E-Book, Deutsch, 210 Seiten
Reihe: beHEARTBEAT
Kennedy A Wild Cowboy's Kiss
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-7650-9
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 210 Seiten
Reihe: beHEARTBEAT
ISBN: 978-3-7517-7650-9
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Clara ist die heimliche Chefin der »Three Chicks Brewery«. Und sie möchte, dass das Spitzenbier der Brauerei schon bald überall in den USA in den Läden steht. Dafür muss sie es dem Vertriebsleiter des größten Bierlieferanten Colorados vorstellen. Doch das ist ausgerechnet Sullivan - der Cowboy, der sie vor sieben Jahren von heute auf morgen verlassen hat.
In Sullivans Leben reiht sich eine Fehlentscheidung an die nächste. Viele davon bereut er. Am meisten aber, dass er Clara im Stich gelassen hat. Als er sie wiedersieht, ist er fest entschlossen, seine Fehler von damals wiedergutzumachen. Er ahnt nicht, dass dazu auch ein sechsjähriger Junge gehört, der ohne Vater aufgewachsen ist ...
Der zweite Band der spicy Cowboy-Romance-Reihe der USA-Today-Bestsellerautorin Stacey Kennedy. Eine sinnliche Second-Chance-Liebesgeschichte.
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
USA-Today-Bestsellerautorin Stacey Kennedy hat schon mehr als dreißig Liebesromane geschrieben. In ihren Büchern geht es um Menschen wie du und ich, die auf der Suche nach Leidenschaft und der großen Liebe sind. Wenn sie mit ihren heißen Geschichten nicht gerade die Buchseiten oder einen eReader in Flammen aufgehen lässt, lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Ontario, USA. Sie glaubt fest daran, dass Wein, Schokolade und sündhaft erotische Bücher alle Probleme des Lebens heilen können.
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1
»Mama, ich will nicht gehen.«
Clara Carter dachte nicht, dass sechs Worte ihr das Herz herausreißen könnten. Aber sie spürte den Schmerz in ihrer Brust, während sie sich hinter ihrem rot-braunen Haar versteckte, als wäre es ein Vorhang. Am liebsten hätte sie ihren sechsjährigen Sohn Mason in die Arme geschlossen, doch heute ging es nicht um sie. Heute ging es um Mason und die Tatsache, dass sein sicheres, behütetes Leben nicht mehr so sicher und behütet war. Sullivan Keene, Masons leiblicher Vater und der Mann, der vor fast sieben Jahren aus Claras Leben verschwunden war, war in die Stadt zurückgekehrt.
Sie stand in dem Haus, in dem ihre Großeltern sie großgezogen hatten, und dachte, dass nichts Mason oder ihr jemals etwas anhaben könnte. Nicht in diesem Haus, in dem so viel Liebe wohnte. Mason hatte nur ein einziges Mal nach seinem leiblichen Vater gefragt, und Clara hatte die schwammigste, ehrlichste Antwort gegeben, die sie geben konnte: Seitdem hatte Mason nie wieder gefragt. Clara führte das auf die Liebe ihrer Familie zurück, die diese Lücke für Mason gefüllt hatte. Anstelle des Vatertags hatten sie den Tanten-Tag. Mason hatte seinen Vater nie vermisst, denn Sullivan existierte in Masons junger Welt einfach nicht.
Selbst jetzt erinnerte alles um sie herum an die Liebe in diesem Haus. Die Hartholzböden knarrten, abgenutzt von einem wunderbaren Leben. Die verschlissenen Möbel, gemütlich und weich von vielen Abenden am Feuer. Doch die behagliche Blase, in der Clara gelebt hatte, erzitterte, als sie Mason wieder ansah. Die sandbraunen Augenbrauen ihres Sohnes zogen sich über stürmischen, hellgrünen Augen zusammen.
Sie streichelte sein rundes Gesicht. »Sei nicht albern. Du übernachtest heute bei Penelope.« Penelope, Claras Cousine, die letzte Weihnachten nach River Rock gezogen war, war jetzt Masons Lieblingsperson.
Er stampfte mit dem Fuß auf, die kleinen Hände zu Fäusten geballt. »Ich will nicht bei ihr schlafen. Das hab ich noch nie gemacht.«
Clara versuchte, bei seinen Worten nicht zusammenzuzucken. Sie brauchte nicht daran erinnert zu werden, dass heute ein ganz anderer Tag war als sonst. Sie fühlte sich unsicher, weil sich all das Unbekannte auf ihren Schultern auftürmte. Entschlossen, die Sache nicht in die Länge zu ziehen, ging sie zur Treppe und nahm seinen roten Schulrucksack sowie eine weitere Tasche mit seinem Pyjama, Toilettenartikeln und Kleidung für den folgenden Tag. »Du wirst so viel Spaß haben, und du willst doch Penelopes Gefühle nicht verletzen. Sie freut sich schon sehr darauf, dich über Nacht bei sich zu haben.«
Das Knirschen von Kies erregte Claras Aufmerksamkeit, und bevor Mason weitere Einwände erheben konnte, öffnete sie die Haustür. Er stemmte sich schwach gegen sie, während sie ihn sanft nach draußen führte. Als der Wagen neben der Verandatreppe zum Stehen kam, glitt das Beifahrerfenster herunter. Penelopes warme grüne Augen fielen auf den sehr mürrischen Mason. Ihr langes, schokoladenbraunes Haar war heute zu einem seitlichen Zopf geflochten, ihr leichtes Make-up saß perfekt, und Penelopes Lächeln erhellte auf der Stelle ihren Morgen. »Ich habe gehört, dass wir heute Abend Pizza holen, Eis essen gehen und uns einen Spiderman-Film ansehen.« Als Mason sich keinen Zentimeter bewegte und sein Stirnrunzeln sich noch vertiefte, hob Penelope langsam eine Tüte hoch. »Oh, und Süßigkeiten essen wir auch.«
Clara wusste nicht, dass ihr Kind so schnell laufen konnte, wie er jetzt auf das Auto zurannte.
»Tschüss, Mama«, rief er und schnallte sich an.
Die Enge in Claras Brust löste sich etwas, als Penelope ihr zuzwinkerte. »Das klappt schon heute Abend.«
Clara reichte Penelope die Taschen und verschränkte anschließend ihre Arme in einem schwachen Versuch, sich zu wärmen. »Danke, dass du über Nacht auf ihn aufpasst. Ich weiß das wirklich zu schätzen.« Es war schwer, auf andere Menschen angewiesen zu sein. Manchmal unzumutbar. Penelope machte es ihr leicht. »Er muss um acht Uhr in der Schule sein, heute und morgen. Abholung ist um drei Uhr.«
»Kein Problem«, erwiderte Penelope und kitzelte Mason, woraufhin dieser einen Lachanfall bekam. »Du weißt, dass ich die Zeit mit diesem süßen Kerlchen genieße.«
Sie verabschiedeten sich schnell, bevor Mason es sich anders überlegen konnte, und bald verhallte sein süßes Lachen, als Penelope die lange Auffahrt hinunterfuhr. Es fühlte sich an, als breche die Welt über Claras Kopf zusammen. Sie wollte weglaufen und sich verstecken, damit nichts das glückliche Leben zerstören konnte, das sie für ihn geschaffen hatte. Aber das war nicht vernünftig, und sie würde ihren Gefühlen heute nicht freien Lauf lassen.
»Ich habe genau das, was du brauchst«, durchbrach eine Stimme die Stille.
Clara blickte hinter sich und sah die jüngste Carter-Schwester in der Tür stehen. Maisie war alles, was Clara nicht war. Ein Freigeist. Wild. Abenteurerin. Ihre dunkelblauen Augen hatten immer ein schelmisches Glitzern, ihr schmutzig-blondes Haar war widerspenstig, und an den meisten Tagen hatte sie irgendwo Farbe auf ihrem Körper. Sie war der kreative Kopf der . Das Unternehmen, das sie und ihre beiden Schwestern von Grund auf aufgebaut hatten, nachdem Pops, ihr Großvater, verstorben war und ihnen das Haus im Kolonialstil sowie die Scheune, in der sich jetzt die Brauerei befand, hinterlassen hatte. Sogar Penelope hatte einen Anteil an der Firma und kümmerte sich um die Biertouren für die Gruppen, die hierherkamen. So konnte Maisies Stelle zu einem Teilzeitjob werden, da sie plante, in der Stadt ein Kunstatelier zu eröffnen. »Was hast du für mich?«, fragte Clara.
Maisie hob ihren Arm und zeigte einen Tumbler. »Der nötige Treibstoff für heute.«
Nur Maisie würde es für angemessen halten, morgens um Viertel vor acht etwas zu trinken, das wie Whiskey aussah. Clara beneidete Maisie um ihr leidenschaftliches Leben mit ihrem neuen Verlobten Hayes und darum, dass jeder ihrer Träume in Erfüllung gegangen war. Maisie hatte das verdient, aber Clara hatte nicht den Luxus, ihrem Glück hinterherzujagen. Sie hatte Mason. Und obwohl der Tag, der vor ihnen lag, sich unerträglich anfühlte, war dies der Tag, auf den sie gewartet hatten, seit sie die Brauerei eröffnet hatten.
Nach harten Monaten zermürbender Arbeit, Biertouren und Auszeichnungen für die Brauerei bekamen sie endlich eine Chance bei einem Vertriebsunternehmen. Mit dessen Hilfe konnten sie ihr Spitzenbier, Foxy Diva, in jede Bar und jedes Restaurant in Nordamerika bringen. Angesichts all der Verantwortung, die auf ihr lastete, dachte Clara, dass ein wenig Hilfe zur Beruhigung ihrer Nerven nicht schaden könnte. Sie nahm das Glas und kippte den Whiskey hinunter. Clara schloss die Augen, als die warme Flüssigkeit sich einen heißen Weg ihre Kehle hinunter bahnte.
»Es ist verständlich, wenn du dich im Moment unsicher fühlst.«
Clara reichte Maisie das leere Schnapsglas. »Ich fühle mich nicht unsicher. Ich weiß genau, was ich tue.« Wenn sie das noch hundertmal sagen würde, würde sie es vielleicht auch glauben.
Da Maisie ihrer Schwester offensichtlich glaubte, zuckte sie nur mit den Schultern. »Okay, was ist dann der Plan, abgesehen davon, dass du so aussiehst, als ob du nicht in deiner eigenen Haut stecken willst?«
Clara rollte mit den Augen. »Mir geht es gut, Maisie. Der Plan ist einfach: den Vertriebspartner beeindrucken.« Das einzige Problem? Der Vertriebspartner war Sullivans Onkel, Ronnie. Clara hatte nicht gewusst, dass Sullivan zurück in die Stadt kommen würde. Und es hatte sie fast umgehauen, als sie zu einem Treffen mit Ronnie gekommen war und Sullivan ebenfalls am Tisch gesessen hatte.
»Ja, natürlich, wir werden Ronnie schwer beeindrucken«, erwiderte Maisie und schürzte die Lippen. »Aber vergessen wir nicht, dass du auch den Mann sehen wirst, von dem du geglaubt hast, dass du ihn heiratest und der dich grausam verlassen und dir das Herz gebrochen hat.«
Clara warf einen Blick auf das leere Glas. Vielleicht brauchte sie mehr als eines, um den heutigen Tag zu überstehen. »Worauf willst du hinaus, Maisie? Willst du, dass ich weine oder so?«
Maisie musterte Claras Gesicht ein wenig zu genau. »Nein, ich will nicht, dass du weinst. Aber ich glaube, du musst darüber sprechen. Masons leiblicher Vater ist wieder in der Stadt. Und du hast kaum etwas gesagt. Was ist der Plan? Mason verstecken, bis Sullivan die Stadt wieder verlässt?«
Das klang gut für Clara. Ihr Magen verkrampfte sich und beförderte ihr Frühstück beinahe auf die alte Holzveranda hinaus. Es kam ihr wie ein böser Traum vor, aus dem sie erst einmal aufwachen musste. Als Sullivan River Rock verlassen hatte, um in der Major League Baseball zu spielen, hatte sie nicht erwartet, ihn jemals wiederzusehen.
»Es gibt keinen Plan«, gab sie schließlich zu. »Ich weiß nur, dass es im Moment sicherer für Mason ist, wenn er nicht hier ist. Ich darf keinen Fehler machen. Ich muss sehen, wo Sullivan gefühlsmäßig steht, bevor ich überhaupt daran denke, ihm von Mason zu erzählen.« Sie hatte einmal versucht, Sullivan von Mason zu erzählen, als sie erfahren hatte, dass sie schwanger war. Er war nicht ans Telefon gegangen. Stattdessen hatte eine unbekannte Frau den Anruf angenommen, und im Hintergrund war ein lachender Sullivan zu hören gewesen. Clara hatte es nie wieder probiert, und er hatte sie auch nicht zurückgerufen.
Das war vor fast sieben Jahren gewesen.
Maisies...




