King | A Dangerous Dance | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 280 Seiten

King A Dangerous Dance

Haven Hart 3
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-96089-783-5
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Haven Hart 3

E-Book, Deutsch, 280 Seiten

ISBN: 978-3-96089-783-5
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich für einen Mann zu arbeiten, dem er vertrauen kann, hat Bill ein neues Ziel im Leben gegeben. Sein Chef, Christopher Manos, verlangt Respekt und absolute Loyalität, und Bill hat seine Vertrauenswürdigkeit bereits unter Beweis gestellt. Darüberhinaus ist er mit Christophers Ehemann Snow befreundet. Als Snows Leben in Gefahr ist, verlässt sich Christopher voll und ganz auf Bill. Doch um den Freind zu jagen und auszulöschen, muss Bill sich mit dieser einen Person zusammentun, die er nie wiedersehen wollte. Mace trägt eine Maske aus eitler Überheblichkeit und nutzt sein gutes Aussehen immer zu seinem Vorteil. Bekannt als 'Without a Trace Mace' ist er ein tödlicher Attentäter, der ganze Familien auslöscht, ohne eine einzige Spur zu hinterlassen. Diese gefährliche Vergangenheit und eine immer ungewisse Zukunft nutzt Mace, um andere auf Abstand zu halten. Er traut niemandem, außer seinem Chef Black. Und ausgerechnet der erteilt ihm einen Auftrag, der ihn zwingt, mit dem Mann zusammenzuarbeiten, dem er mehr als jedem anderen aus dem Weg gehen möchte.

King A Dangerous Dance jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Kapitel 1


BILL

Mein Griff war fest, als ich mit dem Mann vor mir um Dominanz kämpfte. Adrenalin pumpte durch meine Adern, Schweiß rann meinen Arm hinunter und landete auf der Tischplatte unter meinem Ellbogen. Ich schaffte das, ich würde gewinnen.

»Gib auf, Bill, ich habe noch nie verloren.« Frank warf mir ein Grinsen zu, das von falscher Zuversicht erfüllt war. Der Sieg war mein.

Ich beobachtete, wie die Vene über Franks Auge pochte, überzeugt davon, dass er Sekunden davon entfernt war, nachzugeben. »Hast du in den zwei Jahren, die ich hier bin, nichts gelernt? Aufgeben ist nicht Teil meines Wortschatzes.« Mit einem Energieschub knallte ich Franks Hand auf den Tisch und erntete Beifall von den Zuschauern.

»Verdammt, Bill, Christopher muss dich auf Steroide oder so etwas untersuchen.« Frank rieb seinen Arm und zuckte zusammen, als er versuchte, ihn auszustrecken.

»Sei kein schlechter Verlierer, alter Mann.« Ein paar Leute klopften mir auf den Rücken, als ich die Küche verließ, weg vom Spott derer, die gegen mich gewettet hatten.

Zwei Jahre. Als ich meine Runden drehte, um Überwachungskameras, Fenster und jeden Ort zu überprüfen, der eine Möglichkeit bieten könnte, in Christopher Manos’ Haus einzudringen, ließ ich das auf mich wirken.

Beim Büro hielt ich inne. Vor zwei Jahren hatte ich neben Roy Sokolov gestanden, als er und sein Vater Boris mein Schicksal besiegelt hatten. Ich hatte gedacht, ich würde an diesem Tag durch die Hand eines der größten Verbrecherbosse der Welt sterben. Es war der Mann, dem das Herz von Christopher Manos gehörte, der mich gerettet und meinem Leben einen Sinn gegeben hatte.

»Warum stehst du da und grübelst?« Wenn man vom weißhaarigen Teufel sprach. Snow lehnte mit einem Grinsen auf seinem Gesicht und einem schelmischen Funkeln in seinen blauen Augen an einer der Säulen. Er sah immer so aus, als ob er etwas im Schilde führte.

»Ich grübele nicht, ich denke nur nach.«

Seine Augen huschten zum Büro, und als er meinen Blick wieder traf, wusste ich, dass er es mir nicht abkaufte. »Ich habe gehört, du hast Frank beim Armdrückturnier des Hauses Manos ordentlich fertiggemacht.« Er stieß sich von der Säule ab und schlenderte herbei. Die ganze Zeit wusste ich, dass er versuchte, mich zu lesen. So war Snow. Er war gerissen und konnte Menschen besser einschätzen als die meisten. Und wenn er einmal alle Informationen über einen gesammelt hatte, vergaß er sie nicht mehr. Er besaß buchstäblich ein eidetisches Gedächtnis. Das machte die Gespräche mit ihm ziemlich gefährlich.

»Das habe ich.« Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen, das sich über mein Gesicht ausbreitete, als ich mich an Franks schockierten Blick erinnerte.

»Wenn ihn jemand vom Sockel der Überlegenheit stoßen kann, dann bist du es, Bill.« Snow war so unglaublich klein. Aber als sein Kopf nach hinten kippte, um zu mir aufzublicken, schaffte er es immer noch, mich kleiner fühlen zu lassen.

»Du bist nur nett zu mir, damit ich dir bei irgendwelchen Tanzsachen für Simons Wettbewerb helfe, nicht wahr?« Auch wenn es wahrscheinlich nicht stimmte, mochte ich es, mich mit ihm anzulegen. Von allen im Haus war Snow derjenige, der mir am nächsten stand. Wenn man bedachte, wie wir uns kennengelernt hatten, war es verrückt, dass er mein bester Freund geworden war.

»Vielleicht«, trällerte er. »Aber im Ernst, du siehst traurig aus. Was geht in deinem chaotischen Hirn vor?«

Mit einem letzten Blick auf das Büro drehte ich mich um und stieg die Treppe hinauf. Snow folgte mir wie ein Hund mit einem Knochen. Sowohl er als auch ich wussten, dass er es aus mir herauskriegen würde.

Ich betrat eines der Gästezimmer und wartete darauf, dass sich Snow zu mir gesellte.

»Du fängst an, mir Angst zu machen, Bill.« Seine Augen funkelten vor aufrichtiger Besorgnis. Bei Snow gab es keine falschen Vorwände. Er mochte mich, schätzte mich. Es gab nichts, was ich nicht für ihn tun würde, und ich hatte oft das Gefühl, dass das auf Gegenseitigkeit beruhte.

»Hab keine Angst.« Das Zimmer war eines der Gästezimmer, die sie am häufigsten nutzten. Letztes Jahr hatte Snows Freund Teddy hier gewohnt, als er gedacht hatte, sein Freund Riordan wäre tot und eine verrückte Schlampe wäre hinter ihm her.

»Bill, bist du unglücklich? Ich weiß, du denkst, dass du hier festsitzt und Chris dich nicht gehen lässt. Aber das stimmt nicht. Das werde ich nicht zulassen. Du hast dich vor langer Zeit bewiesen.« Snow ergriff meine Hand und die Kraft in seinem Griff und die Traurigkeit in seinen Augen zwang mich, seine Qual zu lindern.

»Ich bin glücklich hier, Snow. Aber nicht alle hier akzeptieren mich so wie du. Ich glaube, sie warten nur auf den Tag, an dem ich mich auf die Seite eines anderen großen Bosses schlage und Christopher in den Rücken falle.«

Snow zuckte nicht einmal zusammen.

»Ich denke viel an diese Nacht in der Gasse zurück. Du standest erschrocken da, aber da war ein Feuer in deinen Augen. Du warst bereit, alles aufzugeben, um Simon zu retten. Du wusstest nichts von ihm, aber als ich den Jungen in meinen Händen hielt und dachte, er würde nur ein weiteres Sokolov-Opfer werden, hast du etwas anderes gesehen.« Es fiel mir schwer, Snow in die Augen zu sehen, also beobachtete ich aus dem Fenster, wie kleine Schneeflocken zu fallen begannen. Es war Anfang Oktober, aber ungewöhnlich kalt. Der Schnee war früh gekommen und blieb länger liegen. »Als wir erfuhren, dass Christopher uns sehen wollte, wusste ich, dass ich ein toter Mann war. Ein Teil von mir wusste, dass Roy nie hinter mir stand und ich dem Tod entgegentrat.«

»Aber du bist trotzdem reingegangen.« Snows Stimme war ein Flüstern, als wollte er mich nicht erschrecken.

»Ja.« Der Schnee fiel schneller und der Abend fühlte sich genauso an wie der Moment, in dem Frank mich ins Büro geschoben hatte, um dem Teufel gegenüberzutreten. »Als Boris Sokolov mit einem Fingerschnippen mein Leben wegwarf und Roy nichts tat, wurde mir klar, dass ich in dieser Welt keinen Platz hatte. Ich würde immer nur ein gesichtsloser Akteur sein.« Kopfschüttelnd stieß ich ein humorloses Kichern aus. »In diesem Keller wartete ich nur darauf, dass Christopher herunterkommen, mich foltern und schließlich töten würde.«

Snow ging auf die Knie und tröstete mich, wie nur er es konnte. Ich legte seinen Kopf auf meinen Schoß und hörte, wie er eine mitfühlende Träne wegschniefte.

»Du hast mich gerettet, Snow. Du warst die Person, die ich auf Roys Wort hin getötet hätte. Du hast Christopher gesagt, er solle mich verschonen, und er hat es getan.«

»Warum lässt du dich plötzlich davon beeinflussen?«, murmelte Snow gegen mein Bein.

Das war eine gute Frage. »Ich bin mir ehrlich nicht sicher. Als ich Frank im Armdrücken besiegt habe, wurde mir klar, dass sie mich nie so sehen werden wie alle anderen, die für Christopher arbeiten.«

Die Wut in Snows Augen, als er den Kopf hob, überraschte mich und ließ mich glauben, ihn verärgert zu haben. »Bill, ich weiß nicht, wann zum Teufel es passiert ist, aber du bist mein bester Freund geworden. Ich liebe diese Jungs, aber ich lasse nicht zu, dass sie dir dieses Gefühl geben. Ich werde sie so lange sensibilisieren, bis sie weinend auf dem Boden liegen und mich anflehen, sie zu erlösen.«

Ich wusste, dass Snow mein bester Freund war, aber er hatte diese Worte noch nie zuvor zu mir gesagt. Sie ließen mein Herz schmerzen. »Ich glaube dir, Snow.« Das tat ich. Er würde sie alle schrecklich leiden lassen. Mit grünem Licht von Christopher.

»Bill, du musst mir zuhören.« Er setzte sich auf die Knie, nahm mein Gesicht in seine Hände und bedachte mich mit seinem Du-hörst-mir-besser-verdammt-noch-mal-zu-Blick. »Manchmal, wenn du patrouillierst oder irgendetwas anderes wie ein Bodyguard machst, beobachte ich dich. Nicht auf eine gruselige Art, sondern auf meine eigene. Ich habe viel aus meiner Zeit auf der Straße gelernt. Zu sehen, wie Menschen agieren, ist der beste Weg, sie zu verstehen.«

Er hatte nicht unrecht. Oft hatte ich jemanden nur durch eine Bewegung seiner Schulter oder den Rhythmus seiner Schritte zu Fall gebracht. Ich konnte ihre Richtung sehen, bevor sie dort ankamen.

»Du arbeitest härter als alle anderen. Ich weiß, du glaubst nicht, dass Christopher oder ich es wissen, aber du hast ein Auge auf Simons Zimmer, seinen Zeitplan und alles andere. Jede Nacht, wenn das Haus schläft, schaust du ein letztes Mal in mein und Chris’ Schlafzimmer.« Sein Lächeln wurde von einer einsamen Träne begleitet. »Auf deine eigene Bill-Art liebst du uns, als wären wir deine Familie. Und weißt du was

Ich wollte ihm antworten, aber Snows Erklärung machte mich sprachlos, also wartete ich.

»Wir lieben dich auch. Du bist unsere Familie, genauso wie Frank, Jerry, Donny und alle anderen. Für mich sogar noch mehr. Du bist wie ein Bruder. Einer, der sich lange verirrt, den Weg aber schließlich gefunden hat.«

Es gab nichts, was ich sagen konnte. Ich hatte nicht vor, Christopher Manos’ Ehemann zu sagen, dass ich ihn auch liebte, egal wie platonisch es war. Ich schätzte das Leben, das mir noch blieb. Sanft nahm ich seine Hände von meinem Gesicht und stand vorsichtig auf, um ihn nicht wegzustoßen. Ich wusste, dass Snow es nicht übelnehmen würde, dass ich in dieser Sekunde den Raum verlassen musste.

»Danke«, flüsterte ich, als ich schnell aus dem Zimmer vor den Gefühlen flüchtete. Die zwei Jahre in ihrem Haus hatten mich so nahe wie möglich an das Gefühl einer Familie gebracht. Als Christopher mir dann gesagt hatte, ich hätte meinen Platz in seiner...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.