Kennerson / Avery / Day | Baccara Collection Band 461 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 461, 384 Seiten

Reihe: Baccara Collection

Kennerson / Avery / Day Baccara Collection Band 461


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-1637-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 461, 384 Seiten

Reihe: Baccara Collection

ISBN: 978-3-7515-1637-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



HEIßE STUNDEN UNDERCOVER von MARTHA KENNERSON

Dieser Undercover-Einsatz ist eine sexy Herausforderung! Ermittlerin Kathleen soll die Wahrheit über angebliche Sicherheitsverstöße in der Firma von Morgan Kingsley herausfinden. Viel zu schnell kommt sie dem heißen Tycoon näher. Doch wie wird er reagieren, wenn er erfährt, wer sie wirklich ist?

EIN KANDIDAT FÜR SPEZIELLE STUNDEN von JOY AVERY

Lauder Tolson braucht dringend eine Frau. Als Junggeselle hat er keine Chance, in den Senat gewählt zu werden. Seine Ex Willow ist bereit, ihm zu helfen. Kurze nach ihrem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit wird aus dem Spiel leidenschaftlicher Ernst! Doch kann Willow ihm je verzeihen, dass er ihr vor Jahren das Herz brach?

ZWEI HERZEN VOR GERICHT von ZURI DAY

Vor Gericht sind sie erbitterte Gegner. Doch insgeheim findet Anwältin Maeve Eddington den gegnerischen Anwalt Victor Cortez unwiderstehlich. Auf gar keinen Fall darf sie sich auf ihn einlassen, wenn sie den wichtigen Prozess nicht verlieren will. Aber das Schicksal hat andere Pläne ...

Kennerson / Avery / Day Baccara Collection Band 461 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL


Kathleen Winston betrat ihr Büro, noch immer geschockt darüber, wie schlecht das Treffen mit ihrem Chef verlaufen war. Die neunundzwanzigjährige Kathleen war die Erbin des milliardenschweren Winston-Construction-Vermögens, arbeitete aber immer noch als Sonderbeauftragte für die OSHA, die Behörde für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Laut schimpfend ließ sie sich auf ihren Stuhl fallen und betrachtete das gerahmte Bild ihrer Eltern auf ihrem Schreibtisch. Sie erinnerte sich lebhaft an den Tag, an dem sie und ihre Geschwister von der Krankheit ihrer Mutter erfahren hatten. Es war der Tag, der ihr Leben verändert hatte.

Ihre Mutter sagen zu hören: „Ich habe Krebs!“, war wie ein Messerstich mitten ins Herz gewesen. Es kam ihr immer noch so vor, als hätte das Gespräch gerade erst stattgefunden und nicht vor sieben Jahren. Anfangs hatte Kathleen es gar nicht glauben können, schließlich zeigte ihre Mutter keine Anzeichen von Krankheit. Sie war immer noch stark, voller Energie und sehr schön. Aber Kathleen erkannte an dem unglücklichen Blick ihres Vaters schnell, wie ernst die Lage war.

Mach dir keine Sorgen, Mom!, dachte Kathleen. Ich werde für die gute Sache weiterkämpfen!

„Was ist los?“ Gilbert Ray betrat Kathleens Büro. Er war ihr Assistent und bester Freund, seit sie Kinder waren. Neben ihrem Chef war er der Einzige im Büro, der über ihren familiären Hintergrund und ihr Vermögen Bescheid wusste.

Unwillkürlich musste sie lächeln, als sie Gilberts Outfit sah. Babyblauer Anzug und weißes Hemd, dazu eine blau-weiße Fliege und blau-weiße Halbschuhe. Kathleen liebte den Mumm ihres Freundes. Er stand dazu, wer er war, und es kümmerte ihn nicht, was andere über ihn dachten.

„Mannomann, siehst du heute wieder ganz schön extravagant aus, Gilbert!“

„Ja, nicht wahr? Aber jetzt sag, was ist passiert?“

„Simpson hat Ermittlungen gegen die Kingsleys und ihr Unternehmen untersagt.“

Gilbert nahm auf einem der Stühle vor dem Schreibtisch Platz. „Ich weiß nicht, warum du dich so aufregst. Du weißt doch, wie ihr schönen, reichen Schickimicki-Leute so etwas handhabt. Wenn ihr wollt, dass etwas verschwindet …“ Er ahmte mit seinen Händen einen Telefonanruf nach, „… dann benutzt ihr euren Joker und ruft einen Freund an.“

Kathleen seufzte. Sie wusste, dass Gilbert immer noch darunter litt, wie sein reicher Freund, mit dem er fast ein Jahr zusammen gewesen war, kürzlich die Beziehung beendet hatte. „Erstens weiß ich, dass du immer noch sauer darüber bist, was Vince getan hat, und ich hasse es, dass er mich dazu gebracht hat, dir zu sagen, was für ein Arsch er ist. Aber ich konnte nicht zulassen, dass du denkst, ihm ist etwas zugestoßen, als er deine Anrufe nicht mehr beantwortet hat.“

„Ich weiß, und ich liebe dich dafür.“

„Zweitens habe ich dir gesagt, dass du aufhören sollst, mich mit vornehmen reichen Leuten in einen Topf zu werfen.“

„Aber du bist nun mal beides. Reich und vornehm, und du weißt es auch.“ Er machte ein finsteres Gesicht.

„Ich bin ein Schmelztiegel aus vielen Dingen“, erklärte sie sachlich.

„Okay, du wunderschöne, langhaarige, kultivierte, erfolgreiche Schmelztiegelin mit den hohen Wangenknochen und den vollen Lippen“, neckte er. „Reich bist du auf jeden Fall.“

„Entschuldigen Sie“, erklang plötzlich eine Stimme, „Miss Winston, Mr. Ray, der Postbote, hat gerade die Post gebracht.“

Gilbert blickte über die Schulter. „Kennen Sie den Korb mit dem großen Postschild auf meinem Schreibtisch? Warum legen Sie die Post nicht einfach dort hinein?“, fragte er sarkastisch.

„Oh … okay.“ Die junge Frau drehte sich um und eilte davon.

„Danke!“, rief Kathleen ihr nach. Sie sah Gilbert durchdringend an. „Was soll das?“

„Was?“

„Warum bist du so unhöflich zu der jungen Frau?“

Gilbert zuckte mit den Schultern. „Sie ist eine Praktikantin.“

„Und du benimmst dich wie eine Zicke. Lass das! Das steht dir nicht.“

„Na schön.“ Gilbert stand auf. „Ich kaufe dem Mädchen einen Keks oder so etwas. Apropos kaufen, wann gibst du mir endlich eine deiner schwarzen Kreditkarten, damit ich dir neue Stühle kaufen kann? Etwas Schöneres als diese Kunstlederdinger, die du deinen Gästen zumutest. Oder noch besser, eine ganz neue Büroeinrichtung für uns beide.“

„Dies ist ein Regierungsbüro. Wir müssen die Möbel akzeptieren, die man uns zur Verfügung stellt. Also finde dich damit ab!“

„Du kannst dein Büro wenigstens mit antikem Nippes und teuren zeitgenössischen Kunstwerken aufhübschen, während ich da draußen in einer Welt voller Grau sitze.“

„Oh, bitte, ausgerechnet du sagst so etwas. Dein farbenfroh ausgestattetes Büro erhellt die ganze Etage.“

„Stimmt. Ich liebe all die Farben in meiner Regenbogenflagge.“

Kathleen lachte.

„Worüber sprachen wir gerade?“ Er tippte mit dem Zeigefinger gegen seine Schläfe. „Ach ja, darüber, dass du reich bist und es immer noch versteckst.“

„Nein, wir haben darüber gesprochen, was Simpson getan hat. Und mein Vater ist reich, nicht ich“, korrigierte sie.

„Und wie nennst du diesen Mega-Treuhandfonds, den du mit fünfundzwanzig bekommen hast, oder den, den du mit dreißig bekommen wirst?“

„Das Vermächtnis meines Vaters – nicht meines“, erklärte Kathleen ausdruckslos. Ihr Handy klingelte, und sie sah auf das Display. „Wo wir gerade von ihm reden …“

„Du sprichst mit ihm. Ich hole uns einen Kaffee. Deiner wie üblich?“

„Ja, danke.“ Gilbert entfernte sich, und Kathleen nahm den Anruf entgegen. „Hi, Dad.“

„Hallo, Kathleen. Wie geht es meiner schönen Tochter?“, fragte er in seiner Muttersprache Französisch.

„Mir geht es gut, Dad. Und dir?“, erwiderte sie auf Englisch.

Keine Antwort. Kathleen wiederholte ihre Antwort und Frage, nur dieses Mal auf Französisch.

Kathleens kreolischer Vater stammte von der nordamerikanischen Insel Sint Maarten. Er und seine Frau, Kathleens Mutter, die aus einer kaukasisch-afrokaribischen Beziehung stammte, hatten ihre Kinder zweisprachig erzogen. Französisch und Englisch. Ihr Vater jedoch unterhielt sich lieber in seiner Muttersprache mit ihr.

„Ich wollte nur bestätigen, dass ich dich heute Abend bei deiner Schwester abhole.“

„Wir haben doch darüber gesprochen, Dad. Ich habe viel zu tun und kann es mir wirklich nicht leisten …“

„Was? Du kannst dir nicht eine kleine Auszeit nehmen, um das Vermächtnis deiner Mutter zu feiern und dabei zu helfen, das Bewusstsein für die Aufgabe ihrer Stiftung zu stärken und Spenden zu sammeln?“

„Das ist nicht fair, Dad. Natürlich ist die Arbeit unserer Stiftung wichtig. Aber das ist mein Job auch. Ich trage dazu bei, dass andere nicht dasselbe durchmachen müssen wie wir.“

„Und ich bin auch stolz auf deine Arbeit. Aber du hast auch eine Verantwortung deiner Familie gegenüber“, erinnerte er sie.

Kathleen seufzte. „Okay, Dad. Es sieht so aus, als hätte sich mein Arbeitspensum gerade ein wenig verringert, also ja, ich werde da sein.“

„Gut. Sieh zu, dass deine Schwester pünktlich ist. Du weißt, wie sie ist, und ich hasse es, zu spät zu kommen“, sagte er mit fester Stimme.

„Ja, Dad, das wissen wir. Wir werden beide fertig sein.“ Kathleen hörte die Stimme ihres Chefs, noch bevor er in ihrer Tür stand. „Dad, ich muss los. Hab dich lieb. Bis später.“

Simpson stand mit den Händen in den Taschen in der Tür. „Die französische Sprache ist wunderschön.“

„Ja, das ist sie“, stimmte sie zu.

„Sie hätten das Telefonat nicht wegen mir beenden müssen“, sagte er und betrat das Büro.

Kathleen ging nicht darauf ein. „Was kann ich für Sie tun, Mr. Simpson?“

„Ich wollte Ihnen sagen, dass ich noch einmal nachgedacht habe und glaube, dass Sie recht haben.“

„Mit den Kingsleys?“ Sie zog die Augenbrauen hoch.

„Alle früheren Anschuldigungen gegen die Kingsleys und ihre Firma haben sich zwar als falsch erwiesen, und Evan Perez, der Mann hinter den falschen Geschichten, sitzt hinter Gittern, aber diese jüngste Behauptung scheint von niemandem zu stammen, den Perez engagiert hat.“

„Nein, stammt sie nicht. Mr. Silva scheint glaubwürdig zu sein und ist nicht Teil einer großen Verschwörung“, zeigte sich Kathleen überzeugt. „Ihm geht es allein um die Sicherheit der Mitarbeiter und darum, dass das Unternehmen eine kompetente Führung hat.“

„Doch wie können wir das mit Sicherheit wissen?“

„Weil er immer noch da ist. Er hat seine Beschwerde nicht zurückgezogen, und er ist auch sehr konkret in seinem Anliegen.“

Simpson nickte. „Das stimmt. Trotzdem, seine Motive sind nicht ganz uneigennützig.“

„Gut, er hat Aktienoptionen, die er gegen schlechtes Management schützen möchte. Daran ist aber nichts auszusetzen. Er behauptet, dass die Kingsleys ihre Angestellten in Gefahr bringen, weil sie die Führung an jemand Unerfahrenen und Ungeeigneten abgegeben haben, der die Firmenpolitik geändert hat. Die Sicherheitspraktiken entsprächen jetzt nicht mehr den OSHA-Normen. Er erklärt, dass diese Änderungen Menschen in Gefahr bringen. Das ist Grund genug, eine Untersuchung durchzuführen. Der Mann hat nicht einmal um Vertraulichkeit gebeten.“

Kathleen erinnerte sich...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.