Keeland / Ward | Christmas Deal | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 172 Seiten

Reihe: LYX.digital

Keeland / Ward Christmas Deal


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7363-1487-0
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 172 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-7363-1487-0
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Office Romance trifft auf Weihnachten

Riley Kennedy ist genervt. Immer wieder landen ihre E-Mails bei ihrem Kollegen Kennedy Riley. Doch statt sie einfach weiterzuleiten, gibt dieser stets auch noch seine unpassenden Kommentare dazu ab. Als sie sich auf der Weihnachtsparty dann gegenüber stehen, will Riley die Gelegenheit nutzen, ihm endlich ordentlich die Meinung zu sagen. Doch ehe sie sich versieht, hat sie der attraktive Kennedy zu einem Weihnachtdeal überredet: Er spielt ihren Freund auf der Weihnachtsparty ihrer Mutter, dafür begleitet sie ihn auf eine Hochzeit. Doch was, wenn aus dem Deal auf einmal etwas Echtes wird?

'Vi Keelands und Penelope Wards Geschichten sind pure Magie. Ausnahmslos jedes Mal!' BOOK BABES UNITE

Eine sexy und romantische Weihnachtsnovella des Bestsellerduos Vi Keeland und Penelope Ward



Vi Keeland ist eine SPIEGEL-Bestseller-Autorin. Als waschechte New Yorkerin lebt sie mit ihrer Familie noch immer dort und arbeitet als Anwältin. Weitere Informationen unter: vikeeland.com

Penelope Ward ist eine NEW-YORK-TIMES-, USA-TODAY- und WALL-STREET-JOURNAL-Bestseller-Autorin. Sie arbeitete als Nachrichtensprecherin beim Fernsehen, bevor sie zu schreiben begann. Penelope liebt New-Adult-Romane, Kaffee und ihre Freunde und Familie. Sie ist stolze Mutter zweier Kinder und lebt in Rhode Island. Weitere Informationen unter: penelopewardauthor.com

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1


Riley

Uh. Nicht schon wieder.

Mir grauste jedes Mal, wenn sein Name in meinem Posteingang erschien. Nun, eigentlich war es mein Name, nur anders herum – Kennedy Riley. Dieser Typ war so ein Vollidiot. Er arbeitete in unserer Sachbuchabteilung am anderen Ende der Stadt. Ab und zu brachte jemand unsere E-Mail-Adressen durcheinander, sodass wir die Mails des jeweils anderen erhielten. Riley.Kennedy@starpublishing.com war ziemlich leicht zu verwechseln mit Kennedy.Riley@starpublishing.com. Wann immer ich eine E-Mail bekam, die ganz offensichtlich für ihn bestimmt war, leitete ich sie höflich weiter – ohne sie zu lesen. Andersherum lief es allerdings nicht so nett. Dieser neugierige Idiot hatte doch tatsächlich den Nerv, meine E-Mails nicht nur zu lesen, sondern sie auch noch bis ins Detail auseinanderzunehmen und unaufgefordert seinen Senf dazuzugeben. Hoffentlich war die E-Mail, die er diesmal fälschlicherweise erhalten hatte, wenigstens harmlos.

Ich klickte auf die Nachricht.

Nein.

Nein! Nein! Nein!

Ich schloss die Augen und konnte mit knapper Not ein Stöhnen unterdrücken. Von allen E-Mails, die dieser Mann hätte empfangen können, musste es ausgerechnet diese sein? Ich sackte auf meinem Stuhl zusammen und zog ernsthaft in Betracht, mich auf absehbare Zeit unter meinem Schreibtisch zu verstecken. Ich wollte es mir lieber gar nicht erst vorstellen, was er zu meinen Zeilen an Frag Ida sagen würde. Dan Markel aus der Werbeabteilung hatte in seiner untersten Schreibtischschublade eine Flasche Scotch, von der er dachte, dass niemand davon wüsste – aber wir alle wussten davon. Und jetzt wäre genau der richtige Zeitpunkt, um rüberzugehen und sie mir zu borgen. Ich seufzte und las Kennedys Kommentar, mit dem er die E-Mail an mich weitergeleitet hatte:

Riley, Riley, Riley.

Was soll ich nur mit dir machen?

Zunächst mal, deine Mutter … hört sich nach einem echten Prachtweib an. Was scherst du dich überhaupt um ihre Meinung? Sie ist ganz offensichtlich eine materialistische, selbstsüchtige Narzisstin. Wenn du mich fragst, sind Leute, die solche kitschig-prahlerischen Weihnachtsbriefe schreiben, im Allgemeinen ziemlich einsam.

In mir begann es zu brodeln. Ich hatte ihn nicht gefragt. Und er war wirklich so dreist, sich über meine Mutter auszulassen? Was zur Hölle wusste er über sie? Natürlich stand in meiner E-Mail das eine oder andere … aber das hätte privat bleiben sollen … und war definitiv nicht dafür bestimmt, von ihm gelesen oder analysiert zu werden. Außerdem war doch klar, wie es in Sachen Familie so lief … Wenn ich mich über meine Mutter oder meine Geschwister beklagte, dann durfte ich das, so viel ich wollte – aber jemand anders durfte das verdammt noch mal nicht.

Ich biss die Zähne so heftig zusammen, dass ich prompt erste Anzeichen von Spannungskopfschmerzen spürte. Doch statt die E-Mail zu löschen, wie jeder vernünftige Mensch es getan hätte, las ich weiter.

Aber kommen wir doch zum grundlegenden Problem, okay? Warum bist du siebenundzwanzig und Single und hattest seit zehn Monaten kein Date mehr? Verrat es mir, Riley … Es muss doch einen Grund dafür geben? Ich habe mich nach dir erkundigt – und nach allem, was ich gehört habe, siehst du ganz ansehnlich aus, was das Ganze umso verwunderlicher macht. Ich persönlich denke, du solltest ab jetzt nicht mehr Ida, sondern mir von deinen Problemen erzählen. Ich werde der Sache ziemlich schnell auf die Spur kommen.

X

Kennedy

PS: Ist Olivia Single? ;)

Es war mir ein Rätsel, wie ausgerechnet diese Nachricht auf seinem Computer landen konnte. Wer antwortete denn auf eine E-Mail, indem er die Adresse des Empfängers noch einmal abtippte? Klickte nicht jeder einfach auf Antworten? Dann fiel es mir wieder ein … Ich hatte gar keine E-Mail an Frag Ida geschickt. Ich hatte ein Kontaktformular auf der Webseite dieser Kummerkastentante ausgefüllt. Es war das erste Mal, dass ich so was Verrücktes und Impulsives getan hatte. Aber es war am Abend nach Thanksgiving gewesen, dem inoffiziellen Start der Weihnachtszeit, und ich hatte ein kleines bisschen Wein intus gehabt. Pünktlich wie ein Uhrwerk hatte meine Mutter nämlich an diesem Morgen angerufen, um mich daran zu erinnern, dass ihr alljährlicher »Weihnachtsabend der offenen Tür« um Punkt sechs beginnen würde. Außerdem hatte sie alle eingeladenen Nachbarn und Leute aus der Kirche aufgelistet, deren Söhne bestes Ehemannmaterial abgaben. Und so … hatte ich den inoffiziellen Start jener Zeit des Jahres, die ich am meisten hasste, damit verbracht, ganz allein eine Flasche Wein zu trinken und mein einsames, beschwipstes Herz einer sechzig Jahre alten Kummerkastentante auszuschütten. Dumm … ich weiß.

Ich seufzte und sackte noch tiefer auf meinem Stuhl zusammen.

Abgelenkt von Kennedys unverschämter E-Mail hatte ich fast vergessen, dass er immerhin auch die Antwort der Kummerkastentante an mich weitergeleitet hatte. Ich richtete mich auf, scrollte nach unten und begann zu lesen.

Zuerst war da eine Kopie jenes Eingabeformulars, das ich auf der Frag-Ida-Webseite ausgefüllt hatte. Angesichts der Tatsache, dass ich ein wenig zu viel Wein getrunken hatte, fand ich es sinnvoll, meinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen und erst mal zu sehen, was ich tatsächlich geschrieben hatte. Wirklich, wie schlimm konnte es schon gewesen sein?

Liebe Ida,

meine Mutter verschickt jedes Jahr diese langatmigen Weihnachtsbriefe. Sie umfassen für gewöhnlich zwei bis drei Seiten und drehen sich größtenteils um meine drei Geschwister und mich. Nun, das stimmt nicht ganz – es geht größtenteils um meine drei Geschwister. Das liegt daran, weil ich keine ehrenamtliche ärztliche Mission nach Uganda unternommen habe, um Kieferspalten zu heilen, wie im letzten Jahr mein Bruder Kyle, der Arzt ist. Ich habe auch keine absolut entzückenden eineiigen Zwillinge zur Welt gebracht – ohne jegliche Schmerzmittel natürlich – wie meine Schwester Abby, Mitglied der geschätzten New Yorker Philharmoniker. Und ich habe definitiv nicht den dritten Platz bei den Turnmeisterschaften des Staates New York gemacht wie die Jüngste von uns, Olivia – nicht ganz überraschend, wenn man bedenkt, dass ich mir nur wenige Monate zuvor meinen Knöchel verstaucht habe, weil ich mit meinen High Heels umgeknickt bin.

Ich denke, Sie verstehen, worauf ich hinauswill. Mein Leben ist einfach nicht so außergewöhnlich wie das meiner Schwestern und meines Bruders. Vielmehr habe ich im reifen Alter von siebenundzwanzig schon seit zehn Monaten kein Date mehr gehabt. Da erlebt selbst mein Hund, Schwester Mary Alice, im Hundepark noch mehr als ich. Letztes Jahr war das hier alles, was Mom in ihrem alljährlichen dreiseitigen Prahlbrief über mich zu erzählen hatte:

»Riley ist immer noch Junior-Lektorin bei einem der größten Verlage des Landes. Sie hat zwei Bücher lektoriert, die es auf die Bestsellerliste der New York Times geschafft haben. Wir denken, dass sie bald aus dem Romantik-Genre rauskommen und befördert werden wird.«

Und jetzt meine Frage an Sie, Ida … Wie bringe ich meine Mutter dazu, mich in ihren Briefen nicht mehr zu erwähnen, ohne ihr ein schlechtes Gewissen zu machen?

Viele Grüße

Riley Kennedy, gelangweilt in New York

Auf mein erbärmliches Etwas von einem Brief antwortete Ida folgendermaßen.

Liebe gelangweilte Riley,

für mich hört sich das so an, als wäre nicht die Weihnachtspost Ihrer Mom Ihr Problem – obwohl auch ich solche Briefe unausstehlich finde. Ich denke, wenn Sie ein wenig tiefer graben, werden Sie feststellen, dass die Quelle Ihres Problems tatsächlich Ihr eigenes Leben ist – und die Tatsache, dass Sie keins haben. Manchmal müssen unangenehme Dinge einfach ausgesprochen werden, aber Ihre Freunde und Ihre Familie sind zu höflich dazu. Dafür bin ich ja da, und wenn Sie ehrlich zu sich selbst sind, ist das vielleicht der wahre Grund, warum Sie überhaupt an mich geschrieben haben … Also, hier ist mein Rat:

Gehen Sie aus und leben Sie ein wenig. Liefern Sie Ihrer Mutter etwas, worüber sie schreiben kann. Das Leben ist zu kurz, um es so langweilig zu verbringen.

Mit herzlichen Grüßen

Soraya Morgan

Assistentin der Kummerkastentante – Frag Ida

Nicht wirklich, oder? Das war der verdammte Rat an mich?! Und noch dazu von irgendeiner Assistentin?

Ich war so wütend, dass es den ganzen Morgen und drei Donuts lang dauerte, bis ich mich so weit beruhigt hatte, um auf beide Nachrichten antworten zu können.

Als Erstes schrieb ich eine Antwort an diesen Idioten Kennedy. Seine Nachricht hatte mich am meisten geärgert.

Ich klickte in seiner E-Mail auf Antworten und begann zu tippen. Meine Finger hämmerten auf die Tastatur ein:

Kennedy, Kennedy, Kennedy.

(Übrigens: Was du da mit meinem Namen machst, ist furchtbar nervig.) Deine Meinung zu meinen Privatangelegenheiten ist unerwünscht und irrelevant.

Aber um deine Frage – »Riley, Riley, Riley. Was...


Keeland, Vi
Vi Keeland ist eine SPIEGEL-Bestseller-Autorin. Als waschechte New Yorkerin lebt sie mit ihrer Familie noch immer dort und arbeitet als Anwältin. Weitere Informationen unter: vikeeland.com
Penelope Ward ist eine NEW-YORK-TIMES-, USA-TODAY- und WALL-STREET-JOURNAL-Bestseller-Autorin. Sie arbeitete als Nachrichtensprecherin beim Fernsehen, bevor sie zu schreiben begann. Penelope liebt New-Adult-Romane, Kaffee und ihre Freunde und Familie. Sie ist stolze Mutter zweier Kinder und lebt in Rhode Island. Weitere Informationen unter: penelopewardauthor.com

Vi Keeland ist eine SPIEGEL-Bestseller-Autorin. Als waschechte New Yorkerin lebt sie mit ihrer Familie noch immer dort und arbeitet als Anwältin. Weitere Informationen unter: vikeeland.com

Penelope Ward ist eine NEW-YORK-TIMES-, USA-TODAY- und WALL-STREET-JOURNAL-Bestseller-Autorin. Sie arbeitete als Nachrichtensprecherin beim Fernsehen, bevor sie zu schreiben begann. Penelope liebt New-Adult-Romane, Kaffee und ihre Freunde und Familie. Sie ist stolze Mutter zweier Kinder und lebt in Rhode Island. Weitere Informationen unter: penelopewardauthor.com



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