King | Lieb mich ... bis zum Morgengrauen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0026, 144 Seiten

Reihe: Julia

King Lieb mich ... bis zum Morgengrauen


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-7337-0020-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0026, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0020-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Schlafstörungen? Fahr doch auf das Anwesen meines Bruders', empfiehlt Gaby ihrer gestressten Freundin Nicky. 'Da kannst du sicher entspannen.' Und wirklich sind die Tage unter Spaniens blauem Himmel genau das, was sie braucht und was ihr gut tut. Weniger gut ist allerdings, dass Rafael Montero mit seinen feurigen Blicken, seinem muskulösen Körper und seinem unergründlichen Lächeln Nicky auch noch den letzten Rest Nachtruhe raubt! Auf der anderen Seite: Wenn sie sowieso nicht schlafen kann, kann sie mit diesem spanischen Traummann auch etwas anderes anstellen - oder?



Lucy King lebte schon immer am liebsten in ihrer eigenen Welt, inmitten der bunten Liebesgeschichten von Mills & Boon. Bereits in der Schule schrieb sie lieber über glorreiche Helden und die Magie der Liebe, anstatt Mathematikaufgaben zu lösen. Ihrem ganz persönlichen Helden begegnete sie eines Morgens während eines einsamen Spaziergangs an der Themse: Von dem ersten Moment an, als sie den gut aussehenden, in eng anliegendes Elasthan gekleideten Mann aus seinem Ruderboot steigen sah, (der das 3 Meter lange Ruder schulterte als sei es ein Zahnstocher!), wusste sie, dass dies der Mann war, den sie einmal heiraten würde. Glücklicherweise war besagter Ruderer derselben Meinung! Ihre Flitterwochen verbrachten sie an der Atlantikküste Portugals in einem zwischen grünen Hügeln gelegenen, verwinkelten Kloster mit direktem Blick auf das Meer. Noch heute ist es für Lucy der romantischste Ort, an dem sie je gewesen war. Die Londonerin lebt heute mit ihrem Mann in Spanien, wo sie das Strandleben genießt und neben dem Schreiben neuer Romane viel Zeit mit Lesen und Kreuzworträtseln verbringt. Am Schreiben fasziniert sie am meisten, wie real ihr die erfundenen Charaktere selber erscheinen. 'Ich kann kaum glauben, dass sie nicht wirklich existieren!' Was immer sie damals dazu bewegte, sich hinzusetzen und das erste Kapitel niederzuschreiben, noch heute ist Lucy dankbar dafür: Denn das Erträumen ihrer eigenen Helden empfindet sie nach wie vor als den perfekten Job!
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1. KAPITEL

Da war irgendetwas im Haus.

Das Geräusch der zufallenden Haustür noch im Ohr setzte sich Nicki auf. Vor Schreck pochte ihr Herz wie verrückt, und sie krallte sich so sehr an dem Buch fest, das sie gerade las, dass ihre Fingerknöchel ganz weiß wurden.

Vor ein paar Sekunden hatte sie sich noch gemütlich in die Kissen gekuschelt und versunken in die Welt Don Quijotes dagelegen. Und das angenehme Gefühl gehabt, sich zum ersten Mal seit Wochen ein wenig entspannen zu können.

Doch das Geräusch der zuschlagenden Tür hatte sie in die Realität zurückgeholt. Und jetzt war sie in allerhöchster Alarmbereitschaft – jemand hatte das Haus betreten.

Als ihr klar wurde, dass es sich um einen Fremden handeln musste, gefror ihr das Blut in den Adern.

Denn so sehr sie es sich auch wünschte – die schweren Schritte, die von den Fliesen im Flur widerhallten, waren auf keinen Fall diejenigen von Ana, der zierlichen Haushälterin. Oder die von Maria, der Köchin. Oder die irgendeines der anderen Angestellten des Anwesens. Manche von ihnen mochten vielleicht einen so schweren Schritt haben wie derjenige, der nun die Treppe hinaufkam. Aber keiner würde zu so später Stunde diesen Teil des Hauses betreten.

Und wer auch immer es war, der den ersten Stock erreicht und etwas mit einem lauten Rumsen auf den Boden gestellt hatte – jetzt kam er natürlich ausgerechnet auf ihr Zimmer zu.

Nickys Herzschlag beschleunigte sich noch einmal, als die Schritte näher kamen. Jeden Moment wäre er an der Tür, würde die Klinke herunterdrücken und …

Grässliche Bilder von all dem, was passieren konnte, schossen ihr durch den Kopf, und ihr anfänglicher Schreck wurde zu einer regelrechten Panikattacke, die sie am ganzen Leib zittern ließ. Ihre Sicht trübte sich, ihr stockte der Atem, ihr wurde schwindelig und ihr Herz klopfte zum Zerspringen. Wie durch einen Nebel merkte sie, dass sie kurz davor war, ohnmächtig zu werden. Doch Nicki wusste, wenn sie das Bewusstsein verlieren würde, wäre sie erledigt.

Und das wollte sie nicht. Sie wollte ihr Leben wieder in den Griff bekommen. Sie hatte so sehr gelitten. Und so lange durchgehalten.

Also kämpfte sie gegen die Panik und den Nebel in ihrem Kopf an. Auf keinen Fall würde sie jetzt aufgeben und ohnmächtig werden.

Irgendwie gelang es Nicky, ihren Puls und die mit ihr durchgehende Fantasie zu beruhigen.

Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt, um den Kopf zu verlieren. Vielmehr musste sie ihre Lage nüchtern einschätzen und überlegen, was sie tun konnte. Denn was auch immer passieren würde – auf keinen Fall würde sie zulassen, dass der Eindringling ihre wertvolle Kamera in die Finger bekam. Auch wenn sie diese seit Wochen nicht benutzt hatte.

Außerdem hatte sie schon wesentlich gefährlichere Situationen als diese hier durchgestanden; warum also sollte sie ausgerechnet jetzt die Nerven verlieren?

Darum war momentan die wichtigste Frage: Was sollte sie tun?

Einfach erstarrt hier liegen zu bleiben und vor Angst zu zittern, war jedenfalls keine Lösung. Lange nachdenken auch nicht. Nein, sie musste handeln.

Rasch ging Nicky in Gedanken durch, wie sie sich verteidigen konnte. Viele Möglichkeiten blieben ihr nicht, aber das war nicht zu ändern. Hauptsache, sie fand überhaupt eine Lösung – und das tat sie. Gerade rechtzeitig scheinbar, denn die Schritte waren schon gefährlich nah.

Sie hielt das Buch noch fester und dankte Gott dafür, dass sie eine ungekürzte illustrierte Ausgabe von Don Quijote als Bettlektüre ausgewählt hatte, die mehr als tausend Seiten dick und zentnerschwer war, und schlüpfte geräuschlos aus dem Bett.

Was für eine Woche. Rafael ging auf die Tür am Ende des Flures zu, aus der ein schmaler Lichtstreifen drang, und unterdrückte ein Gähnen.

So eine anstrengende Zeit hatte er wohl noch nie erlebt. Er konnte sich nicht erinnern, je zuvor körperlich und nervlich so am Ende gewesen zu sein.

Verantwortlich für seine Erschöpfung war die Firmenfusion, mit der er in der letzten Zeit befasst gewesen war und die er heute Morgen unter Dach und Fach gebracht hatte. Der Einigung waren heikle Verhandlungen, viel Diskretion, unendliche Geduld und furchtbar viele Überstunden vorausgegangen. Für ihn war das natürlich nichts Besonderes, er war daran gewöhnt, und es war seine Stärke, die Firmenprobleme anderer Leute zu lösen.

Doch die zahllosen Forderungen, mit denen er während der letzten Tage von den Frauen in seinem Leben überschüttet worden war, hatten an seinen Nerven gezerrt.

Zuerst war Elisa, von der er sich vor zwei Wochen getrennt hatte, vorgestern in seinem Büro aufgetaucht. Offenbar war sie nicht in der Lage zu akzeptieren, dass es vorbei war. Da er viel zu beschäftigt mit der Fusion gewesen war, hatte er nur geseufzt, gesagt, dass sie das ein anderes Mal besprechen müssten, und sie weggeschickt.

Kaum, dass er sich von jener Konfrontation erholt hatte, rief seine Mutter an, um sich darüber zu beschweren, dass sein Vater sich mal wieder in seinem Studierzimmer verkrochen habe. Sie hatte Rafael gebeten, etwas zu unternehmen, ohne eine Vorstellung davon zu haben, was. Aber erstens konnte man nichts dagegen ausrichten, wenn sein Vater sich zurückzog, und zweitens hatte der sich ohnehin nie darum gekümmert, was sein Sohn tat oder sagte – warum also sollte er ausgerechnet jetzt auf ihn hören?

Schließlich hatte Rafael den Grund für den Rückzug seines Vaters herausgefunden – das Brimborium, das seine Mutter um einen Monate später stattfindenden Wohltätigkeitsball machte – und ihr gesagt, er könne ganz gut verstehen, dass sein Vater sich in seinem Studierzimmer verschanzt habe, und dass er an seiner Stelle auch nicht herauskommen würde, bis der Ball vorbei wäre. Woraufhin seine Mutter gekränkt aufgelegt hatte.

Kurz darauf hatte seine älteste Schwester Lola ihn für den folgenden Tag zu einem Abendessen mit Freunden eingeladen, das sie, wie Rafael vermutete, nur zu dem Zweck organisiert hatte, ihn mit einer ihrer Single-Freundinnen zu verkuppeln.

Wie Lola durchaus bewusst war, brauchte Rafael keinerlei Hilfe, was sein Liebesleben anbetraf, doch sie hatte sich in den Kopf gesetzt, ihn wieder unter die Haube zu bringen. Was ein aussichtsloses Unterfangen war, da er nicht vorhatte, jemals wieder zu heiraten – und erst recht nicht eine ihrer Freundinnen. Denn das hatte schon beim letzten Mal mit einem furchtbaren Debakel geendet.

Währenddessen hatte seine jüngste Schwester Gabriela angefangen, ihn mit Anrufen und E-Mails zu bombardieren, und aus reinem Selbstschutz hatte Rafael kurzerhand beschlossen, sie und alle anderen zu ignorieren und dem ganzen Irrsinn, dem er gerade ausgesetzt war, zu entfliehen.

Was immer Gaby von ihm wollte, es konnte warten. Also hatte er seinem Fahrer gesagt, dass er ihn zum Flughafen bringen solle, war in seinen Flieger gestiegen und hatte sich gen Süden aufgemacht.

Und es war richtig gewesen, abzuhauen. Das war ihm klar geworden, als er vor ein paar Minuten aus dem Auto gestiegen war und einen Moment lang in der samtenen Dunkelheit der Nacht auf die Stille gelauscht und den Duft von Erde und Jasmin eingeatmet hatte. Umgeben von der trockenen Wärme hatte seine Anspannung sofort nachgelassen. Er weigerte sich, ein schlechtes Gewissen zu haben, weil er ohne ein Wort abgereist war. Eine oder zwei Wochen lang würden seine Mutter und seine Schwestern auch ohne ihn gut klarkommen.

Also, sagte Rafael sich noch einmal, als er vor der Tür stehen blieb, brauchte er kein schlechtes Gewissen zu haben, er hatte eine Pause verdient. Hier auf dem Weingut würde er ein oder zwei Wochen lang die Ruhe genießen, auf die er in den letzten Monaten hatte verzichten müssen. Er würde frühmorgens durch die Weinfelder spazieren und nachmittags bei einem Glas Rotwein am Pool faulenzen. Einfach nur ausruhen. Die frische Luft und die Sonne und vor allem das Alleinsein genießen. War das denn zu viel verlangt?

Als Rafael die Tür öffnete, um das Licht zu löschen, von dem er annahm, dass es versehentlich nicht ausgeschaltet worden war, traf ihn etwas hart an der Schläfe, und ihm wurde schwarz vor Augen.

Getroffen!

Triumphierend und erleichtert sah Nicky zu, wie der Eindringling stöhnend in den dunklen Flur zurücktaumelte.

Mit wem auch immer sie es zu tun hatte, sie hatte ihm eine kräftige Lektion erteilt. Gegen ihren Überraschungsangriff hatte er nichts ausrichten können.

Und noch immer konnte er ihr nichts anhaben, stellte sie befriedigt fest, als er seitwärts schwankte, gegen den Türrahmen prallte und auf Spanisch vor sich hinschimpfte.

Doch Nicky weigerte sich, bei dem Gedanken, dass sie ihn womöglich ernsthaft verletzt haben könnte, ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Warum auch – schließlich war sie das potenzielle Opfer.

Nicht, dass sie sich wie ein Opfer fühlte. Genaugenommen fühlte sie sich so siegesgewiss wie nie zuvor, was in Anbetracht der Tatsache, dass sie wochenlang apathisch, verzweifelt und hoffnungslos gewesen war, umso erstaunlicher war.

Doch darüber würde sie später nachdenken. Nun musste sie handeln. Denn im Nachhinein erwies sich ihre Strategie doch nicht als so brillant, wie sie gedacht hatte.

Er füllte den Türrahmen aus und blockierte so den einzigen Fluchtweg, und daraus, wie er sich reckte, konnte Nicky schließen, dass er sich gerade beunruhigend schnell erholte.

Wieder machte sich Panik in ihr breit. Wenn sie ihm entkommen und sich in Sicherheit bringen wollte,...



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