnellen Kriegschiffe schon so nahe, dass die Mannschaft des Frachters ihre gewaltige Länge und wuchtige Masse richtig einschätzen konnte.

Truppen von Kriegern drängten sich auf den hohen Dollborden, riefen Grüße über die Wasserfläche und schwenkten ihre mit rotem Pferdehaar geschmückten Helme. Schilde in Form einer Acht blinkten in der Nachmittagssonne, als der Frachter von einem halben Dutzend Schlachtschiffen eingekreist wurde. Der Rest der kleinen Flotte blieb rasch zurück und verschwand alsbald hinter dem östlichen Horizont.

Frische Wasserflaschen wurden an alle ausgeben und Rationen von Orangen, Datteln und Granatäpfeln an Offiziere und Seeleute gleichermaßen verteilt. Ein lärmender Rabe wurde aus einem kleinen Holzkäfig befreit, und alle schauten zu, wie der Vogel des Apollo seine glänzenden schwarzen Schwingen ausbreitete, sich in die Lüfte erhob und schließlich immer höher über ihren Köpfen kreiste. Anfangs vermeintlich unentschlossen flog er bald geradewegs Richtung Westen. »An die Ruder!«, brüllte der Kapitän, immer noch mit Blick auf den befreiten Raben, der jetzt nur noch ein dunkler Punkt an einem Himmel war, der sich allmählich in Wolken hüllte. Kurz darauf, nachdem er selbst für das Adlerauge des Kapitäns nicht mehr sichtbar war, rief der Junge im Ausguck: »Atlas!«


Der Kapitän befahl eine leichte Kursänderung, und der Steuermann stemmte sich gegen die Ruderpinne. Die gleichgültigen Augen des Schiffes starrten geradeaus auf die dunkle Silhouette am Horizont. In weniger als einer Stunde nahm sie die Form eines Schildes an, der auf die spiegelnde Oberfläche des Meeres gelegt worden war, wobei der Buckel in der Mitte steil aus dem Zentrum aufragte. Augenblicke später sah sie eher aus wie eine kolossale Säule, fast menschengleich und entfernt an die Darstellung eines Riesen erinnernd, der sich auf ein Knie niedergelassen hat und das Dach des Himmels stützt, denn eine partielle Bewölkung hing über der Insel. Der Gipfel des großen Berges war in den Wolken verschwunden, und seine felsigen Schultern stemmten sich gegen den Himmel. Atlas – »der Stützende« – war ein gut gewählter Name.

Die Männer wurden vorübergehend von ihrer Rudertätigkeit befreit, denn eine frische Brise trieb das Schiff in den Hafen, wie die unsichtbare Hand der Göttin Alkyone selbst. Der Frachter glitt an einigen halbversunkenen Felsen vorbei. Aus einem von ihnen hatten die niemals ruhenden Finger von Wind und Wellen etwas geformt, das wie ein seiner Masten beraubtes Schiff aussah, ihrem eigenen recht ähnlich – eine zufällige Schöpfung aus Stein, in Form gespült von den legendären Gorgonen. Seefahrern war sie eine Mahnung, in diesen gefährlichen Gewässern achtsam zu sein.

Während der Frachter sich der Insel von Osten her näherte, tauchte er in den enormen Schatten des Atlas ein, den die sinkende Sonne, die nun durch die Wolkendecke brach, weit über das Meer warf. Der Anblick der Insel vom Meer aus beeindruckte jeden Betrachter. Majestätisch und furchterregend zugleich war er, und alle Neuankömmlinge, selbst wenn sie ihrerseits aus prachtvollen Zivilisationen kamen, waren voller Ehrfurcht ob der politischen, architektonischen und geologischen Macht, die von diesem eher unheimlichen Ort ausging. Besonders den Unterjochten kamen die atlantischen Eroberer wie überlebensgroße Kopien der Menschen aus ihrem Heimatland vor: kulturell auf höchstem Niveau, aber nicht ohne die angeborene Fähigkeit, übermächtige Gewalt auszuüben.

Das Schiff aus Elasippos bewegte sich nun in Rufweite zum Strand an der Küstenlinie nach Süden. Manchmal schauten die Seeleute von ihrer Arbeit auf, um Bauern und ihre Familien auf den Weizenfeldern zu beobachten. Da waren luftige Villen mit weiß getünchten Wänden und große Wohnhäuser mit rot und orangefarben gedeckten Dächern, einige in Hanglage und mit Meerblick. Küstenstraßen wurden sichtbar, und mitunter gesellten sich zu den dort fahrenden Pferdefuhrwerken auch die Wagen der reichen Landbesitzer oder Palastbeamten.

Bald war der große Hafen erreicht, und die Sonne, die riesig und voll dort hing, als habe ein Titan eben seinen polierten Schild über das Ende der Welt erhoben, färbte die Wolkenfetzen scharlachrot und ließ das Wasser aussehen wie dunkler Wein. Der Kapitän befahl, das Segel einzuholen, und wies die Ruderer an, auf ihre Plätze zurückzukehren. Die Ruder hoben und senkten sich in dem Rhythmus, den der auf seiner Trommel vorgab, während das Schiff eine schwerfällige Wendung zur Küste ausführte. Von seinem Platz im hohen Bug aus bewunderte der Kapitän die turmhohe Mauer auf der anderen Seite des Hafens. So oft er sie auch gesehen hatte, flößte der Anblick einer so kolossalen Befestigung ihm doch stets Ehrfurcht ein. Aus der Perspektive eines hereinkommenden Schiffes war nur der Berg Atlas noch markanter. Die gewaltige Ausdehnung der Befestigungsanlage allein hätte genügt, die Stadt einzigartig zu machen. Aber die Atlanter machten alles im großen Stil, auf eine Weise, die sich sonst niemand leisten oder nachahmen konnte.

In einem ununterbrochenen Kreis um die gesamte innere Stadt stiegen die Burgwälle von ihrer Basis sanft an und ließen das ganze Werk noch höher als seine zwölf Meter erscheinen. Dieser Effekt wurde zusätzlich verstärkt durch die Verwendung unterschiedlicher Steine, zu farbigen Streifen zusammengefügt, die zur Mauerkrone hin immer schmaler wurden. Schwarzer Lavastein bildete die untere Hälfte der Mauer. Die nächste Schicht, etwa drei Meter hoch, bestand aus weißem Bimsstein und die letzte und schmalste aus rotem Tuffstein. Aus der Nähe betrachtet schien die Mauer bis in den Himmel zu reichen. Die breite, schwarze Schicht bildete einen dramatischen Kontrast zu den glänzenden, hoch polierten Bronzestücken, die in die Mauern eingefügt waren. Massive, mit Zinnen versehene Türme, bemannt mit speziellen Regimentern aus Bogenschützen und Speerwerfern, grenzten an die Mauern. Sie standen im Abstand von...



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