Katz | Fehmarn Reiseführer Michael Müller Verlag | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 216 Seiten

Reihe: MM-Reisen

Katz Fehmarn Reiseführer Michael Müller Verlag

Individuell reisen mit vIndividuell reisen mit vielen praktischen Tipps.
7. Auflage 2024
ISBN: 978-3-96685-352-1
Verlag: Müller, Michael
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Individuell reisen mit vIndividuell reisen mit vielen praktischen Tipps.

E-Book, Deutsch, 216 Seiten

Reihe: MM-Reisen

ISBN: 978-3-96685-352-1
Verlag: Müller, Michael
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Reiseführer Fehmarn

Anders reisen und dabei das Besondere entdecken: Mit den aktuellen Tipps aus den Michael-Müller-Reiseführern gestalten Sie Ihre Reise individuell, nachhaltig und sicher.

Ein ideales Ziel für Entdeckungsreisen vor der Haustür ist die Insel Fehmarn. Sie ist »erfrischend normal«, doch »verblüffend abwechslungsreich«. Das schreibt unser Autor Dieter Katz in der sechsten Auflage des 2016 mit dem ITB-BuchAward ausgezeichneten Reiseführers »Fehmarn«. Auf 216 Seiten mit 127 Farbfotos zeigt er Ihnen die ganze Pracht der vielfältigen und farbenprächtigen drittgrößten deutschen Ostseeinsel.

Elf Karten und Pläne samt Übersichtskarte machen die Insel zu Ihrem zweiten Zuhause. Mehr als 20 Strände sowie fünf Leuchttürme sind ausführlich beschrieben. Ökologisch, regional und nachhaltig wirtschaftende Betriebe sind kenntlich gemacht. Alles hat unser Autor vor Ort für Sie recherchiert und ausprobiert.

Zahlreiche eingestreute Kurz-Essays vermitteln interessante Hintergrundinformationen. Die Geheimtipps von Dieter Katz verraten Ihnen besonders lohnende Ziele, etwa Unterkünfte oder Restaurants, die auch Einheimische besuchen. Erprobte Tipps und nützliche reisepraktische Ratschläge runden den Reiseführer »Fehmarn« ab.

Fehmarn in der Übersicht

Die abwechslungsreiche Küste fasziniert durch den Kontrast steiler Küsten mit flachen Ufern, an denen sich feinsandige Strände mit steinigen und rauen Stränden abwechseln. Burg ist die »Inselmetropole«: eine nette Kleinstadt mit einladenden Geschäften und Restaurants rund um den historischen Marktplatz. Dazu gehören der lebendige Hafen Burgstaaken und der feinsandige, breite Südstrand auf der vorgelagerten Halbinsel Burgtiefe.

44 zum Teil sehr kleine Bauerndörfer verteilen sich über die Insel. Orth und Lemkenhafen sind die einzigen Hafendörfer, der Rest liegt ein wenig geschützt im Hinterland. Jedes Dorf bietet zahlreiche Ferienunterkünfte.

Aktivitäten auf Fehmarn

Fehmarn zählt zu den niederschlagsärmsten und sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Die gesunde Meeresbrise ist ebenfalls dem Wohlbefinden förderlich. Das lädt zu Aktivitäten im Freien geradezu ein.

Aufregend: Frühzeitliche Hünengräber, über 5000 Jahre alt! Mehr als ein Dutzend weiterer Museen und Ausstellungen, darunter das Meereszentrum, ein Schmetterlingspark, ein U-Boot- und ein Seenotrettungsmuseum, bieten Vergnügliches und Interessantes für die ganze Familie. Dank eines Ganzjahres-Veranstaltungskalenders in unserem Reiseführer »Fehmarn« wissen Sie immer genau, was gerade los ist.

Naturlandschaft und Lage machen die Insel zu einem wichtigen Lebens- und Rückzugsraum für Zugvögel sowie tausende von Tier- und Pflanzenarten. Vier Naturschutzgebiete hat die kleine Insel zu bieten, ein Paradies für Naturliebhaber.

An der Nordspitze der Lübecker Bucht gelegen, ist Fehmarn ein idealer Stützpunkt für Ausflüge zu den nahen Festland-Badeorten, Freizeitparks und Erlebnisausstellungen. Lohnend etwa ein Ausflug in die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Lübeck oder zu den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg. Unser Fehmarn-Reiseführer ist dank der umfassenden und akribisch recherchierten Informationen der ideale Begleiter für Ihren Insel-Urlaub. Vertrauen Sie den Geheimtipps von Dieter Katz. Sie werden nicht enttäuscht!

Drei Fakten über Fehmarn, die Sie wahrscheinlich noch nicht kannten:

  • Fehmarner Steinfischer: Die Insel hat keinen Steinbruch. Baumaterial wurde aber dringend benötigt. Nachdem die einfach zu hebenden Steine im flachen Gewässer schnell geborgen worden waren, ging man in den folgenden Jahren mit immer besserer Technik auf Tauchgang, legte eine mannsgroße Zange um passende Steine und hievte sie an Bord. Im Hafen wurde nach Gewicht bezahlt und oft legten Steinklopfer an Ort und Stelle los und zerkleinerten die Brocken. Erst 1976 wurde das Steinfischen untersagt, weil dadurch wichtige Elemente des Küstenschutzes zerstört wurden.
  • Rock‘n‘Roll auf Fehmarn: Am Flügger Strand spielte Jimi Hendrix 1970 sein letztes Konzert. Ein Jahr nach Woodstock wollte man mit dem »Love & Peace Festival« auf Fehmarn ein ähnlich legendäres Konzert veranstalten. Finanziell und organisatorisch war es ein Desaster. Joan Baez sagte ab, die Hells Angels machten großen Ärger und auch Wind und Wetter spielten nicht mit. Am 6. September betrat Jimi Hendrix die Bühne. Nach zweieinhalb Tagen Dauerregen riss die Wolkendecke auf und Jimi verzauberte die Zuhörer 75 Minuten lang. Wenige Tage später starb er in London an den Folgen einer Alkohol- und Tablettenvergiftung. Seit 1997 gibt es einen Gedenkstein am Flügger Strand.
  • Monarchen Fehmarns: Vor der Erfindung von Landmaschinen waren zur Erntezeit viele Helfer nötig. Etwa 1.500 waren auf Fehmarn im Einsatz, die sich ihrer Wichtigkeit als Helfer durchaus bewusst waren und sich selbstbewusst Monarchen nannten. Ein Leben voller harter Arbeit und Entbehrung, dafür fühlten sich die Monarchen in gewisser Hinsicht frei. Die Bauern legten jedoch Wert darauf, dass es kaum Umgang mit den Monarchen gab. Um sicherzugehen, dass die Monarchen die Insel nach getaner Arbeit wieder verließen, erhielten sie einen Teil ihres Lohns erst, wenn sie wieder auf das Festland übergesetzt hatten.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Unterwegs auf Fehmarn Burg Die Inselhauptstadt (seit 1974 Ostseeheilbad) bietet einige kulturelle Höhepunkte und eignet sich hervorragend für einen gemütlichen Einkaufsbummel. In Burgstaaken, dem Hafen, herrscht täglich geschäftig-maritimes Treiben und in Burgtiefe liegt einer der wenigen Südstrände der Ostsee. Hafen Burgstaaken: maritimes Flair ist garantiert Wer das Flair der malerischen Kleinstadt erleben will, wird zunächst - insbesondere an trüben Tagen in der Hochsaison - erst einmal in einer Blechlawine stecken, die sich langsam Richtung Burg quält. Wegen des zu bestimmten Zeiten hohen Verkehrsaufkommens besucht man die Stadt also besser am frühen Vormittag oder bei schönem Wetter, wenn sich die meisten Touristen am Strand tummeln. Ist man erst einmal angekommen, lässt sich der Ort problemlos zu Fuß erkunden. Viele vom Festland anreisende Tagesbesucher zieht es - ebenso wie eine Reihe dänischer und schwedischer Urlauber, die sich auf der Rückreise nach Skandinavien in den umliegenden Supermärkten gleich auch noch mit reichlich Alkoholika eindecken - häufig in das weithin bekannte Meereszentrum im Gewerbegebiet am westlichen Ortsrand. Aber Burg hat viel mehr zu bieten. Die Hauptstraße Burgs, die Breite Straße, zieht sich von Norden nach Süden durch die ganze Altstadt und verbreitert sich am Markt, dem schönsten und lebhaftesten Flecken der Stadt. Ungewöhnlich ist, dass die historischen Häuserreihen auf der einen Seite der Hauptstraße auf dem Niveau der Fahrbahn liegen, während auf der anderen Straßenseite die hübschen, mit Außenterrassen-Restaurants, Boutiquen oder anderen kleinen Geschäften besetzten und eng aneinandergereihten Häuschen so hoch liegen, als ständen sie auf einem Deich. Grobes Kopfsteinpflaster verstärkt die romantische, zum Bummeln einladende Stimmung, ebenso wie die vor den Bürger- und Fachwerkhäusern stehenden großen Bäume, meist Linden. Am Südende der Breiten Straße lohnt es sich, der Nikolai-Kirche einen Besuch abzustatten und das danebenliegende Fehmarn-Museum zu besuchen (? Beschreibungen bei den Sehenswürdigkeiten). Wer die etwas unbekanntere Seite des Ortes kennenlernen will, sollte auch die kleineren Gassen und die Parks ringsherum aufsuchen. Mitten in der Innenstadt findet man z. B. im efeubewachsenen kleinen Bürgerpark in der Breiten Straße 28 (hinter dem Senator-Thomsen-Haus) neben einigen alten Baumriesen und einem Spielplatz eine unter Naturschutz stehende Stechpalme von seltener Schönheit (botanischer Name Ilex). Sie wächst direkt hinter dem Senator-Thomsen-Haus, einer Fachwerkvilla (von 1781), in der im Sommer wechselnde Ausstellungen gezeigt werden (Di-So 11-17 Uhr), die aber auch als Sitzungsraum der Stadtvertretung dient. Ein anderer kleiner Park ist der nördlich gelegene Stadtpark in der Bahnhofstraße (hinter dem Verkehrskreisel). In dem Gebäude am Rande des Parks befinden sich heute die Stadtbücherei und die Kirchner Dokumentation, bis 1976 war hier das Amtsgericht untergebracht. Der verlassene Bau dahinter wurde bis 1939 als Inselgefängnis benutzt. Sichtblenden an der Rückfront lassen dies noch erkennen. Auf der gegenüberliegenden Seite der verkehrsreichen Bahnhofstraße befindet sich der Schwanenteich, ebenfalls ein idyllisches Plätzchen im Grünen. Neben der munteren Innenstadt gibt es drei weitere Ortsteile, die allerdings kaum fußläufig zu erreichen sind, weil sie zwei bis drei Kilometer entfernt liegen. Sie heißen Neue Tiefe, Burgstaaken und Burgtiefe, und mit ihren Namen sagen sie bereits viel über die Entstehungsgeschichte der Stadt aus: Senator-Thomsen-Haus Ursprünglich hatte Burg einen natürlichen Hafen, dessen Zufahrt bis etwa zum heutigen Marktplatz reichte. Als dieser im Mittelalter zunehmend verlandete, musste er an eine andere Stelle, an die Neue Tiefe, verlegt werden. Neue Tiefe ist heute nichts anderes als ein kleiner Wohnort in der Nähe des Burger Binnensees auf dem Weg zum Südstrand - einen Hafen gibt es nicht mehr. Dieser befindet sich inzwischen im knapp 2 km südlich der Innenstadt gelegenen Burgstaaken, wo er in den 1860er-Jahren von den Preußen angelegt wurde. Ohne ihn wäre Burg wohl nur halb so attraktiv. Das Wort „Staaken“ bedeutet übrigens so viel wie Gefängnis; eine Strafanstalt gibt es auf Fehmarn aber nicht mehr. Bereits die schnurgerade und überaus holprige Straße nach Burgstaaken, der Staakensweg, ist bemerkenswert. Sie ist auf voller Länge mit Steinen bestückt, die einst mühsam aus dem Meer „herausgefischt“ und zu Kopfsteinpflaster verarbeitet wurden. Im Hafen selbst herrscht nach wie vor Betriebsamkeit, am Kai locken Fischimbiss und Fischrestaurant. Allerdings ist in den letzten Jahren die Anzahl der Fischkutter stark zurückgegangen, nur noch ein Kutter (mit der Kennung BUR 14) verkauft hier (fast täglich ab 8.30 Uhr) seinen frischen Fang direkt vom Boot aus. Wer der Kutteratmosphäre dennoch nachspüren will, für den besteht immerhin die Möglichkeit der Teilnahme an einer Schaufischtour auf einem Fischkutter. Zwar ist der Hafen gut mit (gebührenpflichtigen) Parkplätzen ausgestattet, doch während des berühmten Hafenfests, das alle zwei Jahre stattfindet, ist Burgstaaken dicht. Wem der Trubel nichts ausmacht, der sollte das Fest und vor allem das Kutterrennen nicht verpassen, bei dem die Fischer mit voller Kraft auf die Pier zurasen und es dann doch noch irgendwie schaffen, ihre Kutter herumzureißen, um sauber anzulegen. „Utkieker“: Aussichtsturm am Yachthafen Aber auch unabhängig davon bietet der Hafen reichlich Abwechslung. Hoch überragt wird Burgstaaken von den Getreidesilos, die mittlerweile ganz den Kletterern gehören. Hier kann sich jeder beim Siloclimbing versuchen. Blickfang im Hafen ist darüber hinaus ein auf dem Trockenen liegendes U-Boot, das als Museumsschiff besichtigt werden kann, wie auch ein ebenfalls zu Museumszwecken am Ufer thronender Seenotrettungskreuzer. Von der Zeit, als der Hafen weniger dem Tourismus als dem Güterumschlag diente, zeugen die an einigen Stellen noch vorhandenen alten Eisenbahnschienen. Man hat die alte Eisenbahntrasse zu einem Rad- und Fußweg umfunktioniert, auf dem man Burgs Hafen von der Innenstadt aus wesentlich gefahrloser erreicht als über den belebten Staakensweg. Gegenüber von Burgstaaken liegt am südlichen Ufer des Burger Binnensees auf einem Nehrungshaken der Ortsteil Burgtiefe mit seinem großen und von einem markanten Rundsteg geprägten Sportboothafen auf der Binnenseite im Norden. Flankiert wird er von einer schönen Yachthafenpromenade, die zum 18 m hohen Aussichtsturm „Utkieker“ führt, der sogar über einen Aufzug verfügt. Kostenlos zu besichtigen ist dort auch das in den Dünen auf dem Trockenen liegende Seenotrettungsboot Eduard Nebelthau (Baujahr 1972). Fehmarns Hauptstrand befindet sich im Süden von Burgtiefe und verfügt natürlich ebenfalls über eine Promenade. Es ist der feinsandigste Strand der Insel und daher häufig gut besucht, gottlob gibt es hier genügend Parkplätze (gebührenpflichtig). Und außerdem: Wo sonst an der Ostsee gibt es schon einen reinen Südstrand? Im Volksmund wird das Touristenzentrum Burgs deshalb auch nicht Burgtiefe, sondern wegen seiner bevorzugten Lage schlicht Südstrand genannt. Bei schönem Wetter bietet der reichlich mit Strandkörben belegte breite Strand somit Badefreuden pur. Besonders Kindern bereiten das seichte Wasser und der breite Badesteg ein deutlich hörbares Badevergnügen. Nicht fehlen darf natürlich die obligatorische Promenade hinter der bepflanzten schmalen Schutzdüne. Architektonisch jedoch ist Burgtiefe ein Kind des Baubooms der 1960er- und 70er-Jahre. Moderne Appartementhäuser in Wellenform und vor allem die drei weithin sichtbaren Hochhäuser des Kur- und Ferienzentrums beherrschen die Szenerie dieses modernen Ortsteils und bilden einen krassen Gegensatz zu dem von historischen Bauten dominierten Erscheinungsbild des Hauptortes. Die 15-stöckigen Gebäude aus dem Jahr 1969 galten damals als todschick. Für den heutigen Geschmack mögen sie von außen nicht schön anzusehen sein - einen fantastischen (Meeres-)Blick hat man von hier oben jedoch unbestritten. Verbunden sind sie durch das Vitarium; eine 3000 m² große, gewächshausartige Laden- bzw. Restaurantpassage, in der sich auch ein Spielplatz mit Pid-Pad-Anlage (Tischminigolf) befindet. Bei Sonnenschein wird es unter dem Glasdach allerdings ganz schön heiß. Seinerzeit entworfen haben die heute umstrittenen Südstrandbauten die berühmten dänischen Architekten Arne Jacobsen (1902-1971) und Otto Weitling (*1930). Die gesamte Anlage samt Bungalows und Appartements steht mittlerweile unter...


Katz, Dieter
Jahrgang 1964, studierte Wirtschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften und Ethik. Der promovierte Pädagoge und begeisterte Fotograph hat – erst familiär erzwungen, dann aus Leidenschaft – jeden Sommer seines Lebens an den deutschen Küsten verbracht. Veröffentlichung einiger Schulbücher.



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