King | Snow Falling | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 294 Seiten

King Snow Falling

Haven Hart 1
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-96089-535-0
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Haven Hart 1

E-Book, Deutsch, 294 Seiten

ISBN: 978-3-96089-535-0
Verlag: dead soft verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nachdem er vor einer Vergangenheit geflohen ist, die ihn hätte töten sollen, hält sich Snow auf der Straße versteckt. Verrate niemandem deinen Namen. Erzähle niemandem deine Geheimnisse. Vertraue niemandem! So lauten die Regeln auf der Straße. Sein ganzes Leben ändert sich, als er einen achtjährigen Jungen vor einem gewaltsamen Ende bewahrt. Christopher Manos ist einer der mächtigsten Verbrecherbosse des Landes. Bitte niemanden, etwas zu tun, was du nicht selbst tun würdest. Geheimnisse können dich umbringen. Vertraue niemandem! Das sind die Regeln, nach denen er lebt. Als sein achtjähriger Neffe verschwindet, rechnet er nicht damit, dass der Retter des Jungen am Ende sein eigener ist. Ein Mann mit einer gefährlichen Vergangenheit und ein Mann mit einer gefährlichen Zukunft finden inmitten von Mord und Chaos ihre Liebe. Aber wenn Snows Leben auf Schritt und Tritt bedroht ist, wird Christophers Bestes ausreichen, um Snow zu beschützen?

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Kapitel 4


CHRISTOPHER

»Maggie, würdest du bitte Dr. Harris anrufen, damit er sich Simon ansieht? Ich will sichergehen, dass es ihm gutgeht.«

Maggie lächelte Simon an und neigte dann den Kopf, um etwas hinter mir zu betrachten. Wahrscheinlich den weißhaarigen Typen.

»Kannst du auch Kaffee und Saft in mein Arbeitszimmer bringen?« Ich sah Simon an und fragte: »Hast du Hunger?«

Sein Lächeln war breit. »Mir geht’s gut, Papa, vielleicht eine Kleinigkeit.« Er sah Maggie an, die nur lächelte und wegging, um Simon Kekse oder etwas Ähnliches zu holen. »Du musst Snow helfen. Mir geht es gut, niemand hat mir wehgetan. Na ja, nicht niemand …«

Ich war nicht für meine ruhige Art bekannt. Als Simon sagte, dass ihm jemand wehgetan hätte, drehte ich mich um und packte diesen Snow mit einer Hand am Kragen. »Sie haben ihn angefasst?«

Die Augen des Mannes weiteten sich, seine Angst war offensichtlich. »Ich habe seine Hand gehalten. Beruhigen Sie sich. Er meinte nicht mich. Warum lassen Sie ihn nicht alles erzählen, bevor Sie mir eine reinhauen?« Er zog eine perfekte, schimmernde weiße Augenbraue hoch. Der verängstigte Kerl von vor wenigen Augenblicken begann zu verschwinden.

 »Papa, das war nicht Snow. Er ist ein guter Kerl. Er hat die bösen Männer davon abgehalten, mir wehzutun, aber sie werden ihm wehtun. Du musst ihm helfen. Bitte.« Ich schaute zu Simon und sah, wie sein Kinn zitterte. »Sie werden ihm wehtun, Papa. Ganz doll.«

Ich ließ Snow sofort los und hockte mich hin, um Simon zu umarmen. »Keine Sorge, Kumpel. Nicht weinen. Du bist in Sicherheit und wir werden eine Lösung finden. Okay?«

Er nickte an meiner Schulter.

»Ich bin mir sicher, Maggie hat alles für dich vorbereitet, also lass uns Kekse essen und Milch trinken.« Ich trug Simon ins Arbeitszimmer und vertraute darauf, dass Frank den Typen dazu brachte, uns zu folgen.

Während er uns beobachtete, setzte er sich auf die Couch, auf die Frank zeigte. Sein Blick schweifte durch den ganzen Raum und ich erwischte mich bei dem Gedanken, was ihm wohl durch den Kopf ging.

Maggie kam mit einem Tablett mit Kaffee, Saft, Milch und Keksen herein, worauf sich Simon sofort stürzte. Er reichte dem Typen einen Keks. »Iss, Snow. Die sind so gut. Maggie macht sie mit Erdnussbutter und Schokolade. Keine Walnüsse, davon bekomme ich ein Jucken im Hals. Hast du irgendwelche Allergien? Ich mag keine Walnüsse und Pfirsiche. Aber ich weiß nicht, ob es eine Allergie ist oder ich sie einfach nur hasse.« Simon plapperte weiter und weiter und meistens waren die Leute davon genervt, aber dieser Typ, Snow, lächelte Simon einfach an, nahm den Keks und knabberte daran, während Simon weitersprach. »Einmal habe ich einen Pfirsich gegessen und mich verschluckt. Ich glaube, das liegt an den Haaren, aber ich weiß es nicht genau. Deswegen halte ich mich einfach von ihnen fern, weißt du?«

Snow nickte.

»Also, hast du Allergien?«

»Nicht, dass ich wüsste. Als ich klein war, wurde mir mal von Marshmallows schlecht und jetzt kann ich sie nicht einmal mehr ansehen. Mein Magen dreht sich dabei sofort um. Aber das ist keine Allergie.«

Simon und Snow redeten eine Weile und ich ließ es zu, fasziniert davon, wie sehr Simon sich ihm gegenüber öffnete. Er redete mit jedem, der ihm einen Moment Zeit ließ, aber dass er Snow wie jemanden behandelte, den er schon ewig kannte, schockierte mich. Er hatte nicht viele Freunde in der Schule, was ich nicht verstand.

»Ich liebe S’mores. Da sind Marshmallows drin, also magst du sie wahrscheinlich nicht, oder?«

Snow zuckte mit den Schultern. »Vielleicht probiere ich sie mal. Vielleicht mag ich sie inzwischen wieder.«

Das brachte Simon zum Lächeln und er reichte Snow einen weiteren Keks.

»Simon.« Meine Stimme unterbrach das Gespräch der beiden. Simon und Snow sahen mich beide an. Es war fast komisch, als hätten sie vergessen, dass noch jemand da war. »Ich würde gerne mit Mr. Snow sprechen. Möchtest du duschen gehen, während Maggie dir einen Film vorbereitet?«

»Ähm …« Er schaute Snow an. »Wirst du morgen früh hier sein?«

Snow räusperte sich und wischte sich mit dem Handrücken den Mund ab. »Wahrscheinlich nicht, Kleiner. Ich muss wieder los.«

»Aber …« Simon schniefte. »Diese Männer. Snow, bitte bleib hier. Nur bis Papa sich darum gekümmert hat. Bitte.« Er stürzte sich auf Snow und schluchzte in sein Hemd.

Ich ging auf ihn zu, bis Snows Worte mich aufhielten. »Ich bleibe bis zum Morgen.«

Ach, wird er das?

Das schien Simon zu beruhigen und er küsste Snow auf die Wange, umarmte mich und verließ mit Maggie das Arbeitszimmer.

»Ich werde nicht bleiben. Ich wollte nur nicht, dass er traurig ist, also keine Panik, dass ich hier übernachte.« Snows Reaktion war nicht überraschend. Mein Gesicht verriet wahrscheinlich die leichte Verärgerung, die ich empfand.

»Jetzt müssen Sie bleiben. Sie haben es Simon versprochen. Maggie wird dafür sorgen, dass Sie im Gästezimmer untergebracht werden. Aber hören Sie …« Als ich Snow gegenübersaß, sah ich, dass er ein wenig schmutzig war. Nicht ekelhaft, aber sein Haar war voller Staub oder etwas Ähnlichem. Seine Schuhe hatten oben ein Loch, aber seltsamerweise sah er glücklich aus. »Was ist heute Abend passiert?«

Snow blickte zur Decke und sammelte sich. »Eight war zur falschen Zeit am falschen Ort. Ein paar Typen wollten ihm etwas antun. Ich bin dazwischengegangen, jetzt ist er in Sicherheit.«

Hat er Eight gesagt?

»Wer ist Eight?«

Snow lächelte und etwas in meinem Magen kribbelte. »Mein Spitzname für ihn. Er wollte mir seinen Namen nicht verraten, aber er hat mir sein Alter genannt. Ich wollte ihn nicht Kind oder so was nennen, also habe ich ihn Eight genannt.«

Niedlich.

»Aber dadurch, dass Sie Simon gerettet haben, sind Sie nicht mehr sicher?«

Snow zuckte mit den Schultern.

Ich sah Frank hilfesuchend an, aber auch er zuckte nur mit den Schultern. Na toll. »Von welcher Art von Ärger sprechen wir?«

Snow begegnete mir mit einem Blick, der Bände sprach. Er wirkte leicht und unbekümmert, aber hinter diesen kristallblauen Augen steckte Erfahrung. Er hatte Dinge gesehen und kannte die Spielregeln. »Ich werde tun, was ich tun muss, um zu überleben. So wie ich es immer getan habe.«

»In was für Schwierigkeiten stecken Sie? Ich frage Sie nicht noch einmal, Mr. Snow!« Ich stand auf und war schockiert, als er ebenfalls aufstand.

»Hören Sie mit dem Mr. auf! Und Sie sind niemand, der das Recht hat, mich herumzukommandieren. Sie haben den Jungen wieder, er ist in Sicherheit. Was kümmert es Sie, in was für Schwierigkeiten ich stecke?« Snows Hände ballten sich zu Fäusten. Seine Augen waren wie blaues Feuer.

Ich nahm sein indirekt angebotenes Du an. »Es kümmert mich nicht. Simon schon. Er gehört zu meiner Familie und er mag dich. Also werde ich dir helfen.« Mit einer Geste an Frank reichte er mir ein Tablet und einen Stift. »Wie heißen diese Typen und wie sehen sie aus?«

Snow brauchte eine Minute, bevor er sich wieder hinsetzte. »Ich werde die Stadt verlassen. Es spielt keine Rolle. Lass gut sein.« Über Snows Gesicht huschte ein Schatten der Niederlage.

»Das kann ich nicht. Ich werde dich nicht aufhalten, wenn du die Stadt verlassen willst. Nun, ich könnte, aber ich werde es nicht. Aber diese Kerle haben meinen Neffen angefasst. Das wird Konsequenzen haben. Also, wer sind sie?«

Snow starrte mich eine gute Minute lang an. Dann flackerte ein Hauch von Sanftheit in seinen Augen auf. »Eight ist ein toller Junge. Ich konnte nicht zulassen, dass sie ihm etwas antun. Niemand hat so ein Leben verdient, schon gar nicht ein Kind.«

Ich beobachtete Frank, den großen, harten Kerl, wie er Snow mit fast traurigem Blick ansah.

»Roy und Bill. Man findet sie meistens bei Axel’s Auto Body auf der Fünften. Die kaufen und verkaufen Metall und so. Ich war noch nie dort, aber es sollte nicht schwer zu finden sein. Ansonsten lauf durch die Straßen und such nach … na ja, du weißt schon.«

»Sie werden dir nichts antun, Snow.« Als er zu mir aufblickte, bestand kein Zweifel daran, dass er über die Freundlichkeit in meiner Stimme ebenso schockiert war wie ich selbst. »Bleib über Nacht. Meine Leute werden sie suchen. Willst du ihnen etwas sagen?«

»Deinen Leuten?« Snow sah Frank und die anderen vier Männer im Raum an. »Ähm … viel Glück da draußen. Seid stark. Trefft gute Entscheidungen?«

Frank lachte, woraufhin die anderen mitlachten.

»Nein.« Ich konnte meine Belustigung nicht verbergen. »Willst du Roy und Bill etwas sagen, sobald ich sie habe?«

»Warum?«, fragte Snow offensichtlich verwirrt über diesen Vorschlag.

»Snow, du weißt, wer ich bin, ja?«

Er nickte.

»Roy und Bill werden niemanden mehr belästigen. Ich biete dir an, mit ihnen abzuschließen. Willst du das?«

»Abschließen?« An Snows Gesichtsausdruck war zu erkennen, dass er darüber nachdachte. »Ich habe noch nie wirklich mit etwas abgeschlossen.« Er blinzelte mich an. »Wirst du sie töten?«

»Stell keine Fragen, deren Antworten dir nicht gefallen würden, Kleiner«, antwortete Frank für mich.

»Du darfst sie nicht umbringen.« Snow war jetzt panisch.

Interessant.

»Warum nicht?«

»Roys Vater ist der Chef der russischen Mafia«, antwortete Snow nervös.

»Moment. Roy ist Roman Sokolov, der Sohn von Boris Sokolov?«

Snow...



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