E-Book, Deutsch, Band 3, 528 Seiten
Reihe: Plötzlich Fee
Kagawa Plötzlich Fee - Herbstnacht
1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-641-07053-3
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Band 3 - Roman -
E-Book, Deutsch, Band 3, 528 Seiten
Reihe: Plötzlich Fee
ISBN: 978-3-641-07053-3
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Am Vorabend ihres siebzehnten Geburtstags findet sich Meghan als Wanderin zwischen den Welten wieder: Sie und Ash, der Winterprinz, wurden wegen ihrer verbotenen Liebe aus Nimmernie verbannt. Nun sind sie auf der Flucht. Denn die Eisernen Feen, denen Meghan im letzten großen Kampf empfindlichen Schaden zufügte, sinnen auf Rache und machen auch vor der Welt der Sterblichen nicht halt. Für Meghan gibt es keinen sicheren Ort mehr.
Schon in ihrer Kindheit galt Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie ihr Interesse zum Beruf. Mit ihren Fantasy-Serien »Plötzlich Fee« und »Plötzlich Prinz« wurde sie rasch zur internationalen Bestsellerautorin. In ihrer neuesten Erfolgsserie »Plötzlich Rebell« erzählt sie von einer magischen Liebe, die nicht sein darf. Julie Kagawa lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.
Weitere Infos & Material
(S. 128-129)
Das Feenreich war nicht so, wie ich es in Erinnerung hatte. Ich rief mir ins Gedächtnis, wie ich zum ersten Mal durch die Tür in Ethans Kleiderschrank das Nimmernie betreten hatte. Ich erinnerte mich an die gewaltigen Bäume, die so dicht standen und ineinander verschlungen waren, dass ihre Äste den Himmel ausschlossen, an den Nebel, der über den Boden gekrochen war, und an das ewige Zwielicht.
Hier im Wilden Wald herrschte keiner der beiden Höfe – er war ein raues neutrales Territorium, das sich weder um die mittelalterlichen Gebräuche des Sommers noch um die grausame Gesellschaft des Winterhofes scherte. Und er lag im Sterben. Das Verderben war unmerklich gekommen, es war tief in das Land und den Wald eingesunken und zerstörte sie von innen heraus. Hier und da sah man einen Baum ohne Blätter oder einen Rosenstrauch mit funkelnden stählernen Dornen.
Ich verfing mich in einem Spinnennetz, nur um herauszufinden, dass es aus haarfeinen Drähten bestand, ganz ähnlich wie das Gebilde, das die Spinnenschrullen benutzt hatten. Äußerlich war die Veränderung nur gering und kaum sichtbar. Aber dem Herzschlag des Nimmernie, den ich überall um mich herum spüren konnte, in jedem Baum, jedem Blatt und jedem Grashalm, haftete etwas von Verfall an.
Alles war vom Eisernen Schein berührt worden, und langsam zerfraß er das Nimmernie, wie eine Flamme ein Stück Papier vernichtete. Und aus den entsetzten Mienen von Ash und Puck konnte ich schließen, dass sie es auch spürten. »Es ist schrecklich, nicht?«, sagte der Gnomenabgesandte und sah sich betrübt um. »Nicht lange, nachdem Ihr … äh … verbannt wurdet, griff die Armee des Eisernen Königs an, und wohin auch immer sie zog, breitete sich das Eiserne Reich aus.
Die vereinten Streitkräfte von Sommer und Winter konnten sie zwar zurückdrängen, aber selbst nachdem sie verschwunden waren, blieb das Gift. Unsere Armeen lagern an der Grenze, wo der Wilde Wald auf das Eiserne Königreich trifft, und versuchen die Eisernen Feen davon abzuhalten, durch die Bresche einzudringen.«




