Kazantzaki / Kazantzake¯ | Die sieche Stadt | Buch | 978-3-946142-94-2 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 137 Seiten, PB, Format (B × H): 135 mm x 205 mm

Reihe: Belletristik

Kazantzaki / Kazantzake¯

Die sieche Stadt

Edition Romiosini/Belletrisik
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-946142-94-2
Verlag: Edition Romiosini

Edition Romiosini/Belletrisik

Buch, Deutsch, 137 Seiten, PB, Format (B × H): 135 mm x 205 mm

Reihe: Belletristik

ISBN: 978-3-946142-94-2
Verlag: Edition Romiosini


»Und doch gleicht diese sieche Stadt, ob ich es will oder nicht, von Tag zu Tag mehr einer Stadt wie jede andere auch. Neue Häuser kommen hinzu, die Arbeiten schreiten voran, Ehen gehen in die Brüche. Wenn sich ein Blinder zufällig hierher verirren würde, er würde gar nicht merken, dass er sich von den anderen Menschen entfernt hat. Er wird hier das gleiche Gerede hören, auf die gleiche Geschäftigkeit stoßen, in die sich alle Welt verstrickt, den gleichen Freuden und den gleichen Sorgen wird er begegnen. Manchmal kommen mir seltsame Gedanken: Könnten die Aussätzigen ihre Gesichter nicht hinter schönen Masken verbergen, hinter schönen Masken mit angenehmen Gesichtszügen, wohlgeformten Nasen, roten Lippen, weißen Stirnen und rosigen Wangen? Ein jeder hätte seine Maske und würde mit ihr zum Markt gehen, und sie wäre dann vollkommen seine eigene Physiognomie, sein ganz eigener Ausdruck. Meine Seele würde sich auf dem herrlich glänzenden Tuch meiner Maske abbilden. Worin würden wir uns dann noch von den anderen unterscheiden?«

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Kazantzaki, Galatia
Die Autorin, Übersetzerin und Publizistin Galatia Kazantzaki (Iraklion 1881–Athen 1962), geborene Alexiou, besuchte die französische Eliteschule Kretas, wurde jedoch praktisch im Kreis ihrer Familie mit der langen philologischen und literarischen Tradition ausgebildet. 1911 heiratete sie Nikos Kazantzakis, später den Lyriker und Literaturkritiker Markos Avgeris. Sie war als Feministin und Mitglied der Kommunistischen Partei politisch engagiert, wegen ihres Engagements wurde sie mit Publikations- und Berufsverboten belangt. Als Autorin trat sie bereits 1906 durch die Publikation von Gedichten in einer Literaturzeitschrift hervor; bis Ende der 1950er Jahre publizierte sie Romane, Theaterstücke, Kinderbücher, literarische Übersetzungen und Essays, besonders aktiv war sie allerdings auch als feministische und linke Journalistin.
Literarisch übte sie sich im Ästhetizismus, der Sittenschilderung und der engagierten Literatur, stilistisch blieb sie nüchtern und verzichtete auf jegliche Melodramatik; ihre Auseinandersetzung mit der Persönlichkeit von Nikos Kazantzakis bzw. mit patriarchalen Strukturen standen im Fokus ihres letzten Romans Menschen und Übermenschen (1957).
Galatia Kazantzaki starb 1962 nach einem Autounfall in Athen.



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