Kennedy | The Play - Spiel mit dem Feuer | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 544 Seiten

Reihe: Briar U

Kennedy The Play - Spiel mit dem Feuer

Roman
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-492-99679-2
Verlag: Piper ebooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 3, 544 Seiten

Reihe: Briar U

ISBN: 978-3-492-99679-2
Verlag: Piper ebooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



»The Play - Spiel mit dem Feuer« ist nach »The Chase - Gegensätze ziehen sich an« und »The Risk - Wer wagt, gewinnt« Band 3 der »Briar University«-Reihe von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Elle Kennedy! Nach einer katastrophalen letzten Saison fasst Hunter Davenport, der neue Kapitän des Briar-Eishockeyteams, einen Entschluss: Dieses Jahr gilt sein Fokus ausschließlich dem Eishockey. Keine Niederlagen mehr, keine Ablenkungen und erst recht keine Frauen. Doch seine Kommilitonin Demi Davis stellt seine guten Vorsätze auf eine harte Probe. Als sie für ein gemeinsames Uniprojekt viel Zeit miteinander verbringen müssen und sich dabei immer besser kennenlernen, fällt es Hunter zunehmend schwerer, Demi zu widerstehen. Und obwohl sie eigentlich nur befreundet sein wollen, macht es Demi großen Spaß, ihn mehr und mehr herauszufordern ... Hockeyspieler, Leidenschaft und Herzklopfen - mit der »Briar University«-Reihe, einem Spin-Off der beliebten »Off-Campus«-Reihe, sorgt Elle Kennedy für Knistern in der Luft! Elle Kennedy wuchs in einem Vorort von Toronto auf und studierte Englische Literatur an der York University. Ihre »Off Campus«-Reihe war wochenlang auf den internationalen Bestsellerlisten und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Elle Kennedy ist außerdem eine Hälfte des SPIEGEL-Bestseller-Autorenduos Erin Watt, das mit der »Paper«-Reihe große Erfolge feiert.

Elle Kennedy wuchs in einem Vorort von Toronto (Kanada) auf und studierte Englische Literatur an der York University. Sie wusste schon früh, dass sie Autorin werden will, und im Alter von zwölf Jahren schrieb sie ihren ersten Liebesroman. Wenn sie nicht schreibt, liest sie, und wenn sie nicht liest, macht sie Musik oder malt Ölgemälde. Ihre »Off Campus«-Reihe ist ein internationaler Bestseller, wurde von BookTok neu entdeckt und ist eine der beliebtesten New-Adult-Reihen auf TikTok. Außerdem ist Elle Kennedy eine Hälfte des SPIEGEL-Bestseller-Autorenduos Erin Watt, das mit der »Paper«-Reihe große Erfolge feiert.
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Kapitel 1


Hunter


Die Party ist der Hammer.

Vielleicht hätte ich besser zu Hause bleiben sollen, aber zurzeit fühlt es sich dort so an wie am Set einer Realityshow der Kardashians. Dank meiner drei weiblichen Mitbewohnerinnen herrscht in unserem Apartment ein Östrogen-Überschuss.

Okay, hier im Verbindungshaus der Theta Beta Nu mangelt es auch nicht gerade an weiblichen Hormonen, aber zu den Frauen hier darf ich mich wenigstens hingezogen fühlen. Meine Mitbewohnerinnen sind alle in einer festen Beziehung, also darf ich sie nicht anfassen.

Du darfst auch diese Frauen hier nicht anfassen …

Das stimmt. Wegen meines selbst auferlegten Zölibats darf ich überhaupt keiner Frau näherkommen. Punkt.

Ich lege die Finger um das Bierglas, das mein Freund und Teamkollege Matt Anderson mir gerade in die Hand gedrückt hat. »Danke«, murmle ich.

Ich nehme einen Schluck und verziehe das Gesicht. Das Bier schmeckt wie Wasser, was allerdings vielleicht gar nicht so schlecht ist. Ein Ansporn, nicht mehr als eins zu trinken. Das Eishockeytraining fängt morgen zwar nicht vor zehn Uhr an, aber ich wollte ein paar Stunden früher in der Arena sein, um an meinem Slapshot zu arbeiten.

Nach dem katastrophalen Ende der letzten Saison habe ich mir geschworen, Eishockey zu meiner obersten Priorität zu machen. Am Montag fängt das neue Semester an, nächste Woche ist unser erstes Spiel, und ich bin motiviert. Briar hat es letztes Jahr nicht in die nationale Meisterschaft geschafft, und das geht auf meine Kappe. Diese Saison wird anders.

»Wie findest du sie?« Matt weist diskret mit dem Kopf in Richtung einer süßen Brünetten mit kurzen Boxershorts und einem hellrosa Satinhemdchen. Sie hat keinen BH an, und die Umrisse ihrer Nippel sind unter dem dünnen Stoff deutlich zu erkennen.

Mir läuft das Wasser im Mund zusammen.

Habe ich erwähnt, dass das hier eine Pyjamaparty ist? Ja, genau, ich hatte seit fast fünf Monaten keinen Sex mehr, und ich beginne das Semester mit einer Party, auf der jede anwesende Frau praktisch nichts anhat. Ich habe nie behauptet, besonders schlau zu sein.

»Sie ist heiß«, sage ich zu Matt. »Sprich sie an.«

»Das würde ich ja, aber …« Er murmelt vor sich hin. »Sie hat ein Auge auf dich geworfen.«

»Tja, ich bin nicht verfügbar«, antworte ich achselzuckend. »Das kannst du ihr ruhig sagen.« Ich kneife ihn freundschaftlich in den Arm. »Ich bin mir sicher, sie wird dich als angemessenen Trostpreis anerkennen.«

»Ha! Vergiss es. Ich bin für niemanden die zweite Wahl. Wenn sie nicht sterben würde, um mit mir rumzumachen, dann suche ich mir eine andere, die das tut. Ich muss nicht um die Aufmerksamkeit einer Frau wetteifern.«

Deswegen mag ich Matt: Auf dem Eis tut er alles, um zu siegen, aber abseits davon ist er sehr anständig. Ich spiele bereits mein ganzes Leben lang Eishockey, und ich hatte Mannschaftskollegen, die, ohne mit der Wimper zu zucken, die Freundin eines anderen angemacht haben. Oder schlimmer noch, hinter seinem Rücken mit ihr rumgemacht haben. Ich habe mit Typen gespielt, die unsere Eishockey-Groupies wie den letzten Dreck behandelt und sich die Mädchen untereinander aufgeteilt haben. Typen ohne jeglichen Respekt und mit schrecklichem Urteilsvermögen.

Doch an der Briar spiele ich zum Glück mit sehr anständigen Kerlen zusammen. Klar gibt es kein Team ohne den einen oder anderen Idioten, aber die meisten meiner Teamkollegen sind total in Ordnung.

»Ja, das wird nicht allzu schwer für dich sein«, stimme ich ihm zu. »Die Brünette auf zwei Uhr hat dich in Gedanken schon ausgezogen.«

Voller Erwartung reißt er die Augen auf, als er das kurvige Mädchen mit dem kurzen weißen Nachthemd entdeckt. Sie wird rot, als sich ihre Blicke treffen, dann lächelt sie ihm schüchtern zu und hebt ihr Glas zu einem stillen Toast.

Ohne ein weiteres Wort lässt Matt mich stehen, was ich ihm nicht verübeln kann.

Das Wohnzimmer ist voll mit Mädchen in Nachtwäsche und Jungs in Hugh-Hefner-Pyjamas. Ich wusste nicht, dass das eine Mottoparty ist, also bin ich in Cargoshorts und einem ärmellosen weißen Hemd gekommen. Aber das ist vollkommen okay für mich. Die meisten Kerle um mich herum sehen in ihren Schlafanzügen ziemlich lächerlich aus.

»Hast du Spaß?« Die Musik ist laut, allerdings nicht laut genug, um das Mädchen zu übertönen. Das Mädchen, auf das Matt eigentlich ein Auge geworfen hatte.

»Ja. Nette Party.« Ich zucke mit den Schultern. »Der DJ ist ziemlich gut.«

Sie kommt näher. »Ich bin Gina.«

»Hunter.«

»Ich weiß, wer du bist.« Ihre Stimme nimmt einen mitfühlenden Tonfall an. »Ich war bei dem Finalspiel gegen Harvard dabei, als dir dieser Mistkerl das Handgelenk gebrochen hat. Ich kann nicht fassen, dass er das getan hat.«

Ich schon. Ich war mit seiner Freundin im Bett.

Doch das behalte ich besser für mich. Es war ja auch keine Absicht. Ich hatte keine Ahnung, wer das Mädchen war, als ich mit ihr geschlafen habe. Aber ganz offensichtlich wusste sie nur zu gut, wer ich war. Sie wollte sich an ihrem Freund rächen. Das habe ich allerdings erst mitbekommen, als er sich mitten im zweitwichtigsten Spiel der Saison auf mich gestürzt hat – in dem Spiel, bei dem sich entscheidet, wer in die Frozen Four kommt. Das wichtigste Spiel einer College-Saison. Das gebrochene Handgelenk war das Ergebnis einer Rangelei auf dem Eis. Das Harvard-Arschloch wollte es mir nicht brechen, doch es ist passiert. Und schon war das Spiel für mich gelaufen. Genau wie für unseren Captain, Nate Rhodes, der vom Eis musste, weil er mich verteidigen wollte.

Ich reiße mich aus meinen Gedanken. »Es war keine schöne Art, die Saison zu beenden«, sage ich.

Sie legt ihre Hand auf meinen rechten Bizeps. Meine Arme sehen zurzeit riesig aus, wenn ich das mal so sagen darf. Wenn man keinen Sex hat, ist Krafttraining das Einzige, was einen bei Verstand hält.

»Es tut mir leid«, schnurrt Gina. Ihre Finger gleiten über meine nackte Haut, was mich am ganzen Körper elektrisiert.

Ich stöhne fast laut auf. Mein Gott, ich bin so geil, dass ich bereits einen Ständer kriege, wenn eine Frau nur über meinen Arm streichelt.

Ich weiß, ich sollte ihre Hand wegschieben, doch es ist so lange her, dass ich auf eine nicht platonische Art und Weise berührt worden bin. Meine Mitbewohnerinnen zu Hause fassen mich ständig an, aber das ist nichts Sexuelles. Jedes Mal, wenn wir uns im Gang begegnen, gibt mir Brenna zum Beispiel einen Klaps auf den Po oder zwickt mich. Aber nicht, weil sie etwas von mir will – sie will mich bloß aufziehen.

»Willst du irgendwohin gehen, wo es ruhiger ist? Zum Reden oder so?«, schlägt Gina vor.

Ich habe schon genug Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht, um zu wissen, was es bedeutet, wenn ein Mädchen »reden oder so« will.

1) Es wird nicht viel geredet.

2) Es passiert jede Menge »oder so«.

Gina hätte ihr Anliegen nicht deutlicher ausdrücken können, wenn sie ein Schild mit der Aufschrift Nimm mich! in den Händen gehalten hätte. Sie leckt sich sogar über die Lippen, als sie mir die Frage stellt.

Ich weiß, ich sollte ablehnen, aber die Vorstellung, jetzt nach Hause zu fahren und mir in meinem Zimmer einen runterzuholen, während meine Mitbewohnerinnen alte Folgen von The Hills anschauen, ist nicht besonders verlockend. Also sage ich: »Klar«, und folge Gina aus dem Zimmer.

Wir landen in einem kleinen Raum, in dem sich eine Couch, ein paar Bücherregale und ein Schreibtisch an der Wand unter dem Fenster befinden. Ansonsten ist er überraschend leer. Die Partygötter scheinen Mitleid mit mir enthaltsamem Idioten zu haben und haben uns die Art gefährliche Privatsphäre geschaffen, die ich eigentlich vermeiden sollte. Stattdessen sitze ich auf dem Sofa und lasse mich von Gina auf den Hals küssen.

Ihr Satinhemdchen reibt über meinen Arm, und es ist schon fast pornografisch, wie gut sich diese kaum vorhandene Berührung anfühlt. Zurzeit törnt mich einfach alles an. Ich habe einen Ständer bekommen, als ich eine YouTube-Werbung für Tupperware gesehen habe, in der eine MILF eine Banane geschält hat. Dann hat sie sie in kleine Stücke geschnitten und in einen Plastikbecher gegeben. Nicht einmal diese bildliche Metapher konnte mich davon abhalten, mir zur Bananenfrau einen runterzuholen. Noch ein paar Monate, und ich kann für gar nichts mehr garantieren.

»Du riechst so gut.« Gina atmet tief ein und dann wieder aus. Ihr warmer Atem kitzelt mich am Hals. Sie legt ihre heißen, feuchten Lippen wieder an meinen Hals.

Sie fühlt sich so gut an auf meinem Schoß. Ihre festen Oberschenkel umklammern meine, und ihr mit Satin bekleideter Körper ist warm und kurvig. Ich muss das beenden.

Ich habe mir selbst und meinem Team ein Versprechen gegeben, obwohl keiner von ihnen es von mir verlangt hat. Sie halten mich alle für vollkommen verrückt wegen meines selbst auferlegten Zölibats. Matt hat sogar geradeheraus gesagt, er glaube nicht, dass es unsere Spiele auch nur im Geringsten beeinflussen wird, wenn ich meine sexuellen Bedürfnisse unterdrücke. Aber ich denke, das wird es. Und mir geht es ums Prinzip. Die Jungs haben mich zu ihrem Captain gemacht, und ich nehme diese Verantwortung ernst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ich dazu tendiere, mir von Frauen den Kopf verdrehen zu lassen. Mit ihnen rumzumachen hat mir letztes Jahr ein gebrochenes Handgelenk eingebracht. Das wird mir nicht noch einmal passieren.

»Gina, ich …«

Sie schneidet mir das Wort ab, indem sie ihre Lippen auf meine presst. Dann küssen wir uns, und in meinem Kopf dreht sich...



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