Kern | Anwendung von RFID-Systemen | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 242 Seiten

Kern Anwendung von RFID-Systemen


2. Auflage 2006
ISBN: 978-3-540-44478-7
Verlag: Springer-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 242 Seiten

ISBN: 978-3-540-44478-7
Verlag: Springer-Verlag
Format: PDF
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Die Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) ist ein Teil der Telekommunikation. Sie ermöglicht einen drahtlosen Informationsaustausch zwischen Objekten, Personen, Tieren und dem IT-Netzwerk. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass Objekte, Personen oder Tiere selbst zu Datenträgern werden. Das öffentliche Interesse für RFID ist sehr groß, denn mit der Veränderung von Prozessen ist auch eine Änderung der Arbeitsbedingungen zu erwarten. Das Buch beschreibt aktuelle Anwendungen, in denen diese Änderungen beobachtet werden können. Es bietet darüber hinaus Technologiegrundlagen sowie eine Beschreibung der Möglichkeiten und Grenzen von RFID. Der Leser wird in die Lage gebracht, eine RFID-Anwendung von der Idee bis zur Praxis aufzubauen und die richtigen Ressourcen zusammenzustellen. Wie aktuell das Thema und entsprechend groß die Nachfrage ist, zeigt das Erscheinen der zweiten Auflage nach nur einem Jahr. Das Buch wird auch zukünftig den Einstieg in die Technologie für Unternehmer, Techniker oder Interessierte erleichtern.



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1;Vorwort;5
2;Inhaltsverzeichnis;7
3;Abbildungsverzeichnis;10
4;Tabellenverzeichnis;20
5;1 Einleitung;22
6;2 Kurze Entwicklungsgeschichte der Radio- Frequenz- Identifikation;27
7;3 Einordnung verschiedener Auto-ID-Systeme;32
7.1;3.1 Barcode;35
7.2;3.2 Optical Character Recognition (OCR);37
7.3;3.3 Magnetstreifen;38
7.4;3.4 Biometrische Verfahren;39
7.5;3.5 Kontakt-Chipkarten;47
7.6;3.6 Warensicherungssysteme auf RF- oder EM-Grundlage;49
7.7;3.7 RFID-Systeme und ihre grundsätzliche Funktion;52
8;4 Technik;56
8.1;4.1 Einteilungskriterien für RFID-Systeme;56
8.2;4.2 Einflussfaktoren auf die Lesbarkeit und Programmierbarkeit;57
8.3;4.3 Frequenzen;60
8.4;4.4 Stromversorgung der Transponder;66
8.5;4.5 Übertragungsverfahren;66
8.6;4.6 Betriebsart;78
8.7;4.7 Speicher;80
8.8;4.8 Antikollision;82
8.9;4.9 Bauformen von Transpondern;87
8.10;4.10 Bauformen von Lesegeräten;101
9;5 Ausgewählte Anwendungen;114
9.1;5.1 Tieridentifikation;122
9.2;5.2 Personenidentifikation bei Sportveranstaltungen und in Skigebieten;140
9.3;5.3 Warenhäuser und ihre Lieferketten;143
9.4;5.4 Aktenverwaltung und -suche in Anwaltskanzleien, Ämtern und Behörden;151
9.5;5.5 RFID in Bibliotheken;152
9.6;5.6 Kliniken und Patientenidentifikation;182
10;6 Standardisierung;187
10.1;6.1 Frequenzen und Sendeleistungen;189
10.2;6.2 Standards für die Kommunikation;190
10.3;6.3 Standards für Daten im Transponder;194
11;7 RFID-Middleware;200
12;8 Herstellung von Transpondern;202
12.1;8.1 Glastransponder;202
12.2;8.2 RFID-Etiketten;203
13;9 Einfache Testverfahren;211
13.1;9.1 Test der Lesereichweite;211
13.2;9.2 Ermittlung von Kopplungskurven;212
13.3;9.3 Ermittlung der Lesegeschwindigkeit;215
13.4;9.4 Einfacher Kompatibilitätstest für Etiketten verschiedener Lieferanten;216
14;10 Datenschutz;218
15;11 NFC – Near Field Communication;223
16;12 Diskussion der Marktentwicklung;226
17;13 Glossar;230
17.1;13.1 Abkürzungen und Fachbegriffe;230
17.2;13.2 Markennamen;233
18;Anhang;235
18.1;Institute;235
18.2;Organisationen und Verbände;236
18.3;Firmenverzeichnisse;237
19;Literatur;244
20;Index;250


(S. 185-186)

Bei der Herstellung von Transpondern sind in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt worden. Diese beziehen sich sowohl auf die Vorprodukte (Chips) als auch die Weiterentwicklung der Produktionsprozesse. Im Folgenden sollen die Schritte zur Herstellung am Beispiel der Glastransponder und der RFID-Etiketten (flexible Transponder) erläutert werden.

Die Herstellung von Glastranspondern und Etiketten ist bereits weitgehend etabliert. Aufgrund der längeren Entwicklungszeit ist sie bei Glastranspondern am stärksten ausgereift. Weitere Transponder in Form von Plastikmarken sind ebenfalls in der Herstellung etabliert und werden nicht näher behandelt, da es dazu eine Vielzahl von Sonderformen und entsprechend vielfältige Herstellungsverfahren gibt.

Bei den Etiketten sind noch Weiterentwicklungen, vor allem was gedruckte integrierte Schaltungen anbelangt, zu erwarten (PolyTech). Über den zeitlichen Horizont zur Verfügbarkeit dieser Technologie herrscht allerdings noch Uneinigkeit. Etwa 5 Jahre erscheinen als realistisch, bis sie marktreif ist.

8.1 Glastransponder

Glastransponder waren eine der ersten Formen moderner Transponder. Das Material erwies sich in den ersten Versuchen, bei denen sie unter die Haut von Tieren injiziert wurden, als körperverträglich und widerstandsfähig. Die Glasröhrchen wurden an beiden Enden verschmolzen. Die wesentlichen Produktionsschritte sind in Abb. 8-1 zusammengefasst.

Alle Transponderteile, die in das Röhrchen eingebracht werden, müssen zuvor zusammengesetzt (assembliert) werden. Dies umfasst den Chip mit internem oder externem Kondensator, die Ferritantenne, den Draht der Antenne und eine Halterung zwischen Antenne und Chip. Der Chip wird über Lötstellen mit dem Draht der Ferritantenne verbunden. Als Puffer gegenüber Stosseinwirkungen wird meist ein Silikonmaterial verwendet, in das die Elektronik eingebettet wird. Wenn das ganze Innenleben des Transponders zusammengesetzt ist, wird dieses in ein Glasröhrchen eingebracht. Das Röhrchen ist bereits an einem Ende verschlossen. Im Anschluss daran wird das andere Ende entweder über eine Flamme oder einen Laserstrahl verschmolzen.

Der Laser hat eine geringere Wärmeauswirkung auf die innen liegende Elektronik. Sein Einsatz bedingt jedoch auch, dass das Glas eine gewisse Einfärbung aufweist, um das Licht gut in Wärme umzusetzen. Für die Verschmelzung mittels einer Flamme muss entsprechend Raum über der Elektronik vorgehalten werden.



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