King | Im Bett mit dem Ex? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0001, 144 Seiten

Reihe: Julia

King Im Bett mit dem Ex?


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-0131-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0001, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0131-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Kein Knistern, kein Prickeln, kein Mann im Bett - ganz schön traurig, dieses Silvester, denkt Lily ungehalten und nimmt noch einen Schluck Champagner. Nur einer hat Schuld an ihrem desaströsen Liebesleben: Kit, der ihr auch nach fünf Jahren nicht aus dem Kopf geht und ihr Herz blockiert. Doch ausgerechnet ihr unvergesslicher Ex steht kurz vor Mitternacht vor der Tür! Mit einem heißen Kuss erinnert er sie, wie gut sie damals zusammen waren ... Das Silvesterfeuerwerk beginnt! Aber was erwartet Lily zu Neujahr? Ein Kater - oder zum zweiten Mal die große Liebe?



Lucy King lebte schon immer am liebsten in ihrer eigenen Welt, inmitten der bunten Liebesgeschichten von Mills & Boon. Bereits in der Schule schrieb sie lieber über glorreiche Helden und die Magie der Liebe, anstatt Mathematikaufgaben zu lösen. Ihrem ganz persönlichen Helden begegnete sie eines Morgens während eines einsamen Spaziergangs an der Themse: Von dem ersten Moment an, als sie den gut aussehenden, in eng anliegendes Elasthan gekleideten Mann aus seinem Ruderboot steigen sah, (der das 3 Meter lange Ruder schulterte als sei es ein Zahnstocher!), wusste sie, dass dies der Mann war, den sie einmal heiraten würde. Glücklicherweise war besagter Ruderer derselben Meinung! Ihre Flitterwochen verbrachten sie an der Atlantikküste Portugals in einem zwischen grünen Hügeln gelegenen, verwinkelten Kloster mit direktem Blick auf das Meer. Noch heute ist es für Lucy der romantischste Ort, an dem sie je gewesen war. Die Londonerin lebt heute mit ihrem Mann in Spanien, wo sie das Strandleben genießt und neben dem Schreiben neuer Romane viel Zeit mit Lesen und Kreuzworträtseln verbringt. Am Schreiben fasziniert sie am meisten, wie real ihr die erfundenen Charaktere selber erscheinen. 'Ich kann kaum glauben, dass sie nicht wirklich existieren!' Was immer sie damals dazu bewegte, sich hinzusetzen und das erste Kapitel niederzuschreiben, noch heute ist Lucy dankbar dafür: Denn das Erträumen ihrer eigenen Helden empfindet sie nach wie vor als den perfekten Job!
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1. KAPITEL

Okay. Das reichte. Genug war genug.

Während die zwölf Glockenschläge des Big Ben durch die Silvesternacht hallten und Dutzende von Feuerwerken den Himmel über London erleuchteten, leerte Kit Buchanan sein Whiskeyglas und starrte düster durch die raumhohen Fenster seiner Penthouse-Suite. Das farbenprächtige Schauspiel, das über der Themse funkelte, stand in vollkommenem Kontrast zu seiner Stimmung.

Es lag nicht an den Bergen von Papier auf seinem Schreibtisch, die er noch durchsehen musste. Auch nicht an der klirrenden Kälte und Dunkelheit dieser Winternacht. Der Alkohol und all die Gedanken, die seit Stunden durch seinen Kopf wirbelten, wärmten ihn mehr als hinreichend.

Vor zehn Minuten hatte Kit einen Plan geschmiedet. Einen schier unmöglichen Plan, den er eigentlich gründlich überdenken sollte. Aber er konnte es nicht. Es gab keinen anderen Weg. Jetzt und augenblicklich musste er sich aus der unendlich frustrierenden Zwangslage befreien, in der er schon viel zu lange steckte.

Fünf Jahre lang hatte er gelitten. Fünf lange und qualvolle Jahre. Und er konnte es nicht länger ertragen. Er hatte genug von den anhaltenden Schuldgefühlen, der grausamen Anspannung und der lähmenden Sorge, die sein Dasein bestimmten. Er konnte sein Leben zwischen Selbstvorwürfen, Reue und Angst einfach nicht mehr aushalten.

Und es machte ihn krank, dass er zu einem verbitterten Einzelgänger mutiert war.

Carla, die letzte Frau, die versucht hatte, ihm näherzukommen, hatte er wirklich gern. Trotzdem hatte er ihr vor ein paar Stunden sagen müssen, dass sie einander nicht wiedersehen könnten. Wie gerne wäre er mit ihr befreundet gewesen. Und mehr.

Doch sein Problem machte das Ganze unmöglich.

So konnte es einfach nicht weitergehen.

Kit knallte sein Glas auf den Schreibtisch, orderte in einem kurzen Telefonat eine Hotellimousine und griff nach seinem Mantel. Schnellen Schrittes lief er in Richtung Aufzug. Während er wartete und ungeduldig auf den kleinen runden Knopf drückte, drehten sich seine verzweifelten Gedanken um ein einziges Wort: Impotenz.

Im ersten Jahr nach seiner Scheidung hatte ihm seine Unfähigkeit, sexuell zu funktionieren, kaum etwas ausgemacht. Nach dem, was er getan hatte, war Kit sich ziemlich sicher gewesen, dass er jede Strafe verdiente. Er nahm sie bereitwillig hin und tröstete sich mit dem Gedanken, dass seine Notlage irgendwann ein Ende nehmen würde. Und da er kein hormongesteuerter, sexbesessener Teenager mehr war, kam er mit seinem ziemlich prekären Problem einigermaßen zurecht.

Doch zu seiner Bestürzung machte dieses Problem auch danach keine Anstalten zu verschwinden. Als nach zwei Jahren keinerlei Besserung in Sicht war, begann Kit, sich Sorgen zu machen.

Und obwohl sein Stolz und die Angst vor einer Demütigung ihn anfangs davon abgehalten hatten, irgendetwas zu unternehmen, hatte Kit sich letztendlich doch dazu durchgerungen, einen Arzt aufzusuchen.

Doch auch das hatte nicht ansatzweise geholfen.

Der Arzt hatte Kit lediglich versichert, dass mit ihm körperlich alles in Ordnung war und dass sein Problem wahrscheinlich psychologische Ursachen hatte. Also war Kit zu einem Therapeuten gegangen. Doch auch dieser Versuch war keine große Hilfe gewesen. Im Großen und Ganzen scheiterte die Therapie daran, dass es Kit unsäglich schwerfiel, offen über Lily und die Gründe für ihre Scheidung zu sprechen.

Darüber hinaus hatte er nichts unversucht gelassen, um seine Not zu lindern. Er las Unmengen von Büchern, stöberte tagelang im Internet und machte sich unter anderem mit Homöopathie vertraut. In seiner Verzweiflung hatte er es sogar mit Hypnose versucht.

Und doch war alles umsonst gewesen, und es machte ihn wahnsinnig.

Vor ein paar Stunden, nachdem er sich traurig von Carla verabschiedet hatte, waren ihm noch einmal die trostlosen Perspektiven klar geworden, die sein einsames Leben bot. Unaufhörlich beschäftigte ihn die Frage, ob er nicht irgendeinen Ausweg übersehen hatte. Bis ihm plötzlich die eine Sache einfiel, die er noch versuchen konnte.

Natürlich gab es keine Garantie, dass es klappen würde. Und dennoch betrat Kit nun nervös und mit zusammengebissenen Zähnen den Lift, um am ersten Tag des neuen Jahres dem letzten Hoffnungsschimmer eine Chance zu geben, den er noch sah.

„Du bist verlobt?“

Halt suchend lehnte Lily sich an ihren Küchenschrank und fragte sich, wie viele Turbulenzen diese Nacht wohl noch für sie bereithielt. Vielleicht sollte sie sich besser in ihr Bett flüchten.

„Es stimmt“, antwortete ihre Schwester am Telefon, und ihre Stimme überschlug sich fast vor Aufregung und Glück. Andere Menschen hätten sich von derartiger Euphorie sicher anstecken lassen. Nicht jedoch Lily, die nichts auf der Welt mehr misstraute als der Ehe.

„Mit wem?“

„Wie meist du das?“, fragte Zoe mit einem ungläubigen Lachen. „Mit Dan natürlich.“

„Aber ich dachte, du wolltest ihn nie wiedersehen.“ Lily drückte ihr Mobiltelefon ein wenig fester an ihr Ohr, während sie mit der freien Hand ihr Champagnerglas füllte und einen großen Schluck nahm. Den hatte sie gerade bitter nötig, wie es schien.

„So war es auch.“

„Hattest du nicht gesagt, dass du für euch beide keine Chance mehr siehst?“

„Auch das stimmt. Ich dachte wirklich, es wäre vorbei.“

Lily stellte ihr Glas ab und runzelte die Stirn, während sie versuchte zu verstehen, was ihre Schwester da sagte. „Was hat deine Meinung geändert?“

„Der heutige Abend“, seufzte Zoe träumerisch. „Dan hat mir gesagt, dass er mich liebt.“

„Wo bist du?“ Nach der lauten Musik im Hintergrund zu urteilen, war Zoe in irgendeinem Club, was völlig ungewöhnlich für Lilys große Schwester war, die sonst jeden Abend in ihrem Home-Office verbrachte.

„Auf einer Party.“

„Auf einer Party?“, wiederholte Lily ungläubig. Unter normalen Umständen waren Partys für die gesellschaftlich eher unbeholfene Zoe die schlimmste Folter.

„Ich weiß“, erwiderte Zoe fröhlich. „Ich kann es selbst kaum glauben. Ich war hier, um mich abzulenken, und vor ungefähr einer Stunde tauchte Dan plötzlich auf und rettete mich vor einem verrückten Tanzpartner. Und dann hat er sich für sein idiotisches Verhalten der letzten Wochen entschuldigt und Silvester zum schönsten Tag meines Lebens gemacht. Es war alles so perfekt. Und so romantisch.“

Lily vernahm eine kleine Pause, in der Zoe vermutlich in seliger Erinnerung an die vergangenen Stunden verharrte. „Und in ein paar Monaten werden wir heiraten.“

Einfach so? Ein paar magische Worte hatten gereicht, um die vernünftige Zoe dazu zu bringen, sich Hals über Kopf zu verloben? Lily konnte es kaum glauben. Und doch schien genau das passiert zu sein.

Hmm, dachte Lily, während sich ein merkwürdiges Gefühl von Sorge in ihr breitmachte. Der heutige Abend war wirklich in jeder Hinsicht verwirrend. „Hast du nicht noch an Weihnachten gesagt, dass du Dan nicht einmal zurückhaben wolltest, wenn er der letzte Mann auf dieser Erde wäre?“

„Habe ich das?“

„Oh ja.“

„Das ist Vergangenheit“, erklärte Zoe vergnügt, fast als ob die letzten vierzehn Tage voller Tränen und Kummer für sie ausgelöscht waren. Lily hatte endlose Stunden damit zugebracht, sie zu trösten und sie seelisch wieder ein wenig aufzubauen. Und jetzt war es, als hätte die verzweifelte und wütende Zoe der vergangenen Wochen niemals existiert. „Es hat sich alles zum Guten gewendet, und wir sind verlobt. Ist das nicht großartig?“

Lily war sich sicher, dass das Ganze nicht besonders großartig war, und nahm schnell einen weiteren Schluck Champagner. Sie selbst hatte sich einmal in einem ähnlichen Glückstaumel befunden. Und auch wenn sie die jüngere der beiden Schwestern war, wusste sie bereits, wie schlimm solche Geschichten enden konnten. Ihrer kurzen, aber turbulenten Erfahrung nach war die Ehe eine Institution, der man besser misstraute. Das war ihr während der letzten halben Stunde ein weiteres Mal klar geworden. „Du kennst Dan erst seit ein paar Monaten.“

„Seit drei.“

„Handelst du nicht ein wenig überstürzt?“

„Du hast Kit auch schon nach einem halben Jahr geheiratet.“

„Und wir wissen alle, wie das geendet ist“, entgegnete Lily schwermütig. Nur zwei Jahre nach Beginn ihrer Wirbelwindromanze hatten Kit und sie vor dem Scheidungsanwalt gestanden. Ihre Ehe war schnell vorüber gewesen, doch das Gefühl von Schmerz und Traurigkeit darüber nicht. Lily hatte sich daran gewöhnt, es Tag für Tag aufs Neue zu verdrängen.

„Dan ist nicht wie Kit“, verteidigte sich Zoe.

„Das hoffe ich für dich.“

„Und ich bin nicht wie du.“

„Stimmt. Du bist vernünftiger, überlegter und reifer, als ich es jemals sein werde. Und du bist älter. Ich will nur sicher sein, dass du auch jetzt noch weißt, was du tust.“

„Das kannst du“, sagte Zoe mit einer Gewissheit, die Lily noch nie zuvor von ihrer Schwester gehört hatte. „Dan ist das Beste, was mir jemals passiert ist. Freu dich mit mir, Lil“, fügte sie zaghaft hinzu. „Bitte.“

Die Worte klangen so innig und aufrichtig, dass Lily unweigerlich von einem tiefen Schuldgefühl übermannt wurde. Sie war gerade im Begriff, die glücklichste Nacht in Zoes Leben zu ruinieren. Und warum? Weil das Durcheinander der letzten Stunden sie so verwirrt hatte, dass sie an nichts...



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