Liebe Besucherinnen und Besucher,
aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, 304 Seiten
Jungbluth Warum die Wahrheit im Regal verstaubt
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7412-2126-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Von einem Atheisten zum Bibelleser
E-Book, Deutsch, 304 Seiten
ISBN: 978-3-7412-2126-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Axel Jungbluth studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Düsseldorf und ist heute Partner in einer renommierten Münchner Unternehmensberatung. Er gehört laut Gutachten zu den nur 10% der Hochbegabten weltweit, bei denen man von einer sogenannten Höchstbegabung spricht. Auf seinem Lebensweg waren Intelligenz und Rationalität aber Segen und Fluch zugleich. Sie ermöglichten eine steile Karriere, verbauten aber den persönlichen Zugang zu Religion und zu einem Glauben an Gott. Doch nach einer langen Suche, viel Recherchearbeit und nach zuvor noch unvorstellbaren Erkenntnissen fand er den Weg zum christlichen Glauben.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Die Entstehung des Lebens
Dies ist der erste Satz in der Bibel und zugleich, wenn man die Heftigkeit der allgemeinen Diskussion bedenkt, einer der größten Streitpunkte zwischen Theisten und Atheisten, Schöpfungsglaube und Wissenschaft. Bis zum 19. Jahrhundert wurde allgemein noch an die Möglichkeit der spontanen Entstehung von Leben geglaubt (Abiogenese), denn die Wissenschaft kannte bereits Mikroben, kleinste Lebensformen, die in Alkohol gären und Lebensmittel verfaulen lassen können. Die damaligen Gelehrten waren überzeugt, dass diese Mikroben aus dem Nichts entstehen könnten. Louis Pasteur, französischer Chemiker und Mikrobiologe, lehnte diese Theorie ab. Er bewies 1864 empirisch die Gültigkeit des Grundsatzes „Omne vivem ex vivo“ (Gesetz der Biogenese), dass Leben nur aus Lebendem entstehen kann.
Dieses biologische Gesetz, das noch bis heute uneingeschränkte Gültigkeit hat, musste zwangsläufig zum Startpunkt für einen erbitterten Streit über die Urzeugung des Lebens werden – denn eine naturalistische Wissenschaft muss unabwendbar, da für sie kein Schöpfer denkbar ist, an der Möglichkeit des spontanen Entstehens von Leben und zwar aus sich selbst heraus, festhalten. Dieser innere Widerspruch zwischen dem Gesetz der Biogenese und dem naturalistischen Prinzip findet sich zum Beispiel in älteren Ausgaben im Standardwerk der Linder Biologie der Sekundarstufe II (Oberstufe) wieder. Auf die Frage „Wie entstand also das Leben?“ liest man dort als Antwort:
Die offensichtliche Frage nach dem Grund, warum etwas, das heute unwiderlegbar gilt, nur für den Beginn des Lebens nicht zutreffend sein sollte, blieb unbeantwortet. Mutmaßlich aus diesem offenen Widerspruch26 heraus findet in neueren Auflagen des Lehrbuches das Gesetz der Biogenese keine Erwähnung mehr.27
Die aktuelle Lehrmeinung über den Ursprung des Lebens besagt, dass durch „chemische Evolution“, also die Bildung von organischen Molekülen (Verbindungen, die auf Kohlenstoff basieren, zum Beispiel Öl, Zucker, Eiweiß), das erste Leben entstand und damit die Grundlage für die folgende biologische Evolution war. Stanley Miller bewies 1953 experimentell, dass in einem abgeschlossenen System mit Wasser, Methan, Ammoniak und Wasserstoff und einem Lichtbogen als Energiequelle schon nach acht Tagen organische Stoffe wie Carbonsäuren, Harnstoff, einfache Aminosäuren und Formaldehyd entstehen können.28 Viele kennen diese Versuchsanordnung unter dem Namen „Ursuppen-Experimente“, also dem Nachempfinden der Ur-Atmosphäre und der Ur-Ozeane unter Zugabe von Energie (urzeitliche Blitze). In diesen Versuchen entstanden einfache Aminosäuren, die Grundbausteine der Proteine (Eiweiße).
Die „chemische Evolution“ ist das einzig vorhandene und ernstzunehmende wissenschaftliche Erklärungsmodell zur Entstehung des Lebens, aber schon die ausgedehnten Versuche des Makrochemikers Prof. Dr. Bruno Vollmert von der TU Karlsruhe in den achtziger Jahren belegten, dass die in größeren Mengen anfallenden monofunktionellen Karbonsäuren den erforderlichen Folgeprozess der Verknüpfung von Aminosäuren zu Peptiden verhindern und das Vorhandensein von Wasser ein unlösbares Problem bei der Verkettung (Kettenabbruch) darstellt.
Die erforderliche Verkettung geschieht also niemals spontan, sondern verhindert sich unter realistischen Bedingungen selbst und ohne einen Bauplan (DNA, RNA) kann niemals eine zielgerichtete Verkettung stattfinden.
Wenn nicht einmal ein einfachstes Protein-Molekül entstehen kann, das aus ca. 20 verschiedenen Aminosäuren (in 50 in der richtigen Reihenfolge angeordneten Kettengliedern) besteht, wie weit ist man dann von der Erklärung der Entstehung einer fortpflanzungsfähigen Zelle mit DNA, RNA, notwendigen Mechanismen und Zellprozessen zur Zellteilung und Vervielfältigung der Erbinformationen entfernt?
Manfred Eigen, Professor für biophysikalische Chemie an der Universität Göttingen und Nobelpreisträger für Chemie, schränkt zudem grundlegend ein:
Der Evolutionist und Senior Writer des Scientific American, John Horgan, schreibt:
Miller weist zutreffend die Entstehung von einfachen Aminosäuren nach, kohlenstoffhaltige Verbindungen, die zuhauf auf der Erde vorkommen, auch synthetisch hergestellt werden können und für unsere Ernährung immens wichtig sind - sie gehören zu den wichtigsten Molekülen der Natur. Seine Experimente belegen aber lediglich die spontane Entstehung eines der Baustoffe des Lebens, haben aber keinen direkten Zusammenhang mit der Lebensentstehung. Obwohl die „chemische Evolution“ in Summe weder ein belegtes noch ein vollständiges Erklärungsmodell ist und viele gewichtige Indizien sowie das allgemeine Gesetz der Biogenese gegen sie sprechen, wird sie heute als wissenschaftliche Tatsache gelehrt. Würde es sich bei der „chemischen Evolution“ nicht um eine der Kernfragen des naturalistischen Prinzips handeln, wäre sie wahrscheinlich schon längst aus den Lehrbüchern verschwunden. Aber „wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag."33
Nachdem das naturalistische Prinzip einen Schöpfer als unmögliche Erklärung ausgeschlossen hat, bleibt diese berühmte Schlussfolgerung die einzige Begründung, warum an problematischen Modellen und Theorien festgehalten wird:
und
Auch nach 60 Jahren intensiver Ursuppenforschung hat man das Grundmodell der chemischen Evolution nicht belegen können, im Gegenteil. „Im Fall der Lebensentstehung hat sich gezeigt, dass die zunehmende Datenfülle von über 50 Jahren experimenteller und theoretischer Forschung nicht zu einer Erklärung, sondern zu einer Verschärfung des Problems geführt hat“35.
Die Entstehung des Lebens ist aus wissenschaftlicher Sicht entgegen weitverbreiteter Meinungen und Veröffentlichungen weiterhin unbekannt, auch wenn aktuelle...




