Kiene | 365 Wegweiser | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Kiene 365 Wegweiser

Mit der Bibel durch das Jahr
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-417-27008-2
Verlag: Hänssler
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Mit der Bibel durch das Jahr

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

ISBN: 978-3-417-27008-2
Verlag: Hänssler
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



In 365 Andachten einmal durch die ganze Bibel Es ist ein fester Bestandteil unseres Glaubenslebens: Jeden Tag wollen wir uns mit Gottes Wort beschäftigen, um zu verstehen, was er zu uns sagt. Lass dich neu auf das Abenteuer 'Bibel' ein: In 365 kurzen Andachten führt dieses Buch anhand einzelner Bibelstellen und Themen einmal komplett durch das Buch der Bücher - mit konkreten Impulsen für jeden Tag, die zur Nachfolge ermutigen. Prägnant, herausfordernd und nah an Gottes Wort.

Stefan Kiene ist in Obernhof an der Lahn (Rheinland-Pfalz) aufgewachsen. Nach seinem Abitur und der Bundeswehrzeit besuchte er in England die Bibelschule der Fackelträger Capernwray Hall. Dort entdeckte er die Freude an Christus und setzte sich zum Ziel, die Gute Nachricht von der innewohnenden Kraft Jesu weiterzugeben. Daher kehrte er nach Deutschland zurück, um in Tübingen Theologie zu studieren. Seinen Master absolvierte er am London Bible College. Seit 1994 arbeiten Stefan und seine Frau Friederike in der Klostermühle, dem deutschsprachigen Zentrum der Missionsgemeinschaft der Fackelträger. Von 2000 bis 2015 leitete er die Bibelschule. Seit 2002 hat er die Gesamtleitung des Hauses, lehrt, predigt und besucht Gemeinden in ganz Deutschland. Er liebt es, Gottes Wort zu verkündigen und Menschen zu Jesus zu führen. Seine Hobbys sind Laufen und Wandern an Lahn und am Rhein.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


[ Zum Inhaltsverzeichnis ]

1. Februar


AUSZEIT VOR DER DIENSTZEIT


Und ihr sollt sieben Tage lang nicht weggehen von dem Eingang der Stiftshütte, bis die Tage eures Einsetzungsopfers um sind; denn sieben Tage sollen eure Hände gefüllt werden.

3. Mose 8,33

Dies ist ein wunderbares Bild für alle, die in einen vollzeitlichen Dienst gehen, aber auch für alle Gläubigen, die sich für den Herrn einsetzen wollen.

Vor dem Dienst kommt eine Zeit der Ruhe. Aaron und seine Söhne sollten sieben Tage lang in der Stiftshütte verweilen. Sie brauchten keiner Arbeit nachzugehen, waren von ihren familiären Aufgaben befreit und hatten keine öffentlichen Verpflichtungen. Sie sollten sich um nichts kümmern. Sieben Tage lang sollten sie nichts tun und zur Ruhe kommen. Auch wir brauchen immer wieder Zeit, um still zu werden. Wir brauchen diese Auszeit, um bei uns selbst anzukommen und vor allem, um vor Gott zur Ruhe zu kommen.

Vor dem Dienst kommt eine Zeit des Empfangens. Es war die Zeit der Einsetzung. Dazu gehörte, dass Aaron und seine Söhne zum Priestertum geweiht wurden. Es wurden bestimmte vorbereitende Handlungen an ihnen vollzogen: Sie wurden zur Stiftshütte geführt, wurden gebadet und mit den priesterlichen Gewändern bekleidet. Sie wurden von Mose gesalbt, durften ruhig sein und empfangen. Dann wurden Aaron und seinen Söhnen »die Hände gefüllt«: Sie wurden mit Opfergaben beschenkt. Sie empfingen die Gaben, die sie Gott wiederbrachten. Sie mussten erst empfangen, was sie anschließend geben sollten.

Dies ist auch für uns ein wunderschönes Bild, die wir zu »Priestern Gottes« (Offenbarung 1,6) geworden sind: Zuerst einmal sollten wir zur Ruhe Gottes kommen und von Jesus beschenkt werden, bevor wir den Dienst beginnen und andere beschenken.

2. Februar


ALS GESEGNETE SEGEN SEIN


Und Mose und Aaron gingen in die Stiftshütte. Und als sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn allem Volk.

3. Mose 9,23

Die Gegenwart Gottes suchen. Mose und Aaron gingen in die Stiftshütte, um mit Gott zu reden und Gemeinschaft zu haben. Um ein Segen für die Mitmenschen zu sein, müssen wir zuerst selbst Gesegnete sein. Wir müssen empfangen, bevor wir geben. Wir müssen zuerst vor Gott treten, bevor wir zu den Menschen gehen. Wir müssen Gemeinschaft mit Gott haben, bevor wir segensreiche Beziehungen leben können. Wir brauchen die Zurüstung Gottes, bevor wir uns den Aufgaben stellen können.

Zu den Menschen gehen. Mose und Aaron blieben aber nicht in der Gegenwart Gottes, sondern wandten sich nun den Menschen zu. Sie verließen das Zelt der Begegnung mit Gott, um zum Volk Israel zu gehen. So sollen auch wir kein »Zelt« bauen, um jetzt schon aus dieser Welt »entrückt« zu sein. So wenig wie Petrus auf dem Berg der Verklärung Zelte bauen durfte, um jetzt schon »verklärt« zu sein und dem Alltag zu entfliehen. Gott schickt uns zurück in diese Welt, zurück in die Beziehungen und Berufungen unseres Alltags. Nun aber, nach der Gemeinschaft mit Gott, zum Segen für unseren Nächsten. Das, was unser Leben für andere so segensreich macht, sind die Auswirkungen unserer Gottesbeziehung, ist Gott selbst.

3. Februar


ZEIT ZUR HEILUNG


Der aber, der sich reinigt, soll seine Kleider waschen und alle seine Haare abscheren und sich mit Wasser abwaschen, so ist er rein. Danach gehe er ins Lager; doch soll er sieben Tage außerhalb seines Zeltes bleiben. Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abscheren auf dem Kopf … und seinen Leib mit Wasser abwaschen, so ist er rein. Und am achten Tag soll er … das eine Lamm nehmen zum Schuldopfer.

3. Mose 14,8-10.12

Die Reinigung als Prozess. Es war Aussätzigen nicht erlaubt, in der Gemeinschaft mit anderen zu leben. Hörte der Aussatz auf und man wollte wieder in die Gemeinschaft aufgenommen werden, war ein Prozess der Reinigung nötig. Man stellte sich dem Priester vor, der die Genesung vom Aussatz bestätigen musste. Daraufhin wurden zwei Vögel geopfert. Nach diesem Ritual folgten noch viele weitere zeremonielle Handlungen. Am Ende eines langen Prozesses war die Heilung abgeschlossen und die Gemeinschaft im vollen Umfang wiederhergestellt.

Zeit zur Verarbeitung. Dieser Bericht vom Reinigungsprozess lehrt mich eine wichtige Wahrheit: Die Reinigung von Sünden, die Heilung und die Wiederaufnahme in die Gemeinschaft kann, so punktuell dies geschehen mag, immer auch einen Prozess beinhalten. Die Vergebung Christi dauert nur einen Moment – ein Seufzen der Einsicht und ein gestammeltes Gebet der Reue. Aber der Mensch braucht Zeit, diese Heilung zu verarbeiten und Geschehenes nachzuvollziehen. Dafür schenkt Gott uns Momente der Besinnung. Gott lässt uns Zeit. So lang der Weg der Sünde war, so lange dauert manchmal auch der Prozess der vollständigen Wiederherstellung. Haben wir Geduld mit uns selbst und schenken wir anderen Zeit zur Heilung.

4. Februar


VERGEBUNG UND NEUANFANG


Und der Priester soll von dem Blut des Schuldopfers nehmen und es dem, der sich reinigt, auf das Läppchen des rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes … Auf das Blut des Schuldopfers aber soll er von dem übrigen Öl in seiner Hand dem, der sich reinigt, auf das Läppchen des rechten Ohrs tun und auf den rechten Daumen und auf die große Zehe seines rechten Fußes.

3. Mose 14,14-18

Demjenigen, der aus dem Volk Israel Reinigung suchte, geschah zweierlei.

Reinigung durch Blut. Blut reinigte diesen Menschen von Sünden (siehe auch Hebräer 9,22: »… ohne dass Blut ausgegossen wird, geschieht keine Vergebung«). Dass das Blut auf das Ohr gestrichen wurde, zeigte, dass auch das vergeben wurde, was der Mensch Falsches gehört hatte. Das Blut auf der Hand bedeutete, dass alle seine Sünden vergeben wurden, die durch die Hand geschehen waren: das Stehlen, Stechen, Hauen, Hilfeverweigern. Das Blut auf dem Zeh erinnerte daran, dass Gott auch vergibt, wenn man sich von Gott entfernt, sich auf sündige Wege eingelassen und zu den falschen Leuten gesellt hatte.

Salbung durch Öl. Die Salbung spricht von der Weihe des Betreffenden. Ihm wurde nicht nur vergeben, sondern er wurde für eine neue Aufgabe eingesetzt und von Gott vorbereitet (2. Korinther 1,21-22). Dass das Öl auf das Ohr gestrichen wurde, zeigte dem Opfernden, dass alles, was er hörte, nun Gott geweiht sein sollte. Die Hand, auf die Öl aufgetragen wurde, sollte er nun zum Segen einsetzen, sie helfend ausstrecken, und seiner Hände Arbeit sollte von Gott gesegnet sein. Dass der Zeh gesalbt wurde, ermutigte neu, auf den Wegen Gottes zu gehen und sich die Richtung von Gottes Geboten zeigen zu lassen.

5. Februar


ZURECHTWEISEN STATT HASSEN


Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich lädst.

3. Mose 19,17

Offene Zurechtweisung. Dieser Ratschlag ist leichter gesagt als getan. Man ist bei den Fehlern des anderen eher dazu geneigt, sie zu ignorieren, sich darüber zu mokieren oder mit Unbeteiligten darüber zu lästern. Es gehört eine ganze Menge Mut dazu, auf seinen Nächsten zuzugehen und ihn in Wahrheit und Liebe zurechtzuweisen. Der Ansatz, dass jeder selbst wissen muss, was gut und richtig ist, stimmt nur bedingt und wird leicht als Vorwand gebraucht, um sich vor der direkten Konfrontation zu drücken. Paulus rät: »Weist die Nachlässigen zurecht« (1. Thessalonicher 5,14).

Versteckter Hass. Liegt ein Fehlverhalten meines Nächsten mir gegenüber vor und ich weise ihn nicht darauf hin, kann dies auch zu Hass führen. Ich verachte seinen Lebensstil, beneide seine Freizügigkeit, leide unter seinen Angriffen und hasse seine Person.

Tiefe Verbitterung. Dieser Hass wird dann zu tiefer Verbitterung. Ich begegne der Person nicht mehr unvoreingenommen und hege stattdessen meine Ressentiments. Dadurch mache ich mich an meinem Nächsten schuldig.

Der Weg aus Hass und Verbitterung ist der Weg der direkten und liebevollen Zurechtweisung: »Lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsere Versammlung, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht« (Hebräer 10,24-25).

6. Februar


GOTTES VERBORGENE HERRLICHKEIT


Wenn das Heer aufbricht, so sollen Aaron und seine Söhne hineingehen und den Vorhang abnehmen und die Lade des Gesetzes damit umhüllen.

4. Mose 4,5

Das bedeckte Heiligtum. Aaron bekommt den Auftrag, in das Heiligtum zu gehen und alle heiligen Gegenstände abzudecken. Erst danach sollen die Söhne Kehats, einer Sippe unter den Leviten, alles Zugedeckte zum neuen Lagerplatz tragen (4. Mose 4,15). Für das Volk Israel war die Bundeslade also nie sichtbar. Selbst die privilegierten Priester des Priesterstammes Levis haben die Lade, den Tisch, den Leuchter und den goldenen Räucheraltar nie gesehen. Alles, was sie sahen, waren die goldenen Stangen, die unter den Decken hervorschauten. Gott verbirgt seine Herrlichkeit. Ihm geht es nicht um Gold, Prunk und Show. Das Heiligtum Gottes ist auf das Wichtigste reduziert und bleibt für die meisten Menschen unsichtbar. Gott...


Kiene, Stefan
Stefan Kiene ist in Obernhof an der Lahn (Rheinland-Pfalz) aufgewachsen. Nach seinem Abitur und der Bundeswehrzeit besuchte er in England die Bibelschule der Fackelträger Capernwray Hall. Dort entdeckte er die Freude an Christus und setzte sich zum Ziel, die Gute Nachricht von der innewohnenden Kraft Jesu weiterzugeben. Daher kehrte er nach Deutschland zurück, um in Tübingen Theologie zu studieren. Seinen Master absolvierte er am London Bible College. Seit 1994 arbeiten Stefan und seine Frau Friederike in der Klostermühle, dem deutschsprachigen Zentrum der Missionsgemeinschaft der Fackelträger. Von 2000 bis 2015 leitete er die Bibelschule. Seit 2002 hat er die Gesamtleitung des Hauses, lehrt, predigt und besucht Gemeinden in ganz Deutschland. Er liebt es, Gottes Wort zu verkündigen und Menschen zu Jesus zu führen. Seine Hobbys sind Laufen und Wandern an Lahn und am Rhein.

Stefan Kiene ist in Obernhof an der Lahn (Rheinland-Pfalz) aufgewachsen. Nach seinem Abitur und der Bundeswehrzeit besuchte er in England die Bibelschule der Fackelträger Capernwray Hall. Dort entdeckte er die Freude an Christus und setzte sich zum Ziel, die Gute Nachricht von der innewohnenden Kraft Jesu weiterzugeben. Daher kehrte er nach Deutschland zurück, um in Tübingen Theologie zu studieren. Seinen Master absolvierte er am London Bible College. Seit 1994 arbeiten Stefan und seine Frau Friederike in der Klostermühle, dem deutschsprachigen Zentrum der Missionsgemeinschaft der Fackelträger. Von 2000 bis 2015 leitete er die Bibelschule. Seit 2002 hat er die Gesamtleitung des Hauses, lehrt, predigt und besucht Gemeinden in ganz Deutschland. Er liebt es, Gottes Wort zu verkündigen und Menschen zu Jesus zu führen. Seine Hobbys sind Laufen und Wandern an Lahn und am Rhein.



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