E-Book, Deutsch, 526 Seiten
Reihe: SAP Press
Kindler / Liebl / Marenk Change Request Management mit dem SAP Solution Manager
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-8362-8162-1
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 526 Seiten
Reihe: SAP Press
ISBN: 978-3-8362-8162-1
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Behalten Sie den Überblick über alle Änderungen an Ihren SAP-Systemlandschaften ! Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie standardisierte Prozesse gestalten, mit denen die Änderungen vom Testsystem bis ins Produktivsystem korrekt durchgeführt werden. So werden SAP-Hinweise und Support Packages oder Änderungen an kundeneigenen ABAP-Programmen kontrolliert transportiert. Erfahren Sie auch, wie Sie ab SAP Solution Manager Version 7.2 von den neuen Möglichkeiten von SAP Fiori profitieren können.
Aus dem Inhalt:
- Change Control Management
- Migration auf SAP Solution Manager 7.2
- Monitoring
- Downgrade-Schutz und Retrofit
- Central Change and Transport System (cCTS und CTS+)
- Neue SAP-Fiori-Oberflächen
- ChaRM Web UI konfigurieren
- Administration und Wartung
- E-Mail-Benachrichtigungen einrichten
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Einleitung ... 15
1. Der SAP Solution Manager 7.2 ... 19
1.1 ... Aufbau des SAP Solution Managers 7.2 ... 25
1.2 ... Systemlandschaft ... 26
1.3 ... Sizing ... 28
1.4 ... Installation/Upgrade ... 31
1.5 ... Trainings, Informationen und Serviceangebote ... 45
1.6 ... Nutzerrechte ... 49
1.7 ... Fazit ... 50
2. Einrichten des Change-Request-Managements ... 51
2.1 ... Content Activation ... 52
2.2 ... Grundkonfiguration ... 53
2.3 ... Stammdaten ... 104
2.4 ... Berechtigungen ... 119
2.5 ... Fazit ... 151
3. Grundlagen des Change-Request-Managements ... 153
3.1 ... Change-Request-Management, Requirement-Management und IT-Service-Management ... 154
3.2 ... Prozesse im Change-Request-Management ... 155
3.3 ... Lösung, Branch und Change-Control-Landschaft ... 158
3.4 ... Änderungszyklus und Release-Management ... 162
3.5 ... Fazit ... 169
4. Änderungsprozesse durchführen ... 171
4.1 ... Anforderungen von Business- und IT-Seite ... 173
4.2 ... Änderungsantrag (Request for Change) ... 173
4.3 ... Normale Änderung (Normal Change) ... 179
4.4 ... Dringende Änderung (Urgent Change) ... 189
4.5 ... Administrative Änderung (Adminstrative Change) ... 197
4.6 ... Allgemeine Änderung (General Change) ... 201
4.7 ... Fehlerkorrektur (Defect Correction) ... 205
4.8 ... Standard Change (Beratungslösung) ... 212
4.9 ... Zyklen anlegen und abschließen ... 213
4.10 ... Fazit ... 220
5. Überblick und Konfiguration der Benutzeroberfläche des Change-Request-Managements ... 221
5.1 ... CRM Web UI ... 222
5.2 ... SAPUI5 ... 247
5.3 ... Fazit ... 252
6. Zusätzliche Funktionen des Change-Request-Managements ... 255
6.1 ... Systemübergreifende Objektsperre ... 255
6.2 ... Kritische Transportobjekte ... 270
6.3 ... Importstrategie für Transportaufträge ... 275
6.4 ... Downgrade-Schutz ... 281
6.5 ... Duale Landschaftssynchronisation -- Retrofit ... 289
6.6 ... IT Project Management mit dem SAP Solution Manager ... 305
6.7 ... Integration des Test-Managements ... 331
6.8 ... Fazit ... 339
7. Administrative Funktionen im Change-Request-Management ... 341
7.1 ... Administrationscockpit ... 341
7.2 ... Monitoring ... 355
7.3 ... Aufgabenplan ... 361
7.4 ... E-Mail-Benachrichtigungen ... 373
7.5 ... Fazit ... 382
8. Change-Control-Management ... 383
8.1 ... Erweitertes Änderungs- und Transportsystem (CTS+) ... 386
8.2 ... cCTS (central Change and Transport System) ... 397
8.3 ... Transportlandschaften ... 402
8.4 ... Repack ... 416
8.5 ... Verwendung des Change-Request-Managements für SAP-BW-Landschaften ... 420
8.6 ... Cut-over-Strategien ... 425
8.7 ... Quality-Gate-Management ... 429
8.8 ... Transportausführungsanalyse ... 438
8.9 ... Konfigurationsvalidierung ... 446
8.10 ... Fazit ... 466
9. Change-Request-Management im Einsatz ... 467
9.1 ... Tipps für die Anwendungsbetreuung ... 468
9.2 ... Jobs and Logs ... 475
9.3 ... Infrastruktur des Change-Request-Managements ... 480
9.4 ... Go Live und Betrieb des Change-Request-Managements ... 500
9.5 ... Besonderheiten der Dringenden Änderung ... 507
9.6 ... Erweiterungsmöglichkeiten ... 510
9.7 ... Fazit ... 513
Die Autoren und Beiträger ... 515
Index ... 519
1 Der SAP Solution Manager 7.2
Der SAP Solution Manager 7.2 ist die zentrale Plattform in Ihrer Systemlandschaft für das Management von Anforderungen aus dem täglichen Betrieb sowie die konsequente Weiterentwicklung Ihrer Lösungen.
Dieses erste Kapitel dient der allgemeinen Einleitung zum SAP Solution Manager 7.2 und stellt neben den technischen Hintergründen auch die notwendigen Voraussetzungen für den Betrieb einer Change-Request-Management-Lösung dar. Für bereits aktive Lösungen, die auf Release 7.1 oder älter basieren, diskutieren wir zudem, wie ein Upgrade aussehen kann.
Zunächst geben wir eine allgemeine kurze Einleitung zum SAP Solution Manager 7.2. Viele SAP-Kunden betrachten den SAP Solution Manager weiterhin als Werkzeug im Basisbetrieb. Dabei wird leider außer Acht gelasssen, dass bereits seit mehreren Versionen (7.0+) deutlich mehr Funktionen und Services angeboten werden. Als zentrale Plattform für den Betrieb von SAP-Lösungen umfasst der SAP Solution Manager eine Vielzahl von Funktionen und Informationen. Dazu gehört als wichtige Stütze aller SAP-Lösungen selbstverständlich der Bereich SAP-Basis mit diversen Optionen zur Steuerung und Kontrolle von angeschlossenen Systemen. Gerade in den heute zunehmend technologisch heterogeneren Systemlandschaften wird diese Funktion immer wichtiger, denn Geschäftsprozesse erstrecken sich über verschiedene Applikationen/Technologien und müssen auch unter diesem Gesichtspunkt betrachtet und betreut werden. Um diese ganzheitliche Betrachtung zu ermöglichen, ist es für den SAP-Betrieb wichtig, diese Sichtweise auf Geschäftsprozesse zu erhalten und direkt agieren zu können.
Im SAP Solution Manager trägt die Lösungsdokumentation dazu bei, die Geschäftsprozesse sowie die damit verbundenen technischen Grundlagen miteinander zu verknüpfen und darzustellen. Auf dieser Basis können z.B. ein Geschäftsprozess-Monitoring oder ein Test-Management für die Geschäftsprozesse implementiert werden. Funktionen wie ein grafischer Editor für Geschäftsprozesse auf der Basis von Business Process Model and Notification (BPMN) 2.0 ermöglichen auch das Handling komplexer Prozesse und deren Weiterverarbeitung, z.B. in Schulungs- oder Trainingsmaterialien. Das IT-Service-Management sowie die Funktionen des Change-Control-Managements, wie z.B. Change-Request-Management, Retrofit- oder Release-Management ermöglichen die kontrollierte Bearbeitung von Vorfällen aller Art. Dies erstreckt sich auf die dazugehörigen Prozesse wie das Incident-, Problem- oder Change-Management bis hin zur technischen Verzahnung dieser Prozesse mit der Infrastruktur. So ist es möglich, das Hauptziel, einen möglichst störungsfreien produktiven Betrieb, sicherzustellen. Auch die Einbindung von SAP, z.B. durch die Lieferung von SAP-Services über den SAP Solution Manager bis hin zum Austausch von Kundenmeldungen zwischen SAP und dem kundeneigenen SAP Solution Manager zeigen, wie man hier eine integrative Lösung bereitstellt, die Kunden im Betrieb von SAP-Lösungen behilflich ist.
SAP S/4HANA bringt nun eine weitere wichtige Komponente ins Spiel. Auch hier fungiert der SAP Solution Manager als zentrale Plattform für die Unterstützung von Projekten zur Einführung von SAP-S/4HANA-Lösungen. Diese Unterstützung beginnt bei der Bereitstellung von Templates für die verschiedenen Projektformen (Installation, Konvertierung oder Transformation) und setzt sich in der Nutzung verschiedener Funktionen (z.B. Custom-Code-Management oder Data-Volume-Management) fort. Der gesamte Lebenszyklus von SAP S/4HANA kann mit dem SAP Solution Manager unterstützt werden.
Ausgewählte Zusatzfunktionen für den SAP Solution Manager, die nun als Focused Solutions vertrieben werden, ermöglichen je nach Anwendungsbereich sinnvolle Erweiterungen, z.B. offeriert die Focused Build Solution weitere Funktionen für das Projektcontrolling, das Setup von Testsystemen oder die Synchronisation von Systemen in komplexen Landschaften. Diese Erweiterungen können Kunden nun auf der Basis einer Benutzerlizenz verwenden und erhalten dafür eine Softwarewartung seitens SAP. Detaillierte Informationen zu den Focused Solutions finden Sie unter https://support.sap.com/focused. In Kapitel 9, »Change-Request-Management im Einsatz«, erfahren Sie weitere Details zum Thema Focused Solutions.
Sie sollten grundsätzlich beachten, dass der SAP Solution Manager 7.1 auch weiterhin genutzt werden kann und bis zum Ende des Jahres 2017 auch im Rahmen der Standardwartung weiterhin mit Softwareaktualisierungen versorgt wird. Kunden haben somit bis zum Jahresende 2017 Zeit, auf das neue Release 7.2 zu wechseln (siehe Abbildung 1.1). Details zur Release-Strategie des SAP Solution Managers können Sie auch SAP-Hinweis 394616 entnehmen.
Abbildung 1.1 Release-Wechsel des SAP Solution Managers
Die Veränderungen in Release 7.2 fallen je nach Anwendungsbereich unterschiedlich stark aus. Der Schwerpunkt der Veränderung liegt klar im Bereich der Lösungsdokumentation. Hier fanden tiefgreifende Veränderungen in Bezug auf Architektur, Funktion und Anwenderoberfläche statt. Die Änderungen für das Change-Request-Management (ChaRM) sowie weitere Funktionen des Change-Control-Managements konzentrieren sich grundsätzlich auf Verbesserungen und Erweiterungen, ohne jedoch tiefgreifende Änderungen auszulösen. Im Vergleich zu Release 7.1 können die wesentlichen Erweiterungen und Neuerungen für das Change-Request-Management auf die folgenden Bereiche konzentriert werden:
- Benutzeroberfläche
Die webbasierte Anwenderoberfläche wurde weiter optimiert und um SAP-Fiori-Optionen erweitert. Dies ermöglicht eine weitergehende Personalisierung sowie eine verbesserte Darstellung und Erweiterung. Neu gestaltete Dashboards ermöglichen eine bessere Übersicht, und vormals GUI-basierte Funktionen, wie z.B. die Tasklist-Administration, sind nun durchgängig webbasiert dargestellt. - Funktionserweiterungen
Die Optionen für das Transport-Management sind nun noch flexibler gestaltet, sodass jeder Kunde seine Strategie mithilfe des Change-Request-Managements umsetzen kann. Dazu zählt auch die Unterstützung von sogenannten ungleichen Landschaften, z.B. von parallelen Transporten durch Landschaften mit unterschiedlicher Systemanzahl. Wichtige schon bekannte Funktionen, wie z.B. Retrofit oder Downgrade-Schutz wurden weiterentwickelt und funktional erweitert. Ein umfangreiches Check-Framework ermöglicht es, nun bestehende Checks zu erweitern oder komplett neue Checks zu implementieren. Mit Blick auf das übergeordnete Thema Change-Control-Management ist auch die verbesserte Integration des erweiterten Change and Control Systems (CTS+) in Entwicklungsumgebungen neuer SAP-Lösungen, wie z.B. SAP Hybris, SAP Cloud Platform (früher: SAP HANA Cloud Platform, HCP) oder SAP Mobile Platform, erwähnenswert. - Technologie
Der SAP Solution Manager kann nun mit SAP HANA genutzt werden, und zentrale Komponenten wie SAP NetWeaver (7.40) und SAP Customer Relationship Management (SAP CRM 7 EHP 3) liegen nun in aktuellen Versionen vor.
Im Rahmen der allgemeinen digitalen Transformation, in der sich viele Unternehmen wiederfinden, um so den aktuellen Anforderungen von Markt und Kunden gerecht zu werden, kommt es zu einer Neuausrichtung und Betrachtung des eigenen Geschäftsmodells. Anhand von Wertschöpfungsketten werden zusammenhängende Funktionen und Services strukturiert und über ein Integrationsmodell miteinander in Beziehung gesetzt. Auf der Basis dieses Ansatzes werden die verschiedenen Funktionen/Bereiche im SAP Solution Manager 7.2 nun in den Wertschöpfungsketten aus Abbildung 1.2 dargestellt.
Abbildung 1.2 Wertschöpfungsketten im SAP Solution Manager 7.2 (Abbildung: SAP SE)
- Portfolio to Project
In dieser Wertschöpfungskette geht es um die Definition von Geschäftsanforderungen sowie deren Überführung in eine entsprechende Lösung unter Berücksichtigung von Aufwänden und Zielen. - Requirements to Deploy
Diese Wertschöpfungskette repräsentiert die konkrete Definition von Anforderungen und den daraus resultierenden Arbeitspaketen. Die Implementierung dieser Anforderungen, inklusive der dazugehörigen Tests, gehört ebenfalls zu dieser Phase. Den Abschluss stellt die finale Implementierung dar.
Je nach Umfang der zu implementierenden Anforderung können drei Unterkategorien unterschieden werden:- Innovation: größere Änderungen oder neue Implementierungen
- Erweiterung: Optimierung bestehender Lösungen
- Korrektur: Beseitigung von Störungen und standardisierte Änderungen (z.B. neuen Kunden anlegen)
- Request to Fulfill
Definierte Services können beantragt und dann entsprechend der Servicedefinition standardisiert bereitgestellt werden. Beispiele hierzu sind z.B. das Zurücksetzen eines Passworts oder die Einstellung eines neuen Mitarbeiters. - Detect to Correct
Diese...




