Kern | Die Stunde der Politiker | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 314 Seiten

Kern Die Stunde der Politiker

Corona - der Anfang vom Ende
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7502-3723-0
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Corona - der Anfang vom Ende

E-Book, Deutsch, 314 Seiten

ISBN: 978-3-7502-3723-0
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Es ist der Sonntag vor Weihnachten 2020 als Peter, ein sechzigjähriger, ehemaliger Business Manager aus München, alleine mit einer Flasche Champagner zu Hause vor dem Kamin sitzt. Er versucht sich zurückzuerinnern, wie das alles begonnen hatte, fast genau vor einem Jahr. Damals, als dieses Corona Virus zum ersten Mal aufgetaucht war. Denn, wie viele Menschen, versucht auch Peter herauszufinden, warum sich das alles danach zu einer solchen Welle von noch nie dagewesenen Maßnahmen und Ereignissen entwickeln konnte. In deren Verlauf er innerhalb eines Jahres alles was er gewonnen, wieder verloren hatte. Und das war nicht wenig, denn er hatte Millionen gewonnen und vielleicht sogar die Liebe seines Lebens gefunden. Was sich aber in Rekordgeschwindigkeit, wie dieses ganze, global vernetzte Riesenuhrwerk der freien Marktwirtschaft, in seine kleinsten lokalen Zahnrädchen, einfach aufgelöst hatte. An dessen Ende Peter, wie die meisten Menschen arbeits-, und mittellos, entrechtet und enteignet, ungläubig zurückblickt. Auf dieses Schauspiel, wie diese ganze Welt, wie er sie kannte, einfach wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen war. Inszeniert und dirigiert von den Zauberlehrlingsstöcken der hunderttausenden Politiker dieser Welt, die durch dieses Virus die Macht und Aufmerksamkeit widererlangten, die sie längst verloren geglaubt hatten. Dabei beschäftigt ihn nicht so sehr die Frage nach dem 'Wie', sondern hauptsächlich 'Warum' das alles passiert war. Und er findet nicht zuletzt durch Sonja einige überraschende Antworten.

Michael Kern, geb.1960 bei Graz, Österreich, Lebt seit 1985 mit Unterbrechungen in Deutschland - meist im Raum München. 35-jährige internationale Managerkarriere in der Automobilzulieferindustrie. Verheiratet, 2 Söhne aus 1. Ehe, beide im Studium. M.K. schreibt seit seinem dreizehnten Lebensjahr. Nach einigen halbherzigen erfolglosen Versuchen zur Veröffentlichung, hier sein in 7 Wochen verfasstes 'Erstlingswerk' im self-publishing.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Das Spannende am Ende ist sein Anfang


Die Stunde der Politiker

Corona – der Anfang vom Ende

Michael Kern

Dies ist eine fiktive Erzählung aus einer erdachten Zukunft. So sind auch sämtliche Handlungen und Zitate teils bekannter Personen in dieser Geschichte frei erfunden.

Aufgrund der Aktualität des Themas und der hier erzählten Geschichte, habe ich mich entschieden diese in einer 1. Fassung zu veröffentlichen, die weder in dem Ausmaß lektoriert, überarbeitet und sogar korrigiert ist, wie ich mir das wünsche und ich bitte Sie um Ihre Nachsicht hierfür. Selbstverständlich wird das für eine spätere Veröffentlichung nachgeholt.

Impressum

Texte: © Copyright by Michael Kern
Umschlag: © Copyright by Michael Kern
Verlag: Selbstverlag


kernmichaelpoesie@gmail.com

Druck: epubli, ein Service der

neopubli GmbH, Berlin

Printed in Germany

„In jedem Anfang wohnt schon das Ende“, wusste schon Zarathustra vor dreitausend Jahren. Deshalb waren wir immer darum bemüht, bei jedem Vorgang und Geschehnis, den Ursprung dessen in seinem Anfang zu suchen, um darin die Begründung für die jetzige Lage erkennen zu können. Außerdem wollen wir daraus lernen, weil wir meinen, so unsere Zukunft besser gestalten, oder zumindest vorhersehen, zu können.

So saß auch Peter da, zu Hause, an seinem Schreibtisch, an diesem Sonntag, dem 20. Dezember, kurz vor diesem denkwürdigen Weihnachten 2020, das wahrscheinlich nicht nur er für lange Zeit nicht mehr vergessen würde. Um eben zu ergründen, warum und wie es zu all dem, was diese Weihnacht jetzt zu einer derart außergewöhnlichen gemacht hatte, im Vergleich zu allen anderen, die er bis jetzt erlebt hatte. Peter versuchte, wie wahrscheinlich viele andere, sich daran zu erinnern, wann und wie das alles angefangen hatte - ja richtig, damals fast auf den Tag genau vor einem Jahr!

Und er füllte sein Glas mit dem Champagner der halbvollen Flasche aus dem Sektkühler auf und ließ sich, schwer und ermattet von den ganzen Erinnerungen erdrückt, in seinen Stuhl fallen, um sich zum Anfang zurück zu versetzen; wie auch zu den Ereignissen, die da passiert waren, als das einst so harmlos noch begonnen hatte….

……Eigentlich waren sie schon so gut wie weg vom Fenster gewesen – also von der 1. Reihe zumindest. Ihre Bedeutung hatte in den letzten dreißig bis fünfzig Jahren Schritt für Schritt immer weiter abgenommen, genauso wie ihr Image. Natürlich waren sie noch immer permanent im Fernsehen und in den Nachrichten zu sehen und zu hören, und es wurde auch sicherlich noch vielerorts, so wie immer, von vielen Menschen über sie gesprochen. Aber es war nicht mehr so wie früher, bis noch zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, dass das alles wirklich verbunden war mit der existenziellen Lage des Einzelnen, die früher extrem unterschiedlich war – davon abhängig, ob man in Deutschland, Ungarn, Schweden oder Griechenland lebte. Denn heute war es das nicht einmal mehr für die Entwicklung der Welt im Allgemeinen.

Es waren ja hauptsächlich die Älteren, die sich noch intensiv über sie unterhielten und die deren Veranstaltungen besuchten. Sowie ein Teil der Beamten, einige Aktivisten und Arbeitslose, und auch Randgruppen und Minderheiten, die sich davon vielleicht noch Hilfe von ihnen, wie von einem letzten Strohhalm, erhofften. Die Berufstätigen, egal in welchem Land, hatten dazu meist nicht die Zeit. Weil sie entweder zwei bis drei Jobs brauchten, wenn sie, warum auch immer, einfacher bewertete Tätigkeiten verrichteten. Oder aber auch anderseits, wenn sie das Glück hatten, zur Creme der weitaus Überbezahlten zu gehören. Denn dann mussten sie um die Welt jetten, um von Termin zu Termin zu hetzen, ganz egal ob beruflich oder privat; denn so viel Geld wollte verwaltet, abgesichert, international zu niedrigsten Zinsen, bei höchster Wertsteigerung angelegt, und so luxuriös wie möglich, zwischen Zermatt und Seychellen verbraucht werden. Und das war nicht immer einfach, und die Politik konnten ihnen, auch wenn man sie noch so sehr an diesem Schauspiel beteiligte, meist nicht wirklich dabei helfen – zumindest nicht offiziell. 

Und die Jungen?! Na gut, die ganz jungen, also so bis zum Ende ihrer Schulzeit, waren zum Großteil noch nie wirklich an Politik interessiert gewesen. Sie mussten sich um die Feierlichkeiten zu ihrem sechzehnten Geburtstag kümmern; sie hatten genug Probleme mit ihrer sexuellen Entwicklung und den sich daraus ergebenden Verstrickungen, und sie mussten sich über alles für ihre Altersgruppe wichtige, permanent am Laufenden halten, um ja überall ganz vorne dabei sein zu können. Genauso wie das für alle jungen Menschen nach der Schule oberste Priorität hatte. Denn sie waren immerhin die Gestalter ihrer Zukunft. Dabei konnten ihnen die Politik, oder die Politiker schon seit langem weder helfen, noch als Vorbilder irgendwelche Führungsfunktionen erfüllen. Und das nicht einmal mehr in opportunistischer Art und Weise, wie das eigentlich seit Jahrtausenden in allen Kulturen gang und gäbe war, dass sich die jungen Menschen im Erwachsenwerden gerade gegen ihre politischen Führer auflehnten, um sich im Kampf mit ihnen und ihren Ansichten zu messen. Je nachdem in welcher Welle sie sich gerade befanden, also: wenn die Politik, das Establishment, die Alten zur Zurückhaltung, zum Rückzug in die biedere Häuslichkeit riefen, dann wollten die Jungen den offenen Kampf, um die Welt zu erobern. Wie auch umgekehrt, wenn die Politiker zu Aufbruch und Aktion mahnten, die Jungen erst in Ruhe intellektuelle, detaillierte Aufklärung forderten, beziehungsweise sich verträumt in romantische Welten flüchteten.

Oder aber, wie seit der Erfindung mobiler Telefone und der massenhaften Darstellung jeglicher Geschehnisse auf allen Arten von Bildschirmen. Weil sie seither hauptsächlich in all ihren Bildern und Stories lebten und agierten, auf ihren Displays, die sie mittlerweile überallhin, von morgens Aufstehen, zum Pinkeln in die Toilette, den ganzen Tag über - auch beim Essen, beim Geschlechtsverkehr und beim Arbeiten, bis mit zum Einschlafen – begleiteten; ohne Pause, außer vielleicht während des Duschens, oder zum täglichen kurzen Aufladen. Sie wurden wie Zombies magisch von ihnen geführt, und von den „Messages“, die diese elektronischen Wundergeräte ihnen pausenlos sandten.  Und sie glaubten immer mehr und fester an diese neuen Führer, die ihnen ja zweifelsohne durch die millionenhafte Bestätigung von „Likes“ ganz klare Botschaften in einfacher, ganz einprägsamer Form von maximal zweihundert Zeichen schickten. Für die ganze Wahrheit gab’s ja dann, selbst für jeden Vollidioten, die uneingeschränkte Möglichkeit, den auch noch so größten Schwachsinn auf Youtube, mit abenteuerlichsten Videobotschaften aller Art, ungehindert in die immer „aufgeweichteren“ Gehirne, der immer größeren Schar der „Displaygeschädigteren“, einzutrichtern.

Und die Politiker? – Ja, die spielten schon mit in diesem Theater, aber eben mehr so auf der Stufe von Promis aller Art und Couleur, und so wurden sie auch in den Medien dargestellt. OK, vielleicht nicht so sehr in den Nachrichtensendungen der gesetzlichen Sender, doch wer guckte die in normalen Zeiten schon, außer den braven Oberspießern. Aber selbst die schalteten danach nur allzu gerne auch auf die Privaten um. Sodass sich nach einiger Zeit dann die Botschaften vom braven Olaf, und dem neuen Outfit von „der Mutti“, auf einer Ebene mit den knackigen Ansagen vom Dieter, dem knappen Auftritt von der Daniela, und den hochintellektuellen Texten vom Alpenhansi mischten. Auch in den Zeitungen war die neueste Schlagzeile: „Pocher schlägt Wendler“ doppelt so dick und viel weiter vorne als: „Spahn schlägt Erhöhungen für rezeptpflichtige Arzneimittel vor“.

Für die Comedians und Kabarettisten dienten sie natürlich schon noch teilweise als Vorgaben für die zu pointierenden Figuren in ihren Parodien. Selbst diese Art der Vorstellung nahm aber an Anzahl und Prestige, wie ebenso an Sendezeit immer weiter ab. Denn auch hier waren ausufernde Sendungen mit ständig wachsender Zahl von C-Promis (das sind Leute, die wirklich gar nichts können und sich damit profilneurotisch überall permanent zur Schau stellen) fast schon omnipräsent. Nun gut, vielleicht bot das Fernsehen einmal pro Woche auf einem weniger populären Sender, oder im ZDF, irgendwann nach zweiundzwanzig Uhr, mal für eine Stunde gesellschaftspolitisches Cabaret an, in dem auch die Politiker eine gewisse Rolle spielten. Das musste aber wirklich genügen. Letzteres kam aber natürlich an die Quoten, gegen täglich mindestens 3 Stunden zur besten Sendezeit, irgendwelchen C-Promis beim Kakerlakenmampfen beizuwohnen, oder eine halbnackte Blondine, bei ihrer aufsehenerregenden Auswahl nach dem perfekten Männerarsch, per online-voting zu unterstützen, niemals auch nur annähernd heran.

Ja, es war ja auch wirklich hart für den „Fern-Seher“ sich zu entscheiden, ob man den Bauern bei der Auswahl der richtigen Frau beobachten sollte – also ein gesellschaftlich äußerst wichtiges Thema, wenn man morgen im Büro sich mit den Kollegen über Allgemeines unterhalten wollte; oder ob man bei der bösen Heidi mitfiebern durfte, welche der dürren Kleiderstangenzicken, am Ende von 5 Stunden nervtötenden Schwachsinns, heute kein Foto von der weltwichtigsten...



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