E-Book, Deutsch, Band 2697, 144 Seiten
Reihe: Julia
King Brennendes Begehren nach dem Boss
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3475-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2697, 144 Seiten
Reihe: Julia
ISBN: 978-3-7515-3475-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Schockiert erkennt Wirtschaftsprüferin Ella, wer ihr neuer Boss ist: der sexy Fremde, mit dem sie kürzlich einen heißen One-Night-Stand in Manhattan hatte! Doch auch wenn sie Adam Courtney insgeheim sofort wieder verzehrend begehrt, ist er absolut tabu für sie - sonst setzt sie ihren Job und ihre Karriere aufs Spiel! Aber mit jedem Tag knistert es erregender zwischen Adam und ihr. Ständig in seiner verführerischen Nähe zu arbeiten, ist eine prickelnde Herausforderung, der Ella trotz allem nicht lange widerstehen kann ...
Lucy King lebte schon immer am liebsten in ihrer eigenen Welt, inmitten der bunten Liebesgeschichten von Mills & Boon. Bereits in der Schule schrieb sie lieber über glorreiche Helden und die Magie der Liebe, anstatt Mathematikaufgaben zu lösen. Ihrem ganz persönlichen Helden begegnete sie eines Morgens während eines einsamen Spaziergangs an der Themse: Von dem ersten Moment an, als sie den gut aussehenden, in eng anliegendes Elasthan gekleideten Mann aus seinem Ruderboot steigen sah, (der das 3 Meter lange Ruder schulterte als sei es ein Zahnstocher!), wusste sie, dass dies der Mann war, den sie einmal heiraten würde. Glücklicherweise war besagter Ruderer derselben Meinung! Ihre Flitterwochen verbrachten sie an der Atlantikküste Portugals in einem zwischen grünen Hügeln gelegenen, verwinkelten Kloster mit direktem Blick auf das Meer. Noch heute ist es für Lucy der romantischste Ort, an dem sie je gewesen war. Die Londonerin lebt heute mit ihrem Mann in Spanien, wo sie das Strandleben genießt und neben dem Schreiben neuer Romane viel Zeit mit Lesen und Kreuzworträtseln verbringt. Am Schreiben fasziniert sie am meisten, wie real ihr die erfundenen Charaktere selber erscheinen. 'Ich kann kaum glauben, dass sie nicht wirklich existieren!' Was immer sie damals dazu bewegte, sich hinzusetzen und das erste Kapitel niederzuschreiben, noch heute ist Lucy dankbar dafür: Denn das Erträumen ihrer eigenen Helden empfindet sie nach wie vor als den perfekten Job!
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2. KAPITEL
Einen Monat später
Als Adam am Montag nach dem langen Feiertagswochenende des Unabhängigkeitstags um acht Uhr ins Büro kam, fühlte er sich alles andere als erholt. Die letzten achtundvierzig Stunden waren so stressig gewesen, dass er sich nun mit einer Migräne herumplagte, die sich hartnäckig zwischen seinen Schläfen festgesetzt hatte.
Die ganze Misere hatte am frühen Samstagmorgen angefangen, als er sich mit Zane deMarco und Cade Landry zum Squash getroffen hatte. Die kleine Sporteinheit sollte aber nicht der Entspannung dienen, sondern war geschäftlich motiviert gewesen. Denn die Recherche des von Adam engagierten Privatdetektivs hatte ergeben, dass die beiden Geschäftsmänner seine größten Konkurrenten im Kampf um die Übernahme des Helberg-Konzerns waren.
Zane deMarco, ein Geschäftsmann aus den Hamptons, war Adams Schulfreund aus Cambridge-Zeiten. Ein Finanzinvestor, der im privaten Umgang entspannt wirkte, bei Konzernübernahmen aber zur gefürchteten Heuschrecke mutierte. Cade Landry stammte aus Louisiana und hatte sich innerhalb eines Jahrzehnts vom einfachen Bauarbeiter zum Projektentwickler hochgearbeitet. Cade und Adam hatten sich kennengelernt, kurz nachdem er von London nach New York gekommen war.
Die drei Männer trafen sich regelmäßig zu erbitterten Squash-Matches. Und manchmal liefen sie sich auf irgendwelchen Benefiz-Veranstaltungen über den Weg. Geschäftlich hatten sie sich bisher allerdings in verschiedenen Sphären bewegt.
Bis jetzt.
Der Privatdetektiv hatte herausgefunden, dass deMarco und Landry für den rasanten Preisanstieg der Helberg-Aktien verantwortlich waren. Adam hatte sie beim gemeinsamen Saunagang darauf angesprochen. Und ernüchtert feststellen müssen, dass keiner der beiden Männer bereit war, seine Übernahmeabsichten aufzugeben.
„Keine Chance“, hatte Zane versichert.
Und auch Cade hatte den Kopf geschüttelt. „Kommt nicht infrage. So eine einmalige Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen.“
Adam konnte es ihnen nicht einmal verübeln. Das Helberg-Portfolio überzeugte schließlich nicht nur durch Preis, sondern auch durch Vielfältigkeit. Und bei solch einem Angebot wurde nun mal jeder gewiefte Finanzhai hellhörig.
Doch bevor er sich mit der Tatsache auseinandersetzen konnte, dass dadurch eine nahezu unlösbare Pattsituation zwischen ihnen entstanden war, hatte Cade schon mit der nächsten Hiobsbotschaft aufgewartet.
„Wir drei kommen gerade ganz groß raus: Die One-Date-Wonder. Eine anrührende Reportage über drei Milliardäre, die angeblich Bindungsangst haben, weil sie sich nie länger als eine Nacht mit einer Frau einlassen. Auf der Homepage des Magazins wurde sogar ein Zähler für unsere Dates eingerichtet! Sie zählen alle Frauen, mit denen wir bis Labour Day ausgehen!“
Adam war sofort klar gewesen, dass diese Art von unangenehmer Publicity weitreichende Folgen haben konnte, wenn sie nicht sofort etwas dagegen unternahmen. Zwar waren fünfundneunzig Prozent seiner Dates rein geschäftliche Verabredungen, die dazu dienten, die Produkte seiner Firmen zu bewerben. Aber die Klatschpresse zog es vor, jede seiner Begleiterinnen gleich als seine neueste Flamme zu präsentieren. Kein Wunder, schließlich war er der Sohn von Edward Courtney, dem berühmt-berüchtigten Gründer der Courtney Collection. Dieser war in seinen letzten Lebensjahren nicht mehr durch geschäftliches Geschick, sondern nur noch durch skandalöse Liebschaften aufgefallen, wodurch die Umsätze des Konzerns um fünfundsiebzig Prozent gesunken waren.
Adam war es durch harte Arbeit gelungen, das Unternehmen zurück auf die Erfolgsspur zu führen. Und er hatte sich geschworen, dass er niemals derartig die Kontrolle über sich verlieren würde, wie er es bei seinem Vater erlebt hatte.
Darum hatte er schließlich auch der wahnwitzigen Idee zugestimmt, die Zane aufs Tapet gebracht hatte.
Indem er vorschlug, dass jeder von ihnen bis zum Labour Day nur eine einzige Frau datete.
Zuerst hatte Adam an seinem Verstand gezweifelt.
Wieso sollte so eine Beschränkung das Interesse abebben lassen? Werden die Spekulationen dann nicht erst recht ins Kraut schießen? Wenn ich nur noch mit einer Frau auftauche, hören sicher bald alle die Hochzeitsglocken läuten!
Außerdem würde diese Vereinbarung ein Netz von Lügen und Täuschungen nach sich ziehen. Was Adam, der großen Wert auf moralische Prinzipien legte, überhaupt nicht gefallen hatte.
Aber als Zane seine Idee weiter ausgeführt hatte, war Adam hellhörig geworden. Zane schlug vor, eine Wette daraus zu machen: Wer von den dreien bis zum Labour Day am vierten September durchhielt und tatsächlich nur eine Frau datete, würde die Helberg-Aktien der anderen bekommen und wird Eigentümer der Holding werden.
Cade, der schon immer eine Spielernatur gewesen war, hatte sofort zugestimmt.
Und weil Adam keine andere Möglichkeit gesehen hatte, um das Helberg-Dilemma auf irgendeine andere Weise zu lösen, hatte er ebenfalls akzeptiert. Denn nur so gab es für ihn die Chance, Montague’s zurückzuerobern und es wieder in die Courtney Collection einzugliedern. So wie es sich seine Mutter gewünscht hätte.
Nach dem kleinen Squash-Turnier am Samstag hatte er sich sofort eine Ausgabe des Blush-Magazins besorgt, um besagten Artikel mit der Herzensbrecher-Liste zu studieren. Danach hatte er eine außerplanmäßige Sitzung einberufen, um die aufgebrachten Mitglieder des Aufsichtsrates der Courtney Collection zu beschwichtigen.
Und am gleichen Abend hatte er dann die Firmenveranstaltung zum Unabhängigkeitstag besucht. Diese Verpflichtung verhinderte, dass Adam die Bedingungen der Wette neu diktierte.
Eigentlich wäre es ihm viel lieber gewesen, gleich gänzlich Abstinenz zu üben, statt einen Sommer lang Monogamie vorzuheucheln. Aber seine geschäftlichen Verpflichtungen verlangten es, dass er das Supermodel Annabel St James, Kampagnen-Gesicht der neuen Fünfhundert-Dollar-Creme aus dem Hause Courtney, der Öffentlichkeit präsentierte. Somit war ihm nichts anderes übrig geblieben, als Annabel offiziell zu seinem neuen Herzblatt zu küren. Die glücklicherweise nichts dagegen gehabt hatte, bei dieser Farce mitzuspielen. Schließlich hatte Adam ihr in der Vergangenheit in einer ganz ähnlichen Situation ausgeholfen. Dank ihm waren die Gerüchte um Annabels sexuelle Orientierung, die ihr das Leben schwer gemacht hatten, endgültig verstummt.
Na, wenigstens wird sie sich keine falschen Hoffnungen auf eine Beziehung mit mir machen, dachte er nun, als er an seinem Schreibtisch Platz nahm und den Computer einschaltete.
Und er musste zugeben, dass Zane recht behalten hatte. Denn als Adam am frühen Morgen sein Apartment am Central Park West verlassen hatte, waren die Paparazzi bereits zum nächsten potenziellen Opfer weitergezogen. Ein vergebener Mann war offenbar nicht länger interessant.
Vergeben! So ein Unsinn!
Adam hatte nicht die Absicht gehabt, sich jemals auf eine Frau festzulegen. Weder auf Annabel noch auf irgendeine andere. Kurzlebige, diskrete Affären mit unkomplizierten Frauen, die er schon bald nach Beziehungsende wieder vergaß, hatten bisher vollkommen genügt.
Bis zu dem Moment, als er dieser Frau in den Waschraum der Cocktailbar gefolgt war und seiner Leidenschaft freien Lauf gelassen hatte.
Denn wenn er ehrlich zu sich war, empfand er die Helberg-Übernahme, den Artikel im Blush-Magazin und die Wette mit Cade und Zane im Moment fast als zweitrangig.
Schließlich war es nur eine Frage der Zeit, bis seine Mitbewerber sich durch ihre ungebremste Libido selbst aus dem Rennen werfen würden.
Das weitaus größere Problem war Ella.
Denn sie ging ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf!
Reiß dich zusammen, Adam! ermahnte er sich. Das Geschäft geht vor! Selbst wenn du Cades und Zanes Aktien bekommst, musst du immer noch eine ganze Menge Anteile zusätzlich aufkaufen, um als Mehrheitseigner über das Schicksal von Helberg Holdings entscheiden zu können.
Darum war es ganz besonders wichtig, dass die anstehende Finanzprüfung die Courtney Collection in einem besonders guten Licht dastehen ließ – und sich das Unternehmen so als würdiger Käufer bei den verbliebenen Anteilseignern von Helberg präsentierte.
So hatte Adam beschlossen, die Buchhalter, die sein Vater stets abfällig als Erbsenzähler tituliert hatte, besonders genau im Auge zu behalten. Dazu gehörte unter anderem, dass er ihnen nicht, wie sonst üblich, einen Bereich im Keller zuweisen würde. Nein, sie würden auf seine Anweisung in seiner unmittelbaren Nähe Quartier beziehen. So konnte er notfalls sofort Einfluss nehmen, wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen verlief. Außerdem hatte er sämtliche Geschäftsreisen für den Zeitraum der Revision abgesagt und zugesichert, rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen.
Denn so kurz vor dem Ziel durfte er nichts mehr dem Zufall überlassen.
Es gibt weitaus schlimmere Orte, um eine Buchprüfung durchzuführen, dachte Ella und sah sich anerkennend im weitläufigen Foyer des in dezentem Luxus gehaltenen Bürogebäudes um, bevor sie in Richtung Lift strebte. Noch bis sieben Uhr früh hatte sie damit gerechnet, die nächsten Tage mit den Bilanzen einer alten,...




