Kellner | Christsein ist keine Religion | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 176 Seiten, Taschenbuch, Format (B × H): 120 mm x 186 mm

Kellner Christsein ist keine Religion

Erkenntnisse eines Physikers. Ein wissenschaftliches Plädoyer für den Glauben an den Gott der Bibel für alle, die spirituell und intellektuell nach Antworten suchen
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7655-7761-1
Verlag: Brunnen Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Erkenntnisse eines Physikers. Ein wissenschaftliches Plädoyer für den Glauben an den Gott der Bibel für alle, die spirituell und intellektuell nach Antworten suchen

E-Book, Deutsch, 176 Seiten, Taschenbuch, Format (B × H): 120 mm x 186 mm

ISBN: 978-3-7655-7761-1
Verlag: Brunnen Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der Physiker Dr. Albrecht Kellner ist überzeugt, dass christlicher Glaube und wissenschaftliches Denken durchaus miteinander vereinbar sind. In seinem Buch zeigt er auf, dass es für Menschen, die es gewohnt sind, logisch zu denken, kein Widerspruch ist, gleichzeitig an Gott zu glauben. Im Gegenteil: Die Bibel will auch mit dem Verstand gelesen werden. Der Autor gibt ehrliche Einblicke in seine persönliche Entdeckung, dass das Christentum keine Religion ist, bei der es darum geht, blind Regeln einzuhalten, sondern dass es einer befreienden Revolution gleichkommt. Ein Plädoyer für den Glauben an den Gott der Bibel. Dieses Buch bietet eine klare und rationale Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben. Besonders für Leser, die sowohl intellektuell als auch spirituell nach Antworten suchen. Gekürzte und überarbeitete Neuauflage.

Nach langer intensiver Suche nach dem Sinn des Lebens kam Dr. rer. nat. Albrecht Kellner während eines Post-Graduate-Studienjahres in San Diego zum Glauben an Jesus Christus. Geboren 1945 in Swakopmund (Namibia) und dort aufgewachsen, studierte von 1965 bis 1970 Physik an der Universität Göttingen, promovierte über ein Thema der Allgemeinen Relativitätstheorie Einsteins und war über zwanzig Jahre lang bei der internationalen Raumfahrtfirma Astrium Space Transportation tätig, zuletzt als stellv. Technischer Direktor. Als Buchautor und gefragter Referent speziell zum Thema Naturwissenschaft und christlicher Glaube ist er in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Albrecht Kellner ist verheiratet, Vater von zwei Söhnen und wohnt heute in Kirchseelte, Niedersachsen.
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1. Das Rätsel des Daseins


Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letzteres.

Albert Einstein, theoretischer Physiker, Nobelpreisträger

Um dieses Buch zu lesen, wird Energie benötigt, die vor mehr als 100.000 Jahren erzeugt wurde. Energie, damit die Hände das Buch halten und die Seiten dieses Buches umblättern können, Energie, damit die Augen hin und her zuckend jede einzelne Zeile in diesem Buch blitzschnell von links nach rechts abtasten und die lichtempfindlichen Zellen der Retina das Muster in diesen Zeilen in wenigen Millisekunden in etwa einhundertzwanzig Millionen einzelne elektrische Signale umwandeln können. Diese jagt das Gehirn dann in einem unaufhörlichen elektrochemischen Impulsgewitter über Milliarden von Neuronen quer durch unseren Schädel nach hinten zum Optischen Cortex zur Analyse von Kanten und Ecken und anderen optischen Merkmalen, bis sie schließlich durch das Bewusstsein der Wahrnehmung zugeführt werden.

Weitere Energie wird benötigt, um das Wahrgenommene im Kontext einer Sprache zu analysieren und anhand früherer Erfahrungen zu verstehen. Schließlich wird Energie benötigt, um während des Leseprozesses den Kopf in senkrechter Position zu halten, die Form des Körpers zu bewahren und das Funktionieren aller inneren Organe zu gewährleisten.

Diese Energie entstand im Inneren einer kontinuierlich feuernden Wasserstoffbombe. Es handelt sich um Atomenergie. Sie entstand durch einen geheimnisvollen Prozess, der uns erst seit rund 100 Jahren bekannt ist. Bei einer Temperatur von etwa fünfzehn Millionen Grad wurden Wasserstoffatome mit derartiger Energie aufeinandergeschossen, dass sie sich unter der Wucht des Aufpralls in einem rätselhaften Vorgang in Heliumatome umwandelten. Dabei war die Masse des entstandenen Heliums unbegreiflicherweise geringer als die des ursprünglichen Wasserstoffs. Das Geheimnis der verschwundenen Masse wurde erst durch einen geistigen Kraftakt Albert Einsteins gelüftet. Seitdem weiß man: Die fehlende Masse hatte sich vollkommen aufgelöst und in reine Energie verwandelt!

Für die Physiker zur Zeit dieser Entdeckung war das schwerer Tobak. Materie wird in Energie zerstrahlt? Ein vollkommen inakzeptabler Gedanke. Und doch ist es so, wie jedes Kernkraftwerk beweist. Der Vorgang in dieser Atombombe sprengt jede Vorstellungskraft. Dabei verschwinden etwa vier Millionen Tonnen Materie, für immer. Sie werden in reine Energie verwandelt. Energie unvorstellbaren Ausmaßes. Sie entspricht der Explosion von fast sechs Milliarden der größten H-Bomben, die die Amerikaner jemals gebaut haben. Und dies geschieht … in jeder Sekunde! Sekunde um Sekunde, Stunde um Stunde, Jahr um Jahr, Jahrmillionen um Jahrmillionen. Und die Physiker sagen, es gibt noch genug Wasserstoff für weitere vier Milliarden Jahre.

Und acht Milliarden hoch komplizierte Wesen reiten auf einer vergleichsweise winzigen Kugel um diesen Giganten und beziehen Tag um Tag ihre Lebensenergie aus seinen ständig hervorbrechenden Energiefluten. Wie kommt es, dass wir diesen gewaltigen, ununterbrochenen Energieausbruch überleben?

Weil wir diese Atombombe in einem respektvollen Abstand von einhundertfünfzig Millionen Kilometern umkreisen. Dieser Abstand ist nötig, damit wir nicht in wenigen Sekunden verdampfen. Aber auch bei dieser Entfernung wäre die Hitze bald unerträglich, wenn wir ihr ohne Unterbrechung ausgesetzt wären. Glücklicherweise befinden wir uns aber auf einer Kugel, deren Rotation uns abwechselnd der heißen Strahlung zuwendet und dann wieder auf der Schattenseite der Kugel in die Kühle der Nacht hineintaucht. Dabei ist die Schattenphase so kurz, dass man nachts nicht zu Eis erstarrt, und die Helligkeitsphase so kurz, dass man am Tag nicht doch unerträgliche Temperaturen ertragen muss. Anderseits ist die Rotationsgeschwindigkeit niedrig genug, dass nach dem Morgengrauen nicht gleich wieder die Dämmerung einsetzt.

Aber auch das reicht noch nicht aus, um angesichts der unaufhörlich feuernden Atombombe auf dieser Kugel zu überleben. Denn neben der Hitze gibt es noch eine andere tödliche Bedrohung: das Bombardement durch eine immens energiereiche Strahlung, die dieses kosmische Kraftwerk unaufhörlich abgibt: Röntgenstrahlen, Gammastrahlen, ultraviolette Strahlen! Aber wir haben Glück. Die Kugel ist mit einer schützenden Gasschicht umgeben. Diese ist allerdings hauchdünn. Würde man die Kugel auf einen Durchmesser von einem Meter reduzieren, so hätte der nennenswerte Bereich dieser Gasschicht – im gleichen Maßstab reduziert – eine Dicke von nur knapp vier Millimetern. Und doch bewirkt sie einen hinreichenden Schutz vor dieser Strahlung. Dazu enthält sie bei 1,2 bis 3 Millimetern Höhe eine dünne Schicht eines speziellen Gases, Ozon, das insbesondere das ultraviolette Licht absorbiert und uns vor Verstrahlung schützt. Eine hauchdünne Schicht, von der unser Leben abhängt!

Aber das ist noch nicht alles aus dem Arsenal der tödlichen Bedrohung durch diese Atombombe. Protonen! Ununterbrochen speit dieser Gigant mit ungeheurer Wucht eine wahre Flut von Zilliarden Atomkernen aus, die die Menschheit mit genetischen Defekten und Krebs verseuchen würden, wenn es nicht einen Schutzschild ganz besonderer Art gäbe: ein Magnetfeld, das diesen unaufhörlichen Angriff an der Erde vorbeileitet. Am Wetterleuchten des Nordlichtes, der Aurora Boreales, lässt sich der Kampf dieses Magnetfeldes gegen den Ansturm der todbringenden Winzlinge eindrucksvoll erkennen.

Mit dieser Kugel hat es übrigens eine seltsame Bewandtnis: Sie schwebt frei im Raum! Es gibt keinerlei Verbindung zwischen ihr und dem zentralen atomaren Urfeuer. Und doch bewahrt die Kugel in ihrer Bahn seit Jahrmilliarden exakt die lebenserhaltende Entfernung. Dabei ist sie mitsamt allen Bewohnern auf ihr mit einer Geschwindigkeit von gut 100.000 Kilometern pro Stunde unterwegs. Die Gesetze, die die Kugel bei ihrer ewigen Umrundung ihres mächtigen Energiespenders befolgt, haben die Physiker zwar nach langem Mühen entdeckt, aber das Phänomen des freien Schwebens der Kugel neben der Bombe bleibt ein Rätsel. Umso mehr, als die gefundenen Gesetze diese Rätselhaftigkeit noch vertiefen.

So hatte der große Physiker Isaac Newton vor fünfhundert Jahren vermutet, dass die Atombombe ihre Umgebung auf geheimnisvolle Weise beeinflusst, sodass die Kugel eine Kraft erfährt, die sie daran hindert, geradlinig ins Weltall davonzurasen, sondern sie auf ihrer Kreisbahn festhält. Wie diese Beeinflussung der Umgebung zustande kommt und wie die Kugel diese Kraft spürt, ist nicht nur jenseits der Vorstellungskraft der Wissenschaftler, sondern auch außerhalb ihrer Fragestellung. Die Physik entdeckt nur Gesetze in der Natur und beschreibt sie in der Sprache der Mathematik. Eine Erklärung dieser Gesetze ist nicht Gegenstand ihrer Arbeit. Sie bleiben rätselhaft.

Inzwischen wird die Vorstellungskraft der Physiker noch weiter strapaziert. Seit weniger als hundert Jahren wissen wir – wiederum durch die Arbeiten von Albert Einstein –, dass die kosmische Bombe in Wirklichkeit die Geometrie in ihrer Umgebung krümmt, sodass die Kugel in dieser Geometrie eine gekrümmte, schwach ellipsenförmige Bahn verfolgen muss. Die Frage, wieso die Kugel das muss und wie sie die gekrümmte Geometrie spürt oder wie die Atombombe die Geometrie um sich herum krümmt, macht das Phänomen der frei im Weltall schwebenden Kugel noch rätselhafter, als es ohnehin schon ist.

Rätselhaft ist auch: Seit wenigen Jahrzehnten kennt man den Grund dafür, weshalb die für das Lesen dieses Buches benötigte Energie etwa 100.000 Jahre brauchte, um von ihrem Erzeugungsort tief im Inneren dieser Atombombe bis an ihre Oberfläche zu gelangen. Man erkannte – wiederum aufgrund der Überlegungen eines Albert Einstein – zunächst noch mit ungläubiger Skepsis, doch dann mit immer größerer Sicherheit, dass die Energie nicht ein stetiger Strom heißer Strahlung ist, sondern aus winzigen einzelnen Teilchen besteht – den Quanten! Strahlung besteht aus Quanten! Auch das war damals starker Tobak für die Physiker. Diese Quanten mussten auf ihrem Weg erst milliardenfache Kollisionen mit den Wasserstoffatomen in der wabernden Glut des kosmischen Reaktors überstehen, bevor sie das Freie erreichten. Und das dauerte! Von dort rasten sie dann aber mit einer Geschwindigkeit von 300.000 Kilometern in der Sekunde auf die Erde zu, die sie in nur acht Minuten erreichten. Dann waren es aber doch noch ein paar Jahre, bis ihre Energie in Pflanzen gespeichert, von Kühen gefressen, chemisch zerlegt, in Fleisch und Fett gelagert und uns schließlich als Schnitzel serviert wurde.

Dieses wurde dann mit einem effektiven Beißwerkzeug mechanisch zerkleinert, zur chemischen Aufbereitung speziellen inneren Organen zugeführt und anschließend durch ein Rohrleitungssystem von etwa 100.000 Kilometern Länge zu jeder der hundert Billionen Zellen unseres Körpers gepumpt, wo die gespeicherte Atomenergie in einem...


Kellner, Albrecht
Nach langer intensiver Suche nach dem Sinn des Lebens kam Dr. rer. nat. Albrecht Kellner während eines Post-Graduate-Studienjahres in San Diego zum Glauben an Jesus Christus. Geboren 1945 in Swakopmund (Namibia) und dort aufgewachsen, studierte von 1965 bis 1970 Physik an der Universität Göttingen, promovierte über ein Thema der Allgemeinen Relativitätstheorie Einsteins und war über zwanzig Jahre lang bei der internationalen Raumfahrtfirma Astrium Space Transportation tätig, zuletzt als stellv. Technischer Direktor.
Als Buchautor und gefragter Referent speziell zum Thema Naturwissenschaft und christlicher Glaube ist er in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Albrecht Kellner ist verheiratet, Vater von zwei Söhnen und wohnt heute in Kirchseelte, Niedersachsen.



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